{"id":11994,"date":"2007-03-01T11:06:08","date_gmt":"2007-03-01T11:06:08","guid":{"rendered":".\/?p=11994"},"modified":"2007-03-01T11:06:08","modified_gmt":"2007-03-01T11:06:08","slug":"11994","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2007\/03\/11994\/","title":{"rendered":"Telekom: Kampfbereite Besch&#228;ftigte in Bonn"},"content":{"rendered":"<p>  <img src=\"\/media\/2007\/T-Mobile-Demo_2007-02-28.jpg\" align=\"left\">  &#8222;Ich w&#228;re auch noch viel weiter gefahren, um hier zu demonstrieren&#8220;,   meinte ein Kollege der aus M&#252;nchen angereist war. Der Telekomvorstand   hatte vor der Demonstration angek&#252;ndigt, 55.000 Besch&#228;ftigte in eine   neue Servicegesellschaft auszugliedern. Sie sollen bis zu sechs Stunden   pro Woche l&#228;nger arbeiten und weniger Geld bekommen.<!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <i>von Georg K&#252;mmel, K&#246;ln<\/i><\/p>\n<p>  Auch aus Halle, Leipzig, Bremerhaven, Dortmund, Berlin, Suhl und anderen   St&#228;dten waren die Telekombesch&#228;ftigten zum Teil in der Nacht   aufgebrochen, um am Mittwoch vor der Telekomzentrale in Bonn zu   protestieren. Darunter auch M&#228;nner und Frauen vom CallCenter VCS die   bereits von der Telekom an die Walter-Telemedien-Gruppe verkauft worden   sind.<\/p>\n<p>  13.000 Kolleginnen und Kollegen standen dicht gedr&#228;ngt auf der   Abschlusskundgebung und wollten h&#246;ren, welche Marschrichtung   insbesondere ver.di-Bundesvorstand Schr&#246;der und ver.di-Vorsitzender   Bsirske vorgeben w&#252;rden.<\/p>\n<p>  Schr&#246;der begann seine Rede mit einer etwas verklausulierten   Streikdrohung: &#8222;Wenn es sein muss, nehmen wir uns morgen auf andere Art   frei&#8220;. Schr&#246;der erinnerte daran, dass ver.di in der Vergangenheit   bereits mehrmals Zugest&#228;ndnissen seitens der Besch&#228;ftigten unter anderem   auch &#8222;schmerzhaften Kompromissen&#8220; bei T-Mobile zugestimmt habe. Man habe   verzichtet, die Arbeitspl&#228;tze seien aber nicht sicherer geworden.   Schr&#246;der forderte jetzt &#8222;Verl&#228;sslichkeit&#8220; seitens des Telekom-Vorstandes. <\/p>\n<p>  Zum Schluss sagte er nochmal, dass man, wenn n&#246;tig, zum Arbeitskampf   bereit sei &#8211; einstweilen sollten die Kolleginnen und Kollegen aber die   gesammelten Unterschriften vorne an der Rednertrib&#252;ne abgeben. So k&#246;nne   man dem Aufsichtsrat verdeutlichen, dass die Kunden ebenfalls einen   besseren Service statt Personalabbau wollen.<\/p>\n<p>  Bsirske hielt eine stellenweise sehr k&#228;mpferische Rede. Er zitierte   einen Vertrauten des Konzenrchefs Obermann, mit den Worten &#8222;Konsens war   gestern&#8220;, die Besch&#228;ftigten br&#228;uchten &#8222;Druck&#8220;. Bsirske wiederholte. &#8222;Wir   haben verstanden, Konsens war gestern&#8220; und &#8222;Druck erzeugt Gegendruck&#8220;. <\/p>\n<p>  Bsirske und Schr&#246;der sagten aber auch, dass ja allen klar sei, dass die   wirtschaftliche Lage bei der Telekom nicht rosig sei. Das kann nur als   Versuch gewertet werden, die Erwartungen der Besch&#228;ftigten zu d&#228;mpfen,   denn in den Jahren 2004 und 2005 hat die Telekom 4,6 und 5,6 Milliarden   Euro Gewinn gemacht, endg&#252;ltige Zahlen f&#252;r 2006 liegen noch nicht vor. <\/p>\n<p>  Schr&#246;der leistete sich am Schluss seiner Rede noch einen Versprecher:   &#8222;Es bleibt zu hoffen, dass der Aufsichtsrat den ver.di-Vorstand zur   Vernunft bringt&#8220; und verbesserte, &#8222;den Telekom-Vorstand&#8220;. <\/p>\n<p>  Auf eine klare Aussage, wann konkret ver.di zum Streik aufrufen werde,   warteten die versammelten Kolleginnen und Kollegen vergeblich. Dabei   w&#228;re die Aussage ganz einfach: Komplette R&#252;cknahme der K&#252;rzungspl&#228;ne   oder Streik der Telekom-Besch&#228;ftigten. Bei der strategischen Bedeutung   des Informationsflusses f&#252;r Wirtschaft und Gesellschaft, der   insbesondere durch die Arbeit der Telekom-Besch&#228;ftigten sichergestellt   wird, w&#252;rde ein breit angelegter Streik ungeheuren Druck entfalten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>      <img src=\"\/media\/2007\/T-Mobile-Demo_2007-02-28.jpg\" align=\"left\"><br \/>\n      &#8222;Ich w&#228;re auch noch viel weiter gefahren, um hier zu demonstrieren&#8220;,<br \/>\n      meinte ein Kollege der aus M&#252;nchen angereist war. Der Telekomvorstand<br \/>\n      hatte vor der Demonstration angek&#252;ndigt, 55.000 Besch&#228;ftigte in eine<br \/>\n      neue Servicegesellschaft auszugliedern. 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