{"id":11926,"date":"2007-01-31T12:00:03","date_gmt":"2007-01-31T12:00:03","guid":{"rendered":".\/?p=11926"},"modified":"2007-01-31T12:00:03","modified_gmt":"2007-01-31T12:00:03","slug":"11926","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2007\/01\/11926\/","title":{"rendered":"Cannstatter Aktionskreis: &quot;Erneut Demos w&#228;hrend der Arbeitszeit \r\n      organisieren!&quot;"},"content":{"rendered":"<p>  <img src=\"\/media\/2007\/CASG.gif\" align=\"left\">  Dokumentiert: Flugblatt des &#8222;Cannstatter Aktionskreis f&#252;r soziale   Gerechtigkeit&#8220; zu den Demonstrationen der IG Metall w&#228;hrend der   Arbeitszeit mit dem Vorschlag, &quot;dass sp&#228;testens bei der Gesetzesanh&#246;rung   am 26. Februar am Nachmittag in den Betrieben erneut Demonstrationen   w&#228;hrend der Arbeitszeit organisiert und alle Belegschaften und die   gesamte Stuttgarter Bev&#246;lkerung zu einer Demonstration oder einem   Sternmarsch durch die Stuttgarter Innenstadt aufgerufen wird.&quot; <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<h4>  Flugblatt vom 30. November:<\/h4>\n<p>  Rente mit 67 <\/p>\n<p>  &#8230; bringt Altersarmut <\/p>\n<p>  &#8230; mehr Arbeitslosigkeit <\/p>\n<p>  &#8230; macht Menschen krank <\/p>\n<p>  &#8230; nimmt der Jugend die Chancen<\/p>\n<h5>  Wir sagen NEIN!<\/h5>\n<p>  Der &#8222;Cannstatter Aktionskreis f&#252;r soziale Gerechtigkeit&#8220; begr&#252;&#223;t und   unterst&#252;tzt die Demonstrationen der IG Metall w&#228;hrend der Arbeitszeit.   Wenn die gro&#223;e Koalition in Berlin die Interessen der Mehrheit der   Bev&#246;lkerung mit F&#252;&#223;en tritt und den W&#228;hlerwillen kaltschn&#228;uzig &#252;bergeht,   sind die Gewerkschaften gefordert, ihre Machtmittel einzusetzen, um   diese Politik zu stoppen. <\/p>\n<p>  Die aufgeregten Reaktionen der Politiker von CDU und SPD und aus dem   Unternehmerlager zeigen, dass die Herrschenden nerv&#246;s werden. Und das   ist gut so. Sie zeigen, dass Demonstrationen w&#228;hrend der Arbeitszeit ein   weitaus h&#246;heres Druckmittel sind als Demonstrationen in unserer   Freizeit. Wenn in den Betrieben, in denen jeden Tag von den   Besch&#228;ftigten der gesellschaftliche Reichtum produziert wird, nichts   mehr geht, wird es ernst. Denn: wenn nicht gearbeitet wird, gibt es auch   keinen Profit.<\/p>\n<p>  Wir sind der Meinung, dass die Proteste in den n&#228;chsten Wochen   fortgef&#252;hrt und verst&#228;rkt werden sollten. Erkl&#228;rtes Ziel sollte sein,   die Rente 67 und die Rentenpl&#228;ne der Regierung insgesamt (Auslaufen der   Altersteilzeit, keine Rentenerh&#246;hung in den n&#228;chsten 10 Jahren, weitere   Rentenk&#252;rzung durch den Nachhaltigkeitsfaktor) zu stoppen. Bereits jetzt   haben viele Kolleginnen und Kollegen, und vor allem Frauen, eine Rente   unterhalb der Armutsgrenze. Allein durch das Einfrieren der Renten in   den n&#228;chsten 10 Jahren verliert die jetzige Rentnergeneration   inflationsbedingt mindestens 20% an Kaufkraft. Die zus&#228;tzlichen   Belastungen durch die Gesundheitsreform sind dabei noch nicht   ber&#252;cksichtigt. <\/p>\n<p>  Wir sind der Meinung, dass jeder Mensch ein Recht auf einen w&#252;rdigen   Lebensabend hat. Und wir lassen uns auch nicht einreden, dass dies nicht   finanzierbar sei. Das Geld daf&#252;r ist vorhanden. Nur in den falschen   Taschen. Laut Stuttgarter Zeitung vom 11. Januar 2007 ist  das   Geldverm&#246;gen in Deutschland im Jahr 2006 um 240 Milliarden auf sage und   schreibe 4,53 Billionen Euro angewachsen. Die Kursgewinne am Aktienmarkt   z.B. sind laut dieser Meldung um 22% gestiegen. Zehn Prozent der   privaten Haushalte verf&#252;gen &#252;ber die H&#228;lfte dieses privaten   Geldverm&#246;gens. W&#252;rde mit einer Reichensteuer das obere Drittel dieses   Geldverm&#246;gens abgesch&#246;pft k&#228;men 1,5 Billionen Euro zusammen. <\/p>\n<\/p>\n<p>  Wir m&#252;ssen die Politik der Umverteilung von unten nach oben stoppen.   Wenn uns dies erstmals mit der Verhinderung der Rentenpl&#228;ne gelingen   w&#252;rde, w&#228;re das ein riesiger Erfolg. Es w&#252;rde das l&#228;hmende   Ohnmachtsgef&#252;hl in der Bev&#246;lkerung aufbrechen und zur weiteren Gegenwehr   ermutigen. <\/p>\n<p>  Studierende an der Uni-Stuttgart, die sich derzeit im Abwehrkampf gegen   Studiengeb&#252;hren befinden, haben in einem Offenen Brief an die   Einzelgewerkschaften und den Cannstatter Aktionskreis vorgeschlagen, die   verschiedenen Proteste mit einer gemeinsamen stadtweiten Demonstration   und Kundgebung zu verbinden, an der sich Studierende, Sch&#252;ler und alle   Nichterwerbst&#228;tigen beteiligen k&#246;nnen. Wir unterst&#252;tzen dies und   schlagen vor, dass sp&#228;testens bei der Gesetzesanh&#246;rung am 26. Februar am   Nachmittag in den Betrieben erneut Demonstrationen w&#228;hrend der   Arbeitszeit organisiert und alle Belegschaften und die gesamte   Stuttgarter Bev&#246;lkerung zu einer Demonstration oder einem Sternmarsch   durch die Stuttgarter Innenstadt aufgerufen wird. Die Studierenden   schreiben in ihrem Brief:  &#8222;Lasst uns in Stuttgart beginnen einen   franz&#246;sischen Akzent zu setzen, damit wir hierzulande mit den   Regierenden bald franz&#246;sisch reden k&#246;nnen.&#8220;. Dem k&#246;nnen wir nur   zustimmen. Die Gewerkschaften in Frankreich haben uns vorgemacht, wie   eine Regierung durch Massenstreiks gestoppt werden kann. <\/p>\n<p>  Der &#8222;Cannstatter Aktionskreis f&#252;r soziale Gerechtigkeit&#8220; erkl&#228;rt sich   bereit, in Cannstatt  f&#252;r eine solche stadtweite Demonstration zu   mobilisieren. Nach unserer Protestkundgebung am 14.12. mit 300   Teilnehmern und dem guten Zuspruch den wir in Cannstatt f&#252;r unseren   Cannstatter Appell bekommen, sind wir optimistisch, dass eine stadtweite   Demonstration an einem Nachmittag in den n&#228;chsten Wochen sehr   erfolgreich werden w&#252;rde. <\/p>\n<p>  Unabh&#228;ngig davon werden wir unseren Widerstand gegen die Rentenpl&#228;ne in   den n&#228;chsten Wochen fortf&#252;hren und rufen auf zu einer weiteren<\/p>\n<h4>  Protestkundgebung<\/h4>\n<p>  am Donnerstag, den 22. Februar, um 16.30 Uhr, vor dem Alten Rathaus in   der Cannstatter Marktstra&#223;e<\/p>\n<p>  Au&#223;erdem laden wir schon jetzt zu zwei Veranstaltungen ein:<\/p>\n<p>  Am Montag, den 5. Februar um 17.00 Uhr trifft sich der Aktionskreis bei   der katholischen Betriebsseelsorge, Wiesbadener Str. 20, Bad Cannstatt<\/p>\n<p>  &#8222;Was sind die n&#228;chsten Schritte im Kampf gegen die Rente 67?&#8220;<\/p>\n<p>  Diskussionsrunde am Montag, 05.03.2007 um 19.00 Uhr in der Helfergasse   5, Bad Cannstatt (hinter der Stadtkirche)<\/p>\n<\/p>\n<p>  CANNSTATTER AKTIONSKREIS f&#252;r SOZIALE GERECHTIGKEIT<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>      <img src=\"\/media\/2007\/CASG.gif\" align=\"left\"><br \/>\n      Dokumentiert: Flugblatt des &#8222;Cannstatter Aktionskreis f&#252;r soziale<br \/>\n      Gerechtigkeit&#8220; zu den Demonstrationen der IG Metall w&#228;hrend der<br \/>\n      Arbeitszeit mit dem Vorschlag, &quot;dass sp&#228;testens bei der Gesetzesanh&#246;rung<br \/>\n      am 26. 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