{"id":11913,"date":"2007-01-19T15:29:14","date_gmt":"2007-01-19T15:29:14","guid":{"rendered":".\/?p=11913"},"modified":"2007-01-19T15:29:14","modified_gmt":"2007-01-19T15:29:14","slug":"11913","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2007\/01\/11913\/","title":{"rendered":"F&#252;r eine linke Jugendbewegung &#8211; radikal, demokratisch, \r\n      sozialistisch, unabh&#228;ngig!"},"content":{"rendered":"<p>  Flugblatt der SAV zum &quot;Hochschulkongress f&#252;r eine neue Linke&quot; vom 19.   bis 21. Januar in Frankfurt <a href=\"\/media\/2007\/2007_01_20_Linke_Hochschulkongress.pdf\"> (hier als PDF)<\/a> <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  &quot;Get up, stand up&quot;!? &#8211; H&#246;chste Zeit einen Aufstand zu machen! Dieses   Gesellschaftssystem hat der Menschheit offensichtlich nichts zu bieten   au&#223;er Umweltzerst&#246;rung, Krieg, Armut, soziale Unsicherheit,   Bildungsabbau, Privatisierung und Kommerzialisierung aller   Lebensbereiche und &#246;ffentlichen Einrichtungen. Eine kleine, radikale   Minderheit von Kapitalisten, Gro&#223;aktion&#228;ren, Gener&#228;len und Politikern   profitiert von dieser Entwicklung &#8211; der Satz &quot;Die Armen werden &#228;rmer und   die Reichen werden reicher&quot; ist bittere, t&#228;gliche Realit&#228;t. Und nicht   nur das: die Anzahl der Armen steigt!<\/p>\n<p>  H&#246;chste Zeit f&#252;r Widerstand und eine starke Linke! Doch wenn man sich   die Entwicklung der Linken in Deutschland anschaut ist das   offensichtlich leichter gesagt als getan. Dieser Kongress tr&#228;gt den   Untertitel &quot;Hochschulkongress f&#252;r eine neue Linke&quot;. Lafontaine und   andere RednerInnen aus den Funktion&#228;rsk&#246;rpern von L.PDS und WASG werden   in ihren Reden und Referaten sagen, dass &quot;die&quot; neue Linke durch die   Vereinigung der beiden Parteien kommt und die Linke dadurch gest&#228;rkt   wird. <\/p>\n<p>  Wir, die Sozialistische Alternative (SAV), sind ein aktiver Bestandteil   der WASG. Unser Mitglied Lucy Redler war Spitzenkandidatin der WASG   Berlin bei den dortigen Abgeordnetenhauswahlen und ist Mitglied im WASG   Bundesvorstand. Wir treten seit Jahren f&#252;r die Bildung einer breiten,   linken Partei ein und haben deshalb von Beginn an in der WASG   mitgearbeitet. <\/p>\n<p>  Die WASG hat sich vor allem dadurch von anderen Parteien unterschieden,   dass sie enge Verbindungen zu sozialen Bewegungen und Gewerkschaften   hatte und dass sie eine Beteiligung an Regierungen, die Sozialabbau und   Privatisierungen betrieben, ausgeschlossen hat. <\/p>\n<p>  Dies war eine gro&#223;e Errungenschaft f&#252;r eine linke Partei in Deutschland   und eine wichtige Lehre aus den Rechtsentwicklungen von SPD, Gr&#252;nen und   L.PDS. Denn gesellschaftliche Ver&#228;nderungen kann man nicht in   Koalitionsregierungen mit b&#252;rgerlichen Parteien erreichen, sondern nur   durch Widerstand auf der Stra&#223;e, in den Betrieben und   Bildungseinrichtungen. <\/p>\n<p>  Diese Errungenschaft wird nun im Zuge der Vereinigung von WASG und L.PDS   &#252;ber Bord geworfen. Die Teilnahme der L.PDS an der Sozialabbau- und   Privatisierungspolitik im Berliner Senat und in vielen ostdeutschen   Kommunen wird akzeptiert. Verbale Kritik an dieser Politik wird nicht in   eine politische Praxis umgesetzt &#8211; Wahlkampf wurde f&#252;r die Berliner   L.PDS und nicht f&#252;r die WASG gemacht. Und das neue Parteiprogramm soll   noch weniger sozialistisch sein, als es die bisherigen WASG- und   L.PDS-Programme schon waren. Deshalb halten wir die Fusion der beiden   Parteien in der aktuellen Form f&#252;r einen Schritt in die falsche   Richtung. <\/p>\n<p>  Denn wir brauchen eine Linke, die konsequent an der Seite der   Benachteiligten in der Gesellschaft steht und nicht die Seiten wechselt,   wenn es ernst wird!<\/p>\n<p>  Wir brauchen eine Linke, die demokratische Strukturen hat und in der   nicht die Apparate das sagen haben!<\/p>\n<p>  Wir brauchen eine Linke, die eine Alternative zum kapitalistischen   System aufzeigt! Akzeptanz von Marktkonkurrenz, Privateigentum an   Produktionsmitteln und Profitlogik ist keine linke Programmatik. Der   Kapitalismus ist ein System, das auf Ausbeutung, Krieg und   Kommerzialisierung aufgebaut ist und dessen wiederkehrende   Wirtschaftskrisen immer auf dem R&#252;cken der Mehrheit der Bev&#246;lkerung   ausgetragen werden. Um dauerhaft Schluss zu machen mit Privatisierungen,   Billigjobs, Sozialabbau, Krieg und Umweltzerst&#246;rung muss der   Kapitalismus gest&#252;rzt und eine sozialistische Demokratie erk&#228;mpft werden   &#8211; eine Gesellschaft, die auf demokratischer Wirtschaftsplanung statt   Profitkonkurrenz und &#246;ffentlichem Eigentum statt Privateigentum an   Banken und Fabriken basiert.<\/p>\n<p>  Schon heute hat eine Mehrheit in der Bev&#246;lkerung das Vertrauen in das   bestehende politische und wirtschaftliche System verloren. Wenn die   Linke keine &#252;berzeugende sozialistische Alternative aufzeigt, werden die   Faschisten mit ihrer sozialen Demagogie davon profitieren. <\/p>\n<p>  Deshalb sagen wir: eine linke Partei muss konsequent sozialistisch sein   und darf sich nie und nirgendwo an Sozialabbau und Privatisierungen   beteiligen!<\/p>\n<p>  Und eine linke Jugendbewegung muss radikal und sozialistisch sein, wenn   sie etwas bewegen will! Es gilt an den besten Traditionen der 68er   anzukn&#252;pfen. Diese haben gro&#223;e Ver&#228;nderungen im Bildungswesen erreicht,   gerade weil sie sich nicht auf Bildungspolitik beschr&#228;nkt haben, sondern    die ganze Welt aus den Angeln heben wollten und eine sozialistische   Alternative anstrebten. Eine linke, sozialistische Jugendbewegung kann   auch eine wichtige Rolle spielen, sozialistische und radikale Ideen in   der ganzen Bev&#246;lkerung zu verbreiten. Doch dazu muss sie unabh&#228;ngig sein   und darf sich nicht den b&#252;rokratischen Apparaten und der angepassten   Politik der F&#252;hrungen unterordnen. Und sie muss die Lehre aus den   K&#228;mpfen in Frankreich im letzten Jahr ziehen: hier konnte die Regierung   in der Frage des K&#252;ndigungsschutzes geschlagen werden, weil die   Studierenden die Verbindung mit den abh&#228;ngig Besch&#228;ftigten und den   Gewerkschaften gekn&#252;pft haben. Vor diesem B&#252;ndnis haben die Herrschenden   eine Heidenangst. Denn den Kapitalismus k&#246;nnen nur diejenigen aus den   Angeln heben, die die Profite der Kapitalisten erwirtschaften: die   Lohnabh&#228;ngigen.<\/p>\n<p>  Deshalb: f&#252;r eine unabh&#228;ngige und sozialistische Jugendbewegung &#8211; die   den Kampf gegen Studiengeb&#252;hren und Bildungsprivatisierung mit einer   antikapitalistischen Perspektive verbindet, die zu den Protesten gegen   den G8-Gipfel mobilisiert und danach mit Kampagnen gegen Billigjobs f&#252;r   Sch&#252;lerInnen und Studierende weitermacht, die gemeinsam mit   Gewerkschaftsjugenden f&#252;r mehr Ausbildungspl&#228;tze k&#228;mpft. <\/p>\n<p>  Die SAV will einen Beitrag zum Aufbau einer solchen Jugendbewegung   leisten. Komm&quot; zu unserem Info-Stand auf dem Hochschulkongress,   diskutier&quot; mit uns und schlie&#223;&quot; Dich unserem Kampf f&#252;r eine   sozialistische Ver&#228;nderung der Gesellschaft an!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>      Flugblatt der SAV zum &quot;Hochschulkongress f&#252;r eine neue Linke&quot; vom 19.<br \/>\n      bis 21. 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