{"id":11859,"date":"2006-11-30T10:28:36","date_gmt":"2006-11-30T10:28:36","guid":{"rendered":".\/?p=11859"},"modified":"2006-11-30T10:28:36","modified_gmt":"2006-11-30T10:28:36","slug":"11859","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2006\/11\/11859\/","title":{"rendered":"Gegen die Politik der Gro&#223;en Koalition m&#252;ssen Streiks her"},"content":{"rendered":"<p>  <img align=\"left\" src=\"\/media\/2006\/GeneralstreikMussSein.jpg\">  Was planen die Gewerkschaften gegen die Rente mit 67? Was tut sich, um   Kampfma&#223;nahmen von unten durchzusetzen?<!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  Bereits Mitte Dezember werden die Rentenpl&#228;ne der Gro&#223;en Koalition im   Bundestag behandelt. Bis Ostern soll das Gesetz beschlossen sein. Und <a href=\"\/?p=11849\"> diese Rentenpl&#228;ne<\/a> haben es in sich. In &#214;sterreich hat es im Juni 2003   gegen Renten-K&#252;rzungen, die weit moderater waren, einen Generalstreik   gegeben.<\/p>\n<p>  Am 21. Oktober demonstrierten in f&#252;nf St&#228;dten 220.000 gegen die   unsoziale Politik von Merkel, M&#252;ntefering und Co. &#8222;<i>Das war   erst der Start<\/i>&#8220;, erkl&#228;rte IG-Metall-Chef J&#252;rgen Peters danach.   Seitdem hat die Gewerkschaftsspitze aber herzlich wenig unternommen, um   die Proteste zu steigern. Erst jetzt nehmen die Pl&#228;ne etwas konkretere   Formen an.<\/p>\n<h5>  Aktionen von IG Metall und ver.di<\/h5>\n<p>  Bis Jahresende will die IG Metall &#252;ber das Rentenvorhaben informieren.   Die IGM-Ortsverwaltung Stuttgart k&#252;ndigte f&#252;r den 14. Dezember einen   betrieblichen Aktionstag an. Im Januar und Februar k&#246;nne es &#8222;<i>  durchaus auch zu Aktionen w&#228;hrend der Arbeitszeit kommen<\/i>&#8220;, so Axel   Gerntke von der Grundsatzabteilung der IG Metall.<\/p>\n<p>  In Baden-W&#252;rttemberg will ver.di am 14. Dezember in allen Betrieben und   Dienststellen Infoaktionen durchf&#252;hren. In einem Brief an   ver.di-Funktion&#228;re in Stuttgart hei&#223;t es weiter, dass Ende Januar,   Anfang Februar &#8211; wenn die zweite Lesung vor der T&#252;r steht &#8211; geplant ist,   &#8222;<i>an einem Tag Tausende vor den Betrieben zu versammeln, die   gegen die Vorhaben der Koalition protestieren<\/i>&#8220;.<\/p>\n<h5>  Montagsdemos in Leverkusen<\/h5>\n<p>  In Leverkusen haben sich KollegInnen des Klinikums mit Besch&#228;ftigten von   Bayer Industry Services (BIS) und TMD Friction zusammengeschlossen, um   unter dem Motto &#8222;<i>Gemeinsam gegen Niedrigl&#246;hne und K&#252;ndigungen   in Leverkusen<\/i>&#8220; f&#252;r den Erhalt der Arbeitspl&#228;tze zu k&#228;mpfen. Im   November wurden gemeinsame Montagsdemos organisiert, an denen mehrere   hundert KollegInnen teilnahmen. Diese Demonstrationen sollen fortgesetzt   werden. Auf der Kundgebung am 27. November wurde auch die Notwendigkeit   von Arbeitsniederlegungen betont, um die Ziele zu erreichen.<\/p>\n<h5>  Aktionskreis Stuttgart<\/h5>\n<p>  Im Stuttgarter Stadtteil Bad Cannstatt hat sich &#8211; ausgehend von   Diskussionen im WASG-Ortsverband und bei einer Stadtbezirksversammlung   der IG Metall &#8211; ein Aktionskreis gebildet, der anl&#228;sslich der ersten   Lesung der Rentengesetze f&#252;r den 13. Dezember eine Kundgebung im Zentrum   des Stadtteils plant. Damit soll von unten her Widerstand gegen   Sozialabbau und Arbeitsplatzvernichtung aufgebaut werden.<\/p>\n<p>  In diesem Aktionskreis sind bisher mehrere Belegschaften durch   Betriebsr&#228;te und Vertrauensleute, Initiativen der sozialen Bewegungen   und der Erwerbslosen, WASG und DKP vertreten. Innerhalb der   Gewerkschaftslinken und bei Gewerkschaftsgliederungen wird diese   Stadtteilinitiative schon als nachahmenswertes Beispiel gehandelt. Die   Vertrauensleute am Klinikum Stuttgart haben bereits beschlossen, dass   sie ihre Belegschaft zu dieser Stadtteilkundgebung mobilisieren wollen &#8211;   falls es dabei bleiben sollte, dass die Gewerkschaften keine   Demonstration in der Stuttgarter Innenstadt organisieren.<\/p>\n<h5>  Den Protest steigern<\/h5>\n<p>  Nach den Gro&#223;demonstrationen am 3. April 2004 waren die Proteste einfach   beerdigt worden. Dazu darf es heute auf keinen Fall wieder kommen. Das   war zum Beispiel die einhellige Meinung auf einer Veranstaltung von 50   GewerkschafterInnen der Stuttgarter Gewerkschaftslinken.<\/p>\n<p>  Ausgehend von den Demonstrationen am 21. Oktober gilt es jetzt, die   Kr&#228;fte zu b&#252;ndeln. Die Gewerkschaftsf&#252;hrung muss den Widerstand weiter   aufbauen und Streiks vorbereiten, um realen &#246;konomischen Druck auf die   Herrschenden auszu&#252;ben. Ziel sollte sein, nicht nur die Rentenpl&#228;ne zu   stoppen, sondern den Kampf dagegen mit dem Kampf gegen alle Angriffe der   Gro&#223;en Koalition und gegen weiteren Arbeitsplatzabbau zu verbinden.   N&#246;tig w&#228;re der Br&#252;ckenschlag zu Erwerbslosen, Sch&#252;lerInnen, Studierenden   und AktivistInnen der sozialen Bewegung.<\/p>\n<p>  Auf Grund der Erfahrungen mit der F&#252;hrung der DGB-Gewerkschaften sind   &#246;rtliche Initiativen wie der Stuttgarter Aktionskreis von gro&#223;er   Bedeutung. Zudem m&#252;ssen jetzt &#252;berall Betriebsversammlungen eingefordert   werden, um Widerstandsaktionen zu diskutieren und Arbeitsniederlegungen   zum Thema zu machen. Au&#223;erdem sind Vertrauensleutekonferenzen n&#246;tig, die   &#252;berregional Kampfschritte besprechen und in die Wege leiten k&#246;nnten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>      <img align=\"left\" src=\"\/media\/2006\/GeneralstreikMussSein.jpg\"><br \/>\n      Was planen die Gewerkschaften gegen die Rente mit 67? 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