{"id":11850,"date":"2006-12-01T16:46:16","date_gmt":"2006-12-01T16:46:16","guid":{"rendered":".\/?p=11850"},"modified":"2006-12-01T16:46:16","modified_gmt":"2006-12-01T16:46:16","slug":"11850","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2006\/12\/11850\/","title":{"rendered":"Weg mit Studiengeb&#252;hren!"},"content":{"rendered":"<p>  <img src=\"\/media\/2006\/Studiengebuehren.jpg\" align=\"left\">  Eine Landesregierung nach der anderen versucht, das Bezahlstudium   durchzuboxen<br \/>Trotz der monatelangen Proteste zehntausender   Studierender und der gesellschaftlichen Ablehnung des Bezahlstudiums   haben die Regierenden mehrerer Bundesl&#228;nder jetzt Studiengeb&#252;hren f&#252;r   alle in H&#246;he von 500 Euro pro Semester durchgedr&#252;ckt. Die studentische   Protestbewegung scheint trotz dieser Beschl&#252;sse nicht aufzugeben.   Besonders in Hessen tut sich immer noch einiges.<br \/><i>von Sebastian   Foerster, Fulda<\/i><\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  Die Gewinner der Einf&#252;hrung von Studiengeb&#252;hren sind die Banken, welche   die Millionen schweren Kredite mit einem horrenden Zinssatz von bis zu   7,5 Prozent vergeben werden.<\/p>\n<p>  In Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen sollen die allgemeinen   Studiengeb&#252;hren in diesem Semester bereits gezahlt werden. Neben   Demonstrationen, Besetzungen und anderen Aktionen ist dort die Frage   eines Boykotts der Geb&#252;hrenzahlung Thema.<\/p>\n<p>  Im n&#228;chsten Jahr sollen dann die StudentInnen in Bayern, Hamburg, Hessen   und dem Saarland f&#252;r ihr Recht auf Bildung tief in die Tasche greifen.<\/p>\n<p>  In Hessen gibt es den st&#228;rksten Widerstand. Seit Mai gehen dort fast   w&#246;chentlich die Studierenden auf die Stra&#223;e.<\/p>\n<h5>  Polizeigewalt<\/h5>\n<p>  Beeinflusst durch die franz&#246;sische Bewegung wurden auch hierzulande in   einzelnen Hochschulst&#228;dten immer h&#228;ufiger die Bundesstra&#223;en, Autobahnen   und Bahnh&#246;fe besetzt.<\/p>\n<p>  Die hessische Landesregierung reagiert auf die Proteste mit zunehmender   Repression. So wurden im Sommer &#252;ber 1.000 Studierende und Sch&#252;lerInnen   wegen angeblicher Gesetzesverst&#246;&#223;e strafrechtlich verfolgt. H&#246;hepunkt   der Polizeigewalt war eine bundesweite Demonstration in Frankfurt, bei   der &#252;ber 300 Menschen festgenommen wurden.<\/p>\n<p>  &#8222;Politik findet im Parlament statt, und nicht auf der Stra&#223;e&#8220; best&#228;tigt   der hessische Wissenschaftsminister Udo Corts die Arroganz der Regierung.<\/p>\n<h5>  Wie weiter?<\/h5>\n<p>  In zunehmenden Ma&#223;e begreifen die Studierenden Studiengeb&#252;hren als Teil   der Umverteilungspolitik der Regierenden. So protestierten am 21.   Oktober 1.500 Studierende in Frankfurt gemeinsam mit sozialen Bewegungen   und Gewerkschaften. Der Schulterschluss mit den K&#228;mpfen der   Erwerbst&#228;tigen und Erwerbslosen muss verst&#228;rkt werden. Frankreich hat im   Fr&#252;hjahr 2006 gezeigt, dass die Herrschenden zur&#252;ckweichen m&#252;ssen, wenn   es zum Br&#252;ckenschlag von Jugendprotesten und Streiks der Besch&#228;ftigten   kommt. Dort kam es zu zwei nationalen Streiktagen. Damit konnte auch   wirksamer &#246;konomischer Druck ausge&#252;bt werden. Die Verschlechterungen   beim K&#252;ndigungsschutz wurden erst einmal gestoppt. Mit den Diskussionen   &#252;ber Arbeitsniederlegungen (siehe Seite 4) gibt es auch in Deutschland   erste Ans&#228;tze in diese Richtung.<\/p>\n<p>  In den Protestplena der Hochschulen sollte auch wieder eine politische   Diskussion &#252;ber eine Alternative zu diesem System gef&#252;hrt werden. Ein   geb&#252;hrenfreies Studium wird im Kapitalismus schlie&#223;lich nie gesichert   sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      <img src=\"\/media\/2006\/Studiengebuehren.jpg\" align=\"left\"><br \/>\n      Eine Landesregierung nach der anderen versucht, das Bezahlstudium<br \/>\n      durchzuboxen<br \/>Trotz der monatelangen Proteste zehntausender<br \/>\n      Studierender und der gesellschaftlichen Ablehnung des Bezahlstudiums<br \/>\n      haben die Regierenden mehrerer Bundesl&#228;nder jetzt Studiengeb&#252;hren f&#252;r<br \/>\n      alle in H&#246;he von 500 Euro pro Semester durchgedr&#252;ckt. 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