{"id":11847,"date":"2006-11-24T18:15:00","date_gmt":"2006-11-24T18:15:00","guid":{"rendered":".\/?p=11847"},"modified":"2006-11-24T18:15:00","modified_gmt":"2006-11-24T18:15:00","slug":"11847","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2006\/11\/11847\/","title":{"rendered":"Betriebe im Fokus"},"content":{"rendered":"<p>  Nach dem 21. Oktober war nicht mehr viel los an der Protestfront. Das   wollen IG Metall und ver.di jetzt zumindest ein wenig &#228;ndern. Aktionen   gegen Rente mit 67 geplant. <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2006\/11-24\/038.php\"><i>von Daniel   Behruzi, erschienen am 24. Oktober in der jungen Welt<\/i><\/a><\/p>\n<p>  Das war erst der Start&#171;, verk&#252;ndete IG-Metall-Chef J&#252;rgen Peters,   nachdem am 21. Oktober rund 200 000 Menschen dem Aufruf der   Gewerkschaften gefolgt waren, gegen die unsoziale Regierungspolitik zu   demonstrieren. Bislang ist dieser Ank&#252;ndigung recht wenig gefolgt. Erst   jetzt nehmen die Protestpl&#228;ne konkretere Formen an. Der Widerstand gegen   die Erh&#246;hung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre soll dabei im   Vordergrund stehen.<\/p>\n<p>  Politiker und b&#252;rgerliche Medien hatten sich von den   Oktoberdemonstrationen in Stuttgart, M&#252;nchen, Frankfurt\/Main, Dortmund   und Berlin nur m&#228;&#223;ig beeindruckt gezeigt. Die Gewerkschaften selbst, von   denen man &#187;nur Gemaule und Blockade&#171; h&#246;re, seien &#187;das eigentliche   Standorthindernis f&#252;r Deutschland&#171;, hatte CSU-Generalsekret&#228;r Markus   S&#246;der get&#246;nt. &#187;Solche &#196;u&#223;erungen haben lediglich den Zweck, uns   Machtlosigkeit zu suggerieren &#8211; aber so ohnm&#228;chtig sind wir nun auch   wieder nicht&#171;, erkl&#228;rte Axel Gerntke von der Grundsatzabteilung der IG   Metall am Donnerstag gegen&#252;ber junge Welt. Die Beteiligung am 21.   Oktober sei aus Sicht der IG Metall &#187;gar nicht schlecht&#171; ausgefallen,   obwohl das Teilnehmerspektrum weitgehend auf &#187;das gewerkschaftliche   Kernklientel&#171; beschr&#228;nkt geblieben sei. Eine Schlu&#223;folgerung der IGM aus   den Demonstrationen sei es, die Auseinandersetzung mit der Regierung nun   auf die Frage des Rentenalters zuzuspitzen. &#187;Es hat sich gezeigt, da&#223; in   dieser Frage eine gro&#223;e Betroffenheit herrscht und unsere Alternativen   leichter nachzuvollziehen sind als beispielsweise bei der   Gesundheitsreform&#171;, sagte Gerntke. Statt Rente mit 67 will die IG Metall   einen flexiblen &#220;bergang in den Ruhestand bis zum 65. Lebensjahr.   Konkret fordert die Gewerkschaft die Verl&#228;ngerung der Regelungen zur   Altersteilzeit, eine bessere Ausgestaltung der Erwerbsminderungsrenten,   die M&#246;glichkeit, nach 40 Versicherungsjahren ohne Abschl&#228;ge in Rente zu   gehen, sowie eine Erwerbst&#228;tigenversicherung, in die auch Freiberufler,   Selbst&#228;ndige und Beamte einbezogen werden.<\/p>\n<p>  Die Metallergewerkschaft plant, in den kommenden Monaten vor allem auf   betrieblicher Ebene Druck f&#252;r diese Positionen zu entwickeln. Bis   Jahresende soll dort eine Informationskampagne laufen. Im Januar und   Februar k&#246;nne es dann &#187;durchaus auch zu Aktionen w&#228;hrend der Arbeitszeit   kommen&#171;, so Gerntke. &#196;hnliche Planungen gibt es bei ver.di. Im Vorfeld   der ersten Lesung des Rentengesetzes im Bundestag will die   Dienstleistungsgewerkschaft in Baden-W&#252;rttemberg am 14. Dezember in   allen Betrieben und Dienststellen Infoaktionen zum Thema Rente mit 67   und &#187;Gesundheitsreform&#171; organisieren. Das geht aus einem Brief an   ver.di-Funktion&#228;re in Stuttgart hervor. &#187;Wir haben nat&#252;rlich nichts   dagegen, wenn in dem einen oder anderen Betrieb bereits an diesem Tag   &#246;ffentlichkeitswirksame Aktionen laufen&#171;, erl&#228;uterte Bernd Riexinger,   Gesch&#228;ftsf&#252;hrer des ver.di-Bezirks Stuttgart-Ludwigsburg, auf   jW-Nachfrage. Vor allem solle aber Ende Januar\/Anfang Februar, wenn die   zweite Lesung vor der T&#252;r steht, &#187;in den Betrieben deutlich Flagge   gezeigt werden&#171;. &#187;Es geht darum, an einem Tag Tausende vor den Betrieben   zu versammeln, die gegen die Vorhaben der Koalition protestieren&#171;, hei&#223;t   es in dem ver.di-internen Schreiben.<\/p>\n<p>  Obwohl der Schwerpunkt der gewerkschaftlichen Aktivit&#228;ten in der   n&#228;chsten Zeit in den Betrieben liegen werde, m&#252;sse man sich auch   &#252;berlegen, was man zusammen mit den sozialen Bewegungen auf die Beine   stellen k&#246;nne, betonte Riexinger. Gerntke sagte ebenfalls, man werde mit   den Sozialinitiativen im Gespr&#228;ch bleiben und auf lokaler Ebene   gemeinsame Aktionen durchf&#252;hren. Auch die Linksfraktion im Bundestag   will sich weiter in die Auseinandersetzungen einbringen. F&#252;r kommenden   Mittwoch hat sie Besch&#228;ftigtenvertreter zu einer Betriebsr&#228;tekonferenz   eingeladen. Zudem plant die &#187;Initiative f&#252;r einen Politikwechsel&#171; um das   ehemalige Vorstandsmitglied der IG Metall, Horst Schmitthenner, f&#252;r den   10. Dezember in Frankfurt\/Main eine Veranstaltung zum Thema.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>      Nach dem 21. Oktober war nicht mehr viel los an der Protestfront. Das<br \/>\n      wollen IG Metall und ver.di jetzt zumindest ein wenig &#228;ndern. 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