{"id":11823,"date":"2006-11-07T08:54:03","date_gmt":"2006-11-07T08:54:03","guid":{"rendered":".\/?p=11823"},"modified":"2006-11-07T08:54:03","modified_gmt":"2006-11-07T08:54:03","slug":"11823","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2006\/11\/11823\/","title":{"rendered":"Frankreich: 40.000 Studierende k&#246;nnen ihr Studium nur durch Prostitution \r\n      finanzieren"},"content":{"rendered":"<p>  Nach Sch&#228;tzungen einer Studie, die in der franz&#246;sischen Tageszeitung Le   Figaro erschien, kommen rund 40.000 Studierende nur &#252;ber die Runden,   indem sie sich prostituieren. <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <i>von www.socialisme.be <\/i>    <\/p>\n<p>  Die Studierenden sind auf das Geld aus der Prostitution angewiesen, um   ihr Studium finanzieren zu k&#246;nnen. In den vergangenen Jahren sind die   Kosten f&#252;r studentische Unterk&#252;nfte stark angestiegen. Auch andere   Posten wurden teurer, w&#228;hrend die Stipendien nicht nachzogen.<\/p>\n<p>  Die Studie &#252;ber die Le Figaro einen Bericht ver&#246;ffentlichte, sagt aus,   dass ungef&#228;hr eineR von 57 Studierenden der Prostitution nachgeht, um   &#252;ber die Runden zu kommen. Um die 225.000 franz&#246;sische Studierende haben   Probleme bei der Finanzierung ihres Studiums. Laut Student Life Watch   leben 45.000 Studierende in extremer Armut. Hierdurch findet der erste   Schritt in Richtung Prostitution statt, vor allem bei Frauen.<\/p>\n<p>  Die Situation in Frankreich ist keine Ausnahme. Auch in anderen L&#228;ndern   nimmt der Anteil von Studierenden, die sich prostituieren, zu. Eine   englische Studie sagt aus, dass in sechs Jahren eine Verdopplung   stattgefunden hat. Vor allem zur&#252;ck zu f&#252;hren sei dies auf die   Erh&#246;hungen der Einschreib-Geb&#252;hren. In den letzten acht Jahren haben   diese sich auf 3.000,- Pfund (um die 4.500,- &#8364;) verdoppelt. Prostitution   ist dann h&#228;ufig der einzige Ausweg, um ein Studium mit einer Arbeit   finanzieren und kombinieren zu k&#246;nnen, die schnell Geld einbringt.   Gleichwohl besteht auch in diesem Bereich ein Preisdruck unter den   Prostituierten durch die starke Konkurrenz von aus Ost-Europa stammenden   Prostituierten.<\/p>\n<p>  &#220;ber die Situation in Belgien (wie auch in Deutschland und &#214;sterreich;   Anm. d. &#220;bers.) gibt es keine Zahlen, aber wahrscheinlich ist eine   &#228;hnliche Zunahme der Armut unter Studierenden. Die steigenden Kosten   eines Studiums (Stichwort: Studiengeb&#252;hren; Anm. d. &#220;bers.) machen es   f&#252;r viele schwerer, &#252;berhaupt noch studieren zu k&#246;nnen. Die Erh&#246;hung der   Einschreibgeb&#252;hren in Gro&#223;britannien f&#252;hrte dort zur drastischen Abnahme   der Studierendenzahlen. So weit ist es dieserorts zwar noch nicht, aber   die Richtung ist vorgegeben.<\/p>\n<p>  Wom&#246;glich gibt es auch hier einen zunehmenden Anteil von Studierenden,   die sich prostituieren m&#252;ssen, um ihren Lebensunterhalt und das Studium   bestreiten zu k&#246;nnen. Die Actief Linkse Studenten (Studi-Gruppe der   belgischen Sektion des CWI; Anm. d. &#220;bers.) widersetzen sich einer   Bildungspolitik, die zu derartigen Ausw&#252;chsen f&#252;hrt. Der Mangel   &#246;ffentlicher Mittel zwingt Studierende dazu, individuelle L&#246;sungen f&#252;r   sich zu suchen. Selbst wenn dies zusammengeht mit dem Ausverkauf des   eigenen K&#246;rpers. Demgegen&#252;ber stellen wir die Notwendigkeit von   kollektiven L&#246;sungen: Eine drastische Erh&#246;hung des &#246;ffentlichen   Bildungshaushalts , wodurch auch eine bessere soziale Betreuung m&#246;glich   wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>      Nach Sch&#228;tzungen einer Studie, die in der franz&#246;sischen Tageszeitung Le<br \/>\n      Figaro erschien, kommen rund 40.000 Studierende nur &#252;ber die Runden,<br \/>\n      indem sie sich prostituieren.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[50],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11823"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11823"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11823\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11823"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11823"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11823"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}