{"id":11768,"date":"2006-09-23T16:48:36","date_gmt":"2006-09-23T16:48:36","guid":{"rendered":".\/?p=11768"},"modified":"2006-09-23T16:48:36","modified_gmt":"2006-09-23T16:48:36","slug":"11768","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2006\/09\/11768\/","title":{"rendered":"Schottland &#8211; Sozialistische Partei auf Klassenbasis aufbauen!"},"content":{"rendered":"<p>  Neue sozialistische Bewegung muss f&#252;r mutige sozialistische Politik   einstehen. <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <i>Statement der International Socialists, Schwesterpartei der SAV und   Sektion des CWI in Schottland.<\/i><\/p>\n<p>  Dass der Wiederaufbau der sozialistischen Bewegung in Schottland gro&#223;es   Potential hat, stellte das erfolgreiche Gr&#252;ndungstreffen von &#8222;Solidarity   &#8211; SSM&#8220; unter Beweis, auf dem Hunderte von TeilnehmerInnen der neuen   Bewegung beitraten.<\/p>\n<p>  Nichtsdestotrotz muss Solidarity &#8211; SSM schnell und eindeutig die Dinge   anpacken, die die ArbeiterInnen, ihre Familien und die   Arbeiter-Gemeinschaften in Schottland betreffen. Und diese Dinge m&#252;ssen   permanent mit der Forderung nach &#246;ffentlichem Eigentum, demokratischer   Kontrolle der Arbeiterklasse &#252;ber die Wirtschaft und nach Sozialismus   verbunden werden. Die Gr&#252;ndungserkl&#228;rung der neuen Partei ist daf&#252;r ein   guter Anfang (siehe: www.solidarityscotland.org).<\/p>\n<p>  Einer der Hauptgr&#252;nde f&#252;r die Krise und den mittlerweile eingetretenen   Zerfall der SSP (Scottish Socialist Party, die seit 2003 mit 6   Abgeordneten im schottischen Regionalparlament vertreten ist; Anm. d.   &#220;bers.) ist die Wendung der Parteif&#252;hrung weg von einer prinzipiell   sozialistischen und an den Interessen der Arbeiterklasse orientierten   Politik.<\/p>\n<p>  All das spiegelte sich unter anderem im Verhalten der F&#252;hrung gegen&#252;ber   dem R&#252;cktritt Tommy Sheridans und den sich daran anschlie&#223;enden   Gerichtsverfahren wider, wie auch in der Wendung der Parteioberen zu   einem linken Nationalismus.<\/p>\n<p>  Die SSP-F&#252;hrung brachte die unterst&#252;tzte eine (b&#252;rgerliche; Anm. d.   &#220;bers.) Bewegung f&#252;r die Unabh&#228;ngigkeit Schottlands auf kapitalistischer   Basis. Die International Socialists (Schwesterpartei der SAV und Sektion   des CWI in Schottland) traten unterdessen permanent daf&#252;r ein, die   SchottInnen zu unterst&#252;tzen, sollten sie mehrheitlich f&#252;r die   Unabh&#228;ngigkeit stimmen. SozialistInnen stimmen solchen Bestrebungen als   legitimem demokratischen Recht zu. Allerdings w&#252;rden wir ebenso   konsequent f&#252;r erkl&#228;ren, dass der Kampf f&#252;r ein schnelles Ende des   Kapitalismus unausweichlich bleibt, will mensch die Armut, die   Unterbezahlung und die Ungerechtigkeit in Schottland beenden.<\/p>\n<p>  Es waren die International Socialists, die gegen die Abwendung der SSP   von ihrer urspr&#252;nglichen Politik eintrat, welche das unabh&#228;ngige und   sozialistische Schottland zum Ziel erkl&#228;rte.<\/p>\n<p>  Die falsche Vorstellung, wonach allein schon die politische   Unabh&#228;ngigkeit von London die anhaltenden Angriffe auf die Rechte der   abh&#228;ngig Besch&#228;ftigten, Erwerbslosen usw. beenden w&#252;rde &#8211; was im   Kapitalismus bekanntlich der Normalzustand ist &#8211;, brachte die SSP dazu,   die Gr&#252;ndung einer partei&#252;bergreifenden &#8222;Independence Convention&#8220;   (&#8222;Unabh&#228;ngigkeits-Versammlung&#8220;; d. &#220;bers.) vorzuschlagen. Auch die   pro-kapitalistische Scottish Nationalist Party (SNP;   National-schottische Partei) wurde hierzu eingeladen.<\/p>\n<p>  Wahrscheinlich kommt als n&#228;chstes, dass die SSP daf&#252;r argumentiert, bei   den schottischen Wahlen im n&#228;chsten Jahr in all den Wahlkreisen, wo kein   SSP-Mitglied antritt, die Kandidaten der SNP zu unterst&#252;tzen.<\/p>\n<p>  W&#228;hrend die nun gegr&#252;ndete neue Bewegung f&#252;r Sozialismus die   demokratischen Rechte der Menschen in Schottland verteidigt, ist es   folglich unerl&#228;sslich ihre vollkommene politische Unabh&#228;ngigkeit vom   kapitalismus-freundlichen Establishment beizubehalten und f&#252;r den Aufbau   einer Massenpartei der ArbeitnehmerInnen mit klaren sozialistischen   Prinzipien zu k&#228;mpfen.<\/p>\n<p>  In der neuen Partei werden sehr wichtige Diskussionen dar&#252;ber beginnen,   welchen Charakter eine Partei zum heutigen Zeitpunkt haben sollte. Die   Socialist Workers Party (SWP; &#196;quivalent zu Linksruck in Deutschland;   Anm. d. &#220;bers.) m&#246;chte, dass Solidarity &#8211; SSM die politische   Herangehensweise von &#8216;Respect&#8217;1 in England &#252;bernimmt. Respect versagte   darin, als ernsthafte Linke oder sozialistische Alternative f&#252;r die   Arbeiterklasse aufzutreten, weil sie ihre Aufrufe nur an einen einzigen   Bev&#246;lkerungsteil richtete und keine sozialistische Politik betrieb.<\/p>\n<p>  Auf der Gr&#252;ndungsveranstaltung von Solidarity &#8211; SSM argumentierten   SWP-RednerInnen, dass die Kriegs-Frage von der Linken kontinuierlich   gestellt werden muss, um &#8222;diesen Motor immer wieder neu zu betanken&#8220;.   Mit anderen Worten ist es der Krieg, der die zentrale Rolle einnehmen   soll und die neue Bewegung selbst solle sich &#252;ber dieses Thema   definieren.<\/p>\n<p>  SWP-Mitglieder forderten desweiteren, dass Solidarity &#8211; SSM eine neue   &#8222;linke&#8220; Partei sein m&#252;sse, die sich auf Kampagnen unter der moslemischen   Bev&#246;lkerung, hinsichtlich AsylbewerberInnen und der Antikriegs-Bewegung   konzentrieren solle &#8211; die meisten SWPlerInnen lehnten es ab, f&#252;r eine   sozialistische Partei einzutreten. Doch dies spiegelt nicht die Ansicht   der Mehrheit jener Kr&#228;fte wider, die die neue Partei aus der alten SSP   heraus gegr&#252;ndet haben.<\/p>\n<p>  Es steht au&#223;er Frage, dass die Ablehnung imperialistischer Kriege, von   Islamophobie, Rassismus und die Verteidigung von Asylbewerber-Rechten   zentrale Aspekte sind, f&#252;r die SozialistInnen k&#228;mpfen. Es w&#228;re   allerdings ein gro&#223;er Fehler, Solidarity &#8211; SSM ausschlie&#223;lich auf diese   Punkte beschr&#228;nken zu wollen. Wenn es darum geht, als auf einer   Klassenbasis basierender sozialistischer Partei Druck auszu&#252;ben, dann   wird Solidarity &#8211; SSM ihre Wurzeln in allen Communities der   Arbeiterklasse schlagen m&#252;ssen. Dann muss gegen die K&#252;rzungen im   Gesundheitssystem gek&#228;mpft werden, gegen Armut, Unterbezahlung und die   Auswirkungen der Privatisierungsma&#223;nahmen. ArbeiterInnen und die   Communities m&#252;ssen in ihren K&#228;mpfen unterst&#252;tzt werden &#8211;gegen Krieg wie   gegen Rassismus. Andernfalls wird jeder Aufruf der neuen Bewegung und   der Druck, den diese aus&#252;ben will und kann nur geschm&#228;lert bzw. ged&#228;mpft. <\/p>\n<p>  Die International Socialists werden f&#252;r den Aufbau von Solidarity &#8211; SSM   als einer k&#228;mpfenden sozialistischen Partei k&#228;mpfen, die f&#252;r die   Arbeiterklasse in Schottland von Bedeutung sein wird. Um daf&#252;r zu   sorgen, dass dies auch der Fall sein wird, ist eine starke marxistische   Organisation innerhalb dieser neuen Partei und von Anbeginn   unerl&#228;sslich. Eine starke marxistische Str&#246;mung wird den Aufbau von   Solidarity &#8211; SSM beg&#252;nstigen und ihre Strukturen st&#228;rken. Sie wird dazu   beitragen, dass ein eindeutiger Klassenstandpunkt mit sozialistischer   Orientierung eingenommen werden wird. Wir m&#246;chten all jene, die   Solidarity &#8211; SSM beitreten, aufrufen, &#252;ber diese wichtigen Aspekte in   offene Diskussionen mit den International Socialists zu treten.<i> <\/i>    <\/p>\n<p>  <i>5. September 2006<\/i><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>      Neue sozialistische Bewegung muss f&#252;r mutige sozialistische Politik<br \/>\n      einstehen.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[46],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11768"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11768"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11768\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11768"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11768"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11768"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}