{"id":11701,"date":"2006-07-29T14:39:59","date_gmt":"2006-07-29T14:39:59","guid":{"rendered":".\/?p=11701"},"modified":"2006-07-29T14:39:59","modified_gmt":"2006-07-29T14:39:59","slug":"11701","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2006\/07\/11701\/","title":{"rendered":"Profitstreben macht krank!"},"content":{"rendered":"<p>  Schluss mit Sozialraub und Privatisierungen &#8211; in Berlin und anderswo<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  PatientInnen, die tagelang vergessen werden und sterben,   Pflegebed&#252;rftige, die langsam verhungern und verdursten&#8230; Was klingt   wie aus einem Horrorm&#228;rchen, ist aber Realit&#228;t in Berliner   Krankenh&#228;usern und Altenheimen. Ein vom Berliner Klinikkonzern vivantes   gef&#252;hrtes Altenheim geriet in die Schlagzeilen, weil eine Pflegerin die   katastrophalen Zust&#228;nde anzeigte &#8211; und die K&#252;ndigung kassierte. Fakt   ist, dass jeder dritte Bewohner eines Pflegeheims in Berlin oder   Brandenburg nicht ausreichend mit Nahrung und Fl&#252;ssigkeit versorgt wird   und eklatante hygienische M&#228;ngel herrschen. Die Linkspartei.PDS, die   seit f&#252;nf Jahren zusammen mit der SPD in Berlin regiert, geht mit der   Devise in den Wahlkampf: &#8222;Fortsetzung folgt!&#8220;<\/p>\n<p>  <i>von Nelli T&#252;gel, Berlin<\/i><\/p>\n<p>  Die Politik der letzten Jahre hat bundesweit und in Berlin zu massiven   Verschlechterungen im Gesundheitsbereich gef&#252;hrt. Mit der Privatisierung   drohend wurden L&#246;hne gesenkt, die Arbeitsdichte erh&#246;ht, Liegezeiten der   PatientInnen verk&#252;rzt, Bereiche wie die Reinigung outgesourct und   gek&#252;rzt, was das Zeug h&#228;lt. Somit wurde &#8211; um das Gesundheitswesen f&#252;r   die Privatisierung fit zu machen &#8211; buchst&#228;blich &#252;ber Leichen gegangen. <\/p>\n<p>  Beim Klinikkonzern vivantes wurde in der Hauptstadt 2004 ein   Notlagentarifvertrag durchgesetzt, der unter anderem den Verzicht auf   Urlaubs- und Weihnachtsgeld beinhaltet. 2005 stiegen die Gewinne um 6,1   Millionen Euro.<\/p>\n<p>  Beim Universit&#228;tsklinikum Charit&#233; hat der Vorstand nun mit &#8222;Charit&#233;   2010&#8220; ein Konzept vorgelegt, das den Abbau von 1.600 Stellen vorsieht.   Und das vor dem Hintergrund, dass der Arbeitsdruck schon lange die   Belastungsgrenze von Personal und PatientInnen &#252;berschritten hat.<\/p>\n<p>  <b>Gesundheits&#8220;reform&#8220; stoppen!<\/b><\/p>\n<p>  Nun hat die Merkel-Regierung die so genannte Gesundheitreform auf den   Weg gebracht. Kern dieses erneuten Angriffes auf die   Gesundheitsversorgung ist die Senkung des Arbeitgeberanteils an der   Krankenversicherung. Die dadurch entstehenden finanziellen B&#252;rden sollen   dem Rest der Bev&#246;lkerung aufgeladen werden. Damit wird der Trend zur   Zwei-Klassen-Medizin weiter forciert. Schon heute leben arme Menschen   f&#252;nf bis zehn Jahre k&#252;rzer als Reiche.<\/p>\n<p>  <b>Sozialkahlschlag beenden!<\/b><\/p>\n<p>  Die katastrophalen Zust&#228;nde im Berliner Gesundheitswesen stehen   exemplarisch f&#252;r die Folgen eines K&#252;rzungsmassakers, das die   Bundesregierung und der rot-rote Senat in den letzten f&#252;nf Jahren zu   verantworten hatte. Die Fortsetzung der Privatisierungspolitik des   CDU\/SPD-Senates unter Diepgen und der massive Sozialabbau haben die   Schere zwischen Arm und Reich noch weiter ge&#246;ffnet und viele   BerlinerInnen in die Armut getrieben. Um den Protest gegen diese   unsoziale Politik ins Berliner Abgeordnetenhaus zu tragen, kandidiert   die Wahlalternative Arbeit und soziale Gerechtigkeit &#8211; WASG!<\/p>\n<p>  <b>Demonstrieren! Streiken!<\/b><\/p>\n<p>  Am 17. September finden die Berliner Abgeordnetenhauswahlen statt. Es   besteht die M&#246;glichkeit, mit der WASG eine Fraktion ins Parlament zu   bringen, die den Namen Opposition wirklich verdient. Doch den Kahlschlag   stoppen k&#246;nnen wir nur dann, wenn der Druck auf der Stra&#223;e und in den   Betrieben w&#228;chst. Ein Streik bei der Charit&#233; k&#246;nnte den &#246;konomischen   Druck erzeugen, der n&#246;tig ist, um den Abbau von 1.600 Stellen abzuwenden   (&#8222;Laut Unternehmenskonzept seien betriebsbedingte K&#252;ndigungen nicht   auszuschlie&#223;en&#8220;, so die Welt vom 13. Juli). Die &#196;rztinnen und &#196;rzte   haben vorgemacht, wie gek&#228;mpft werden kann.<\/p>\n<p>  Die WASG Berlin wird mit aller Kraft Solidarit&#228;tsarbeit f&#252;r die   Charit&#233;-KollegInnen leisten, zu den Protesten mobilisieren und die   Anliegen der Besch&#228;ftigten &#8211; im Wahlkampf &#8211; weiter bekannt machen. Zudem   treten Lucy Redler (WASG-Spitzenkandidatin) und die Berliner WASG auch   daf&#252;r ein, die Betroffenen der verschiedenen Bereiche zusammenzubringen.   Denn wenn heute bei der Charit&#233; Stellen abgebaut werden, ist morgen   wieder vivantes dran und &#252;bermorgen die BVG. Solidarit&#228;t und gemeinsamer   Widerstand sind notwendig!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Schluss mit Sozialraub und Privatisierungen &#8211; in Berlin und anderswo\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[78,14],"tags":[184],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11701"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11701"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11701\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11701"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11701"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11701"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}