{"id":11700,"date":"2006-07-21T18:40:17","date_gmt":"2006-07-21T18:40:17","guid":{"rendered":".\/?p=11700"},"modified":"2006-07-21T18:40:17","modified_gmt":"2006-07-21T18:40:17","slug":"11700","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2006\/07\/11700\/","title":{"rendered":"Luftangriffe der israelischen Regierung auf den Libanon beschw&#246;ren \r\n      regionalen Krieg herauf &#160; &#160;"},"content":{"rendered":"<p>  Stellungnahme und Analyse des CWI (Komitee f&#252;r eine   Arbeiterinternationale) zum Nahen Osten&#160;&#160;<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <i>von Kevin Simpson, 18. Juli 2006<\/i><\/p>\n<p>  &#8222;Wir werden den Libanon um 20 Jahre zur&#252;ckwerfen&#8220;. Diese Drohung eines   israelischen Generals wird soeben durch brutale Bombenangriffe der   israelischen Armee, den IDF (Israeli Defence Forces), auf den Libanon in   die Tat umgesetzt. Innerhalb von sieben Tagen sind weite Teile des   Libanon &#8222;bis auf die Grundmauern&#8220; niedergebombt worden, wie eine   Sozialistin in Beirut die dortige Lage beschreibt.<\/p>\n<p>  Die israelische Regierung, unterst&#252;tzt von der US-Administration und   ihrem Handlanger, dem britischen Premier Anthony Blair, wird einen   regionalen Krieg herauf beschw&#246;ren. Es sei denn die israelische   Kapitalistenklasse wird gezwungen nachzugeben.<\/p>\n<p>  Der IDF-Einmarsch in den Gazastreifen ist schon vernichtend gewesen.   &#220;berhaupt kann das israelische Regime auf eine Geschichte von Invasionen   und Besetzungen im Libanon zur&#252;ckblicken. Und doch haben die j&#252;ngsten   Luftangriffe, die die gewaltig zugenommene Feuerst&#228;rke der israelischen   Waffensysteme zum Ausdruck bringen und den Libanon verw&#252;sten, eine neue   Qualit&#228;t erreicht.<\/p>\n<p>  Die Ereignisse &#252;berschlagen sich und drohen au&#223;er Kontrolle zu geraten.   Berichte des jordanischen Fernsehens geben die Warnungen Israels an   Syrien wieder, in denen mit Bombardements innerhalb der n&#228;chsten 72   Stunden gedroht wird, sollte die Hisbollah nicht zur Aufgabe bewegt   werden. Bedrohlich spricht der israelische Premierminister Olmert von   einem &#8222;langen Krieg&#8220;, w&#228;hrend Scheich Nasrullah, Anf&#252;hrer der Hisbollah,   Israel mit weiteren Bombenangriffen droht und diese sogleich veranlasst.   Ein westlicher Diplomat meinte: &#8222;Sollte dies [das Albtraum-Szenario]   Wirklichkeit werden, werden wir alle es mit gro&#223;en, gro&#223;en Problemen zu   tun bekommen.&#8220; (The Observer, 16. Juli 2006)<\/p>\n<p>  Kriege und milit&#228;rische Auseinandersetzungen folgen ihrer eigenen Logik.   Dies gilt insbesondere f&#252;r den Nahen Osten, wo der Hass auf den   US-Imperialismus und gegen die verbrecherische, jahrzehnte andauernde   Unterdr&#252;ckung des pal&#228;stinensischen Volkes &#252;berkocht. Seitdem die IDF im   Sechstagekrieg von 1967 das Westjordanland und den Gazastreifen besetzt   haben, kam es zu mehr als 650.000 Verhaftungen von Pal&#228;stinensern durch   den israelischen Staat. &#220;ber 9000 pal&#228;stinensische und libanesische   Gefangene sind zur Zeit in Israel inhaftiert. Das ist nur ein Teil der   Unterdr&#252;ckung, der sich die Pal&#228;stinenserInnen ausgesetzt sehen.<\/p>\n<p>  Es ist nicht ausgeschlossen, dass das israelische Regime von dem   vollst&#228;ndigen Krieg, an dessen Rand es sich befindet, absehen wird. Doch   diese M&#246;glichkeit wird von Tag zu Tag geringer. Und selbst wenn das   geschehen sollte, weist die momentane Situation im Nahen Osten einige   Gemeinsamkeiten zu den starken Anspannungen und der verbitterten Wut   unter den arabischen Massen auf, wie sie zur Zeit der   arabisch-israelischen Kriege 1956 und 1967 herrschten.<\/p>\n<p>  Weite Teile des s&#252;dlichen Beirut sind nur noch eine rauchende   Tr&#252;mmerlandschaft. Die EinwohnerInnen reagieren angesichts der   Verw&#252;stungen durch den Bombenregen von Land, Luft und See her geschockt.   Br&#252;cken, Stra&#223;en und Elektrizit&#228;tswerke sind in Asche aufgegangen. Mit   der Zerst&#246;rung von Fabrikanlagen wurde begonnen und s&#228;mtliche   libanesische H&#228;fen und Flugh&#228;fen wurden zerbombt. Lebensmittel- und   Wasserversorgung mussten bereits rationiert werden. Die &#196;rmsten im   Libanon sind Hunger und Krankheiten betroffen, was immer die direkten   Folgen von Krieg und Zerst&#246;rung sind.<\/p>\n<p>  <b>Hunderte von Toten<\/b><\/p>\n<p>  Hunderte von libanesischen ZivilistInnen wurden get&#246;tet. Viele von ihnen   sind durch IDF-Bomben in St&#252;cke gerissen worden, als sie versuchten das   Land in Richtung der syrischen Hauptstadt Damaskus zu verlassen. Eine   Million Fl&#252;chtlinge haben sich von Beirut aus aufgemacht. Massaker sind   bereits angerichtet worden. Am Sonnabend, dem 15. Juli 06, warnte die   IDF die BewohnerInnen von Marwahan im S&#252;den des Libanon vor einem   Angriff, was einer Auffordeurng ihr Dorf zu verlassen gleich kam. Als   sie dies taten, wurde ein LKW-Konvoi durch eine israelische Rakete   zerst&#246;rt. 20 Menschen kamen ums Leben, unter ihnen zahlreiche Kinder.   Daraufhin waren in der arabischen und moslemischen Welt entsetzliche   Fernsehbilder von zerst&#252;ckelten Leichen zu sehen.<\/p>\n<p>  Wie immer bei bewaffneten Konflikten, leidet die Arbeiterklasse und die   arme Bauernschaft auf beiden Seiten am meisten &#8211; nicht die Gener&#228;le, die   Politiker oder die kapitalistische Elite. Diese halten sich wie der Sohn   des ehemaligen libanesischen Pr&#228;sidenten Hariri, au&#223;erhalb der   Gefahrenzone auf. Er hat sich in einem F&#252;nf-Sterne-Hotel in Damaskus   nieder gelassen. Libanesische ArbeiterInnen und Jugendliche haben Tod   und Zerst&#246;rung in der schlimmsten Form erlebt. Und auch die   israelisch-j&#252;dischen ArbeiterInnen haben immer mehr zu leiden, wie der   Tod von acht Bahnarbeitern am vergangenen Wochenende in Haifa deutlich   machte, der durch eine Rakete der Hisbollah verursacht wurde. Wie das   Beispiel des Dorfs Majd el Krum in Israel zeigt, sind ebenso die   israelischen AraberInnen von den Raketenangriffen der Hisbollah   betroffen. Dort sagte ein israelisch-arabischer Einwohner, dass die   Hisbollah nicht auftritt, &#8222;als mache sie Unterschiede zwischen Juden und   Arabern&#8220;. Und weiter: &#8222;Wir essen alle vom selben Teller.&#8220;<\/p>\n<p>  Weltweit sind ArbeiterInnen und junge Leute ob der Brutalit&#228;t des   Konflikts und der zynisch-gef&#252;hllosen Nichtbeachtung unschuldigen   zivilen Lebens durch den US-Imperialismus und die M&#228;chte Europas   unglaublich w&#252;tend. Auf die Frage, ob die Bush-Administration das   unverh&#228;ltnism&#228;&#223;ige Vorgehen Israels verurteile, antwortete ein Sprecher   des Wei&#223;en Hauses: &#8222;Der Pr&#228;sident wird Israel keine milit&#228;rischen   Ratschl&#228;ge erteilen.&#8220; (London Times, Sonnabend, 15. Juli 2006). In einem   pers&#246;nlichen Gespr&#228;ch zwischen Bush und Blair, das w&#228;hrend des j&#252;ngsten   G8-Gipfels in St. Petersburg mitgeschnitten wurde, sagte Bush   allerdings: &#8222;Sie [die Israelis, Anm. d. &#220;.] m&#252;ssen es hinbekommen, dass   Syrien die Hisbollah dazu bringt mit dem ganzen Schei&#223; aufzuh&#246;ren.&#8220;<\/p>\n<p>  Die arabischen Eliten sind kriecherisch, unterw&#252;rfig und ohne R&#252;ckgrat.   So war zum Beispiel am vergangenen Wochenende eine Zusammenkunft der   Arabischen Liga nicht im Stande, eine Erkl&#228;rung zu den j&#252;ngsten   Ereignissen abzugeben! Anfangs hat Saudi-Arabien das israelische   Vorgehen gegen die Hisbollah sogar unterst&#252;tzt. S&#228;mtliche dieser   Handlungen werden im Ged&#228;chtnis der arabischen Massen haften bleiben,   und in der Zukunft werden diese Leute f&#252;r ihre kriminellen Handlungen   noch bitter bezahlen m&#252;ssen.<\/p>\n<p>  Die offene und offensichtliche Unterst&#252;tzung des US-Imperialismus, im   Namen der &#8222;Demokratie&#8220; und gegen &#8222;Terrorismus&#8220;, f&#252;r das israelische   Regime bringt alle auf, die die Bilder der Zerst&#246;rung jeden Abend &#252;ber   das Fernsehen ins Wohnzimmer geliefert bekommen und treibt die   AraberInnen und MuslimInnen zu gl&#252;hender Wut. Unter erheblichem Druck   des US-Imperialismus gab der G8-Gipfel eine Erkl&#228;rung ab, in der die   Schuld an dem Konflikt der Hisbollah zugeschrieben und unterlassen   wurde, f&#252;r eine Feuerpause einzutreten. Ein Treffen der   EU-Au&#223;enminister, das danach erfolgte, f&#252;hrte zu &#228;hnlichen Ergebnissen.   Eine Verurteilung Israels fand nicht statt. Das bedeutet eine offene   Unterst&#252;tzung f&#252;r die kollektive Bestrafung des libanesischen Volkes   durch die israelische Regierung. Der westliche Imperialismus wird den   Tag noch bereuen, an dem er der israelischen Regierung gr&#252;nes Licht f&#252;r   die Zerst&#246;rung des Libanon gegeben hat, was nichts anderes als   massenhafter Staatsterror ist.<\/p>\n<p>  Die Haltung des US-Imperialismus gegen&#252;ber Israel ist nicht neu. Letztes   Jahr schon hat Bush Israel darin unterst&#252;tzt, weitr&#228;umige Siedlungen im   Westjordanland zu bauen, und er stellte quasi einen Freibrief f&#252;r   Olmerts Plan aus, einseitig eine endg&#252;ltige Besiedlung den   Pal&#228;stinenserInnen aufzuzwingen. Das bedeutet, dass den   Pal&#228;stinenserInnen nur 11 Prozent des urspr&#252;nglichen Gebietes Pal&#228;stina   gelassen wird, das wiederum in einzelne Abschnitte aufgeteilt werden   soll und von einem Trennungs-Wall umgeben wird, wie man ihn aus dem   Berlin von vor 20 Jahren kennt.<\/p>\n<p>  Die Tage, da der US-Imperialismus noch eher neutral erschien, sind   vor&#252;ber. F&#252;r die Bush-Administration wird es nun sehr schwer, auch nur   den Anschein zu erwecken, als k&#246;nnte man bremsend auf die brutalen   Milit&#228;roperationen der israelischen Regierung einwirken. Und die   arabischen Eliten haben diesen Fakt ebenfalls realisiert.<\/p>\n<p>  <b>Ver&#228;nderte politische Vorgehensweise<\/b><\/p>\n<p>  Zum Teil spiegelt dies eine ver&#228;nderte politische Sto&#223;richtung der   zweiten Bush-Administration wider. Hinzu kommt die Tatsache, dass die   F&#228;higkeit des US-Imperialismus, bei weltweiten Entwicklungen   einzugreifen und diese zu beeinflussen, viel begrenzter als zuvor ist.   Nach den Anschl&#228;gen vom 11. September 2001, als die Supermacht   kurzzeitig den Eindruck vermittelte, als h&#228;tte sie einen gewissen   Spielraum f&#252;r globale Milit&#228;rinterventionen, stellte die Bush-Regierung   eine Neuordnung des Nahen und Mittleren Ostens in Aussicht. Die Taliban   sollten aus Afghanistan vertrieben und eine &#8222;demokratisch-sekulare   Regierung&#8220; eingesetzt, der irakische Diktator Saddam Hussein sollte   durch eine neue stabile und den USA freundlich gesinnte Regierung   ersetzt werden. Dies sollte den Nahen und Mittleren Osten aufbl&#252;hen   lassen und billige Energielieferungen f&#252;r den Westen sichern. Eine   &#8222;demokratische&#8220; Transformation der &#252;brigen Region w&#252;rde folgen, das   iranische Regime w&#252;rde als Teil der &#8222;Achse des B&#246;sen&#8220; ebenso an sein   Ende kommen, wie das syrische Ba&#8217;ath-Regime Bashar al-Assads. Zudem   sollte m&#246;glich werden, selbst die ehemaligen Verb&#252;ndeten des   US-Imperialismus in Saudi-Arabien und &#196;gypten durch ergebenere und   stabilere Herrscher auszutauschen. All dies sollte auch zu einer   endg&#252;ltigen L&#246;sung im israelisch-pal&#228;stinensischen Konflikt f&#252;hren, da   ja die islamistischen Gruppen in den besetzten Gebieten ihre   Unterst&#252;tzung verlieren w&#252;rden.<\/p>\n<p>  An Stelle dieser neo-konservativen Vision ist die Bev&#246;lkerungsmehrheit   in der Region nun in eine entsetzliche Katastrophe geraten und hat sich   f&#252;r den Imperialismus ein milit&#228;rischer Albtraum entwicklet. Der Irak   befindet sich heute in einer schlechteren Situation als zu Zeiten des   brutalen Regimes Saddam Husseins. T&#228;glich w&#228;chst die Wahrscheinlichkeit,   dass das Land in einander feindlich gesinnte und instabile Teilstaaten   zerf&#228;llt. Der Iran konnte seine Position in der Region hingegen st&#228;rken,   auch weil mit der Regierung in Verbindung stehende schiitische Parteien   Einfluss im Irak haben.<\/p>\n<p>  Das iranische Regime hat au&#223;erdem aufgeh&#246;rt, sich dem westlichen Druck   zu beugen und die Produktion angereicherten Urans einzustellen. Und f&#252;r   seine anti-imperialistische Rhetorik bekommt das Regime die   Unterst&#252;tzung der Bev&#246;lkerungsmehrheit. Saudi-Arabien und &#196;gypten   erleben hingegen ein Erstarken reaktion&#228;rer islamistischer   Organisationen, die von der Al Qaida unterst&#252;tzt werden. Die islamische   Muslimbruderschaft erzielte bedeutende Erfolge bei den letzten   &#228;gyptischen Wahlen. Doch die anschaulichste Dem&#252;tigung des   US-Imperialismus war der erdrutschartige Wahlsieg der Hamas bei den   pal&#228;stinensischen Wahlen im Januar diesen Jahres. Diese Beispiele machen   die vollkommene Heuchelei der Bush-Administration deutlich. Sie hat eine   Kampagne ins Leben gerufen, die den L&#228;ndern des gesamten Nahen und   Mittleren Ostens mit Milit&#228;rinterventionen droht &#8211; im Namen der   &#8222;Demokratie&#8220;! Als dann die Wahlen in den pal&#228;stinensischen Gebieten   stattfanden, gefiel dem US-Imperialismus das Ergebnis nicht.   Konsequenter Weise erhielt die israelische herrschende Klasse deshalb   die vollkommene R&#252;ckendeckung des US-Imperialismus, als sie nach den   Wahlen die Zerst&#246;rung der pal&#228;stinensischen Gebiete verst&#228;rkt fortsetzte.<\/p>\n<p>  Doch die jetzigen Entwicklungen sind weitaus ernster. Die ersten   Angriffe der Hisbollah auf einen israelischen Armee-Konvoi waren dazu   da, die eigene Rolle im Libanon zu st&#228;rken, seit sich die syrischen   Truppen als Verb&#252;ndete aus dem Land zur&#252;ckziehen mussten. Auch um die   Aufmerksamkeit vom Vorhaben der UN abzulenken, die Hisbollah zur   Entwaffnung ihrer Milizen zu bewegen, wurden die Angriffe durchgef&#252;hrt.<\/p>\n<p>  Die besser als die Hamas bewaffnete und geschlossener strukturierte   Hisbollah ist eine ungeheure Gefahr f&#252;r die israelische Regierung. Von   einigen Milit&#228;rexperten wird sie mittlerweile als die drittst&#228;rkste   milit&#228;rische Macht in der Region eingeordnet. Sie zeichnet aufgrund   ihrer Verankerung in der shiitischen Bev&#246;lkerung und wegen ihrer   Angriffe auf die israelischen Truppen daf&#252;r verantwortlich, dass sich   die IDF 2000 vorzeitig aus dem S&#252;dlibanon zur&#252;ckzog. Das hat das Ansehen   des israelischen Milit&#228;rs ziemlich in Mitleidenschaft gezogen. Und   deshalb sprechen auch einige israelische Kommentatoren von Libanon als   dem &#8222;Vietnam Israels&#8220;.<\/p>\n<p>  <b>Das Gegenteil bewirken<\/b><\/p>\n<p>  Die Hisbollah hat das Recht, sich gegen die israelische Aggression zur   Wehr zu setzen. Ihre willk&#252;rlichen Angriffe auf zivile Anlagen in Israel   sind jedoch kontraproduktiv. Statt die Unterst&#252;tzung f&#252;r die israelische   Regierung zu untergraben, wird somit daf&#252;r gesorgt, dass die   israelischen ArbeiterInnen und Jugendlichen nur noch fester hinter ihrer   Regierung stehen.<\/p>\n<p>  Als die Hisbollah sieben Soldaten umbrachte und zwei weitere gefangen   nahm, war das f&#252;r das israelische Milit&#228;r ein weiterer schmerzhafter   Schlag. Und seit der Konflikt eskaliert, hat die Hisbollah ihre   F&#228;higkeit unter Beweis gestellt, sogar israelische Zentren wie Haifa zu   treffen. Mehr als eine halbe Million EinwohnerInnen aus Israels   drittgr&#246;&#223;ter Stadt und deren Vororten haben das Gebiet in Richtung S&#252;den   verlassen, s&#228;mtliche Arbeitspl&#228;tze sind verwaist. Das bedeutet, dass das   Ansehen der israelischen Regierung auf dem Spiel steht. Das   jahrzehntelang vorgetragene Versprechen, wonach die Sicherheit der   j&#252;dischen Bev&#246;lkerung das oberste Ziel sei, wird mehr und mehr als   Heuchelei entlarvt.<\/p>\n<p>  Das ist einer der Gr&#252;nde daf&#252;r, weshalb nun mit derartiger Brutalit&#228;t   auf die Angriffe der Hisbollah reagiert wird. Es ist offensichtlich,   dass die israelische Milit&#228;rf&#252;hrung auf einer Politik besteht, welche   sie selbst als &#8222;Abschreckung&#8220; bezeichnet. Das hei&#223;t zwar nicht, dass sie   in Opposition zu den Pl&#228;nen von Olmerts Regierung steht, wonach ein   R&#252;ckzug aus Teilen des Westjordanlands erfolgen soll und den   Pal&#228;stinenserInnen eine endg&#252;ltiges Besiedlungsgebiet aufgezwungen   werden soll. Allerdings steht doch auch fest, dass sie diesem Plan nur   auf der Grundlage zustimmen, dass sie gleichzeitig auf jedes Zeichen des   Widerstands einschlagen. Damit wollen sie klar stellen, dass der   israelische Kapitalismus die st&#228;rkste Macht in der Region und ein   milit&#228;rischer R&#252;ckzug kein Zeichen von Schw&#228;che ist. Die verheerende   Antwort auf die Raketenangriffe der Hisbollah sind somit auch ein   eindeutiges Signal an ihre Gegner und die arabische Bev&#246;lkerung: Wer   sich gegen uns stellt, wird unter den Folgen zu leiden haben.<\/p>\n<p>  Die IDF hoffen, dass ihr Bombardement die libanesische Regierung und   Bev&#246;lkerung dazu bringt, Druck auf die Hisbollah auszu&#252;ben, damit diese   ihre Waffen niederlegt und sich bis auf 25 Meilen (ca. 40 km) von der   israelisch-libanesischen Grenze bis zum Fluss Litani zur&#252;ckzieht. Doch   das w&#252;rde bedeuten, dass die Hisbollah aus der Region abziehen m&#252;sste,   wo sie am meisten Zuspruch erf&#228;hrt.<\/p>\n<p>  Die Taktik der IDF f&#252;hrt bisher nur dazu, die allgemeine Lage noch   schlimmer werden zu lassen. Innerhalb einiger Bev&#246;lkerungsschichten, die   die am st&#228;rksten reaktion&#228;ren christlichen Parteien im Libanon   unterst&#252;tzen, gibt es auch vollkommene Zustimmung f&#252;r die Zerschlagung   der Hisbollah, die seit dem libanesischen B&#252;rgerkrieg stets der   politische Gegner geblieben ist. W&#228;hrend der Anfangsphase der momentanen   Bombenangriffe hatten gr&#246;&#223;ere Bev&#246;lkerungsschichten das Gef&#252;hl, sie   m&#252;ssten aufgrund der Aktionen der Hisbollah leiden. Infolge der   Brutalit&#228;t der IDF-Angriffe, hat sich die Stimmung jedoch gewandelt.   Jetzt dominiert ein Hassgef&#252;hl gegen die israelischen Regierung und die   Unterst&#252;tzung geht mehr und mehr in Richtung der Hisbollah &#8211; nicht nur   unter der schiitischen Bev&#246;lkerung.<\/p>\n<p>  Auch in Israel wandeln sich Stimmung und Bewusstsein grundlegend.   Niemals zuvor in der kapitalistischen Geschichte Israels war der Hass   auf die reiche Elite so gro&#223;. Das liegt an den neoliberalen Angriffen   der Regierung auf die Lebensbedingungen der israelisch-j&#252;dischen   Arbeiterklasse und an der Zunahme von Korruptionsf&#228;llen, die   PolitikerInnen zunehmend nachgewiesen werden. Die Milit&#228;r-Gener&#228;le   m&#252;ssen w&#228;hrend dessen mit ansehen, wie ihre ehedem hohe Autorit&#228;t in der   Gesellschaft schwindet.<\/p>\n<p>  Doch im Moment entwicklet sich eine ver&#228;nderte Stimmung. Der Grund ist   die Bedrohung durch die vielen Raketenangriffe und eine wachsende   Stimmung, wonach man von feindlich gesinnten arabischen Staaten umgeben   sei, die die Juden und J&#252;dinnen ins Meer treiben wollen. Die   Unterst&#252;tzung f&#252;r ein entschlosseneres milit&#228;risches Vorgehen und f&#252;r   die Regierung Olmert w&#228;chst &#8211; selbst wenn dies mit Skepsis und einer   kritischen F&#228;rbung vonstatten geht. Die Erfahrung, dass milit&#228;rische   Mittel Massenwiderstand nicht werden brechen k&#246;nnen und die Unf&#228;higkeit   des israelischen Kapitalismus, physische und soziale Sicherheit f&#252;r die   eigene Bev&#246;lkerung zu gew&#228;hrleisten, wird wieder zu einer &#196;nderung der   Stimmung in Israel f&#252;hren. Zur Zeit allerdings entwickelt sich alles in   Richtung einer Kriegsmentalit&#228;t.<\/p>\n<p>  Die Situation spitzt sich somit weiter zu und es erkl&#228;rt ebenfalls,   warum der israelische Kapitalismus, Imperialismus und die arabische   Elite so wenig Spielraum haben. Es braucht nur noch eine weitere   Gr&#228;ueltat und die Situation ger&#228;t au&#223;er Kontrolle. Die IDF haben bereits   Bodentruppen in den Libanon entsandt. Am Dienstag, dem 18. Juli,   unterschrieb Olmert den Befehl, drei weitere Bataillone von   ReservistInnen aufzustellen. Ein Zeichen daf&#252;r, dass die IDF sich f&#252;r   einen Bodenangriff r&#252;stet.<\/p>\n<p>  Aller Wahrscheinlichkeit nach wird aber schon die Fortsetzung der   Luftangriffe zum Sturz der labilen und zerstrittenen libanesischen   Regierung und dazu, dass die Hisbollah die Kontrolle &#252;ber die Gebiete   erringt, in denen sie den gr&#246;&#223;ten Zuspruch genie&#223;t. Das syrische Regime   k&#246;nnte dies als Rechtfertigung nutzen, um erneut, als Hisbollah-K&#228;mpfer   verkleidete, Truppen in den Libanon zu entsenden. Es ist m&#246;glich, dass   das iranische Regime, welches der Hisbollah schon Waffen und   Milit&#228;r-Berater zur Seite gestellt hat, bewaffnete Freiwillige in den   Libanon schicken wird.<\/p>\n<p>  Zur Eskalation kann eine eventuelle Bombardierung syrischer oder   iranischer Ziele, insbesondere der Nuklearanlagen, durch die IDF   beitragen. Dies ist zwar nicht ausgeschlossen, aber alles andere als   sicher, vor allem wenn der Druck auf den israelischen Kapitalismus f&#252;r   eine Feuerpause wachsen sollte. Sollte es zu diesem furchtbaren Szenario   kommen, w&#228;re auch ein regionaler Krieg nicht mehr auszuschlie&#223;en. Der   israelische Kapitalismus und der US-Imperialismus bauen auf die   Tatsache, dass die Hisbollah in der arabischen Welt isoliert da steht,   da auch etliche sunnitisch-arabische F&#252;hrer den Konflikt als M&#246;glichkeit   betrachten, einen unliebsamen und erstarkenden Konkurrenten loszuwerden.   Ernst zu nehmende Milit&#228;r-Experten sehen die verh&#228;ltnism&#228;&#223;ig   zur&#252;ckhaltenden Reaktionen des syrischen Regimes auf die israelischen   Angriffe als Beweis daf&#252;r an, dass man nicht seinen Hals f&#252;r die   Hisbollah hinhalten will. Auch die Tatsache, dass der iranische   Au&#223;enminister f&#252;r eine Waffenruhe, Verhandlungen und die Freilassung der   gefangen genommenen Soldaten eintritt, wird als Indiz daf&#252;r gewertet,   dass es Grenzen f&#252;r die Unterst&#252;tzung der Hisbollah gibt.<\/p>\n<p>  Nichts desto trotz existiert unter der arabischen Bev&#246;lkerung gro&#223;e Wut.   Falls der Konflikt eskaliert, droht auch den arabischen Regimes &#252;ber   kurz oder lang enorme Instabilit&#228;t, das Aufkommen von Massenbewegungen   und sogar der Sturz der korrupten Eliten. Die &#228;gyptische Administration   ruht auf des Messers Schneide und L&#228;nder wie Saudi-Arabien werden trotz   steigender &#214;lpreise von nie gekannter Instabilit&#228;t heimgesucht. Die   M&#246;glichkeit eines eskalierenden bewaffneten Konflikts, der den Libanon,   Syrien, den Iran und Irak mit einbezieht, wo bereits jetzt &#252;ber 140.000   US-Soldaten stationiert sind, liegt nicht mehr im Bereich des   Unm&#246;glichen.<\/p>\n<p>  <b>Wirtschaftliche Folgen<\/b><\/p>\n<p>  All dies h&#228;tte katastrophale Auswirkungen auf die Weltwirtschaft, da der   &#214;lpreis pro Barrel zur Zeit die 80-Dollar-Marke zu rei&#223;en droht und   schnell bis auf 100 US-Dollar steigen k&#246;nnte. Das w&#228;re die Basis f&#252;r   eine erneute Welktwirtschaftskrise in den Ausma&#223;en von 1974 \/ 75, die   unter anderem auch von einer &#214;lpreis-Steigerung ausgel&#246;st wurde, welche   allerdings ungleich geringer war als die heutigen Preisspr&#252;nge.<\/p>\n<p>  Ebenso wird die brutale Milit&#228;roffensive der IDF und ihrer   imperialistischen Komplizen ihre tiefgreifenden Auswirkungen haben. In   Afghanistan hat die milit&#228;rische Besatzung zum Beispiel die Taliban und   Al Qaida erstarken lassen und im Irak spielt sie einem Sarkawi in die   H&#228;nde und f&#252;hrt mittelbar zu Bombenattentaten in Madrid und London. Die   R&#252;ckwirkungen des j&#252;ngsten milit&#228;rischen Vorgehens gegen den Libanon   werden &#252;berall in der Welt sp&#252;rbar sein. Eine neue Welle terroristischer   Attacken wird beginnen, deren Opfer nat&#252;rlich Menschen aus der   Arbeiterklasse sein werden.<\/p>\n<p>  Die Arbeiterklasse des Nahen und Mittleren Ostens und mit ihr die arme   Bauernschaft ist die einzige Kraft, die den Imperialismus, Kapitalismus   und die korrupten arabischen Eliten zur&#252;ckdr&#228;ngen und den Wunsch der   Pal&#228;stinenserInnen nach sozialer und nationaler Befreiung erf&#252;llen kann.   Umgekehrt stellen sie den &#252;bergro&#223;en Bev&#246;lkerungsteil, der am meisten   unter bewaffneten Auseinandersetzungen und Kriegen zu leiden hat.<\/p>\n<p>  Die ungeheuerliche Wut, die gegen die b&#246;sartige Rolle des Imperialismus   herrscht, muss in Richtung des Aufbaus einer neuen Arbeiterbewegung und   neuer Arbeiterparteien gelenkt werden. Diese m&#252;ssen auf Basis der   Forderunen nach dem R&#252;ckzug s&#228;mtlicher imperialistischer bewaffneten   Kr&#228;fte und des Sturzes von Kapitalismus und Feudalismus in der Region   und der Idee von einer sozialistischen F&#246;deration des Nahen Ostens   entstehen.<\/p>\n<p>  Ohne Zweifel be&#228;ngstigt die Aussicht eines sich fortsetzenden Konflikts   und m&#246;glichen Kriegs die ArbeiterInnen und jungen Menschen auf der   ganzen Welt und speziell im Nahen Osten, weil damit schreckliches Leid   einher geht. Egal wie es weiter geht: Kapitalistische Kriege und   Konflikte werden auch neue K&#228;mpfe der Arbeiterklasse gegen   Privatisierung und Angriffe auf ihre Lebensbedingungen mit sich bringen,   die auf jeden Fall auch schon stattgefunden haben, wie beispielsweise im   Iran, in &#196;gypten, und Israel selbst. Solche Bewegungen werden wieder in   den Vordergrund treten &#8211; allerdings mit einem anderen Bewusstsein. Mit   Menschen, die mit dem Verlangen nach einem Ende des Blutvergie&#223;ens und   nach einer neuen Gesellschaft erf&#252;llt sind, in der die   Bev&#246;lkerungsmehrheit die gro&#223;en Reicht&#252;mer der Region kontrolliert.<\/p>\n<p>  Diese Perspektive basiert auf historischen Erfahrungen. Auf dem   H&#246;hepunkt des verheerenden libanesischen B&#252;rgerkriegs 1988 nahmen   libanesische ArbeiterInnen &#252;ber religi&#246;s-sektiererische Grenzen hinweg   Streiks gegen den Verfall der L&#246;hne auf, der aus der durch den Krieg   angeheizten galoppierenden Inflation resultierte. Die &#8222;gr&#252;ne Linie&#8220;   &#252;berschreitend, die ChristInnen und MuslimInnen in Beirut voneinander   trennte, nahmen alle Glaubensrichtungen an den Demonstrationen teil, die   sich gegen dieses Problem richteten. W&#228;hrend desselben Zeitraums   demonstrierten zwischen 500.000 und einer Million Israelis in Tel Aviv   gegen die Invasion der IDF im Libanon.<\/p>\n<p>  Wie dem auch sei d&#252;rfen Sozialistinnen und MitstreiterInnen nicht   einfach da sitzen und auf &#228;hnliche Entwicklungen warten. Eine Bewegung   f&#252;r den revolution&#228;r-sozialistischen Wandel muss dringendst angesto&#223;en   werden &#8211; in der gesamten Region des Nahen Ostens!<\/p>\n<p>  * Nein zum Massenterror der israelischen Regierung gegen die Bev&#246;lkerung   im Libanon. Stopp der Bomardierung des Libanon. F&#252;r den Aufbau einer   massenhaften internationalen Opposition gegen die &#8222;kollektiven   Strafma&#223;nahmen&#8220; am libanisischen Volk.<\/p>\n<p>  * F&#252;r das Recht der libanesischen Arbeiterklasse und der armen Bauern   auf Selbstverteidigung gegen die staatliche Aggression Israels.<\/p>\n<p>  * Nein zu den willk&#252;rlichen Bombenangriffen und dem Beschuss ziviler   Gebiete. F&#252;r die Errichtung multi-ethnischer und multi-religi&#246;ser   bewaffneter Verteidigungs-Komitees unter demokratischer Kontrolle der   libanesischen Massen. Nein zum Konzept der kollektiven Bestrafung   unschuldiger ZivilistInnen<\/p>\n<p>  * Freilassung aller politischen H&#228;ftlinge und aller Gefangenen. Alle   imperialistischen Streitkr&#228;fte raus aus der Region!<\/p>\n<p>  * F&#252;r eine Massenbewegung der arabischen und pal&#228;stinensischen   ArbeiterInnen, der armen Bauernschaft und jungen Menschen, um das   kapitalistische System zu beseitigen, welches nur Krieg, Armut,   Massenarbeitslosigkeit und neoliberale Angriffe im Nahen Osten erzeugt.   F&#252;r eine sozialistsche F&#246;deration arabischer Staaten auf Grundlage einer   geplanten und demokratischen Wirtschaft unter Kontrolle und Management   der ArbeiterInnen selbst<\/p>\n<p>  F&#252;r eine Massenbewegung der israelisch-j&#252;dischen ArbeiterInnen, um das   kapitalistische israelische Regime zu st&#252;rzen, das endlose Kriege und   Angriffe auf den Lebensstandard hervorbringt. F&#252;r ein sozialistisches   Pal&#228;stina und ein sozialistisches Israel als Teile einer sozialistischen   F&#246;deration des Nahen Ostens, in der ArbeiterInnen, B&#228;uerinnen und Bauern   und nicht l&#228;nger korrupte F&#252;hrer entscheiden, wie die Gesellschaft   gef&#252;hrt werden soll, in der nationale, religi&#246;se und ethnische Rechte   aller Minderheiten garantiert werden.<\/p>\n<p>  <i>Kevin Simpson ist Mitglied im Internationalen Sekretariat des   Komitees f&#252;r eine Arbeiterinternationale. Er schreibt regelm&#228;&#223;ig &#252;ber   den Nahost-Konflikt f&#252;r www.socialistworld.net und das Monatsmagazin   Socialism Today. <\/i><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Stellungnahme und Analyse des CWI (Komitee f&#252;r eine<br \/>\n      Arbeiterinternationale) zum Nahen Osten&#160;&#160;\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[37],"tags":[251],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11700"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11700"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11700\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11700"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11700"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11700"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}