{"id":11698,"date":"2006-07-19T08:25:43","date_gmt":"2006-07-19T08:25:43","guid":{"rendered":".\/?p=11698"},"modified":"2006-07-19T08:25:43","modified_gmt":"2006-07-19T08:25:43","slug":"11698","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2006\/07\/11698\/","title":{"rendered":"Krise spitzt sich zu, bewaffneter Konflikt versch&#228;rft sich weiter &#160;"},"content":{"rendered":"<p>  Naher Osten: Der Hass auf die imperialistische Unterdr&#252;ckung erreicht   neue Stufe&#160;<!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <i>von Kevin Simpson, Socialist Party (Schwesterorganisation der SAV und   Sektion des CWI in England und Wales), London<\/i><\/p>\n<p>  In der letzten Nacht haben die Israeli Defence Forces (IDF; israelische   Armee) die Start- und Landebahn des internationalen Flughafens von   Beirut bombardiert, Raketen auf Unterschl&#252;pfe der Hisbollah (einer   islamisch-libanesischen Terrorgruppe) abgefeuert und mehr als 30 weitere   Luftangriffe gegen Ziele im Libanon geflogen. Zudem ist eine See-, Luft-   und Land-Blockade gegen das libanesische Hoheitsgebiet errichtet worden.   Zum ersten Mal seit Mai 2000 hat die israelische Armee damit wieder   libanesisches Gebiet betreten.<\/p>\n<p>  ArbeiterInnen und junge Leute auf der ganzen Welt ekelt das momentane   verwerfliche Vorgehen der IDF mit ihren milit&#228;rischen Angriffen im   Gaza-Streifen an, wo die Bev&#246;lkerungsmehrheit nun ohne Elektrizit&#228;t und   flie&#223;endes Wasser aushalten muss. Als die israelischen Sicherheitskr&#228;fte   64 Hamas-F&#252;hrer, unter ihnen etliche Minister, inhaftierten, verharrte   die Bush-Administration in kollektiver Stille. Seither werden sie nicht   m&#252;de, ihre Emp&#246;rung &#252;ber die Gefangennahme oder das &#8222;Kidnapping&#8220;, wie   sie es nennen, eines IDF-Soldaten zum Ausdruck zu bringen. Der   US-Imperialismus hat eine massive Propagandakampagne gegen den   &#8222;Terrorismus&#8220; der Hamas-gef&#252;hrten pal&#228;stinensischen Regierung gestartet.   Doch eine Verurteilung des j&#252;ngsten Einmarschs der IDF in den Libanon   ist ausgeblieben. Weltweit sind Millionen von Menschen ob dieser   ambivalenten Herangehensweise angewidert.<\/p>\n<p>  Die Angriffe der IDF sind die Antwort auf &#252;berraschende Milit&#228;rattacken   der Hisbollah aus dem Libanon und bisher hat der brutale Armeeeinsatz   der israelischen Regierung 50 libanesischen ZivilistInnen das Leben   gekostet. In den folgenden Zusammenst&#246;&#223;en wurden acht israelische   Soldaten get&#246;tet und zwei weitere gerieten in Gefangenschaft der   Hisbollah, die sie in libanesisches Hoheitsgebiet verschleppte. Das   stellte einen groben Schlag auf das Ansehen der israelischen Regierung   dar. Ehud Olmert, Premierminister von Israel, nannte die Ereignisse   einen &#8222;kriegerischen Akt&#8220; und drohte mit Vergeltungsma&#223;nahmen, die   &#8222;sehr, sehr, sehr schmerzhaft&#8220; sein w&#252;rden. Sechstausend ReservistInnen   wurden an die Nordgrenzen Israels abberufen. Der Befehlshaber der   Nord-Truppen Israels sagte, dass &#8222;der Libanon um 20 Jahre zur&#252;ckgeworfen   werden wird&#8220;, sollten die Soldaten nicht auf der Stelle freigelassen   werden. Die IDF setzen ihren Einmarsch in den Libanon unvermittelt fort   und weiten diesen sogar noch aus. Im Zusammenhang mit der allgemeinen   Lage im Nahen und Mittleren Osten, k&#246;nnte dies der Funke sein, der f&#252;r   einen Fl&#228;chenbrand in der Region sorgt.<\/p>\n<p>  All dies ist jedoch nur Bestandteil eines seit langem schwelenden   milit&#228;rischen Konflikts. Am selben Tag, als sie den Libanon   bombardierten, t&#246;tete die IDF 23 Pal&#228;stinenserInnen in ihrem   fortdauernden Feldzug gegen die pal&#228;stinensische Bev&#246;lkerung. Dieser   Feldzug ist die vorgebliche Antwort der israelischen Regierung auf die   Angriffe der islamischen Paramilit&#228;rs auf Vorposten der israelischen   Armee und die Gefangennahme eines israelischen Soldaten. IDF-Einheiten   haben den S&#252;den, die Mitte und den Norden des Gazastreifens nun abermals   besetzt, nachdem sie sich dort im August 2005 zur&#252;ckgezogen hatten. Das   Gebiet wurde auf diese Weise erfolgreich in zwei Teile geteilt. W&#228;hrend   eines Angriffs der IDF wurde eine Ein-Viertel-Tonnen-Bombe auf des Haus   eines Hamas-F&#252;hrers abgefeuert.<\/p>\n<p>  Die Lage in der gesamten Region ist gepr&#228;gt von immenser Anspannung und   der Konflikt scheint schon beinahe seinen H&#246;hepunkt erreicht zu haben &#8211;   er droht nun in einer unkontrollierbaren Gewaltspirale aufzugehen.   Gl&#252;hender Hass kommt unter der Bev&#246;lkerung des Mittleren Ostens gegen   die immer mehr an Brutalit&#228;t zunehmende Unterdr&#252;ckung der   pal&#228;stinensischen Bev&#246;lkerung durch die Regierung Israels auf. Hinzu   kommt, dass man wahrzunehmen meint, der US-Imperialismus w&#252;rde zu all   dem einen Freibrief ausstellen. Verst&#228;rkt wird dieses Gef&#252;hl noch durch   die barbarisch anmutende Milit&#228;rbesatzung des US-Imperialismus im Irak,   wo die &#214;lreserven f&#252;r den hungrigen US-Kapitalismus gesichert werden   sollen. Das Land befindet sich seither in einem offenen B&#252;rgerkrieg.<\/p>\n<p>  Und als ob das alles noch nicht reichen w&#252;rde, hat die Region in den   letzten 10 Jahren massive neoliberale Einschnitte erleben m&#252;ssen. Die   arabischen Regimes sind korrupt, undemokratisch und brutal, und sie sind   die willf&#228;hrigen Agenten eines seinerseits imperialistisch motivierten   stetigen Angriffs auf die Lebensbedingungen der hiesigen Arbeiterklasse   und armen Bauernschaft in der Region. Diese und weitere Beispiele f&#252;hren   zur fortgesetzten Destabilisierung der gesamten Region des Nahen und   Mittleren Ostens. Die M&#246;glichkeit eines bewaffneten Konflikts, der sich   zu einem offenen Krieg in der gesamten Region entwickelt, kann heute   nicht ausgeschlossen werden.<\/p>\n<p>  Der eigentliche Grund f&#252;r diese Entwicklungen liegt darin, dass den   imperialistischen Kr&#228;ften und den korrupten arabischen Regimes immer   weniger Ressourcen bleiben, die sie untereinander aufteilen k&#246;nnten. Die   Dinge scheinen so zu liegen, dass die imperialistischen M&#228;chte und   insbesondere ihre Vertretungen in der Region immer dann mit &#246;konomischen   und mittlerweile mehr und mehr mit milit&#228;rischen Angriffen auf die   Bev&#246;lkerung reagieren, wenn wie das Gef&#252;hl haben, sich einer   Gegnerschaft ihrer Politik gegen&#252;ber zu sehen. In Wahrheit hat die   israelische herrschende Klasse kein wirklich ausgearbeitetes Programm,   sondern reagiert nur mit roher Gewalt auf die Geschehnisse. Das   verst&#228;rkt nur die Gefahr einer baldigen Eskalation des Konflikts.<\/p>\n<p>  Und die Strategie des US-Imperialismus zur Kontrolle des Nahen Ostens   wurde in den letzten Jahren vollkommen auseinander gerissen. Nach den   Anschl&#228;gen des 11. September, als die US-amerikanische Supermacht   kurzzeitig auftrat, als h&#228;tte sie nun die Berechtigung, die ganze Welt   milit&#228;risch einzunehmen, verbreitete die Bush-Administration die Idee,   den Nahen Osten umbauen zu k&#246;nnen. In Afghanistan sollten die Taliban   beseitigt und eine &#8222;demokratisch sekulare Regierung&#8220; eingesetzt werden.   Im Irak wollte man sich um Saddam Hussein k&#252;mmern und eine neue, stabile   und den USA freundlich gesinnte Regierung erm&#246;glichen, die dann den   ganzen Nahen Osten zum Bl&#252;hen bringen und billige Energie f&#252;r den Westen   bereithalten w&#252;rde. Eine &#8222;demokratische&#8220; Transformation der &#252;brigen   Teile des Nahen Ostens sollte folgen, das iranische Regime sollte als   Teil der &#8222;Achse des B&#246;sen&#8220; hinfort gefegt werden, Bashar al-Assad&#8217;s   syrisches Ba&#8217;ath-Regime und m&#246;glicherweise sogar die alten Verb&#252;ndeten   des US-Imperialismus in &#196;gypten und Saudi-Arabien w&#228;ren durch stabilere   und vor allem genehmere Herrscher ersetzt worden. Und als direktes   Ergebnis der Zerschlagung der islamistischen Organisationen w&#228;re auch   der israelisch-pal&#228;stinensische Konflikt zu einem Ende gekommen.<\/p>\n<p>  <b>Imperialistens Alptraum<\/b><\/p>\n<p>  Diese neo-konservative Vision wurde j&#228;h von einem schrecklichen Alptraum   des Imperialismus (und der Massen) abgel&#246;st. Der Irak befindet sich   heute in einer schlechteren Situation als zu Zeiten des brutalen Regimes   eines Saddam Hussein. T&#228;glich w&#228;chst die M&#246;glichkeit, dass das Land in   einander feindlich gesinnte und instabile Teilstaaten zerf&#228;llt. Der Iran   konnte seine Position in der Region hingegen st&#228;rken, auch weil mit der   Regierung in Zusammenhang stehende schiitische Parteien Einfluss im Irak   haben.<\/p>\n<p>  Zudem hat das iranische Regime aufgeh&#246;rt, sich dem westlichen Druck zu   beugen und die Produktion angereicherten Urans einzustellen. Dar&#252;ber   erhascht das Regime die Unterst&#252;tzung der Bev&#246;lkerungsmehrheit f&#252;r seine   anti-imperialistische Rhetorik. Saudi-Arabien und &#196;gypten erleben   hingegen ein Erstarken reaktion&#228;rer islamistischer Organisationen, die   von der Al Quaida unterst&#252;tzt werden. Die islamische Muslimbruderschaft   erzielte bedeutende Erfolge bei den letzten &#228;gyptischen Wahlen. Doch die   anschaulichste Dem&#252;tigung des US-Imperialismus war der Erdrutsch-artige   Wahlsieg der Hamas bei den pal&#228;stinensischen Wahlen im Januar diesen   Jahres.<\/p>\n<p>  Der jetzige Einfall in den Libanon k&#246;nnte ernste Folgen vor dem   historischen Hintergrund der imperialistischen Rolle Israels in der   Region haben. Die IDF marschierten zum ersten Mal 1978 im Libanon ein.   Angeblich als Vergeltungsma&#223;nahme f&#252;r Angriffe der PLO auf Israel.   Tats&#228;chlich aber wollte die damalige rechte Regierung in Israel mit   ihrem Verteidigungsminister Ariel Sharon die PLO im Libanon zerschlagen   und ein ihnen freundlich gesinntes Regime einsetzen. Die kapitalistisch   motivierte Intervention Israels f&#252;hrte zur Gr&#252;ndung der   Terrororganisation Hisbollah, die es letztlich schaffte, der IDF eine   sch&#228;ndliche Niederlage beizubringen und diese 2000 aus dem S&#252;d-Libanon   zu vertreiben.<\/p>\n<p>  Geht mensch davon aus, dass die Hisbollah heute milit&#228;risch st&#228;rker ist   und von einem st&#228;rkeren Zusammenhalt getragen wird, dann wird die   israelische Regierung weit gr&#246;&#223;ere Schwierigkeiten damit haben, sie von   der Freilassung der israelischen Soldaten zu &#252;berzeugen als es ihr   m&#246;glich war, die Hamas im Gazastreifen zu destabilisieren.<\/p>\n<p>  Der US-Imperialismus musste ebenfalls gro&#223;e R&#252;ckschl&#228;ge im Libanon   hinnehmen. 1983 wurde die US-Botschaft von der Hisbollah zerst&#246;rt und   noch im selben Jahr riss eine Autobombe 241 Angestellte der USA in den   Tod, was die dort stationierten US-Truppen zum Abzug brachte. Richard   Armitage, der zwischen 2001 und 2005 eine ranghohe Position im   US-amerikanischen Au&#223;enministerium inne hatte, sagte k&#252;rzlich, dass die   Hisbollah sich einer &#8222;Blutschuld&#8220; gegen&#252;ber den USA zuziehe.<\/p>\n<p>  Seit dem Abzug syrischer Truppen aus dem Libanon als Ergebnis von   libanesischen Massenprotesten (und auf Druck der besonderen Interessen   des US-amerikanischen und franz&#246;sischen Imperialismus) sind   sektiererische Spannungen noch weiter gewachsen und eine Instabilit&#228;t   hat im Land und seiner Regierung zugenommen. Der libanesische   Premierminister hat sich ungeachtet der Tatsache von den Aktionen der   Hisbollah distanziert, dass die Hisbollah Teil seiner   Koalitionsregierung ist. Diese Krise k&#246;nnte zum Sturz des libanesischen   Regimes und zu offenen Zusammenst&#246;&#223;en mit einer m&#246;glicherweise   zur&#252;ckkehrenden syrischen Armee f&#252;hren.<\/p>\n<p>  Ungeachtet ihrer milit&#228;rischen &#220;berlegenheit, steht auch die israelische   Regierung unter enormem Druck. Ehud Olmert ist kein Premierminister, der   wie seine Vorg&#228;nger als ehemaliger &#8222;Kriegsheld&#8220; gilt. Seine Partei,   Kadima, wurde erst kurz vor den letzten Wahlen im M&#228;rz gegr&#252;ndet, die   sie prompt an die Regierung brachte und die aus vielen politischen   Dinosauriern der beiden gro&#223;en Formationen der Arbeitspartei und des   Likud besteht. Sie hat keine wirkliche gemeinsame politische Linie und   erste Br&#252;che machen sich bemerkbar. Olmerts Kriegsrhetorik, mit der er   jede Verhandlung &#252;ber die Befreiung der israelischen Soldaten ablehnt   und die von ihm eingeleitete milit&#228;rische Repression, werden dennoch   nicht dazu f&#252;hren, dass die jungen Israelis freikommen. Innerhalb der   j&#252;disch-israelischen Gesellschaft existiert eine starke Tradition, mit   der die politische und milit&#228;rische F&#252;hrung pers&#246;nlich f&#252;r jedeN   GefangengenommenE verantwortlich gemacht wird. Die Kadima ist in den   Meinungsumfragen bereits weit zur&#252;ck gefallen. Sollten morgen Wahlen   stattfinden, w&#252;rde sie vier von 29 Sitzen einb&#252;&#223;en.<\/p>\n<p>  Wichtige Zielsetzungen sind au&#223;erdem von Belang: Olmert wurde auf der   Basis gew&#228;hlt, dass er den &#8222;Plan zur beiderseitigen Ann&#228;herung&#8220;   fortf&#252;hren w&#252;rde. Dieser sah vor, dass der &#8222;Grenzwall&#8220; fertig gestellt   wird (dieser wird das israelische Hoheitsgebiet von den israelisch   besetzten Gebieten abtrennen) und sich die israelischen Einheiten von   einigen isoliert liegenden Siedlungen im Westjordanland zur&#252;ckziehen.   Nichtsdestotrotz beinhaltet dieser Plan auch die Beibehaltung der gro&#223;en   Siedlungen innerhalb des israelischen Territoriums als Teil einer   einseitig verh&#228;ngten &#8222;endg&#252;ltigen Siedlungspolitik&#8220; an den israelischen   Grenzen. Vor den j&#252;ngsten Milit&#228;roffensiven fand sich noch eine Mehrheit   in der israelischen Bev&#246;lkerung f&#252;r diesen Plan &#8211; das ist jetzt nicht   mehr der Fall.<\/p>\n<p>  Hinzu kommt, dass die Unterst&#252;tzung f&#252;r Hamas und Hisbollah nicht   nachl&#228;sst, sondern dass die Milit&#228;roperationen die Wut in der   pal&#228;stinensischen Bev&#246;lkerung und speziell im S&#252;dlibanon weiter zunimmt   und damit auch die Unterst&#252;tzung f&#252;r die Terrororganisationen w&#228;chst.<\/p>\n<p>  Wie dem auch sei wird keine der beiden Organisationen in der Lage sein,   die grundlegenden Probleme der Massen zu beseitigen. Wenn sie ihre   Positionen ausbauen k&#246;nnen, wird es nur zu weiteren   theokratisch-religi&#246;sen und vor allem kapitalistischen Regimes kommen.<\/p>\n<p>  Die Arbeiterklasse in der Region ist in Verbindung mit der armen   Bauernschaft die einzig f&#228;hige Formation, die Imperialismus,   Kapitalismus und die korrupten arabischen Eliten zur&#252;ckzuschlagen und   den Bed&#252;rfnissen der pal&#228;stinensischen Bev&#246;lkerung nach sozialer und   nationaler Befreiung gerecht werden kann. Im Umkehrschluss sind sie der   Teil der Bev&#246;lkerung, der am meisten unter dem bewaffneten Konflikt   leidet.<\/p>\n<p>  Die ungeheuerliche Wut, die gegen die b&#246;sartige Rolle des Imperialismus   herrscht, muss in Richtung des Aufbaus einer neuen Arbeiterbewegung und   neuer Arbeiterparteien gelenkt werden. Diese m&#252;ssen auf Basis der Idee   von einer sozialistischen F&#246;deration des Nahen Ostens, s&#228;mtliche   imperialistische bewaffneten Kr&#228;fte beseitigen und den Kapitalismus und   Feudalismus in der Region abschaffen.<\/p>\n<p>  Ohne Zweifel be&#228;ngstigt die Aussicht eines sich fortsetzenden Konflikts   und m&#246;glichen Kriegs die ArbeiterInnen und jungen Menschen auf der   ganzen Welt und speziell im Nahen Osten, weil damit schreckliches Leid   einher geht. Egal wie es weiter geht: Kapitalistische Kriege und   Konflikte werden auch neue K&#228;mpfe der Arbeiterklasse gegen   Privatisierung und Angriffe auf ihre Lebensbedingungen mit sich bringen,   die auf jeden Fall auch schon stattgefunden haben, wie beispielsweise im   Iran, in &#196;gypten, und Israel selbst. Solche Bewegungen werden wieder in   den Vordergrund treten &#8211; allerdings mit einem anderen Bewusstsein. Mit   Menschen, die mit dem Verlangen nach einem Ende des Blutvergie&#223;ens und   nach einer neuen Gesellschaft erf&#252;llt sind, in der die   Bev&#246;lkerungsmehrheit die gro&#223;en Reicht&#252;mer der Region kontrolliert.<\/p>\n<\/p>\n<p>  Im Gegensatz zu den Pl&#228;nen der US-amerikanischen Neo-Konservativen f&#252;r   die Region ist dies keine blo&#223;e Vision, sondern abgeleitet von   historischen Erfahrungen. Auf dem H&#246;hepunkt des verheerenden   libanesischen B&#252;rgerkriegs 1988 nahmen libanesische Arbeiter &#252;ber   sektiererische Grenzen hinweg Streiks gegen den Verfall der L&#246;hne auf,   der aus der durch den Krieg angeheizten galoppierenden Inflation   resultierte. Die &#8222;gr&#252;ne Linie&#8220; &#252;berschreitend, die ChristInnen und   MuslimInnen in Beirut voneinander trennte, nahmen alle   Glaubensrichtungen an den Demonstrationen teil, die sich gegen dieses   Problem richteten. W&#228;hrend exakt desselben Konflikts demonstrierten   zwischen 500.000 und einer Million Israelis in Tel Aviv gegen die   Invasion der IDF im Libanon.<\/p>\n<p>  Wie dem auch sei d&#252;rfen Sozialistinnen und MitstreiterInnen nicht   einfach da sitzen und auf &#228;hnliche Entwicklungen warten. Eine Bewegung   f&#252;r den revolution&#228;r-sozialistischen Wandel muss dringendst angesto&#223;en   werden &#8211; in der gesamten Region des Nahen Ostens!<\/p>\n<p>  <i>13. Juli 2006<\/i><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>      Naher Osten: Der Hass auf die imperialistische Unterdr&#252;ckung erreicht<br \/>\n      neue Stufe&#160;<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[38],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11698"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11698"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11698\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11698"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11698"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11698"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}