{"id":11629,"date":"2006-05-18T16:27:56","date_gmt":"2006-05-18T16:27:56","guid":{"rendered":".\/?p=11629"},"modified":"2006-05-18T16:27:56","modified_gmt":"2006-05-18T16:27:56","slug":"11629","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2006\/05\/11629\/","title":{"rendered":"Bei Milosevic und Lafontaine"},"content":{"rendered":"<p>  Zu J&#252;rgen Els&#228;ssers Angriff auf die SAV und die WASG Berlin <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  Als ich J&#252;rgen Els&#228;sser das erste Mal traf, war seine erste Frage: &#8222;Bist   Du Serbe?&#8220;. Ich antwortete darauf wahrheitsgem&#228;&#223;, dass ich   Internationalist bin. Seine zweite Frage war: &#8222;Ist Dein Vater Serbe?&#8220;   Ich antwortete wahrheitsgem&#228;&#223;, dass mein Vater aus dem ehemaligen   Jugoslawien stammte, und zwar aus dem Gebiet des heutigen Kroatiens.   Nach dieser Antwort stellte sich J&#252;rgen Els&#228;sser mir als &#8222;Serbien-Fan&#8220;   vor und zeigte sich verwundert, dass mein Familienname s&#252;dslawisch sei   und ich doch kein Serbe bin. Dies scheint ihn so sehr zu &#228;rgern, dass er   seitdem konsequent meinen Namen falsch schreibt.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\">  &#220;ber letzteres kann ich hinweg sehen, habe ich doch auch meine   Schwierigkeiten mit serbo-kroatischer Rechtschreibung. Von Els&#228;sser in   die N&#228;he der albanischen UCK ger&#252;ckt zu werden, ist allerdings nicht   mehr lustig.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\">  Dabei ist klar, welche politischen Motivationen sich in J&#252;rgen Els&#228;ssers   Artikel vom 18. Mai &#8222;UCK-Lobby will Wahlantritt der WASG-Berlin   unterst&#252;tzen&#8220; verbinden: Er ist n&#228;mlich nicht nur Milosevic-Fan, sondern   auch Lafontaine-Fan. Sein Artikel ist ein durchsichtiger Versuch der   eigenst&#228;ndigen Kandidatur der WASG Berlin mit allen Mitteln zu schaden.   Schade, dass sich die junge Welt daf&#252;r her gibt.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\">  <b>UCK-Lobby?<\/b><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\">  Erst einmal zu den Fakten. Auf der Website <i>kosova-aktuell<\/i> ist ein   Artikel erschienen, der Solidarit&#228;t mit dem abgesetzten Landesvorstand   der WASG Berlin ausdr&#252;ckt. Diese Website ist keine, wie von J&#252;rgen   Els&#228;sser behauptet, &#8222;UCK-Lobby&#8220;, sondern ein unabh&#228;ngiges   Informationsportal zum Thema Kosova. In der Redaktion dieser Website,   die Artikel verschiedenster AutorInnen aus dem Kosova, Albanien und der   albanischen Emigration und Dokumente zur Politik und Geschichte der   Region ver&#246;ffentlicht, arbeiten auch Mitglieder der SAV mit. Im   Editorial der Redaktion hei&#223;t es: &#8222;Wir stimmen mit dem Ziel, ein   demokratisches, unabh&#228;ngiges und gl&#252;ckliches Kosova zu schaffen,   &#252;berein. Dabei geht es nicht darum, nur f&#252;r eine &#8222;nationale Partei&#8220;   einzutreten. Im Gegenteil, nur durch eine demokratische L&#246;sung der   nationalen Frage kann das Verh&#228;ltnis zwischen den verschiedenen   nationalen Gruppen entspannt werden. Ein souver&#228;nes Kosova mit gleichen   Rechten und Pflichten f&#252;r alle B&#252;rger, egal welcher Herkunft, bietet die   Perspektive, allen fortschrittlichen Kr&#228;ften auf dem Balkan zu n&#252;tzen.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\">  Die Zukunft des Balkans besteht in der Reorganisation demokratischer und   sozialer Strukturen. Chauvinismus und Rassismus m&#252;ssen &#252;berwunden   werden.&#8220; Dies als &#8222;militanten albanischen Nationalismus&#8220; zu bezeichnen,   wie Els&#228;sser es tut, ist absurd.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\">  Els&#228;sser spricht von der UCK, wenn er die albanische Bev&#246;lkerung des   Kosova meint und er spricht von Rechtsextremismus, wenn er die Forderung   nach demokratischen Rechten und Selbstbestimmungsrecht der Bev&#246;lkerung   meint. In seinem Artikel kommt ein Zynismus und eine Ignoranz gegen&#252;ber   der albanischen Bev&#246;lkerungsmehrheit und ihrem Schicksal hervor, der   geradezu widerlich ist, wenn man bedenkt, dass Els&#228;sser ein gl&#252;hender   Verteidiger des chauvinistischen Slobodan Milosevic ist, der nicht nur   f&#252;r die nationale Unterdr&#252;ckung der albanischen Bev&#246;lkerungsmehrheit im   Kosova mitverantwortlich war, sondern auch ein Turbo-Privatisierer   &#246;ffentlichen Eigentums in Serbien war und sich an der Arbeitskraft der   eigenen arbeitenden Bev&#246;lkerung bereicherte.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\">  <b>SAV und Kosova<\/b><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\">  Da J&#252;rgen Els&#228;sser mich in seinem Artikel &#228;u&#223;erst selektiv und   sinnentstellend zitiert, bin ich dazu gezwungen meine Position und die   der SAV zur Frage des Kosova und des NATO-Angriffs auf das ehemalige   Jugoslawien im Jahr 1999 darzustellen.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\">  Wir haben uns zu jeder Zeit gegen den Krieg und f&#252;r den R&#252;ckzug der   NATO-Truppen aus dem Balkan ausgesprochen. Die SAV war von Beginn an   aktiver Bestandteil der Anti-Kriegsbewegung gegen die NATO-Aggression   und gegen die Beteiligung der Bundeswehr daran.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\">  Wir haben aber nicht ignoriert, dass die albanische Bev&#246;lkerungsmehrheit   im Kosova durch den serbischen Staatsapparat unterdr&#252;ckt und elementarer   demokratischer und nationaler Rechte beraubt wurde. Den marxistischen   Grundsatz f&#252;r das Selbstbestimmungsrecht der Nationen einzutreten, haben   wir in dieser Situation nicht &#252;ber Bord geworfen. Dabei haben wir nicht   Partei f&#252;r eine der nationalen Seiten ergriffen, sondern auf die   Notwendigkeit eines gemeinsamen Widerstandes der ArbeiterInnen und   Bauern gegen NATO-Angriffe, soziale Unterdr&#252;ckung aller   Bev&#246;lkerungsteile und Besetzung durch die serbische Armee im Kosova   hingewiesen. Letztere Position nahmen wir ein, ohne   rechts-nationalistische Kr&#228;fte, wie die UCK zu unterst&#252;tzen.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\">  Im Juni 1999 schrieben wir in unserer damaligen Zeitung VORAN: &#8222;Die UCK   ist eine nationalistische und pro-kapitalistische Organisation. Sie hat   kein Programm und keine Strategie, um die Probleme der kosovarischen   Massen zu l&#246;sen. Die SAV lehnt jegliche politische oder milit&#228;rische   Unterst&#252;tzung f&#252;r die UCK ab. Gleichwohl ist die UCK nicht mit der   jugoslawischen Armee oder der NATO gleichzusetzen. Die   Kosovo-AlbanerInnen haben ein Recht darauf, sich gegen die serbische   Unterdr&#252;ckung bewaffnet zur Wehr zu setzen und sich zu verteidigen &#8211;   genauso wie serbische ArbeiterInnen und Bauern ein Recht haben, sich   gegen &#220;bergriffe der UCK zu verteidigen.&#8220;<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\">  Wir haben damals schon davor gewarnt, dass der Krieg zu einer   Fortsetzung der nationalen Fremdbestimmung der KosovarInnen durch neue   Besatzer in Form von NATO\/UNO f&#252;hren wird und zweitens die serbische   Minderheit im Kosova das n&#228;chste Opfer wird. Wir haben immer genauso   deutlich Position gegen Vertreibungen der serbischen   Bev&#246;lkerungsminderheit bezogen und sind f&#252;r Minderheitenrechte   eingetreten, wie wir die Vertreibungen von AlbanerInnen angeprangert   haben und das Selbstbestimmungsrecht eingefordert haben.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\">  Der Fehler, den so manche Linke in der damaligen Situation gemacht   haben, indem sie aus der richtigen Opposition gegen die NATO-Angriffe   heraus, ihre Kritik am serbischen Regime eingestellt haben, wurde schon   von Lenin w&#228;hrend des Ersten Weltkriegs beantwortet: &#8222;Die Tatsache, dass   der Kampf gegen eine imperialistische Regierung f&#252;r die nationale   Freiheit unter bestimmten Bedingungen von einer andern &#8222;Gro&#223;macht&#8220; f&#252;r   ihre ebenfalls imperialistischen Ziele ausgenutzt werden kann, kann die   Sozialdemokratie ebensowenig bewegen, auf die Anerkennung des   Selbstbestimmungsrechts der Nationen zu verzichten.&#8220; (Die sozialistische   Revolution und das Selbstbestimmungsrecht, LW Band 22, Seite 150)   Ersetzt man &#8222;Gro&#223;macht&#8220; durch &#8222;Regionalmacht&#8220; passt diese Haltung exakt   auf die Situation auf dem Balkan 1999. Ignoranz der Situation der   albanischen Bev&#246;lkerung im Kosova musste diese in die Arme der NATO und   der UCK treiben.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\">  <b>Die UCK<\/b><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\">  &#220;ber die Geschichte der UCK ist hier nicht zu referieren, aber die von   J&#252;rgen Els&#228;sser in Frage gestellte These, dass die UCK zu Beginn ihrer   Entwicklung &#8222;links stand&#8220; entspricht nun einmal der Realit&#228;t. Dies zeigt   aber auch, wie schnell eine Organisation mit linkem Selbstverst&#228;ndnis   rechts-nationalistisch degenerieren kann, wenn sie in einer zugespitzten   Situation keinen internationalistischen Klassenstandpunkt einnimmt. Dazu   schrieben wir in dem schon zitierten Artikel vom Juni 1999: &#8222;Innerhalb   von zwei Jahren ist die UCK von einer unbedeutenden und verschwindend   kleinen Gruppe zur bestimmenden politischen Kraft unter den   Kosovo-AlbanerInnen geworden. Die UCK ist hervorgegangen aus   verschiedenen kosovo-albanischen Organisationen, die schon in den 80er   Jahren f&#252;r ein unabh&#228;ngiges Kosovo bzw. eine Vereinigung mit Albanien   gek&#228;mpft haben. Die dominierende Kraft war die LPK, die Volksbewegung   f&#252;r Kosova (albanisch f&#252;r Kosovo), die sich am damals   nicht-kapitalistischen System Albaniens orientierte. In diesem Sinne war   die UCK urspr&#252;nglich eine &#8222;linke&#8220; Bewegung. Davon ist heute nichts mehr   &#252;brig. Die UCK hat sich auf die Unterst&#252;tzung der NATO-Bombenangriffe   festgelegt und auf UCK-Demonstrationen hei&#223;t es immer wieder: &#8222;NATO &#8211;   wir sind Deine Bodentruppen.&#8220;<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\">  <b>LPV<\/b><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\">  Die von J&#252;rgen Els&#228;sser erw&#228;hnte LPV (Bewegung f&#252;r Selbstbestimmung) ist   keine rechte Organisation. Sie sieht in der Anerkennung des   Selbstbestimmungsrechts und der Durchsetzung staatlicher Unabh&#228;ngigkeit   f&#252;r den Kosova die einzige Chance f&#252;r sozialen und demokratischen   Fortschritt. Dabei spricht sie sich f&#252;r gleiche Rechte f&#252;r alle im   Kosova lebenden Menschen und gegen &#220;bergriffe und Diskriminierungen   gegen die serbische Minderheit aus.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\">  Die SAV hingegen ist der &#220;berzeugung, dass es auf kapitalistischer Basis   keinen demokratischen und sozialen Fortschritt geben kann. W&#228;hrend wir   das Recht auf nationale Selbstbestimmung bis hin zur staatlichen   Eigenst&#228;ndigkeit unterst&#252;tzen, sind wir der Meinung, dass der Kampf um   demokratische und nationale Rechte mit dem Kampf f&#252;r eine sozialistische   Ver&#228;nderung der Gesellschaft verbunden werden muss. Denn ein   unabh&#228;ngiges kapitalistisches Kosova w&#228;re immer &#246;konomisch und politisch   abh&#228;ngig von den es dominierenden Gro&#223;m&#228;chten und in ihm w&#228;re die   arbeitende Bev&#246;lkerung weiterhin Opfer der Privatisierungen, der   Arbeitslosigkeit und der Armut. Nationale Spannungen w&#228;ren weiterhin   eine zwangsl&#228;ufige Folge. Deshalb hat die SAV die Losung der   freiwilligen sozialistischen F&#246;deration der L&#228;nder des Balkan   aufgestellt und sich in diesem Rahmen f&#252;r ein sozialistisches Kosova   ausgesprochen, wenn die staatliche Lostrennung der Wunsch der   Bev&#246;lkerungsmehrheit ist. Diese Position, die weiter geht als die   b&#252;rgerlich-demokratischen Positionen von <i>kosova-aktuell <\/i>und   der LPV, wird von Max Brym genauso vertreten, wie vom Rest der SAV.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\">  <b>Gro&#223;albanien<\/b><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\">  In diesem Zusammenhang hat J&#252;rgen Els&#228;sser mich, ebenfalls selektiv, zur   Frage eines &#8222;vereinigten sozialistischen Albaniens&#8220; zitiert. In dem von   Els&#228;sser zitierten Referat geht es um die grundlegende Herangehensweise   von MarxistInnen an die nationale Frage. Ich habe darin die theoretische   Frage aufgeworfen, ob dies grunds&#228;tzlich auszuschlie&#223;en ist. Hier das   ganze Zitat: &#8222;Die Frage eines Grossalbaniens wurde vielfach aufgeworfen.   Es ist keine Frage, dass zum jetzigen Zeitpunkt Bestrebungen ein   kapitalistisches Grossalbanien zu schaffen, nur gewaltsam durchzusetzen   sei und zu einer neuen Stufe der Kriege auf dem Balkan f&#252;hren w&#252;rde.   Deshalb k&#246;nnen wir der Idee zum jetzigen Zeitpunkt keine Unterst&#252;tzung   oder Sympathie entgegenbringen. Grunds&#228;tzlich k&#246;nnen wir aber auch nicht   ausschlie&#223;en, das wir in Zukunft die Forderung nach einem vereinigten   sozialistischen Albanien aufstellen in dem die Gebiete mit albanischer   Bev&#246;lkerungsmehrheit aus dem Kosova, Mazedonien und Albanien selber   zusammengeschlossen werden, wenn dies der Wunsch der Massen wird und   sich dieser von unten, und nicht in erster Linie durch die UCK,   artikuliert. Dann w&#252;rde aber noch mehr gelten zu erkl&#228;ren, dass dies nur   erreichbar ist, wenn die Arbeiterklassen der gesamten Region den   Kapitalismus absch&#252;tteln und Arbeiterstaaten die nationale Frage nach   dem Prinzip der Gleichheit und der Selbstbestimmung regeln w&#252;rden.&#8220;<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\">  <b>Els&#228;ssers Methode<\/b><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\">  Es gibt &#252;brigens in der Haltung J&#252;rgen Els&#228;ssers zum Balkan-Konflikt und   zum Berlin-Konflikt einen methodischen Zusammenhang. Els&#228;ssers Haltung   basiert auf Abstraktionen, Wunschvorstellungen und Worten statt Taten &#8211;   und er nimmt keinen Klassenstandpunkt ein. Eine sozialistische Politik   muss ausgehend von den realen Lebensbedingungen der Massen entwickelt   werden. Milosevic konnte noch so oft die rote Fahne wedeln. Er war seit   Beginn der 90er Jahre ein Staatsf&#252;hrer, der mit diktatorischen Mitteln   die Einf&#252;hrung kapitalistischer Verh&#228;ltnisse, eine   nationalistisch-expansionistische Politik und die Unterdr&#252;ckung der   albanischen Bev&#246;lkerungsmehrheit im Kosova betrieb. Um die kosovarischen   Massen f&#252;r eine linke Politik zu gewinnen, h&#228;tte diese nationale   Unterdr&#252;ckung anerkannt werden m&#252;ssen und h&#228;tte der Kampf f&#252;r soziale   Rechte und f&#252;r sozialistische Demokratie mit dem Kampf f&#252;r das   Selbstbestimmungsrecht verbunden werden m&#252;ssen. Und nur die gegenseitige   Anerkennung des Selbstbestimmungsrechts kann nationalistische Spaltungen   verschiedener Volksgruppen &#252;berwinden. Selbstbestimmungsrecht bedeutet,   dass eine Bev&#246;lkerungsmehrheit frei und demokratisch entscheiden kann,   in welchem Staatsgebilde sie leben will. Wenn die Linke und die   Arbeiterbewegung kein Angebot macht, sowohl gegen soziale als auch   nationale Unterdr&#252;ckung zu k&#228;mpfen, werden rechts-nationalistische   Kr&#228;fte profitieren. Das ist eine Lehre der Entwicklungen auf dem Balkan   in den letzten 15 Jahren.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\">  In Berlin kann die L.PDS noch so oft von Anti-Neoliberalismus reden.   Solange sie die Politik der Sozialk&#252;rzungen, der Arbeitsplatzvernichtung   und der Privatisierung nicht in der Praxis beendet, ist sie in dieser   Stadt keine Interessenvertretung der abh&#228;ngig Besch&#228;ftigten und   Benachteiligten. Der abstrakte Verweis auf linke Einheit hilft da keinem   Ein-Euro-Jobber und keinem Besch&#228;ftigten, der auf zehn Prozent Lohn   verzichten muss. Man muss sich zur Wehr setzen. Wenn die Linke kein   Angebot f&#252;r den Widerstand macht, werden die Rechten davon profitieren.   Das ist ein Grund mehr, warum die eigenst&#228;ndige Kandidatur der WASG   Berlin n&#246;tig ist.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\">  <i>von Sascha Stanicic<\/i><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>      Zu J&#252;rgen Els&#228;ssers Angriff auf die SAV und die WASG Berlin<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[104],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11629"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11629"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11629\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11629"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11629"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11629"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}