{"id":11625,"date":"2006-05-16T16:12:47","date_gmt":"2006-05-16T16:12:47","guid":{"rendered":".\/?p=11625"},"modified":"2006-05-16T16:12:47","modified_gmt":"2006-05-16T16:12:47","slug":"11625","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2006\/05\/11625\/","title":{"rendered":"An den Senat: Schluss mit billig! Kein Lohndumping mit PIN-AG!"},"content":{"rendered":"<p>Unter diesem Motto fand heute eine Aktion von Mitgliedern der WASG Berlin vor dem Roten Rathaus mit einer anschlie&#223;enden kleinen Demonstration zur Weltzeituhr auf dem Alex statt. <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <img src=\"\/media\/2006\/pinaktion.jpg\" align=\"left\" style=\"height: 200px; width: 300px\" alt=\"pinaktion\">  Etwa 50 Mitglieder der WASG und Symphatisanten nahmen die von der WASG   und der Linkspartei.PDS gestartete bundesweite Kampagne f&#252;r die   Einf&#252;hrung eines gesetzlichen Mindestlohnes zum Anlass, um der Forderung   der WASG Berlin f&#252;r einen Mindestlohn von 10 Euro Nachdruck zu   verleihen. Es wurden nicht nur WASG-Fahnen geschwenkt und Transparente   gehalten: einige WASGler h&#228;ngten sich T&#252;ten um, die mit einzelnen   Buchstaben gekennzeichnet waren, und stellten sich dann direkt vor den   Haupteingang vom Rotem Rathaus, so dass die Forderung der WASG Berlin   klar und deutlich f&#252;r alle r&#252;ber kam: &quot;10 Euro Mindestlohn&quot;!   Anschlie&#223;end demonstrierten alle gemeinsam zur Weltzeituhr am Alex, um   die Aktion &#246;ffentlichkeitswirksam mit einer Kundgebung abzuschlie&#223;en.<\/p>\n<p>  <span><i>von Ronald Luther, WASG Neuk&#246;lln  <\/i><\/span>    <\/p>\n<p>  Anlass der Aktion vor dem Roten Rathaus war die Tatsache, dass der   rot-rote Senat Hungerl&#246;hnen Vorschub leistet. Um Einsparungen zu   erzielen vergab der rot-rote Senat die Postzustellung des Landes Berlin   an die PIN-AG, denn die PIN-AG bietet ein Porto von 0,48 Euro f&#252;r   Briefsendungen an und liegt damit 7 Cent unter dem Porto der Post AG f&#252;r   Standardbriefe. Bezahlen tun das die Besch&#228;ftigten bei der PIN-AG mit   Stundenl&#246;hnen von 5,86 Euro brutto, wahrlich ein Hungerlohn. Ein Drittel   der KollegInnen muss daher zus&#228;tzlich zu ihrem Lohn noch   Arbeitslosengeld II als Zuschuss beantragen!<\/p>\n<p>  Nach Informationen von ver.di Berlin-Brandenburg hat &quot;die PIN-AG als   zweitgr&#246;&#223;ter Briefzusteller Deutschlands nach der Deutschen Post allein   in Berlin ca. 950 Besch&#228;ftigte, wovon gerade mal 600 Arbeitnehmer\/innen   direkt bei der PIN AG besch&#228;ftigt sind &#8211; 30 % davon lediglich in   befristeten Arbeitsverh&#228;ltnissen &#8211; den Rest der Belegschaft bilden   Leiharbeitnehmer\/innen und Subunternehmer.&quot; In ihrer Pressemitteilung   vom 07.April 2006 wies Ver.di auf ihre mehrfach ge&#228;u&#223;erte Kritik hin:   &quot;Es ist nicht akzeptabel, das ein Unternehmen, das nach eigenen Angaben   seit Jahren profitabel arbeitet, von &#246;ffentlichen Auft&#228;gen &#8211; wie durch   den Berliner Senat &#8211; in erheblichem Ma&#223;e profitiert und sich selbst zu   den zukunftstr&#228;chtigen gro&#223;en Anbietern auf dem Briefmarkt z&#228;hlt, seine   Gewinne auf dem R&#252;cken der Besch&#228;ftigten und der Allgemeinheit macht.&quot;<\/p>\n<p>  Die Demonstranten waren sich darin einig, dass es nicht ausreicht, auf   Parteitagen eine Kampagne f&#252;r die Einf&#252;hrung eines Mindestlohnes zu   beschlie&#223;en und in der Realpolitik selber Dumpingl&#246;hne zu zahlen.   Deshalb wurde in Reden und Flugbl&#228;ttern gefordert, dass die PIN-AG die   L&#246;hne sofort erh&#246;hen und einen Mindestlohn von 10 Euro pro Stunde   garantieren soll. Der SPD-L.PDS-Senat wurde aufgefordert, keine Vertr&#228;ge   mit Unternehmen zu unterschreiben, die unter 10 Euro pro Stunde&#160; an ihre   Besch&#228;ftigten zahlen bzw. einen h&#246;heren anzuwendenden Tariflohn   unterschreiten. Auch Unternehmen, die die Bildung von Betriebsr&#228;ten   erschweren, be- \/ verhindern&#160; oder anderweitig gewerkschaftliche Arbeit   einschr&#228;nken, sollen keine geeigneten Vertragspartner sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unter diesem Motto fand heute eine Aktion von Mitgliedern der WASG Berlin<br \/>\n    vor dem Roten Rathaus mit einer anschlie&#223;enden kleinen Demonstration zur<br \/>\n    Weltzeituhr auf dem Alex statt. <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[30],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11625"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11625"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11625\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11625"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11625"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11625"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}