{"id":11604,"date":"2006-05-05T18:25:28","date_gmt":"2006-05-05T18:25:28","guid":{"rendered":".\/?p=11604"},"modified":"2006-05-05T18:25:28","modified_gmt":"2006-05-05T18:25:28","slug":"11604","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2006\/05\/11604\/","title":{"rendered":"&quot;ein gef&#228;hrlicher Schritt weg von den Gr&#252;ndungsprinzipien der WASG&quot;"},"content":{"rendered":"<p>Resolution zu den Beschl&#252;ssen des Bundesparteitages in Ludwigshafen vom 28.\/30.04.2006 der Mitgliederversammlung des KV Minden-L&#252;bbecke am 4. Mai 2006 <!--more--><br \/>\n &nbsp;<br \/>\nDer WASG Kreisverband Minden-L&#252;bbecke erkl&#228;rt zum Ausgang des Bundesparteitags:<\/p>\n<p>1. Wir bewerten die Beschl&#252;sse des Bundesparteitags als einen gef&#228;hrlichen Schritt weg von den Gr&#252;ndungsprinzipien der WASG.<\/p>\n<p>2. Unabh&#228;ngig davon, wie man politisch zum eigenst&#228;ndigen Wahlantritt der WASG Berlin steht, ist die Erm&#228;chtigung des Bundesvorstands zu administrativen Zwangsma&#223;nahmen nicht zu rechtfertigen. Politische Konflikte m&#252;ssen politisch gel&#246;st werden. Landesverb&#228;nde m&#252;ssen das Recht haben, Landespolitik selber zu entscheiden, solange sie nicht gegen die zentralen politischen Grunds&#228;tze der Partei versto&#223;en. Wir fordern den Bundesvorstand auf, von administrativen Ma&#223;nahmen abzusehen und dadurch den beim Bundesparteitag entstandenen Schaden f&#252;r die WASG zumindest zu begrenzen.<\/p>\n<p>3. Das erpresserische und r&#252;cksichtslose Vorgehen der Bundesvorstands-Mehrheit und der Fraktionsspitze um Oskar Lafontaine und Ulrich Maurer widerspricht unseren Vorstellungen von demokratischen Entscheidungsprozessen in einer pluralistischen Partei. Gegen den Willen von mehr als 40 Prozent der Delegierten wurde ein harter Kurs gegen den Berliner Landesverband durchgesetzt. Dies hat die Partei an den Rand einer Spaltung gebracht. Die Verantwortung daf&#252;r tragen die acht Bundesvorstandsmitglieder, die den entsprechenden Initiativantrag gegen den Landesverband Berlin eingebracht haben.<\/p>\n<p>4. Der Beschluss zur faktischen Unterst&#252;tzung der L.PDS Berlin im anstehenden Berliner Wahlkampf widerspricht den Grunds&#228;tzen unserer Partei. Die Berliner L.PDS hat im Senat massiv Sozialk&#252;rzungen (z.B. Streichung der Lehrmittel-freiheit), Privatisierungen (z.B. 100.000 &#246;ffentliche Wohnungen), Stellenstreichungen (15.000 seit 2002) und Lohn-k&#252;rzungen ( 8 bis 12 Prozent im &#246;ffentlichen Dienst) zu verantworten. Sie hat erkl&#228;rt, dass sie an dieser Politik festhalten will. Eine politische Basis f&#252;r eine gemeinsame Kandidatur gibt es nicht. Dieser Beschluss bedeutet eine bewusste Herbeif&#252;hrung einer Spaltung des Berliner Landesverbandes.<\/p>\n<p>5. Wir wollen eine neue vereinigte Linke, die linke Politik betreibt. Eine Vereinigung auf Basis der politischen Praxis der L.PDS in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern w&#252;rde bedeuten, dass die neue Partei keine Ausstrahlungskraft entwickeln kann und die in sie gesetzten Hoffnungen entt&#228;uschen w&#252;rde. Wir fordern statt einer Beschleunigung der Fusion eine Politisierung des Parteibildungsprozesses unter st&#228;rkerer Einbeziehung von AktivistInnen aus den Gewerkschaften und sozialen Bewegungen.<\/p>\n<p>6. Wir verstehen deshalb, wenn die Berliner WASG unter diesen Umst&#228;nden an ihrer Beschlusslage einer eigenst&#228;ndigen Kandidatur gegen Sozialabbau, Privatisierungen und Stellenstreichungen festh&#228;lt.<\/p>\n<p>7. Wir rufen alle Mitglieder auf, in der Partei zu bleiben und sich f&#252;r einen Kurswechsel einzusetzen. Wir bitten eindringlich, auch unter den jetzt eingetretenen Umst&#228;nden nicht &#252;ber den R&#252;ckzug aus &#196;mtern und der WASG oder der Aufgabe der politischen Arbeit nachzudenken, sondern statt dessen mit uns in der WASG zu bleiben und gemeinsam nach L&#246;sungen und Perspektiven zu suchen.<\/p>\n<p>8. Wir unterst&#252;tzen alle Bestrebungen eine linke Opposition gegen diesen Kurs der Bundesvorstands-Mehrheit und der Fraktionsf&#252;hrung aufzubauen und zu vernetzen.  <i>einstimmig, ohne Enthaltungen, beschlossen.<\/i> <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Resolution zu den Beschl&#252;ssen des Bundesparteitages in Ludwigshafen vom<br \/>\n    28.\/30.04.2006 der Mitgliederversammlung des KV Minden-L&#252;bbecke am 4. 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