{"id":11600,"date":"2006-04-27T17:08:23","date_gmt":"2006-04-27T17:08:23","guid":{"rendered":".\/?p=11600"},"modified":"2006-04-27T17:08:23","modified_gmt":"2006-04-27T17:08:23","slug":"11600","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2006\/04\/11600\/","title":{"rendered":"Erkl&#228;rung zum WASG-Bundesparteitag"},"content":{"rendered":"<p>Der von Thies Gleiss, Rainer Spilker und anderen ver&#246;ffentlichte Aufruf &#8222;F&#252;r eine starke, geeinte Partei der demokratischen LINKEN&#8220; ist ein konstruktiver Versuch, einen Ausweg aus der Krise der WASG zu weisen und die Einheit der Partei unter Beibehaltung ihres Charakters als Sammlungsbewegung zu verteidigen. Wir unterst&#252;tzen den in diesem Text enthaltenen Aufruf zur Beschlussfassung an dem Bundesparteitag.<!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\">  Wir tun dies, obwohl wir mit einigen Aussagen des Einleitungstextes (der   nicht zur Abstimmung gestellt werden sollte) nicht &#252;bereinstimmen und   uns einiges in dem Antragstext fehlt.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\">  Wir sind der Ansicht, dass klar und deutlich gesagt werden muss, dass   die Krise der Partei eine politische Grundlage in der Regierungspolitik   der L.PDS in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern hat. Der Versuch eine   gemeinsame Partei zu schaffen, ohne diese fundamentale Differenz   intensiv zu debattieren und zu kl&#228;ren, f&#252;hrte zwangsl&#228;ufig zu   erheblichen Konflikten. Der Umgang mit diesen Konflikten durch den   Bundesvorstand war in den letzten Monaten von B&#252;rokratismus und   Transparenzmangel, von Drohungen und Arroganz gepr&#228;gt. Die Mehrheit des   Bundesvorstands hat nicht nur die Krise der Partei in erster Linie zu   verantworten, sondern auch das Spaltungsszenario herauf beschworen.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\">  Wir sind f&#252;r eine neue, vereinigte Linke. Sie muss aber auf der Basis   linker Politik und demokratischer Strukturen entstehen. Eine Fusion, die   in der &#220;bernahme der politischen Praxis und Methodik der L.PDS enden   w&#252;rde, lehnen wir ab. Diese w&#252;rde die &#8222;Neue Linke&#8220; zu einer Orientierung   auf eine baldm&#246;glichste Regierungskoalition mit der SPD in m&#246;glichst   vielen L&#228;ndern und im Bund verdammen. Glaubw&#252;rdigkeitsverlust der   Linken, Entt&#228;uschung bei den W&#228;hlerInnen und Passivit&#228;t bei unseren   eigenen Mitgliedern w&#228;ren die Folge.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\">  Vor allem sind wir der Meinung, dass einige Kernpositionen der WASG   selbstbewusst in den Diskussionsprozess eingebracht werden sollten und   dieser nicht beschleunigt werden darf. Dazu geh&#246;rt f&#252;r uns vor allem   unser Grundsatz, sich nur an einer Regierung im Bund und in den L&#228;ndern   zu beteiligen, wenn dies zu einem Politikwechsel in Richtung unserer   Grunds&#228;tze f&#252;hrt. Dies schlie&#223;t eine Beteiligung an Sozialabbau,   Privatisierungen und Stellenabbau aus.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\">  Wir h&#228;tten uns gefreut, wenn inhaltliche Kernpositionen in dem Antrag   formuliert worden w&#228;ren und behalten uns vor, auf dem Bundesparteitag   noch &#196;nderungsantr&#228;ge zu formulieren.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\">  Wir sind aber der Meinung, dass dieser Antrag keine Str&#246;mung und keinen   Landesverband ausgrenzt und deshalb dazu geeignet ist, die Einheit der   Partei zu wahren. Das bedeutet gleichzeitig, dass wir die offenen Fragen   bei diesem Parteitag nicht werden l&#246;sen k&#246;nnen. Wir k&#246;nnen uns nur   darauf verst&#228;ndigen, dass wir die politischen Grunds&#228;tze der WASG   best&#228;tigen und die offenen Fragen gemeinsam und solidarisch debattieren   wollen und auf dieser Basis den Neuformierungsprozess fortsetzen wollen.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\">  Das muss das Recht von Landesverb&#228;nden beinhalten, eigenst&#228;ndig zu   kandidieren, wenn eine gemeinsame Kandidatur mit der L.PDS gegen   Sozialabbau, Privatisierungen etc. und auf demokratischer Grundlage   nicht m&#246;glich ist.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\">  Die Einheit der Partei kann nur gewahrt werden, wenn ein neuer   Bundesvorstand gew&#228;hlt wird, der das Vertrauen der Delegierten genie&#223;t.   Wir sprechen uns daf&#252;r aus, dass alle Str&#246;mungen unserer   Sammlungsbewegung in diesem Vorstand vertreten sind. Vorhaben, ganze   &#8222;oppositionelle Listen&#8220; aufzustellen und durchzustimmen lehnen wir ab   und werden uns nicht daran beteiligen. Gleichzeitig setzen wir uns f&#252;r   eine Ver&#228;nderung der Mehrheitsverh&#228;ltnisse im Bundesvorstand hin zu   einer kritischeren und linkeren Position ein, die   Regierungsbeteiligungen in Sozialabbau betreibenden Koalitionen   grunds&#228;tzlich ablehnt.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\">  UnterzeichnerInnen:<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\">  1. Lucy Redler, LaVo Berlin<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\">  2. Sascha Stanicic, BPT-Ersatzdelegierter Berlin, Kandidat zum   Bundesvorstand<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\">  3. Heino Berg, L&#228;nderratsmitglied f&#252;r Bremen<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\">  4. Egbert Scheunemann, Hamburg, Mitglied der Bundesprogrammkommission,   Kandidat zum Bundesvorstand<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\">  5. J&#246;rg Wagner, Hessen<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\">  6. Angela Bankert, L&#228;nderratsmitglied f&#252;r NRW<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\">  7. Marc Treude, WASG-Stadtrat in Aachen, BPT-Delegierter<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\">  8. Max Brym, BPT-Ersatzdelegierter M&#252;nchen<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\">  9. Claus Ludwig, BPT-Delegierter K&#246;ln, stellv. Fraktionsvorsitzender Die   Linke.K&#246;ln im Rat der Stadt K&#246;ln<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\">  10. Vivien Mast, BPT-Delegierte Bremen<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\">  11. Ingmar Meinecke, BPT-Delegierter Leipzig<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\">  12. Peter Weinfurth, NRW<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\">  13. Tinette Schnatterer, BPT-Delegierte Stuttgart<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\">  14. Jennifer W&#246;rl, BPT-Delegierte Aachen<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\">  15. Choni Fl&#246;ther, BPT-Delegierte Kassel<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\">  16. Lorenz Blume, BPT-Delegierter Kassel<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\">  17. Anja Balssat, BPT-Delegierte Aachen<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\">  18. Andreas Hauptmeyer, Landesvorstand Niedersachsen<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\">  19. Wolfgang Marschall, L&#228;nderratsmitglied f&#252;r Schleswig-Holstein<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der von Thies Gleiss, Rainer Spilker und anderen ver&#246;ffentlichte Aufruf<br \/>\n    &#8222;F&#252;r eine starke, geeinte Partei der demokratischen LINKEN&#8220; ist ein<br \/>\n    konstruktiver Versuch, einen Ausweg aus der Krise der WASG zu weisen und<br \/>\n    die Einheit der Partei unter Beibehaltung ihres Charakters als<br \/>\n    Sammlungsbewegung zu verteidigen. 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