{"id":11580,"date":"2006-04-01T10:58:49","date_gmt":"2006-04-01T10:58:49","guid":{"rendered":".\/?p=11580"},"modified":"2006-04-01T10:58:49","modified_gmt":"2006-04-01T10:58:49","slug":"11580","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2006\/04\/11580\/","title":{"rendered":"Perspektiven f&#252;r die WASG und die Neuformierung der Linken"},"content":{"rendered":"<p>Die WASG vor dem Bundesparteitag am 29. und 30. April <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  Als sich die WASG im Sommer letzten Jahres entschieden hatte,   KandidatInnen auf die Listen der Linkspartei.PDS zur Bundestagswahl zu   entsenden, sprachen wir eine Warnung aus. Wir haben darauf hingewiesen,   dass ein Zusammengehen mit einer Partei, die in zwei Landesregierungen   und in vielen Kommunalparlamenten an Sozialk&#252;rzungen beteiligt ist, die   Grunds&#228;tze der WASG in Frage stellen wird. Genau dies geschieht gerade   und bildet den Kern der Krise der Neuformierung der Linken.<\/p>\n<p>  von Sascha Stanicic, SAV-Bundessprecher, Berlin<\/p>\n<p>  Dieser Kern wird durch die Propagandamaschine der Bundesvorst&#228;nde von   Linkspartei.PDS und WASG, Oskar Lafontaine und der Bundestagsfraktion   und den in der Initiative Rixdorf zusammengeschlossenen   bundesvorstandstreuen Berliner WASG-Mitgliedern verdeckt. Sie   argumentieren, dass Kritik an der von der Linkspartei.PDS mitgetragenen   Politik des Berliner Senats ja berechtigt sei, dies aber nicht die Neue   Linke gef&#228;hrden d&#252;rfe. Schon in dieser Argumentation werden die Dinge   auf den Kopf gestellt. Denn nicht die Kritik am Senat von SPD und   Linkspartei. PDS gef&#228;hrdet die Neue Linke, sondern die   Linkspartei.PDS-Politik in Berlin steht im Widerspruch zu linker Politik.<\/p>\n<p>  Lafontaines Linie<\/p>\n<p>  Oskar Lafontaines offensives Auftreten gegen Privatisierungen,   Sozialabbau und gegen Stellenstreichungen im &#246;ffentlichen Dienst ist zu   begr&#252;&#223;en. Diese Eckpunkte entsprechen dem Konsens in der WASG, sich nur   an einer Regierung im Bund und im Land zu beteiligen, wenn diese zu   einem Politikwechsel in Richtung der Grunds&#228;tze der Partei f&#252;hrt. Die   Linkspartei.PDS macht in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern das genaue   Gegenteil. Lafontaine stellt das gern als Fehler der Vergangenheit dar.   Gleichzeitig rechtfertigt er aber die Senatspolitik, weil eine andere   Regierungskoalition mehr privatisiert und mehr soziale Leistungen   gek&#252;rzt h&#228;tte.<\/p>\n<p>  Die WASG Berlin h&#228;lt dem entgegen: Das kleinere &#220;bel ist vor allem ein   &#220;bel!<\/p>\n<p>  Es ist leider auch nicht wahr, dass es in der Linkspartei.PDS eine   Positionsver&#228;nderung gegeben h&#228;tte. Tatsache ist, dass die Spitzen der   Ostverb&#228;nde der Linkspartei.PDS &#8211; ohne eine kritische Bilanz der   Regierungsbeteiligungen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern zu ziehen &#8211;   erkl&#228;rt haben, in m&#246;glichst viele Landesregierungen eintreten zu wollen.   Tatsache ist auch, dass die Berliner Linkspartei.PDS-F&#252;hrung ihre   Senatspolitik fortsetzen will.<\/p>\n<p>  Lafontaine begibt sich in einen unl&#246;sbaren Widerspruch, wenn er   einerseits gegen Sozialk&#252;rzungen spricht und gleichzeitig erkl&#228;rt, er   werde Wahlkampf f&#252;r die Links-partei.PDS in Berlin machen. In einem   offenen Brief hatte ich Oskar Lafontaine unter anderem folgende Frage   gestellt: &#8222;Zu wieviel Sozialabbau und Privatisierungen bist du bereit,   wenn andere Parteien erkl&#228;ren, sie w&#252;rden es noch schlimmer machen,   k&#246;nnten sie die Regierung bilden?&#8220; Eine Antwort habe ich nicht erhalten.<\/p>\n<p>  Konflikt n&#246;tig<\/p>\n<p>  Die Kandidatur der Berliner WASG ist Teil einer notwendigen   Auseinandersetzung im Neuformierungsprozess der Linken. Die   Linkspartei.PDS war auf Grund ihrer Politik eine Partei auf dem   absteigenden Ast, bevor Lafontaine zur Vereinigung von WASG und   Linkspartei.PDS aufrief. Neben dem Stallgeruch des Stalinismus, den sie   nicht los wird, weil sie keinen ausreichenden Bruch mit der DDR   vollzogen hat, war ihre Anpassung an die Politik der SPD daf&#252;r der   Grund. Gerade in den Bundesl&#228;ndern, in denen sie in Landesregierungen   eingetreten ist, verlor sie die meiste Unterst&#252;tzung.<\/p>\n<p>  Eine neue linke Partei kann nur erfolgreich sein, wenn sie mit dieser   Politik bricht. Folgt sie dem von der Linkspartei.PDS eingeschlagenen   Weg, wird sie die in sie gesetzten Hoffnungen von Millionen Menschen   schnell entt&#228;uschen und nicht zur Ver&#228;nderung der gesellschaftlichen   Verh&#228;ltnisse beitragen.<\/p>\n<p>  Der Kampf um die politische Ausrichtung der Linken muss deshalb jetzt   gef&#252;hrt werden und darf nicht durch eine &#252;berhastete Fusion faktisch   beendet werden.<\/p>\n<p>  Anstatt die Berliner WASG zu verteufeln und ihr den unberechtigten   Vorwurf des &#8222;Sektierertums&#8220; zu machen, h&#228;tte die WASG-F&#252;hrung sachlich   darauf hinweisen k&#246;nnen, dass die Berliner Situation leider Ausdruck   ungekl&#228;rter Fragen im Parteibildungsprozess ist. Sie h&#228;tte die Berliner   Linkspartei.PDS offensiv zum politischen Kurswechsel auffordern sollen   und von der Bundesf&#252;hrung der Linkspartei. PDS ebenso eine klare   Stellungnahme zur Berlin-Politik einfordern sollen. Dann h&#228;tte sie   darauf hinweisen sollen, dass trotz konkurrierender Kandidaturen die   Neuformierung der Linken weiter geht, diese aber feste politische   Grunds&#228;tze braucht. So h&#228;tte sie in der inhaltlichen Auseinandersetzung   in die Offensive kommen k&#246;nnen.<\/p>\n<p>  Spaltung?<\/p>\n<p>  Statt dessen drohen WASG-Spitzenfunktion&#228;re unverhohlen mit   Ordnungsma&#223;nahmen gegen den Berliner Landesverband. Und einige finden   pl&#246;tzlich inhaltliche N&#228;he zur Berliner Linkspartei.PDS-Politik. Axel   Troost bekundete Unterst&#252;tzung f&#252;r den Austritt des Landes Berlin aus   dem kommunalen Arbeitgeberverband, der zu Tarifflucht und massiven   Lohnsenkungen f&#252;hrte.<\/p>\n<p>  Es ist zu bef&#252;rchten, dass die Spitzen von Linkspartei.PDS,   Bundestagsfraktion und zumindest ein Teil der WASG-F&#252;hrung bereit sind,   demokratische Prinzipien und einen Gro&#223;teil der WASG-Mitglieder zu   opfern, um einen schnellen Zusammenschluss beider Parteien ohne   Infragestellung der Linkspartei. PDS-Praxis zu erreichen.<\/p>\n<p>  Die Art und Weise, wie die bundesweite Urabstimmung gegen den Widerstand   von acht Landesverb&#228;nden durchgesetzt wurde, deutet darauf genauso hin,   wie das Ultimatum an den Landesvorstand Berlin, den Beschluss des   Landesparteitags zu brechen und die Wahlbeteiligungsanzeige wieder   zur&#252;ck zu nehmen. Die einseitige Informationspolitik durch den   bundesweiten Newsletter und die Mitgliederzeitung steht auch im   Widerspruch zu tats&#228;chlich demokratischen und pluralistischen Prinzipien.<\/p>\n<p>  Bundesparteitag<\/p>\n<p>  Diesem b&#252;rokratischen Vorgehen muss Einhalt geboten werden. Dazu hat der   Bundesparteitag der WASG am 29. und 30. April die Gelegenheit. Welche   Aufgaben stellen sich den Delegierten?<\/p>\n<p>  1. Der Parteitag sollte das demokratische Votum der Berliner WASG   akzeptieren und zur Unterst&#252;tzung des Wahlkampfes in Berlin aufrufen.   Gleichzeitig sollte er den Bundesvorstand anweisen, auf jegliche   Ordnungsma&#223;nahmen zu verzichten, beziehungsweise bereits get&#228;tigte   Ordnungsma&#223;nahmen wieder aufheben.<\/p>\n<p>  2. Der Parteitag sollte Beschl&#252;sse fassen, die eine Demokratisierung des   Neuformierungsprozesses zum Ziel haben. Die entsprechenden Kommissionen   m&#252;ssen ausgeweitet und durch die Landesverb&#228;nde zusammengesetzt werden.   Ebenso sollte ein Weg vorgeschlagen werden, Akteure aus den sozialen   Bewegungen und Gewerkschaften in den Neuformierungsprozess   einzubeziehen. Einer reinen Fusion zwischen WASG und Linkspartei. PDS   oder gar einem Anschluss der WASG an die Linkspartei.PDS muss eine   Absage erteilt werden! Das muss auch bedeuten, dass das   Kooperationsabkommen III nicht nachtr&#228;glich legitimiert wird.<\/p>\n<p>  3. Der Grundsatz der WASG, sich an keiner Regierung zu beteiligen, die   Sozialabbau, Privatisierungen und Arbeitsplatzvernichtung betreibt, muss   bekr&#228;ftigt werden und als eine wichtige Voraussetzung f&#252;r die Bildung   einer neuen Partei in den Neuformierungsprozess eingebracht werden.<\/p>\n<p>  4. Es muss sicher gestellt werden, dass schnellstm&#246;glich ein Parteitag   zur Neuwahl des Bundesvorstands durchgef&#252;hrt wird.<\/p>\n<p>  5. Es m&#252;ssen Vorschl&#228;ge f&#252;r Kampagnen der WASG und der   Bundestagsfraktion erarbeitet werden, damit die Partei mit ihren   Inhalten nach au&#223;en tritt. Eine M&#246;glichkeit ist eine Kampagne zur   Unterst&#252;tzung der bundesweiten Demonstration gegen Sozialabbau am 3.   Juni in Berlin.<\/p>\n<p>  Wie weiter?<\/p>\n<p>  Die Linke befindet sich in einer h&#246;chst widerspr&#252;chlichen Situation. Die   Gr&#252;ndung der WASG, Lafontaines Austritt aus der SPD und der Wahlerfolg   bei den Bundestagswahlen haben die Idee einer neuen Partei f&#252;r   Besch&#228;ftigte und Erwerbslose in den K&#246;pfen von Millionen verankert.   Lafontaines radikale Kritik an den real existierenden kapitalistischen   Verh&#228;ltnissen treibt diesen Prozess in der Masse der Bev&#246;lkerung weiter   voran. Die schwierigen Auseinandersetzungen innerhalb der Linken und die   &#8222;Berlin-Frage&#8220; wird bundesweit nur von einer Minderheit der sich   politisierenden Massen wahrgenommen.<\/p>\n<p>  Bei aller berechtigten Emp&#246;rung &#252;ber die Vorgehensweise der   verschiedenen Spitzenkr&#228;fte in WASG und Linkspartei.PDS &#8211; die linken   KritikerInnen d&#252;rfen sich aus diesem wichtigen Prozess des Wiederaufbaus   der Arbeiterbewegung nicht zur&#252;ckziehen. Sie sollten stattdessen   versuchen, sich st&#228;rker in die Debatten um die politische Ausrichtung   der Linken einzubringen.<\/p>\n<p>  Ein Wahlerfolg der Berliner WASG im Herbst kann dazu einen gro&#223;en   Beitrag leisten. Denn er w&#252;rde beweisen, dass es eine Alternative zur   politischen Anpassung &#224; la Linkspartei.PDS gibt. Die Linke innerhalb der   Neuen Linken w&#252;rde gest&#228;rkt, die Karten beim Parteibildungsprozess neu   gemischt.<\/p>\n<p>  <big><span><b>Erkl&#228;rung des Landesvorstands der WASG Berlin zum Ergebnis   der Urabstimmung und des Landesparteitages<\/b><\/span><\/big><\/p>\n<p>  &#8222;Nach monatelanger intensiver Debatte hat die Berliner WASG in zwei   demokratischen Abstimmungen entschieden, bei den Abgeordnetenhauswahlen   am 17. September eigenst&#228;ndig anzutreten.<\/p>\n<p>  Bei unserem Landesparteitag votierten 91 Delegierte f&#252;r den   eigenst&#228;ndigen Antritt und 39 dagegen. Diese Delegierten wurden im   Herbst 2005 gew&#228;hlt, als der Mitgliederstand bei circa 700 lag (im   Vergleich zu 860 heute). An den Delegiertenwahlen nahmen &#252;ber 50 Prozent   der Mitglieder teil. Entgegen anderslautender Behauptungen   repr&#228;sentieren die Delegierten die gro&#223;e Mehrheit auch der heutigen   Mitgliedschaft.<\/p>\n<p>  In einer Urabstimmung unter den Mitgliedern votierten 272 f&#252;r und 245   gegen einen eigenst&#228;ndigen Antritt, zehn enthielten sich.<\/p>\n<p>  Es gab mit 64 Stimmzetteln eine relativ hohe Zahl ung&#252;ltiger Stimmen.   Nach den Ausf&#252;hrungsbestimmungen zur Urabstimmung werden ung&#252;ltige   Stimmen nicht gez&#228;hlt. Diese wurden in ihrer gro&#223;en Mehrheit als   ung&#252;ltig gewertet, weil Stimmzettel und eidesstattliche Erkl&#228;rung nicht   in getrennten Umschl&#228;gen abgegeben worden waren. Es handelt sich also   nicht um bewusst ung&#252;ltig gekennzeichnete Stimmzettel, die man als   politische Willensbekundung interpretieren k&#246;nnte. Die Interpretation   von Klaus Ernst und Bodo Ramelow, es gebe keine Mehrheit f&#252;r einen   eigenst&#228;ndigen Antritt ist daher falsch.<\/p>\n<p>  Diese Mehrheit wurde trotz einer massiven Kampagne von Oskar Lafontaine,   Bodo Ramelow und anderen F&#252;hrungsfiguren aus WASG und Linkspartei.PDS   erreicht. Diese Kampagne arbeitete vor allem mit der nicht zutreffenden   Unterstellung, die Berliner WASG wolle keine neue Linke in der   Bundesrepublik. Dies hat zweifellos Mitglieder der Berliner WASG   verunsichert. Hinzu kommt, dass rund vierzig Mitglieder der WASG   Doppelmitglieder sind. (&#8230;)<\/p>\n<p>  Wir haben in verschiedenen Verhandlungen und &#246;ffentlichen Foren die   Debatte mit der Linkspartei.PDS gesucht, obwohl die Bereitschaft auf   ihrer Seite dazu nicht sehr ausgepr&#228;gt war. Wir mussten feststellen,   dass die Linkspar-tei.PDS von ihrer politischen Linie nicht abweicht.   (&#8230;)<\/p>\n<p>  Wir fordern den Bundesvorstand der WASG auf, unsere demokratisch   gefasste Entscheidung zu akzeptieren und uns im Wahlkampf zu   unterst&#252;tzen. Wir setzen darauf, in dieser Auseinandersetzung f&#252;r die   ureigensten Ziele der WASG auch in unserem Landesverband die Reihen zu   schlie&#223;en und in solidarischem Streit neue Mitk&#228;mpferInnen gewinnen zu   k&#246;nnen. Wir werden einen Beitrag dazu leisten, mit einer gest&#228;rkten WASG   eine starke neue Linke auf antineoliberaler Grundlage zu bilden.&#8220;<\/p>\n<p>  Berlin, 9. M&#228;rz<\/p>\n<p>  <big><span><b>Warum ein Nicht-Antritt der WASG Berlin keine Alternative   ist<\/b><\/span><\/big><\/p>\n<p>  Thies Gleiss vom WASG-Bundesvorstand und andere innerhalb der WASG   teilen die Kritik der Berliner WASG an der Politik der Linkspartei.PDS   im &#8222;rot-roten&#8220; Senat. Ihrer Meinung nach kann die WASG in Berlin keine   KandidatInnen f&#252;r die Liste der Linkspartei.PDS aufstellen und genauso   wenig den Wahlkampf der Liebich-PDS unterst&#252;tzen. Dennoch raten sie   davon ab, eigenst&#228;ndig anzutreten.<\/p>\n<p>  Begr&#252;ndet wird das damit, dass kein respektables Ergebnis zu erwarten   w&#228;re und der Neuformierungsprozess dadurch nicht gest&#228;rkt w&#252;rde. Zudem   w&#252;rde das knappe Urabstimmungsergebnis der WASG Berlin zeigen, wie knapp   die Mehrheiten im Landesverband w&#228;ren. Die Folge w&#228;re angeblich die   Spaltung der Berliner WASG.<\/p>\n<p>  Seit Jahren sind Besch&#228;ftigte, Erwerbslose und Jugendliche Opfer der   Berliner Senatspolitik &#8211; ganz gleich welcher Couleur. Seit Jahren wird   dagegen protestiert. Vor diesem Hintergrund w&#228;re es fatal, auf der   Wahlebene kein Angebot zu machen. Erst recht, wenn man gerade dabei ist,   eine neue politische Interessenvertretung gegen den Einheitsbrei der   Sozialabbau-Parteien aufzubauen und bekannt zu machen.<\/p>\n<p>  Was w&#228;re die Konsequenz des Vorschlags des Nicht-Antritts?<\/p>\n<p>  Es ist davon auszugehen, dass ein Teil der Berliner WASGler sich nicht   daran halten, sondern auf der Liste der Linkspartei.PDS antreten w&#252;rde.   Lafontaine hat bereits erkl&#228;rt, dass er Wahlkampf f&#252;r die   Linkspartei.PDS machen will. Eine Spaltung w&#228;re vorgezeichnet, denn   viele WASGler w&#252;rden darauf mit Austritt reagieren.<\/p>\n<p>  Im Falle eines Nicht-Antritts m&#252;sste die (Rest-)WASG in Berlin   monatelang auf Tauchstation gehen oder w&#252;rde zumindest an den   Diskussionen in der Stadt &#252;ber Programme und Politik im Wahlkampf au&#223;en   vor bleiben.<\/p>\n<p>  Wenn darauf verwiesen wird, dass es in der Berliner WASG knappe   Mehrheiten gibt, muss daran erinnert werden, dass in der aktiven   Mitgliedschaft eine zwei Drittel Mehrheit f&#252;r einen eigenst&#228;ndigen   Antritt einsteht &#8211; und viel Bereitschaft f&#252;r einen engagierten Wahlkampf   mitbringt.<\/p>\n<p>  In Umfragen von Emnid lag die Berliner WASG bei drei bis vier Prozent &#8211;   noch bevor sie ihre Kandidatur erkl&#228;rt hat. Das zeigt das Potenzial und   die Chance, ins Abgeordnetenhaus einzuziehen.<\/p>\n<p>  Ein k&#228;mpferischer Wahlkampf und ein m&#246;glicher Wahlerfolg h&#228;tte positive   Auswirkungen auf die inhaltliche Ausrichtung einer Neuen Linken.   Verbunden mit einem Ende des SPD-PDS-Senats w&#252;rden die Aussichten   steigen, dass in der Berliner Linkspartei.PDS nicht nur in Worten etwas   passiert. Die Berliner WASG ist derzeit zu Recht darum bem&#252;ht, Akteure   der sozialen Bewegung und der Gewerkschaften zu gewinnen &#8211; um die   Voraussetzungen f&#252;r eine k&#228;mpferische Kandidatur gegen Sozialraub und   Privatisierungen zu verbessern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die WASG vor dem Bundesparteitag am 29. und 30. 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