{"id":11566,"date":"2006-03-20T10:47:10","date_gmt":"2006-03-20T10:47:10","guid":{"rendered":".\/?p=11566"},"modified":"2006-03-20T10:47:10","modified_gmt":"2006-03-20T10:47:10","slug":"11566","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2006\/03\/11566\/","title":{"rendered":"Schlichtung in Baden-W&#252;rttemberg"},"content":{"rendered":"<p>Ver.di Stuttgart erh&#246;ht Streik-Druck <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  Am Dienstag haben sich ver.di und kommunale Arbeitgeber in   Baden-W&#252;rttemberg gegen den erkl&#228;rten Wunsch von ver.di Stuttgart auf   ein Schlichtungsverfahren geeinigt. Um der Kritik in den eigenen Reihen   entgegen zu kommen, betonte ver.di aber, dass erstens w&#228;hrend der   Schlichtung die Streiks nicht ausgesetzt werden und zweitens ein   m&#246;gliches Ergebnis nicht verpflichtend ist, sondern &#252;ber seine Annahme   demokratisch entschieden wird. Die Schlichter sollen bis sp&#228;testens   Sonntag Nachmittag ein Ergebnis vorlegen.<\/p>\n<p>  In Stuttgart wurde am Mittwoch in aufeinander folgenden   Streikversammlungen (einmal Abfallwirtschaft und Garten- und   Friedhofsamt, dann die &#252;brigen &#196;mter, vor allem die ErzieherInnen, die   diese Woche durchstreiken) &#252;ber die neue Situation diskutiert.<br \/>Die   ver.di-Hauptamtlichen machten deutlich, dass sie weiterhin &#252;ber die   Schlichtung nicht gl&#252;cklich sind, dass es aber jetzt darauf ankommt,   w&#228;hrend der Schlichtung den Druck auf die Arbeitgeber hoch zu halten.   Beim Garten- und Friedhofsamt war geplant gewesen, in der   Streikversammlung &#252;ber das weitere Vorgehen zu diskutieren, weil in   diesem Bereich bisher nur bis Mittwoch der Streik beschlossen war. Jetzt   betonte die ver.di-F&#252;hrung zu Recht, dass es das v&#246;llig falsche Signal   w&#228;re, w&#228;hrend der Schlichtung diesen Bereich aus der Streikfront heraus   zu nehmen und dr&#228;ngte die KollegInnen, den Streik bis zum Montag   fortzusetzen. Der Montag m&#252;ssen noch Streiktag sein, um gemeinsam in   Streikversammlungen ein m&#246;gliches Schlichtungsergebnis zu diskutieren   und bei einem nicht annehmbaren Ergebnis die weitere Streiktaktik   demokratisch festzulegen.<\/p>\n<p>  Einige Kollegen f&#252;hlten sich durch dieses Verfahren in ihren   demokratischen Rechten beschnitten und nachdem die Planung der folgenden   Streiktage begonnen wurde, ohne dass formell &#252;ber das Streiken an den   folgenden Tagen beschlossen worden war, ging ein Kollege ans Mikrofon   und kritisierte diesen Ablauf. Daraufhin wurde eine Abstimmung   vorgenommen, bei der die &#252;berw&#228;ltigende Mehrheit der Anwesenden f&#252;r   Weiterstreiken bis Montag stimmte, um dann &#252;ber die weitere Taktik zu   beraten.<\/p>\n<p>  In der folgenden Streikversammlung der &#252;brigen Bereiche ging es neben   der erneuten Schilderung der Lage vor allem um die Frage, den Streik in   den Kindertagesst&#228;tten bis Montag zu verl&#228;ngern &#8211; aus den gleichen   Gr&#252;nden, um am Montag im Streik gemeinsam &#252;ber ein Schlichtungsergebnis   beraten zu k&#246;nnen. Es schloss sich eine ernsthafte und solidarische   Diskussion an. Eine Kollegin schilderte ihre Probleme mit dem Druck,   unter dem die Streikenden ErzieherInnen stehen. Andere erkl&#228;rten, wie   wichtig es ist, diesem Druck standzuhalten. Nach einer Reihe von   Redebeitr&#228;gen wurde abgestimmt und nahezu einstimmig die Fortsetzung des   Streiks am Montag beschlossen. Es wurde aber auch gesagt, dass dieser   Montag auf jeden Fall der einzige Streiktag in der 7. Streikwoche in den   Kitas sein werde.<br \/>Danach gab es noch einen besonderen   Tagesordnungspunkt. Eine Delegation des Gesamtelternbeirats hatte sich   zur Diskussion angemeldet. Dort konnten die KollegInnen die in der   vorigen Diskussion aufgefrischten Argumente &#252;ber die Notwendigkeit des   Streiks gleich anbringen.<\/p>\n<p>  <i>von Wolfram Klein, ver.di-Mitglied, Weil der Stadt<\/i><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ver.di Stuttgart erh&#246;ht Streik-Druck <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[17],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11566"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11566"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11566\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11566"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11566"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11566"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}