{"id":11561,"date":"2006-03-08T13:47:33","date_gmt":"2006-03-08T13:47:33","guid":{"rendered":".\/?p=11561"},"modified":"2006-03-08T13:47:33","modified_gmt":"2006-03-08T13:47:33","slug":"11561","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2006\/03\/11561\/","title":{"rendered":"Erkl&#228;rung antikapitalistischer Linker in der WASG"},"content":{"rendered":"<p>Eine starke linke Kraft aufbauen, verl&#228;sslich f&#252;r die Lohnabh&#228;ngigen und Erwerbslosen<!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  Die Basis der von uns erstrebten gesellschaftlichen Ver&#228;nderung ist   gesellschaftliche Bewegung. Hunderttausende, ja Millionen m&#252;ssen f&#252;r   eine neue Politik aufstehen. Eine linke Partei muss Mittel zur   Durchsetzung der politischen Interessen der von Lohnarbeit Abh&#228;ngigen,   der Erwerbslosen, der Auszubildenden und Studierenden, der Renterinnen   und Rentner sein. Dies gilt auch f&#252;r den Neugr&#252;ndungsprozess einer   vereinigten Linkspartei, den wir grunds&#228;tzlich begr&#252;&#223;en. Ma&#223;stab f&#252;r den   Erfolg dieses Prozesses ist aber immer, ob und in welchem Umfang diesen   Interessen gedient wird.<\/p>\n<p>  Der Reduzierung des Menschen auf eine Profitquelle setzen wir die   radikale Orientierung auf die Bed&#252;rfnisse von Mensch und Natur entgegen.   Dies ist der Anspruch von dem wir keine Abstriche machen. Wir k&#228;mpfen   hier und heute gegen die Angriffe von Regierungen und Konzernen auf die   sozialen und demokratischen Rechte der Bev&#246;lkerungsmehrheit und f&#252;r den   Ausbau derselben. Gleichzeitig gehen wir davon aus, dass erk&#228;mpfte   Verbesserungen im Rahmen der kapitalistischen Gesellschaft nicht   dauerhaft zu sichern sind. Deshalb verbinden wir unseren Einsatz f&#252;r   wirkliche Reformen mit einer &#252;ber die Grenzen des kapitalistischen   Systems weisenden Perspektive. Die Angriffe des global agierenden   Kapitals erfordern dabei mehr als je zuvor, globale Konzepte der   Gegenwehr. Deshalb m&#252;ssen wir mehr als bisher an Konzepten und Aktionen   arbeiten, die &#252;ber den nationalen Rahmen hinaus gehen.<\/p>\n<p>  Beteiligung an oder Tolerierung von Regierungen, die Sozial- und   Demokratieabbau, Privatisierungen oder den Abbau von gewerkschaftlichen   Rechten betreiben, kommt f&#252;r uns nicht in Frage. Alternativ setzen wir   darauf, durch den Aufbau einer starken linken politischen Kraft und der   Entwicklung starker au&#223;erparlamentarischer Bewegungen das   gesellschaftliche Kr&#228;fteverh&#228;ltnis zu verschieben. Eine solche Politik   bietet die Chance, Regierungen und Kapitalseite zu Zugest&#228;ndnissen zu   bewegen. Nur zusammen mit der Dynamik von Gewerkschaften und neuen   sozialen Bewegungen und bei wirksamem Zusammenspiel von linker   parlamentarischer und au&#223;erparlamentarischer Opposition lassen sich   bestehende Rechte verteidigen und konkrete Verbesserungen durchsetzen.   Eine solche Grundhaltung ist eine notwendige Voraussetzung, um ein neues   Linksb&#252;ndnis zu einem Erfolg zu machen.<\/p>\n<p>  Auf dieser Grundlage setzen wir uns ein f&#252;r:<\/p>\n<p>  <span><b>1.Politische Schwerpunkte: Partei beziehen und glaubw&#252;rdig   bleiben.<\/b><\/span><\/p>\n<p>  &#183;St&#228;rkung des au&#223;erparlamentarischen Widerstands durch eine Verbindung   der verschiedenen K&#228;mpfe und Auseinandersetzungen. Erste wichtige   Schritte k&#246;nnen die Tarifauseinandersetzungen im &#246;ffentlichen Dienst und   der Metallindustrie und die bundesweite Demonstration gegen Sozial- und   Arbeitsplatzabbau im Fr&#252;hjahr sein. Wir fordern die Bundesvorst&#228;nde von   Linkspartei.PDS und WASG, sowie die Bundestagsfraktion Die Linke zur   praktischen Unterst&#252;tzung der gewerkschaftlichen K&#228;mpfe und der   Demonstration im M&#228;rz auf.<\/p>\n<p>  &#183;Jeder weiteren Privatisierung &#246;ffentlicher G&#252;ter treten wir entschieden   entgegen und entwickeln stattdessen Konzepte zur Wiederaneignung bereits   privatisierter &#246;ffentlicher G&#252;ter. In diesem Sinn unterst&#252;tzen wir die   K&#228;mpfe um B&#252;rgerbeteiligung und Partizipation.<\/p>\n<p>  &#183;Unterst&#252;tzung der Landtagswahlk&#228;mpfe der WASG in Rheinland-Pfalz und   Baden-W&#252;rttemberg.<\/p>\n<p>  &#183;Im Falle des Festhaltens der Berliner Linkspartei.PDS an ihrer in den   letzten Jahren im Senat betriebenen Politik, unterst&#252;tzen wir eine   Kandidatur der WASG bei den Abgeordnetenhauswahlen, um dem berechtigten   Protest gegen die Senatspolitik eine Stimme zu geben. Eine solche   Kandidatur ist kein Schritt zur Spaltung, sondern Ausdruck der   erheblichen Differenzen, die zwischen WASG und Linkspartei.PDS noch   bestehen. Eine Unterordnung der WASG unter die LP.PDS in Berlin w&#252;rde   auch im bundesweiten Neuformierungsprozess die Bef&#252;rworter der   Koalitionspolitik mit der SPD st&#228;rken.<\/p>\n<p>  <span><b>2.Strategische Ausrichtung: Perspektiven WASG &#8211; Aufbau und   Linkspartei &#8211; Neubildung<\/b><\/span><\/p>\n<p>  &#183;Nein zum Kooperationsabkommen III, dass der Bundesvorstand der WASG   ohne breite demokratische Debatte und ohne Legitimation durch die   Gremien unterzeichnet hat.<\/p>\n<p>  &#183;Keine auf Linkspartei.PDS und WASG beschr&#228;nkte Fusion, sondern eine   wirkliche Neugr&#252;ndung einer linken Partei auf antineoliberaler   programmatischer Grundlage als eigenst&#228;ndige und pluralistische   politische Kraft unter Einbeziehung unterschiedlicher linker Akteure auf   jeder Ebene.<\/p>\n<p>  &#183;Demokratisierung und Dezentralisierung des Neuformierungsprozesses in   der WASG und in Kooperation mit den anderen Akteuren, zum Beispiel durch   die Bildung einer breiten und dezentral zusammengesetzten   Verhandlungskommission.<\/p>\n<p>  &#183;F&#246;rderung der Vernetzung der WASG und der zuk&#252;nftigen Linkspartei mit   den sozialen Bewegungen und den Gewerkschaften.<\/p>\n<p>  &#183;Offensive Auseinandersetzung mit der Politik der SPD mit dem Ziel   weitere SozialdemokratInnen f&#252;r die WASG zu gewinnen.Wir wollen Politik   in einer neuen Qualit&#228;t machen, f&#252;r und mit der Bev&#246;lkerungsmehrheit.   Deshalb wollen wir eine Partei, die von ihren Mitgliedern regiert wird   und eine zur Gesellschaft hin offene Parteistruktur.<\/p>\n<p>  Um diese Ziele entsprechend dem Gr&#252;ndungskonsens der WASG verteidigen   und in eine breite Linksformation von linken ChristInnen bis hin zu   demokratischen SozialistInnen und KommunistInnen einbringen zu k&#246;nnen,   wollen wir uns st&#228;rker vernetzen und koordinieren. Wir wollen unsere   Initiativen und Vorschl&#228;ge als AntikapitalistInnen und SozialistInnen in   der WASG gemeinsam beraten und abstimmen. Wir wollen unsere Kritik am   Kurs der Mehrheit des Bundesvorstands zur Geltung bringen, ohne   diejenigen KritikerInnen dabei zu unterst&#252;tzen, die jede Zusammenarbeit   mit der Linkspartei.PDS ablehnen, weil diese sich auf den Sozialismus   beruft. Wir werben f&#252;r diesen Kurs in der WASG ebenso wie in der PDS und   bem&#252;hen uns um eine Vernetzung der antikapitalistischen Kr&#228;fte in beiden   Parteien.<\/p>\n<p>  Wir wollen die WASG aufbauen und st&#228;rken und eine starke WASG in den   Neuformierungsprozess der Linken einbringen. Wir werden die Websiten   &#8222;Linke Zeitung&#8220; und &#8222;Linkspartei-Debatte&#8220; sowie das neue &#8222;Sozialistische   Diskussionsforum&#8220; und die Bildungsgemeinschaft SALZ unterst&#252;tzen, um den   Vorschl&#228;gen der Linken in unserer Partei Geh&#246;r zu verschaffen und das   Informationsmonopol des Bundesvorstands zu durchbrechen.<\/p>\n<p>  <span><b>Falls du diesen Appell unterzeichnen willst, wende dich an:<\/b><\/span><\/p>\n<p>  <span><i>Edith Bartelmus-Scholich, Mitglied im Landesvorstand WASG NRW, <\/i><\/span><i><a href=\"mailto:edith_b_s@yahoo.de\" class=\"moz-txt-link-abbreviated\">edith_b_s@yahoo.de<\/a><span>   <\/span><\/i><\/p>\n<p>  <span><i>Sascha Stanicic, Mitglied der WASG Berlin, <\/i><\/span><i><a href=\"mailto:sst@sav-online.de\" class=\"moz-txt-link-abbreviated\">sst@sav-online.de<\/a><span>   <\/span><\/i><\/p>\n<p>  <span><i>Heino Berg, L&#228;nderratsvertreter der WASG Bremen, <\/i><\/span><i><a href=\"mailto:heinoberg@yahoo.de\" class=\"moz-txt-link-abbreviated\">heinoberg@yahoo.de<\/a><\/i><\/p>\n<p>  <span><b>UnterzeichnerInnen:<\/b><\/span><\/p>\n<p>  Edith Bartelmus-Scholich, Mitglied im Landesvorstand WASG NRW<\/p>\n<p>  Heino Berg, L&#228;nderratsvertreter der WASG Bremen<\/p>\n<p>  Sascha Stanicic, Mitglied der WASG Berlin<\/p>\n<p>  J&#252;rgen Noffz -Gesch&#228;ftsf&#252;hrendes Landesvorstandsmitglied Niedersachsen<\/p>\n<p>  Peter Weinfurth, Mitglied im KV Enneppe-Ruhr<\/p>\n<p>  Wolfgang Behrens, Mitglied im Landesvorstand WASG Hamburg<\/p>\n<p>  Egbert Scheunemann, Hamburg, Mitglied der WASG-Bundesprogrammkommission<\/p>\n<p>  Max Brym, Kreisvorstand WASG M&#252;nchen<\/p>\n<p>  Sabine Tscharntke, Mitglied im Landesvorstand WASG Bremen<\/p>\n<p>  Thilo Sch&#246;nberg, Mitglied im Landesvorstand WASG Hamburg<\/p>\n<p>  Leonie Blume, L&#228;nderratsmitglied WASG Hessen, Kassel<\/p>\n<p>  Verena Saalmann, WASG Landesvorstand Bremen<\/p>\n<p>  Michael Hammerbacher, Landesvorstand WASG Berlin<\/p>\n<p>  Angela Bankert, K&#246;ln, Mitglied des Pr&#228;sidiums WASG-Landesrat NRW<\/p>\n<p>  Hakan Doganay, Landesvorstand WASG Berlin<\/p>\n<p>  Lucy Redler, Landesvorstand WASG Berlin<\/p>\n<p>  Claus Ludwig, stellv. Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE.K&#214;LN im Rat   der Stadt K&#246;ln, WASG KV K&#246;ln<\/p>\n<p>  Ingmar Meinecke,WASG Leipzig<\/p>\n<p>  Gerhard Seyfarth, Pressesprecher WASG Berlin<\/p>\n<p>  Soheila Mojtabaei, WASG K&#246;ln<\/p>\n<p>  Majid Bourghanfarahani. WASG K&#246;ln<\/p>\n<p>  Andreas Kaluzny, Mitglied WASG Hamburg Wandsbek<\/p>\n<p>  Siemen Dalmann, WASG Berlin<\/p>\n<p>  Norbert Nelte, Mitglied im KV K&#246;ln<\/p>\n<p>  Holger Dr&#246;ge, WASG Bezirksvorstand Berlin-Pankow<\/p>\n<p>  Arno Pfaffenberger, Kreissprecher WASG KV Kumbach<\/p>\n<p>  J&#252;rgen Klippert, WASG-Vorstand KV Kassel<\/p>\n<p>  Marc Treude, Mitglied des Rates der Stadt Aachen, WASG KV Aachen<\/p>\n<p>  Christine Lehnert, WASG Rostock, B&#252;rgerschaftsabgeordnete der SAV\/Liste   gegen Sozialkahlschlag Rostock<\/p>\n<p>  Tinette Schnatterer, Kreisvorstand WASG Stuttgart, Ersatzkandidatin   Wahlkreis 4 in Stuttgart zu den Landtagswahlen<\/p>\n<p>  Holger Laatsch, WASG K&#246;ln<\/p>\n<p>  Fabian Scheffler, Mitglied im KV Soest<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine starke linke Kraft aufbauen, verl&#228;sslich f&#252;r die Lohnabh&#228;ngigen und<br \/>\n    Erwerbslosen<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[30],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11561"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11561"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11561\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11561"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11561"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11561"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}