{"id":11533,"date":"2006-02-19T15:16:32","date_gmt":"2006-02-19T15:16:32","guid":{"rendered":".\/?p=11533"},"modified":"2006-02-19T15:16:32","modified_gmt":"2006-02-19T15:16:32","slug":"11533","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2006\/02\/11533\/","title":{"rendered":"Azubi-Streik in Stuttgart"},"content":{"rendered":"<p>Am Freitag, 17. Februar 2006, geht in Baden-W&#252;rttemberg die zweite Streikwoche zu Ende. <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  Die Streiktaktik von ver.di Stuttgart besteht darin, dass einzelne   Bereiche wie vor allem die Abfallwirtschaft (M&#252;llabfuhr) ununterbrochen   streiken und andere Bereiche wie Krankenh&#228;user oder Kindertagesst&#228;tten   befristet streiken, dann wieder arbeiten und dann wieder streiken, um   die Belastung f&#252;r die Bev&#246;lkerung in Grenzen zu halten.<\/p>\n<p>  Die Gruppe, die diesen Freitag zus&#228;tzlich zum Streik aufgerufen war,   waren die Auszubildenden aus allen Bereichen. Es ist nat&#252;rlich positiv,   wenn Auszubildende aus Krankenh&#228;usern, Kitas und verschiedenen &#196;mtern   gemeinsam auf die Stra&#223;e gehen und eine gemeinsame Aktion gestalten und   durchf&#252;hren. Die Kehrseite davon ist, dass die einzelnen Azubis in ihrem   Betrieb nat&#252;rlich mehr unter Druck durch Ausbildungsleiter stehen, wenn   die anderen Besch&#228;ftigten nicht zum Streik aufgerufen sind. Alleine zu   streiken, ist eine h&#246;here H&#252;rde und deshalb war klar, dass die   Beteiligung an der Aktion nicht riesig sein w&#252;rde. Trotzdem nahmen   insgesamt rund 300 Azubis am Streik teil.<\/p>\n<p>  <img alt=\"streik\" style=\"width: 150px; height: 107px\" align=\"left\" src=\"\/media\/2006\/stuttgart_070217.jpg\">  Es gab einen lebendigen und lauten Demozug mit Pfeifen und Tr&#246;ten und   vielen Sprechch&#246;ren durch die Stuttgarter Innenstadt vom   Gewerkschaftshaus zum Rathaus. Dort fand eine Kundgebung statt. Mehrere   Solidarit&#228;tserkl&#228;rungen wurden verlesen (von JAVen aus dem &#214;ffentlichen   Dienst aus anderen Bundesl&#228;ndern oder von DaimlerChrysler aus   Sindelfingen). Ein Kollege vom Uniklinikum T&#252;bingen, wo bekanntlich   letzten Herbst erfolgreich gestreikt wurde, &#252;berbrachte deren   solidarischen Gr&#252;&#223;e pers&#246;nlich. Peter Schmidt, aktiv in der JAV des   Klinikum Stuttgart, hielt die Hauptrede, in der er u.a. die   Anti-Streik-Hetze von Arbeitgebern und Medien auseinander nahm. Am   Schluss wurden die Forderungen der Azubis mit Luftballons in alle Welt   verbreitet.<\/p>\n<p>  Am auff&#228;lligsten war, wie wenig in den Sprechch&#246;ren auf der Demo und in   den Reden von der 38,5-Stunden-Woche die Rede war &#8211; und wie viel von der   35-Stunden-Woche. V&#246;llig zu Recht stellt die Gewerkschaft im Kampf gegen   die von den Arbeitgebern geforderte R&#252;ckkehr zur 40-Stunden-Woche die   dadurch vernichteten Stellen in den Mittelpunkt (neben der gr&#246;&#223;eren   Arbeitshetze, schlechteren Qualit&#228;t der erbrachten Dienstleistungen).   Ebenso richtig ist die Schlussfolgerung, dass durch   Arbeitszeitverk&#252;rzung Arbeitspl&#228;tze entstehen und dass das bei 5   Millionen registrierten Arbeitslosen dringend n&#246;tig ist. Ein Erfolg des   Streiks ist jetzt schon, dass die Idee der Arbeitszeitverk&#252;rzung bei   Besch&#228;ftigten so breit diskutiert und unterst&#252;tzt wird wie seit Jahren   nicht mehr.<\/p>\n<p>  <i>von Wolfram Klein, ver.di-Mitglied, Weil der Stadt<\/i><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Freitag, 17. 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