{"id":11508,"date":"2006-01-29T09:43:42","date_gmt":"2006-01-29T09:43:42","guid":{"rendered":".\/?p=11508"},"modified":"2006-01-29T09:43:42","modified_gmt":"2006-01-29T09:43:42","slug":"11508","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2006\/01\/11508\/","title":{"rendered":"15.000 gegen Imperialismus"},"content":{"rendered":"<p>Das Weltsozialforum 2006 in Venezuela <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  Dieses Jahr findet das Weltsozialforum erstmals auf drei Kontinenten   gleichzeitig statt: In Bamako (Mali), Karachi (Pakistan) und Caracas   (Venezuela). Unter dem Motto &#8222;Widerstand gegen den Imperialismus&quot; begann   gestern die Veranstaltung auf dem lateinamerikanischen Kontinent mit   einer Gro&#223;demo.<\/p>\n<p>  Michael O&#180;Brien, zur Zeit Caracas<\/p>\n<p>  Rund 15.000 TernehmerInnen z&#228;hlte die Demo, die zur   Er&#246;ffnungsveranstaltung des Weltsozialforums in Caracas f&#252;hrte. In   erster Linie nahmen die Ch&#225;vez unterst&#252;tzenden Schichten vor Ort und   internationale Forums-G&#228;ste daran teil. Unter ihnen die linken Parteien,   NGOs, Menschenrechtsorganisationen und Gruppen zur Unterst&#252;tzung der   unterdr&#252;ckten indigenen Bev&#246;lkerung.<\/p>\n<p>  Die Demo fand w&#228;hrend eines regul&#228;ren Werktages statt und es machte   nicht den Anschein, als sei der Versuch unternommen worden, weitere   Teile der venezolanischen Bev&#246;lkerung zu mobilisieren. Ein organisiertes   Auftreten des Gewerkschaftsbundes UNT war ebenso wenig festzustellen wie   etwa des MVR (Ch&#225;vez&#180; Bewegung f&#252;r die f&#252;nfte Republik, die die letzten   Wahlen haushoch f&#252;r sich entscheiden konnte).<\/p>\n<p>  CWI-Mitglieder aus Chile, Brasilien, den USA, Deutschland,   Gro&#223;britannien, Irland und Belgien nahmen an der Demo teil und   verteilten Flugbl&#228;tter, die den &#8222;Sozialismus des 21. Jahrhunderts&#8220; zum   Thema hatten. DemonstrantInnen hinterlie&#223;en ihre Kontaktadressen, um   sich f&#252;r weitere Diskussionen mit uns zu verabreden.<\/p>\n<p>  Abseits des WSF nahmen wir CWI-Mitglieder jede M&#246;glichkeit wahr, um uns   mit ArbeiterInnen zu treffen und den weiteren Verlauf des revolution&#228;ren   Prozesses in Venezuela zu diskutieren. Schlie&#223;lich muss klar sein, dass   es neben den sehr wichtigen und auch erfolgreichen Sozialreformen der   Regierung Ch&#225;vez immer noch und immer wieder Angriffe auf die   Arbeiterklasse gibt. Das liegt schlichtweg daran, dass sich der Gro&#223;teil   der Wirtschaft Venezuelas einfach immer noch in Privatbesitz befindet.<\/p>\n<p>  Gestern zum Beispiel traf ich auf eine Demonstration von einigen hundert   entlassen Besch&#228;ftigten der CANTV (Telekom) vor dem Parlamentsgeb&#228;ude   der Hauptstadt. Es ging darum, dass den KollegInnen die ihnen   zustehenden Renten von der Firma nicht ausbezahlt werden. Jorge, einer   der Protestierenden, erkl&#228;rte mir, dass CANTV noch staatlich war, als er   dort besch&#228;ftigt war. Die Privatisierung hat ihn jedoch arbeitslos   werden lassen. Seiner Meinung nach m&#252;sste die Regierung zeigen, dass sie   sich um die Alten k&#252;mmert und CANTV dazu zwingen, die Renten noch   aufzustocken. Statt dessen sei das Verm&#228;chtnis der neoliberalen   Offensive der 1980er und -90er Jahre heute immer noch sp&#252;rbar.<\/p>\n<p>  Ungl&#252;cklicher Weise sind die Probleme und Sorgen der ArbeiterInnen und   Armen nicht die zentralen Themen des diesj&#228;hrigen WSF. Auch Fragen, wie   etwa die venezolanische Revolution erfolgreich weitergehen kann und was   mensch unter &#8222;Sozialismus&#8220; zu verstehen hat, machen nicht den   Schwerpunkt der Debatten aus. Fest steht hingegen, dass die sich   organisierende Arbeiterklasse, die Armen und die AktivistInnen in den   Communities Raum brauchen, um sich genau &#252;ber diese Dinge auszutauschen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Weltsozialforum 2006 in Venezuela <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[134],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11508"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11508"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11508\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11508"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11508"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11508"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}