{"id":11455,"date":"2005-12-04T13:25:17","date_gmt":"2005-12-04T13:25:17","guid":{"rendered":".\/?p=11455"},"modified":"2005-12-04T13:25:17","modified_gmt":"2005-12-04T13:25:17","slug":"11455","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2005\/12\/11455\/","title":{"rendered":"Arbeitszeitverl&#228;ngerung im &#246;ffentlichen Dienst stoppen"},"content":{"rendered":"<p>  Bundesweiten gemeinsamen Kampf organisieren<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  Wenn es nach der ver.di-F&#252;hrung geht, folgt dem Ausverkauf beim neuen   Tarifvertrag f&#252;r den &#246;ffentlichen Dienst (Tv&#246;D) der Ausverkauf bei der   Arbeitszeit.<\/p>\n<p>  Nach der K&#252;ndigung der Arbeitszeit durch die L&#228;nder im Sommer 2004   sprach der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske von einer &#8222;fundamentalen   Kampfansage&#8220; und drohte mit einem &#8222;Konflikt in bisher unbekanntem   Ausma&#223;&#8220;. Au&#223;er einer Serie von verzettelten Warnstreiks ist allerdings   nichts passiert.<\/p>\n<p>  <b>Erst L&#228;nderbesch&#228;ftigte und BeamtInnen&#8230;<\/b><\/p>\n<p>  Nach dem Scheitern der Verhandlungen im April diesen Jahres sollte dann   laut Bsirske der Widerstand in &#8222;Quantit&#228;t und Qualit&#228;t&#8220; gesteigert   werden. Doch es blieb bei der Drohung. Der tariflose Zustand bei den   L&#228;ndern h&#228;lt bei den Sonderzahlungen nun schon seit zwei Jahren und bei   der Arbeitszeit seit einem Jahr an. Alle BeamtInnen und auch die   Neueingestellten arbeiten je nach Bundesland 40, 41 oder in Bayern und   Hamburg sogar 42 Stunden in der Woche.<\/p>\n<p>  Nachdem die Gro&#223;e Koalition verk&#252;ndete, die Arbeitszeit der insgesamt   300.000 Bundesbeamten jetzt auch noch von 40 auf 41 Stunden zu erh&#246;hen   und im Rahmen der F&#246;deralismusreform den Bundesl&#228;ndern Bezahlung,   Arbeitszeit und Arbeitsbedingungen zu &#252;berlassen, drohte der Beamtenbund   mit Streik. Von ver.di gab es im Rahmen einer Presseerkl&#228;rung zum   Koalitionsvertrag nur windelweiche Kritik daran.<\/p>\n<p>  <b>&#8230; jetzt die Besch&#228;ftigten der Kommunen<\/b><\/p>\n<p>  Kein Wunder, dass sich die Kommunen ermutigt f&#252;hlen, die im Tv&#246;D   zugestandene &#214;ffnungsklausel zur Arbeitszeit einzufordern und eine   unbezahlte Verl&#228;ngerung der Arbeitszeit auf 40 Stunden f&#252;r M&#252;llwerker,   Krankenschwestern und Verwaltungsanstellte zu verlangen. In   Baden-W&#252;rttemberg hat der Kommunale Arbeitgeberverband (KAV) die   Arbeitszeitregelung kurz nach Einf&#252;hrung des Tv&#246;D gek&#252;ndigt. Die Stadt   Stuttgart will bereits f&#252;r alle ab 1. Dezember neu Eingestellten die   40-Stunden-Woche einf&#252;hren.<\/p>\n<p>  Die Besch&#228;ftigten der baden-w&#252;rttembergischen Uni-Kliniken haben im   Oktober gezeigt, dass man mit weniger als 20 Prozent Organisationsgrad   erfolgreich streiken kann. Der ver.di-Bezirk Stuttgart und der   ver.di-Landesverband haben f&#252;r den 5. Dezember einen landesweiten   eint&#228;gigen Warnstreik von Besch&#228;ftigten bei Land und Kommunen und f&#252;r   den Januar Urabstimmung und einen Erzwingungsstreik angek&#252;ndigt.<\/p>\n<p>  Von einem Streik im S&#252;dwesten k&#246;nnte eine bundesweite Signalwirkung   ausgehen. Wenn ver.di einen bundesweiten Streik der Besch&#228;ftigten bei   den L&#228;ndern und beim Bund unter Einbeziehung der BeamtInnen bei Bund,   L&#228;ndern und Kommunen f&#252;hren w&#252;rde, k&#246;nnte die bereits umgesetzte   Arbeitszeitverl&#228;ngerung r&#252;ckg&#228;ngig gemacht und bei den Kommunen   verhindert werden.<\/p>\n<p>  Die parallel verlaufenden Tarifauseinandersetzungen im Einzelhandel, bei   den Versicherungen und in anderen Branchen machen einen erfolgreichen   gemeinsamen Streik von Millionen Besch&#228;ftigten m&#246;glich. Daf&#252;r muss Druck   von unten organisiert werden.<\/p>\n<p>  <i>von Ursel Beck, gewerkschaftspolitische Sprecherin der SAV<\/i><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Bundesweiten gemeinsamen Kampf organisieren\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[11,18],"tags":[177],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11455"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11455"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11455\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11455"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11455"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11455"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}