{"id":11350,"date":"2005-08-10T15:38:07","date_gmt":"2005-08-10T15:38:07","guid":{"rendered":".\/?p=11350"},"modified":"2005-08-10T15:38:07","modified_gmt":"2005-08-10T15:38:07","slug":"11350","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2005\/08\/11350\/","title":{"rendered":"Wie weiter f&uuml;r die WASG nach dem Landesparteitag der PDS Berlin?"},"content":{"rendered":"<p>Mit aller Kraft den Wahlkampf starten &#x96; trotz der Listenaufstellung<!--more--><br \/>\n &nbsp;<br \/>\nDie Kandidatur der Linkspartei zur Bundestagswahl soll eine B&uuml;ndniskandidatur sein. B&uuml;ndniskandidatur &#8211; was f&uuml;r ein B&uuml;ndnis? Auf ihrem Landesparteitag am 6. und 7. August spielte die PDS ihre Macht aus, watschte die WASG ab und stellte die Weichen daf&uuml;r, dass aller Voraussicht nach kein einziges Mitglied der Berliner Wahlalternative nach dem 18. September in den Bundestag einzieht (obwohl die WASG auf elf, die PDS auf zw&ouml;lf Prozent in Berlin kommt, laut Forsa-Umfrage vom Juli). Das war zu bef&uuml;rchten. Schlie&szlig;lich hatte der Berliner PDS-Vorsitzende Stefan Liebich nichts anderes im Vorfeld angek&uuml;ndigt. <\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\">Trotzdem tobt seit dem PDS-Parteitag eine heftige Debatte in den Reihen der Berliner WASG &uuml;ber die Ergebnisse vom vergangenen Wochenende. Lag es an der Verhandlungsdelegation? Lag es an den KandidatInnen? Hat die Politik des neuen Landesvorstands geschadet? Sind die WASG-Beschl&uuml;sse auf dem j&uuml;ngsten Landesparteitag schuld?<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\">Der Grund ist ein ganz anderer: Die PDS hat &#x96; nicht nur in Berlin &#x96; bei aller gebotenen R&uuml;cksichtnahme auf die wahlrechtlichen Vorgaben die Tatsache rigoros ausgenutzt, dass sie am l&auml;ngeren Hebel sitzt &#8211; dass ihre Delegierten auf ihren Parteitagen alle KandiatInnen des &#x91;B&uuml;ndnisses&acirc;&#x80;&#x9D; von PDS und WASG k&uuml;ren. In Berlin agierte die PDS besonders dreist, weil sie Teil einer bedingungslos neoliberal handelnden Regierung ist &#x96; und in der WASG vor Ort derzeit diejenigen in der Mehrheit sind, die bei der Kritik am Kurs der PDS im Land Berlin kein Blatt vor den Mund nehmen.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; font-weight: bold;\">PDS zog WASG auf dem Parteitag &uuml;ber den Tisch<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\">Abgesehen von ein paar Lippenbekenntnissen f&uuml;r das &#x91;neue gemeinsame Projekt&acirc;&#x80;&#x9D; war auf dem PDS-Parteitag &#x91;business as usual&acirc;&#x80;&#x9D; angesagt. Der Tagesspiegel titelte in der Berichterstattung vom 7. August: <i>&#x91;Eine gl&uuml;ckliche Familie: Die PDS w&auml;hlte ihre Stars auf die vorderen Listenpl&auml;tze.&acirc;&#x80;&#x9D;<\/i> In den Reden und Beitr&auml;gen der PDS-Riege nichts als inhaltsleere Phrasen. Vom Energie-Forum am Ostbahnhof ging kein Signal aus, den Kampf gegen die Agenda 2010 von Rot-Gr&uuml;n und die Agenda 2005 von Hundt, Thumann, Merkel und Westerwelle aufzunehmen, den Widerstand innerhalb und au&szlig;erhalb des Bundestags zu st&auml;rken und die sich jetzt er&ouml;ffnenden M&ouml;glichkeiten beim Schopf zu packen, um den Aufbau einer neuen politischen Kraft f&uuml;r Besch&auml;ftigte und Erwerbslose in Angriff zu nehmen. Der Ablauf des PDS-Parteitags hat einmal mehr vor Augen gef&uuml;hrt, dass es in dem B&uuml;ndnis auf die WASG und nicht auf die PDS ankommt.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\">Die Mehrheit des alten WASG-Landesvorstandes hob seit Bekanntgabe der vorgezogenen Neuwahlen darauf ab, dass die landespolitischen Fragen im Bundestagswahlkampf zur&uuml;ckzustellen sind. Wie verh&auml;lt sich die PDS-Spitze? Sie gab ihrem Parteitag das Motto: <i>&#x91;Berlin: sozial, gerecht, attraktiv&acirc;&#x80;&#x9D;<\/i>! Gregor Gysi verteidigte in seinem Referat emphatisch die Senatspolitik. Damit nicht genug, bringt die PDS rechtzeitig zum Wahlkampfauftakt eine Brosch&uuml;re als Argumentationshilfe f&uuml;r die Berliner Regierungspolitik heraus.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\">An keiner Stelle wurden die mehr als 50 WASG-VertreterInnen auf dem Parteitag als Partner, sondern lediglich als l&auml;stige Zaung&auml;ste behandelt. Das fing mit Stefan Liebichs Er&ouml;ffnung an, setzte sich bei den Beitr&auml;gen zur Kandiatenaufstellung fort und resultierte schlie&szlig;lich darin, der WASG einen aussichtsreichen Listenplatz oder Wahlkreis zu verweigern. Mit Ralf Kr&auml;mer auf Platz sechs und Wolfgang Albers auf Platz 14 sind nur zwei WASG-Mitglieder auf der Landesliste vertreten.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; font-weight: bold;\">Kein aussichtsreicher Platz f&uuml;r die WASG<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\">Ist Ralf Kr&auml;mers sechster Listenplatz als Erfolg f&uuml;r die WASG zu werten? Fakt ist, dass die PDS die vier weitgehend sicheren Listenpl&auml;tze durchstimmte und auch noch auf Platz f&uuml;nf nichts anbrennen lie&szlig;. Dabei waren die Anspr&uuml;che der WASG bescheiden und gef&auml;hrdeten in keiner Weise das Wahlrecht: mit Renate Herranen auf Platz vier einen sicheren Listenplatz und mit Hakan Doganay als Direktkandidat im Wahlkreis Kreuzberg\/Friedrichshain\/Prenzlauer Berg Ost immerhin die Chance auf einen gewinnbaren Wahlkreis. Von den mehr als 120 Delegierten erhielt Renate gerade mal elf, Hakan neun Stimmen!<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\">Ralf Kr&auml;mer, der sich gegen Evrim Baba auf Platz sechs durchsetzte (mit 66 zu 48 Stimmen), ben&ouml;tigt nun sch&auml;tzungsweise 24 Prozent f&uuml;r die Linkspartei.PDS in Berlin, um ein Bundestagsmandat zu erringen. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung bezeichnete diesen Listenplatz <i>&#x91;als aussichtslos, zumal die Linkspartei.PDS in Berlin anstrebt, vier Direktmandate bei der Bundestagswahl zu erlangen&acirc;&#x80;&#x9D;<\/i> (8. August). Bei der Juni-Umfrage von Emnid kam die PDS in Verbindung mit der Wahlalternative in Berlin auf 19 Prozent. Bei Forsa kurz darauf waren es zwar sogar 23 Prozent, seitdem sind die Umfragewerte allerdings r&uuml;ckl&auml;ufig. Kein Wunder, dass der Tagesspiegel am 7. August berichtete: <i>&#x91;Parteichef Stefan Liebich trug es mit Gelassenheit, dass die gut 120 Landesvertreter seiner PDS einen Kandidaten jener Partei bef&ouml;rderten, die er vor wenigen Wochen noch als &#x91;Gurkentruppe&acirc;&#x80;&#x9D; verspottet hatte. Viel wichtiger als Kr&auml;mers symbolischer Sieg ist f&uuml;r Liebich, dass die ersten f&uuml;nf Kandidaten auf der Landesliste seinen W&uuml;nschen entsprechen (&#8230;).&acirc;&#x80;&#x9D;<\/i> Darum mutete es schon seltsam an, dass einige WASG-Mitglieder vor Ort diesen &#x91;Ehrentreffer&acirc;&#x80;&#x9D; wie ein sp&auml;tes &#x91;Ausgleichstor&acirc;&#x80;&#x9D; bejubelten.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; font-weight: bold;\">Warum schnitt die WASG am letzten Wochenende so schlecht ab? Warum konnte Ralf Kr&auml;mer sich im Gegensatz zu anderen KandidatInnen der WASG behaupten?<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\">Der Ausgang des PDS-Landesparteitages hat sehr wenig mit der Verhandlungspolitik der Berliner WASG und sehr viel mit der Haltung des WASG-Bundesvorstandes zu tun. Arrogant fertigte Stefan Liebich in jeder &ouml;ffentlichen Stellungnahme die Berliner WASG ab. Im taz-Interview vom 21. Juli erkl&auml;rte er beispielsweise: <i>&#x91;Ich finde es ja verst&auml;ndlich, dass sich die Berliner WASG Gedanken macht &uuml;ber ihre Personalvorschl&auml;ge. Aber der Weg, den wir verabredet haben, ist folgender: Sie redet mit ihrer Bundesspitze, die redet mit unserer Bundesspitze.&acirc;&#x80;&#x9D;<\/i><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\">Abgesehen davon, dass die Kommunikation zwischen WASG-Bundes- und Landesvorstand gest&ouml;rt ist (da dem WASG-Bundesvorstand die politische Ausrichtung des Berliner Landesverbandes nicht passt), war f&uuml;r die Platzierungen beim PDS-Parteitag auschlaggebend, dass Ralf Kr&auml;mer &#x96; im Gegensatz zu Renate Herranen und Hakan Doganay &#x96; als einziger die ausdr&uuml;ckliche Unterst&uuml;tzung von Axel Troost und Co. genoss.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\">Die von Linksruck vielfach beschworene &#x91;lebendige und kritische PDS-Basis&acirc;&#x80;&#x9D; ist ein Gespenst &#x96; das Christine Buchholz, Rosemarie N&uuml;nning und Luigi Wolf in ihren Tr&auml;umen heimsucht. Nichts anderes offenbarte der Verlauf des PDS-Parteitages. Durch die Bank gingen alle sicheren Listenpl&auml;tze an die PDS. Selbst Hakki Keskin, der bekannterma&szlig;en eine unkritische Haltung zum Regime in der T&uuml;rkei einnimmt und den Genozid an den ArmenierInnen 1915 durch das t&uuml;rkische Milit&auml;r leugnet, kam bereits im ersten Wahlgang auf knapp 60 Prozent.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\">Die Parteitagsregie klappte reibungslos, alles war inszeniert bis hin zu den meisten Wortmeldungen und Nachfragen an die KandidatInnen. Erst auf dem wahrscheinlich aussichtslosen sechsten Platz wurde die WASG und das neue Projekt in mehreren Beitr&auml;gen pl&ouml;tzlich &#x91;entdeckt&acirc;&#x80;&#x9D;. Stefan Liebich konnte mit dem Ergebnis f&uuml;r Ralf Kr&auml;mer gut leben. Schlie&szlig;lich hatte Kr&auml;mer die Nominierung des PDS-Landesvorstandes (wenn gleich f&uuml;r Platz sieben statt Platz sechs). Au&szlig;erdem kann der Verlauf als &#x91;Kampfabstimmung&acirc;&#x80;&#x9D; verkauft werden, welcher doch diejenigen L&uuml;gen straft, die alles f&uuml;r durchgeplant hielten&#8230;<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\">Bis heute halten einige innerhalb der Berliner WASG daran fest, dass die WASG mehr erreicht h&auml;tte, wenn sie weniger gefordert h&auml;tte. Obgleich die Blockadehaltung der PDS-Spitze und die Ignoranz des WASG-Bundesvorstandes entscheidend waren, ist es richtig gewesen, die Flinte nicht von vornherein ins Korn zu werfen, sondern f&uuml;r die Berliner WASG-KandidatInnen zu k&auml;mpfen. Allein, um aufzuzeigen, dass es nicht an der Berliner WASG lag. Zu Verhandlungen geh&ouml;rt die Aufstellung von Forderungen und der Versuch, daf&uuml;r Druck auszu&uuml;ben. Darum &ouml;ffentlicher Druck wie im Fall von Keskin, darum die Pressekonferenz vorm Parteitag, darum das Bem&uuml;hen um &uuml;berzeugungsarbeit in der PDS-Mitgliedschaft, darum das Werben von Unterst&uuml;tzerInnen wie f&uuml;r Hakans Kandidatur (ob Hans K&ouml;brich, BMW-Betriebsrat, Volker Gernhardt, vivantes-Betriebsrat, oder Hilmi Kaya Turan vom Vorstand des T&uuml;rkischen Bundes Berlin\/Brandenburg).<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; font-weight: bold;\">Aufgaben der WASG Berlin<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\">W&auml;hrend der PDS im Bund laut Umfragen vor Lafontaines Kandidaten-Ank&uuml;ndigung f&uuml;r ein WASG\/PDS-B&uuml;ndnis bei den Anstrengungen, die F&uuml;nf-Prozent-H&uuml;rde zu &uuml;berspringen, eine Zitterpartie gebl&uuml;ht h&auml;tte, liegt die Linksaprtei heute bei mehr als zehn Prozent. Bei der Landtagswahl in Schleswig-Holstein zum Jahresanfang hatte sich das PDS-Ergebnis im Vergleich zur vorherigen Wahl noch von 1,4 auf 0,8 Prozent reduziert. W&auml;hrend die PDS nach einer Forsa-Umfrage vom Juli bei Berliner Wahlen auf 13 Prozent kommen w&uuml;rde, neun Prozent weniger als 2001 (in Ostberlin w&uuml;rde die PDS sogar von 49 auf 24 Prozent abst&uuml;rzen), k&auml;me die WASG aus dem Stand auf sechs Prozent, im Osten der Stadt auf zehn Prozent. W&auml;hrend die Mitgliederzahlen der WASG im letzten Vierteljahr um ein Drittel stiegen, legte die PDS nur unwesentlich zu. Die WASG, nicht die PDS ist der dynamische Teil dieses B&uuml;ndnisses.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\">In den n&auml;chsten sechs Wochen gilt es, alles daran zu setzen, die eingesetzte Politisierung und Radikalisierung bei AktivistInnen, in Betrieben und Gewerkschaften, in den Stadtteilen, unter Erwerbslosen und unter Jugendlichen aufzugreifen. Es gibt die Chance, den Widerstand innerhalb und au&szlig;erhalb des Bundestags erheblich zu st&auml;rken. Widerstand, der angesichts der Unternehmerpl&auml;ne dringend n&ouml;tig ist. Ziel muss der Aufbau einer starken politischen Interessenvertretung f&uuml;r Besch&auml;ftigte, Erwerbslose und Jugendliche sein, der Aufbau einer Kraft, die konsequent alle Sozialk&uuml;rzungen, Stellenstreichungen und Privatisierungen ablehnt (darum kommen wir auch an den Diskussionen &uuml;ber die Realpolitik der PDS nicht vorbei).<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; font-weight: bold;\">Was sollte im Bundestagswahlkampf getan werden?<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; font-style: italic;\">Mitgliedergewinnung, Mitgliedergewinnung, Mitgliedergewinnung<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; font-style: italic;\">Jede Bezirksgruppe sollte w&ouml;chentlich eine &ouml;ffentliche Veranstaltung anbieten (unser Programm gegen Hartz IV und Arbeitslosigkeit, unser Programm gegen die Demontage von Bildungs- und Gesundheitswesen etc. etc.)<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; font-style: italic;\">Jede Bezirksgruppe sollte abgesehen von den Sonntagen t&auml;glich mindestens einen Infostand durchf&uuml;hren und dort unsere Wahlkampfzeitung, die von der Wahlkampf-Kommission erstellten Themenflugbl&auml;tter und Einladungsflyer zu unseren Treffen und Veranstaltungen anbieten<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; font-style: italic;\">Soweit noch nicht geschehen sollte jede Bezirksgruppe einen Plan ausarbeiten, wo sie sich verankern will, wo sie regelm&auml;&szlig;ig pr&auml;sent sein will (Arbeitsagenturen, Krankenh&auml;user, Bezirks- und Post&auml;mter, Superm&auml;rkte, Schulen und Berufsschulen etc. etc.)<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; font-style: italic;\">Verdoppelung der Mitgliedschaft als Ziel des Landesverbandes und jeder Bezirksgruppe<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; font-style: italic;\">Integration neuer Mitglieder &#x96; durch die sofortige Einbeziehung in Diskussionen, Aktivit&auml;ten und Aufgaben<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; font-style: italic;\">Aufbau neuer Bezirksgruppen (zum Beispiel k&ouml;nnte sich die Bezirksgruppe Pankow zum Ziel setzen, neben Prenzlauer Berg in Wei&szlig;ensee und\/oder in Pankow neue Gruppen zu gr&uuml;nden)<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; font-style: italic;\">Pro Woche und Bezirksgruppe eine Plakatierungsaktion der WASG-Plakate<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; font-style: italic;\">Soweit noch nicht geschehen muss jede Bezirksgruppe jedes Mitglied auf eine Wahlkampfspende ansprechen und eine Liste von m&ouml;glichen Umfeldspendern erarbeiten (50 x 50 als Minimum, also im Schnitt 50 Euro von 50 Unterst&uuml;tzerInnen)<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; font-style: italic;\">Einsatz einer Unterschriftenliste (zum Beispiel &#x91;Reichtum besteuern&acirc;&#x80;&#x9D; mit Forderungen wie drastische Erh&ouml;hung des Spitzensteuersatzes), bei der auch nach Spenden gefragt wird<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; font-style: italic;\">Beteiligung an m&ouml;glichen Protesten gegen Arbeitsplatzabbau, Miet- und Geb&uuml;hrenerh&ouml;hungen etc. im Wahlkampf<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; font-style: italic;\">Initiativen wie &#x91;GewerkschafterInnen w&auml;hlen links&acirc;&#x80;&#x9D; und Jugendarbeit, um neue Schichten zu erreichen, die sich nicht alle unmittelbar in der WASG organisieren wollen<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; font-style: italic;\">Teilnahme an gemeinsamen Gro&szlig;veranstaltungen und Kundgebungen mit der Linkspartei.PDS, um diejenigen &#8211; mit unseren Ideen &#x96; anzusprechen, die erstmal generell an dem neuen Projekt interessiert sind<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; font-style: italic;\">Antr&auml;ge zum Entwurf des Linkspartei.PDS-Wahlprogramms (wie mit dem Antrag des Landesvorstandes zur Reform von Hartz IV und Ein-Euro-Jobs statt der Abschaffung)<\/p>\n<p style=\"font-style: italic;\">Innerparteilicher und &ouml;ffentlicher Protest, wenn SpitzenkandidatInnen unsere beschlossenen Positionen abschw&auml;chen oder umkehren wollen (wie im Fall von Oskar Lafontaine, erst mit seinem uns&auml;glichen &#x91;Fremdarbeiter&acirc;&#x80;&#x9D;-Ausspruch, jetzt mit seinem Kombi-Lohn-Vorsto&szlig;)<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\">Der auf dem Landesparteitag im Juni vorgenommene Beschluss eines <i>&#x91;eigenst&auml;ndigen Wahlkampfes&acirc;&#x80;&#x9D;<\/i> bedeutet nicht, die PDS links beziehungsweise rechts liegen zu lassen, sondern die WASG organisatorisch, aber vor allem politisch offensiv anzubieten. Wenn wir zum Beispiel VertreterInnen der Charite-Besch&auml;ftigten, die sich gerade gegen Lohnraub zur Wehr setzen, auf ein Bezirksgruppentreffen einladen, dann diskutieren wir mit ihnen unsere Alternativen zur Gesundheits&acirc;&#x80;&#x9D;reform&acirc;&#x80;&#x9D; (Fallpauschalen, Medikamentenzuzahlung etc.), sparen aber unsere Ablehnung an der &#x91;rot-roten&acirc;&#x80;&#x9D; Senatspolitik nicht aus.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\">Anders als aus der WASG-Pressemitteilung vom 8. August herauszulesen, haben wir unseren eigenst&auml;ndigen Wahlkampf nicht davon abh&auml;ngig gemacht, wie unsere KandidatInnen auf dem PDS-Landesparteitag abschneiden. Gleiches gilt f&uuml;r den Beschluss der eigenst&auml;ndigen Kandidatur zur Abgeordnetenhauswahl 2006. Nat&uuml;rlich kann in den kommenden Monaten noch viel passieren. Die Berliner SPD\/PDS-Regierung k&ouml;nnte vorzeitig beendet werden, nicht wegen Liebich oder Wowereit, sondern weil die Berliner SPD nach einer m&ouml;glichen Gro&szlig;en Koalition im Bund in Berlin zur&uuml;ckgepfiffen werden k&ouml;nnte. Ernst zu nehmen ist auch der Wunsch seitens des PDS-Wahlkampfleiters Bodo Ramelow, eine schnelle Fusion bis Januar 2006, also vor den Landtagswahlen in Baden-W&uuml;rttemberg, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Berlin &uuml;ber die B&uuml;hne zu bringen.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\">Woran wir festhalten m&uuml;ssen ist unsere prinzipielle Ablehnung von Sozialk&uuml;rzungen und allen Beteiligungen &#8211; direkt oder indirekt (Tolerierungsmodell) &#8211; an Regierungen von Sozialr&auml;ubern. Auf dieser politischen Grundlage geht es jetzt darum, die WASG im beginnenden Wahlkampf erfolgreich aufzubauen.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; font-style: italic;\">von Aron Amm, WASG-Pankow und SAV-Mitglied<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit aller Kraft den Wahlkampf starten &#x96; trotz der Listenaufstellung<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[30],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11350"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11350"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11350\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11350"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11350"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11350"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}