{"id":11337,"date":"2005-07-21T14:31:05","date_gmt":"2005-07-21T14:31:05","guid":{"rendered":".\/?p=11337"},"modified":"2005-07-21T14:31:05","modified_gmt":"2005-07-21T14:31:05","slug":"11337","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2005\/07\/11337\/","title":{"rendered":"Wahlaufruf der Sozialistischen Alternative &#8211; SAV zu den Bundestagswahlen 2005"},"content":{"rendered":"<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p><b>Kapitalismus-Kritik &#8211; war&#x91;s das?<\/p>\n<p>  <b>Schluss mit Armut, Arbeitslosigkeit und Profitsystem<\/b><\/b><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: bold;\">Inhalt:<\/span>  <\/p>\n<p><a href=\"\/?p=11337#Linkspartei_w%E4hlen\">&#8211; F&uuml;r eine sozialistische Alternative<\/a> <\/p>\n<p><a href=\"\/?p=11337#Linkspartei_w%E4hlen\">&#8211; Linkspartei w&auml;hlen &#8211; Mit uns aktiv werden in der WASG: F&uuml;r eine k&auml;mpferische Arbeiterpartei mit sozialistischem Programm<\/a> <\/p>\n<p><a href=\"\/?p=11337#Weg_mit_Hartz_I_%3F_IV_weg_mit_der_Agenda\">&#8211; Weg mit Hartz I &#x96; IV, weg mit der Agenda 2010!<\/a> <\/p>\n<p><a href=\"\/?p=11337#Arbeit_f%FCr_alle_statt_Entlassungen_und\">&#8211; Arbeit f&uuml;r alle statt Entlassungen und McJobs!<\/a> <\/p>\n<p><a href=\"\/?p=11337#Ran_an_die_Profite_der_Banken_und\">&#8211; Ran an die Profite der Banken und Konzerne!<\/a> <\/p>\n<p><a href=\"\/?p=11337#Das_Wahlprogramm_der_WASG_und_die_SAV\">&#8211; Das Wahlprogramm der WASG und die SAV<\/a> <\/p>\n<p><a href=\"\/?p=11337#F%FCr_eine_k%E4mpferische_Arbeiterpartei\">&#8211; F&uuml;r eine k&auml;mpferische Arbeiterpartei<\/a><\/p>\n<p>  <a name=\"F&uuml;r_eine_sozialistische_Alternative\"><\/a><big><span style=\"font-weight: bold; color: rgb(204, 0, 0);\">F&uuml;r eine sozialistische Alternative<\/span><\/big><br style=\"font-weight: bold; color: rgb(204, 0, 0);\"> <br \/>  <a href=\"\/?p=11337#F%C3%BCr_eine_sozialistische_Alternative\"><img style=\"width: 182px; height: 134px;\" alt=\"reichundhartz\" src=\"\/media\/2005\/ReichundHartz.jpg\" align=\"left\"><\/a>Die Herrschenden hatten sich den Bundestagswahlkampf so sch&ouml;n vorgestellt: vier Parteien, zwei Lager, eine Meinung. Politiker, die &#x96; trotz wahltaktischer Spielereien &#x96; in den Talkshows landauf landab eines nicht machen: Umverteilung und Ausbeutung anzuprangern.<br \/>  Jetzt kommt alles anders. Jetzt wird eine Linkspartei antreten, die in Umfragen schon zweistellige Ergebnisse erklimmt. Eine linke Kandidatur, die Millionen wachr&uuml;ttelt, Mut gibt, politisiert, und in den TV-Debatten parteilich sein wird &#x96; auf der Seite der &#x92;kleinen Leute&#x91;.<br \/>  <br style=\"font-weight: bold;\"> <span style=\"font-weight: bold;\">Das Kapital will durchstarten<\/span><br \/>  <br style=\"font-style: italic;\"> <span style=\"font-style: italic;\">&#x92;Die Reformen dulden keinen Aufschub.&#x91;<\/span> Mit diesen Worten begr&uuml;ndete Kanzler Schr&ouml;der seine Vertrauensfrage im Bundestag am 1. Juli. Die Schr&ouml;der-SPD hat bei der Bundestagswahl am 18. September keine Chance, die Kanzlerschaft zu verteidigen. Trotzdem f&auml;delte Gerhard Schr&ouml;der vorgezogene Neuwahlen ein. Damit erwies der Genosse der Bosse den Herren in den Chefetagen einen letzten Dienst.<br \/>  Sieben Jahre Rot-Gr&uuml;n waren sieben Jahre Umverteilungspolitik von unten nach oben. Unter Schr&ouml;der wurden die Sozialversicherungen sturmreif geschossen und mit der Bundeswehr Krieg gef&uuml;hrt. Trotzdem wenden sich die Schrempps und Ackerm&auml;nner heute von ihren rot-gr&uuml;nen Handlangern ab. Ihnen sind M&uuml;nteferings &#x92;Sorgen um die Handlungsf&auml;higkeit&#x91; zu heikel. Sie wollen mit einer CDU-gef&uuml;hrten Bundesregierung noch in diesem Jahr durchziehen. Ihnen schwebt eine massive Beschneidung von Arbeitnehmerrechten in den Betrieben und die (Teil-)Privatisierung der sozialen Sicherungssysteme vor. Der Vorsitzende vom Ifo-Institut, Hans-Werner Sinn, forderte am 21. Juni in der S&uuml;ddeutschen Zeitung, dass die L&ouml;hne um 15 Prozent abgesenkt werden sollten!<br \/>  Trotz Wut und Widerstandswillen in den Betrieben gelang es der Gewerkschaftsspitze immer wieder, die Kampfbereitschaft auszubremsen. In dieser Situation wollen die Kapitalisten eine h&auml;rtere Gangart einschlagen. Aus ihrer Sicht haben sie auch keine andere &#x92;Wahl&#x91;. Der Konkurrenzkampf des krisengesch&uuml;ttelten kapitalistischen Systems und die Angst vor einer erneuten &ouml;konomischen Talfahrt begr&uuml;nden den hemmungslosen Klassenkampf von oben.<br \/>  Zu alledem verfolgten die B&uuml;rgerlichen noch ein anderes Ziel: Mit vorgezogenen Neuwahlen wollten sie auch der neuen Partei &#x92;Arbeit &amp; soziale Gerechtigkeit &#x96; Die Wahlalternative&#x91; (WASG) einen Strich durch die Rechnung machen, die bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen auf beachtliche 2,2 Prozent kam.<\/p>\n<p>  <span style=\"font-weight: bold;\">Stabwechsel Schr&ouml;der-Merkel<\/span><\/p>\n<p>  <span style=\"font-style: italic;\">&#x92;Die Regierung Schr&ouml;der war sehr wohl erfolgreich, in dem Sinne, dass sie ganz wesentlich zur Ver&auml;nderung Deutschlands zum Besseren beigetragen hat. Schr&ouml;der hat etwa bei der deutschen Au&szlig;en- und Verteidigungspolitik die Paradigmen neu ausgerichtet (&#8230;) Er hat den Mut aufgebracht zu signifikanten Einschnitten in den Wohlfahrtsstaat. Das ist ihm hoch anzurechnen (&#8230;) Eine Kanzlerin Merkel wird unter einer einmalig g&uuml;nstigen Konstellation starten. Sie wird zum einen profitieren von den Grausamkeiten, die die jetzige Regierung schon vorgeleistet hat. Sie hat zudem die Mehrheit in beiden Kammern; 2006 wird sie nur auf zwei Landtagswahlen R&uuml;cksicht nehmen m&uuml;ssen. Sie k&ouml;nnte also 18 Monate lang richtig durchstarten und in dieser Zeit alle wichtigen und schmerzhaften Reformen durchsetzen&#x91;<\/span> (Unternehmensberater Roland Berger in der Welt am Sonntag vom 26. Juni).<br \/>  Nachdem Schr&ouml;der die Vertrauensfrage gestellt hatte, gaben Merkel und Stoiber die Richtung vor: Mehrwertsteuer rauf von 16 auf 18 Prozent, Spitzensteuer runter von 42 auf 39 Prozent. Dann gastierte Angela Merkel im &#x92;Haus der Wirtschaft&#x91; und beteuerte gemeinsam mit Arbeitgeberpr&auml;sident Dieter Hundt, <span style=\"font-style: italic;\">&#x92;weitestgehend einig&#x91;<\/span> zu sein: Abschaffung der Steuerfreiheit von Nacht- und Schichtzuschl&auml;gen, gesetzliche &Ouml;ffnungsklauseln zur Aushebelung der Fl&auml;chentarifvertr&auml;ge, K&uuml;ndigungsschutz f&uuml;r Neueingestellte erst ab 20 Besch&auml;ftigte, Aush&ouml;hlung der Mitbestimmung, Ausbau des Niedriglohnsektors und eine weitreichende Demontage der Sozialversicherungen.<br \/>  Demgegen&uuml;ber verspricht die SPD eine Reichensteuer, die allerdings nur 1,2 Milliarden Euro bringen soll (w&auml;hrend ihnen allein mit der Senkung der Spitzensteuer das Dreifache geschenkt wurde) und die Angleichung des Arbeitslosengeldes II im Osten auf Westniveau, wobei auch 345 Euro im Monat ein Hungerlohn bleiben. Diese Trostpflaster dienen in erster Linie dazu, die Kritiker in den eigenen Reihen ruhig zu stellen. Die SPD ist nicht die Partei, die sich sch&uuml;tzend vor die Ein-Euro-Jobber stellt, sondern die Partei, die mit der Agenda 2010 Millionen in Armut st&uuml;rzte. Der SPD-Vorsitzende Franz M&uuml;ntefering erkl&auml;rte auch am 1. Juli im Bundestag unbeirrt: <span style=\"font-style: italic;\">&#x92;Die Reformen sind unverzichtbar. Wir sind auf dem richtigen Weg.&#x91;<\/span><br \/>  Die SPD ist kein kleineres &uuml;bel, sondern ein &uuml;bel, das mit einer bis dahin beispiellosen Umverteilungspolitik von unten nach oben CDU\/CSU und FDP heute ermutigt, noch aggressivere T&ouml;ne anzuschlagen. Sieben Jahre Rot-Gr&uuml;n haben Merkel, Stoiber und Westerwelle den Boden bereitet.<br \/>  Die Unternehmerriege setzt darauf, dass ein CDU-gef&uuml;hrtes Bundeskabinett <span style=\"font-style: italic;\">&#x92;durchregieren&#x91;<\/span> (Angela Merkel) kann. Es ist allerdings gut m&ouml;glich, dass sie sich damit verrechnen. In den Betrieben gibt es starken Unmut. Noch h&auml;lt die Gewerkschaftsf&uuml;hrung den Deckel auf dem brodelnden Topf fest. Bei den ersten Provokationen einer Kanzlerin Merkel k&ouml;nnte es aber knallen. Protestkundgebungen, Gro&szlig;demon-strationen und eine Welle von Streiks und Arbeitsk&auml;mpfen sind bereits in den kommenden Monaten eine reale M&ouml;glichkeit.<\/p>\n<p>  <span style=\"font-weight: bold;\">Die Linkspartei &#x96; eine Alternative zum Neoliberalismus<\/span><\/p>\n<p>  Es geht bergab. T&auml;glich neue Horrormeldungen: Rekordarbeitslosigkeit, Betriebsschlie&szlig;ungen, Bildungsnotstand, Aufr&uuml;stung, Erderw&auml;rmung, massenhafte Verarmung, Ruin ganzer Familien, Anstieg psychischer Erkrankungen, Verrohung der Gesellschaft. Was tun? Den Kopf in den Sand stecken, resignieren oder &#x96; was tun!<br \/>  In Schulen, Hochschulen und Betrieben wird in den n&auml;chsten Wochen &uuml;ber die Bundestagswahl hei&szlig; diskutiert werden. Die Linkspartei weckt bei Millionen Erwartungen. Laut Umfragen k&ouml;nnte die Linkspartei so viele Stimmen bekommen, dass es m&ouml;gli-cherweise f&uuml;r Schwarz-Gelb nicht reicht, was lange als sicher galt (und eine Gro&szlig;e Koalition gebildet werden k&ouml;nnte). In den Wahlkreisen wird es KandidatInnen geben, die den Zusammenhang zwischen &ouml;ffentlicher Armut und privatem Reichtum aufzeigen. Dem Establishment wird in die Suppe gespuckt.<br \/>  Es reicht aber nicht, f&uuml;r die Linkspartei die Werbetrommel zu r&uuml;hren. Es gilt, in Schulen, Unis und Gewerkschaftskreisen Podiumsdiskussionen zur Bundestagswahl anzubieten, um programmatische Debatten zu f&ouml;rdern. Im betrieblichen und gewerkschaftlichen Bereich, in den Strukturen der sozialen Protestbewegungen, im Bildungssektor, in Antifa-Organisationen, in Anti-AKW- und Anti-Kriegs-Initiativen sollten Diskussionen &uuml;ber den Aufbau einer starken politischen Interessenvertretung gef&uuml;hrt werden. Diese Diskussionen sollten mit der Frage verbunden werden, wie Widerstand gegen die Offensive von Merkel und Kapital vorbereitet werden kann.<\/p>\n<p>  <big><span style=\"font-weight: bold; color: rgb(204, 0, 0);\"><a name=\"Linkspartei_w&auml;hlen\"><\/a>Linkspartei w&auml;hlen<\/span><br style=\"font-weight: bold; color: rgb(204, 0, 0);\"> <span style=\"font-weight: bold; color: rgb(204, 0, 0);\">Mit uns aktiv werden in der WASG: F&uuml;r eine k&auml;mpferische Arbeiterpartei mit sozialistischem Programm<\/span><\/big><\/p>\n<table style=\"width: 158px; height: 649px;\" align=\"right\" border=\"0\" cellpadding=\"5\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"background-color: rgb(204, 204, 204);\"><small><span style=\"font-weight: bold;\">Was du tun kannst<\/span><br \/>  &#8230; in deiner Schule, Uni, Betrieb oder Gewerkschaftsgruppe Debatten unter dem Motto &#x92;Widerstand in den Bundestag&#x91; organsieren<br \/>  &#8230; in die WASG eintreten und aktiv werden: Tritt mit uns f&uuml;r eine k&auml;mpferische Politik, eine konsequente Interessenvertretung f&uuml;r Besch&auml;ftigte, Erwerbslose, Jugendliche und RentnerInnen ein. K&auml;mpfe mit uns f&uuml;r eine sozialistische Alternative zur Politik f&uuml;r Banken und Konzerne<br \/>  &#8230; WASG-Flugbl&auml;tter und Plakate verbreiten, vor Betrieben, Schulen, Arbeits&auml;mtern und in den Stadtteilen zu Veranstaltungen von WASG und Linkspartei mobilisieren<br \/>  &#8230; an Protestaktionen von WASG-Jugendgruppen teilnehmen, die sich gegen Jobkiller richten oder McJob-Verh&auml;ltnisse &#x92;outen&#x91;<br \/>  &#8230; Kontakt mit uns aufnehmen, Diskussionen mit SozialistInnen in der WASG f&uuml;hren und Mitglied der Sozialistischen Alternative werden<\/small> <\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p> Der beste Ansatzpunkt f&uuml;r eine politische Interessenvertretung, in der Tausende von AktivistInnen zusammen kommen, ist heute die neue Partei &#x92;Arbeit &amp; soziale Gerechtigkeit &#x96; Die Wahlalternative&#x91;, die auf den offenen Listen der f&uuml;r die Bundestagswahl in Linkspartei umbenannten PDS antritt. Denn die WASG ist der dynamische Teil dieses B&uuml;ndnisses. Die Wahlalternative, die sich erst vor einem Jahr gegr&uuml;ndet hat, lehnt Sozialk&uuml;rzungen, Privatisierungen und Lohnraub ab. Diese neue Partei ist an keiner Regierung beteiligt. Darum sind, verst&auml;rkt durch die Prominenz von Oskar Lafontaine, viele Blicke auf sie gerichtet. Darum hat sie das Potenzial, diejenigen anzusprechen und zu organisieren, die sich heute im Interesse von Besch&auml;ftigten, Erwerbslosen und Jugendlichen engagieren wollen.<br \/>  Um ein bestm&ouml;gliches Ergebnis am 18. September zu erzielen, m&uuml;ssen Infost&auml;nde und Flugblattverteilungen vor den Werkstoren und vor den Agenturen f&uuml;r Arbeit Wahlkampfschwerpunkte der WASG sein. In den Stadtteilen sollten die WASG-Gruppen st&auml;ndig pr&auml;sent sein, Kundgebungen organisieren und Veranstaltungen zu den WASG-Forderungen anbieten. Jugendgruppen sollten ins Leben gerufen werden, die Aktionen gegen Bildungsnotstand und Billigjobs initiieren k&ouml;nnen.<br \/>  Die WASG muss sich hier und jetzt in die gesellschaftlichen Auseinandersetzungen einmischen &#x96; ob K&auml;mpfe gegen Arbeitsplatzabbau oder Proteste gegen Kriegspolitik. Es gilt, im Dialog mit AktivistInnen Argumente gegen Standortpropaganda und Sachzwanglogik zu entwickeln und Gegenprogramme aufzustellen.<br \/>  Je st&auml;rker die WASG und die k&auml;mpferischen Kr&auml;fte des linken B&uuml;ndnisses aus dem Wahlkampf hervorgehen, desto gr&ouml;&szlig;er sind die Chancen, mit den Abgeordneten zu einem Faktor in Protestbewegungen zu werden und den Aufbau einer k&auml;mpferischen und in der arbeitenden Bev&ouml;lkerung gut verankerten Partei voranzutreiben, die zu einem Anziehungspunkt f&uuml;r AktivistInnen werden kann.<\/p>\n<p>  <span style=\"font-weight: bold;\">Gegen privilegierte Politiker und Karrieristen<\/span><\/p>\n<p>  Eine neue politische Formation, die Arbeitnehmerinteressen vertreten will, muss sich von den etablierten Parteien dadurch unterscheiden, dass sie alle Mitglieder in die Diskussions- und Entscheidungsprozesse aktiv einbezieht, lebendige Gruppen in den Stadtteilen, aber auch in den Betrieben aufbaut und Funktionstr&auml;ger demokratisch kontrolliert. Um sie daran zu hindern abzuheben, muss das Einkommen von Parlamentsabgeordneten auf einen durchschnittlichen Facharbeiterlohn beschr&auml;nkt werden.<br \/>  Die j&uuml;ngsten Entwicklungen bei Volkswagen f&uuml;hren einmal mehr vor Augen, dass die Profitwirtschaft korrumpiert. Unabh&auml;ngig davon, in wie weit diese Betriebsratsf&uuml;rsten in Bestechungen involviert waren, haben ihre Spitzengeh&auml;lter schon lange vorher dazu beigetragen, dass sie die Kampfkraft der KollegInnen (97 Prozent sind gewerkschaftlich organisiert) nicht genutzt haben. Stattdessen wurden Arbeitnehmerinteressen am Verhandlungstisch preisgegeben.<br \/>  Erstens muss das f&uuml;r alle AktivistInnen eine Warnung sein. Zweitens zeigt das, warum die WASG zu den Gewerkschaften keine passive oder unkritische Haltung einnehmen darf, sondern f&uuml;r k&auml;mpferische und demokratische Gewerkschaften eintreten muss.<br \/>  Keine &#x92;Sachzw&auml;nge&#x91; aufzwingen lassen<br \/>  Wenn die Anliegen von Lohnabh&auml;ngigen und sozial Benachteiligten auf dem Spiel stehen, kommt es &#x96; wie im Fall von Opel &#x96; zwangsl&auml;ufig zu Konflikten mit den Eigentums- und Machtverh&auml;ltnissen. Soll die Interessenvertretung prinzipienfest und dauerhaft sein, dann sind Auseinandersetzungen unvermeidlich. Will man in diesen K&auml;mpfen nicht klein bei geben, sondern reale Ver&auml;nderungen und Verbesserungen erreichen, dann muss man letztendlich auch bereit sein, mit den kapitalistischen Machtverh&auml;ltnissen zu brechen.<br \/>  Die WASG strebt vor allem die R&uuml;cknahme der K&uuml;rzungen seit 1998 an. Es gibt Illusionen in der WASG, dass sich das sogar in Eintracht mit den Konzernvorst&auml;nden erreichen lie&szlig;e. Im Gr&uuml;ndungsprogramm hei&szlig;t es: &#x92;Nur wenn mehr gekauft wird, wird mehr produziert. Die Unternehmen vergr&ouml;&szlig;ern ihre Produktionskapazit&auml;ten und investieren ihre Gewinne nur dann in neue Arbeitspl&auml;tze, wenn sie zus&auml;tzliche Produkte auch verkaufen k&ouml;nnen.&#x91;<br \/>  H&ouml;here L&ouml;hne und k&uuml;rzere Arbeitszeiten sind n&ouml;tig. Damit l&auml;sst sich aber der Kapitalismus nicht besser managen, als es die Unternehmerparteien gerade bewerkstelligen. Im Gegenteil. Diese Forderungen rufen gnadenlosen Widerstand hervor. Schlie&szlig;lich schm&auml;lert jede Lohnerh&ouml;hung den Profit. Entweder die WASG l&auml;sst sich dann auf die &#x92;Sachzw&auml;nge&#x91; ein, wie andere vor ihr, oder sie ist bereit, die heilige Kuh, das Privateigentum an den Produktionsmitteln, in Frage zu stellen und eine antikapitalistische Politik und eine sozialistische Perspektive zu entwickeln. Aus diesem Grund machen sich die Mitglieder der SAV in der WASG daf&uuml;r stark, den Kampf gegen die Folgen der kapitalistischen Wirtschaft mit dem Kampf f&uuml;r eine sozialistische Gesellschaft zu verbinden.<br \/>  <big><br \/>  <\/big><span style=\"font-weight: bold; color: rgb(204, 0, 0);\"><big><a name=\"Weg_mit_Hartz_I_&#x96;_IV_weg_mit_der_Agenda\"><\/a>Weg mit Hartz I &#x96; IV, weg mit der Agenda 2010!<\/big><\/p>\n<p>  <\/span>Im drittreichsten Land der Welt st&uuml;rzt Hartz IV Millionen in Not und Elend. In Ostdeutschland leben laut Deutschem Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) 20 Prozent der Haushalte unter der Armutsschwelle, im Westen 15 Prozent. Kinder- und Altersarmut wird zum Massenph&auml;nomen.<br \/>  Alle Politiker, die an den Rockzipfeln des Kapitals h&auml;ngen, versuchen nichts anderes, als den Interessen der Unternehmer gerecht zu werden &#x96; die Reichen reicher und die Armen &auml;rmer zu machen.<br \/>  Die Kassen der &ouml;ffentlichen Haushalte sind leer. Nicht zu leugnen. Aber diese Kassen wurden jahrelang gezielt gepl&uuml;ndert. Mehr und mehr Kapitalbesitzer k&ouml;nnen am Fiskus vorbei ihre Profite hochschrauben. Unternehmergeschenke (Subventionen und Prestigeprojekte) tun ein &uuml;briges. &Ouml;ffentliches Eigentum wird als &#x92;Tafelsilber&#x91; verscherbelt.<br \/>  Bei den sozialen Sicherungssystemen gibt es keine &#x92;Ausgabenexplosion&#x91;, sondern ein Einnahmeproblem. Obgleich die Einschnitte im Gesundheitswesen kritisiert und bek&auml;mpft werden m&uuml;ssen, ist es zun&auml;chst Fakt, dass die staatlichen Ausgaben im Gesundheitswesen seit drei&szlig;ig Jahren nahezu konstant sind. Weggebrochen sind die Einnahmen. Durch Lohnraub, Massenarbeitslosigkeit und Verarmung gibt es in der arbeitenden Bev&ouml;lkerung immer weniger Beitragszahler f&uuml;r die Krankenkassen.<br \/>  Bildungs-, Gesundheits- und Pflegesysteme k&ouml;nnten nicht nur aufrecht erhalten, sondern erheblich ausgebaut werden. Ein Blick auf die Fortschritte in Wissenschaft, Technik und Arbeitsproduktivit&auml;t sagt alles. Das Bruttoinlandsprodukt stieg zwischen 1960 und 2000 um 203 Prozent.<br \/>  Hartz IV &#x96; die Enteignung von Er-werbslosen &#x96; muss gestoppt werden<br \/>  Ein Stahlarbeiter, der in seinem Arbeitsleben 60.000 Euro in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt hat, dann auf die Stra&szlig;e gesetzt wird, sieht sich um 50.000 Euro beraubt. M&ouml;glicherweise erh&auml;lt seine Ehefrau, der vielleicht ein paar Jahre zuvor gek&uuml;ndigt wurde, gar nichts mehr. Dann werden beide noch kurz vor der Rente zu Ein-Euro-Jobs &#x96; und zum Zwangsumzug &#x96; verdonnert.<br \/>  Die WASG lehnt Hartz I bis IV ohne Wenn und Aber ab. Wir k&auml;mpfen in und mit der WASG f&uuml;r einen &#x92;Mindestlohn von 1.500 Euro im Monat, neun Euro die Stunde&#x91; und eine &#x92;bedarfsgerechte Mindestsicherung bei Erwerbslosigkeit, Erwerbsunf&auml;higkeit und im Alter&#x91;.<\/p>\n<p>  <span style=\"font-weight: bold;\">Nein zu jeder Form von Privatisierung<\/span><\/p>\n<p>  Privatisierungen sind immer Diebstahl an &ouml;ffentlichem Eigentum. Und erm&ouml;glichen dem Kapitalisten eine neue Profitquelle zu erschlie&szlig;en, w&auml;hrend auf die arbeitende Bev&ouml;lkerung Verschlechterungen zukommen, egal ob als NutzerInnen oder als Besch&auml;ftigte. Sobald sich eine Einrichtung in privaten H&auml;nden befindet, muss nicht nur die Versorgung sichergestellt werden, sondern auch noch ein Gewinn f&uuml;r den Eigent&uuml;mer erwirtschaftet werden.<br \/>  SozialistInnen in der WASG vertreten den Standpunkt, dass genauso jede Teilprivatisierung zu bek&auml;mpfen ist. Denn im Fall von Public Private Partnerships (&#x92;Partnerschaften&#x91; zwischen &ouml;ffentlicher Hand und privaten Unternehmen) erh&auml;lt die Profitlogik Einzug in den &ouml;ffentlichen Sektor. Dazu kommt die Rosinenpickerei privater Investoren, w&auml;hrend parallel dazu Verluste sozialisiert werden. Schluss damit! N&ouml;tig ist <span style=\"font-style: italic;\">&#x92;ein Zukunftsinvestitionsprogramm zur St&auml;rkung der &ouml;ffentlichen Daseinsvorsorge&#x91;<\/span> (WASG-Wahlmanifest).<br \/>  Staatsbetriebe, ob die VEBs in der DDR oder Post und Bahn in der BRD, werden mit B&uuml;rokratie in Verbindung gebracht. Das ist aber keine zwangsl&auml;ufige Folge von Verstaatlichungen, sondern auf einen Mangel an Demokratie in den jeweiligen F&auml;llen zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. SAV-Mitglieder sind der Meinung, dass Bereicherung und Korruption der Riegel vorgeschoben werden muss &#x96; durch eine demokratische Kontrolle und Verwaltung der Besch&auml;ftigten und der arbeitenden Bev&ouml;lkerung. Erst wenn die Belegschaften voll in die Diskussions- und Entscheidungsprozesse einbezogen sind, regelm&auml;&szlig;ige Fort- und Weiterbildungen stattfinden und Privilegien auf allen Ebenen untersagt sind, kann Misswirtschaft und B&uuml;rokratenherrschaft der Boden entzogen werden.<br \/>  <span style=\"font-weight: bold;\"><br \/>  Kostenlose Bildung und Gesundheit f&uuml;r alle<\/span><\/p>\n<p>  Bildung und Gesundheit sind in der Bundesrepublik l&auml;ngst zu einer Ware geworden.<br \/>  Die Einschr&auml;nkung der Lehrmittelfreiheit sowie die Einf&uuml;hrung von direkten und indirekten Studiengeb&uuml;hren zielen auf eine Schmalspurbildung f&uuml;r die breite Masse ab und f&ouml;rdern eine kleine bevorzugte Elite. Ganz im Sinne von Banken und Konzernen.<br \/>  Die Unternehmer sollen durch die weitere Abw&auml;lzung der Kosten f&uuml;r die Krankenversicherung auf die arbeitenden Menschen entlastet werden. Zuzahlungen bei Medikamenten oder Zehn-Euro-Praxisgeb&uuml;hren werden als &#x92;St&auml;rkung der Eigenverantwortung&#x91; verkauft. In den USA, dem reichsten Land der Welt, k&ouml;nnen sich mehr als vierzig Millionen keine Krankenversicherung mehr leisten.<br \/>  Permanent ist im Bundestag und im b&uuml;rgerlichen Bl&auml;tterwald von einem Kassensturz der &ouml;ffentlichen Haushalte die Rede. Viel dringlicher ist allerdings ein ganz anderer Kassensturz &#x96; einer, der die Gewinne der Gro&szlig;unternehmen und die Verm&ouml;gen der Gro&szlig;verdiener aufdeckt &#x96; um Bildungs- und Gesundheitswesen ausbauen zu k&ouml;nnen.<\/p>\n<p>  <span style=\"font-style: italic;\">Daf&uuml;r tritt die SAV ein:<\/span><br \/>  &#8211; Weg mit der Agenda 2010 und Hartz I bis IV. R&uuml;cknahme aller Sozialk&uuml;rzungen der letzten Jahre<br \/>  &#8211; F&uuml;r einen gesetzlichen Mindestlohn von 1.500 Euro und neun Euro die Stunde als absolute Untergrenze<br \/>  &#8211; F&uuml;r eine Mindestsicherung von 750 Euro netto plus Warmmiete<br \/>  &#8211; Nein zu jeder Form von Privatisierung oder Teilprivatisierung. R&uuml;ck&uuml;berf&uuml;hrung privatisierter Betriebe in &ouml;ffentliches Eigentum<br \/>  &#8211; Demokratische Kontrolle und Verwaltung durch die arbeitende Bev&ouml;lkerung<br \/>  &#8211; Funktion&auml;re d&uuml;rfen nicht mehr verdienen als einen durchschnittlichen Facharbeiterlohn<br \/>  &#8211; F&uuml;r ein &ouml;ffentliches, kostenloses Bildungs- und Gesundheitswesen<br \/>  <a name=\"Arbeit_f&uuml;r_alle_statt_Entlassungen_und\"><\/a><br \/>  <big><span style=\"font-weight: bold; color: rgb(204, 0, 0);\">Arbeit f&uuml;r alle statt Entlassungen und McJobs!<\/span><\/big><br style=\"font-weight: bold; color: rgb(204, 0, 0);\"> <br \/>  Die Rekordarbeitslosigkeit ist nicht vom Himmel gefallen. Sie ist das Produkt der Marktwirtschaft.<br \/>  Seit dem Beginn der kapitalistischen Restauration fielen in Ostdeutschland drei Viertel aller Industriearbeitspl&auml;tze weg. Auch im Westen wurde eine neue Privatisierungswelle losgetreten, um zus&auml;tzliche Profitquellen zu erschlie&szlig;en. Das hatte Massenentlassungen zur Folge. Zwischen 1991 und 2003 wurden im &ouml;ffentlichen Dienst 1,3 Millionen Stellen gestrichen.<br \/>  W&auml;hrend den deutschen KollegInnen vorgehalten wird, dass die polnische Konkurrenz viel billiger sei, wird in Polen Rum&auml;nien und dort Albanien als Vorbild genannt. Die Spirale nach unten ist in Fahrt. In Wahrheit entstehen im Ausland weniger Arbeitspl&auml;tze, als in der Bundesrepublik wegfallen. Von 2003 bis 2005 sollten laut DIHK 50.000 Arbeitspl&auml;tze nicht hier, sondern im Ausland geschaffen werden. Von 2004 bis 2005 wurden in Deutschland aber 300.000 Menschen erwerbslos. Nicht die Betriebsverlagerungen, sondern die kapitalistische Krise von &uuml;berproduktion und &uuml;berkapazit&auml;ten sind der Grund f&uuml;r die Arbeitsplatzvernichtung.<br \/>  Lohnverzicht rettet keine Arbeitspl&auml;tze. Die Lohnquote, der Anteil der abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten am Volkseinkommen, ist zwischen 1982 und 2002 von 72 auf 62 Prozent gefallen. In der gleichen Zeit explodierte die Arbeitslosigkeit.<br \/>  Wichtiger als die Lohnkosten sind die Lohnst&uuml;ckkosten, also die Lohnkosten f&uuml;r jedes Produkt. Hier liegt Deutschland dank moderner Technik, vorhandener Infrastruktur und im internationalen Vergleich relativ hohem Ausbildungsstand im unteren Bereich.<\/p>\n<p>  <span style=\"font-weight: bold;\">Investitionsprogramm zur Schaffung von einer Million Stellen im Jahr<\/span><\/p>\n<p>  W&auml;hrend es an Kitas und Schulen fehlt, mehr Personal in den Pflegeheimen und im Umweltschutz gebraucht wird und der &ouml;ffentliche Nahverkehr ausgebaut werden m&uuml;sste, gab es noch nie so viele Menschen in der Geschichte der Bundesrepublik ohne Arbeit. Nicht Arbeit, sondern Arbeitslosigkeit wird im Augenblick finanziert. Bezieht man die Folgekosten ein, dann schl&auml;gt das mit 80 bis100 Milliarden Euro im Jahr zu Buche. Schlimmer noch: F&auml;higkeiten und Talente von Millionen k&ouml;nnen nicht zur Entfaltung kommen.<br \/>  Die WASG fordert ein umfangreiches &ouml;ffentliches Investitionsprogramm. Die Schaffung von einer Million Arbeitspl&auml;tzen w&uuml;rde im Jahr sch&auml;tzungsweise 40 Milliarden Euro kosten. Um den Finanzbedarf f&uuml;r die &ouml;ffentlichen Investitionen aufzubringen, ist eine Kehrtwende in der Umverteilungspolitik erforderlich. W&uuml;rde der Anteil der Unternehmenssteuern am gesamten Steueraufkommen noch dem Stand von 1980 entsprechen, dann w&auml;ren 50 Milliarden Euro j&auml;hrlich mehr in den Staatskassen. Wenn Kapitalbesitzer darauf mit der Androhung von Betriebsverlagerungen reagieren, dann m&uuml;ssen ihnen die Schalthebel der Macht entrissen werden. Die Konzernchefs d&uuml;rfen gerne gehen, die Produktionsanlagen m&uuml;ssen hier bleiben.<br \/>  Die WASG hat im Gr&uuml;ndungsprogramm mehrheitlich beschlossen, ein solches Investitionsprogramm durch eine Kreditaufnahme des Staates bei den Banken zu finanzieren. Das w&auml;re f&uuml;r die Masse der Bev&ouml;lkerung ein teurer Fehler. Deutsche Bank und Co. w&uuml;rden sich die H&auml;nde reiben, wenn ihnen auf diese Weise g&uuml;nstigste Einnahmem&ouml;glichkeiten verschafft w&uuml;rden. Die Schuldenmeere w&uuml;rden in Schuldenozeane verwandelt. Zur Kasse gebeten w&uuml;rden ArbeiterInnen und Angestellte. Stattdessen tritt die SAV f&uuml;r die Einstellung der Zinszahlungen an die Banken ein.<\/p>\n<p>  <span style=\"font-weight: bold;\">30-Stunden-Woche bei vollem Lohn- und Personalausgleich<\/span><br style=\"font-weight: bold;\"> <br \/>  Arbeitslosigkeit macht krank. Hunderttausende leiden an mangelndem Selbstwertgef&uuml;hl oder einfach daran, dass ihnen nicht genug Geld zum Leben bleibt. Auf der anderen Seite f&uuml;hren Arbeitszeitverl&auml;ngerung und Arbeitshetze zu Erkrankungen.<br \/>  J&auml;hrlich werden 1,5 Milliarden bezahlte und zwei Milliarden unbezahlte &uuml;berstunden geleistet. Das entspricht laut ver.di 1,47 Millionen Arbeitspl&auml;tzen. Zur Verteilung der Arbeit auf alle durch massive Arbeitszeitverk&uuml;rzung gibt es keine Alternative. Nach dem sechs Wochen langen Streik f&uuml;r die 35-Stunden-Woche in der Metall-, Elektro- und Druckindustrie 1984 konnten 300.000 Arbeitspl&auml;tze geschaffen und gesichert werden. Die Phase der Umsetzung bis Anfang der neunziger Jahre war die einzige, in der die Erwerbslosigkeit seit Mitte der siebziger Jahre stagnierte oder zur&uuml;ckging.<br \/>  Die etablierten Parteien ziehen in den Kommunen und auf L&auml;nderebene heute Arbeitszeitverl&auml;ngerungen durch. Demgegen&uuml;ber fordert die WASG &#x92;deutliche Arbeitszeitverk&uuml;rzungen&#x91;. Die SAV macht sich in der Wahlalternative daf&uuml;r stark, offensiv f&uuml;r eine Verk&uuml;rzung der Arbeitszeit in gro&szlig;en Schritten einzutreten. Nicht alle Besch&auml;ftigten haben die Arbeitszeitverk&uuml;rzungen in den achtziger Jahren in Westdeutschland in guter Erinnerung. Damals wurde die Arbeitszeit in kleinen Schritten verk&uuml;rzt und zu Rationalisierung und Leistungsverdichtung missbraucht. Darum muss die Losung die Einf&uuml;hrung der 35-Stunden-Woche als erster Schritt zur 30-Stunden-Woche sein. Und das bei vollem Personalausgleich, um neue Arbeitspl&auml;tze zu schaffen und einen erh&ouml;hten Arbeitsdruck zu verhindern.<br \/>  Die Forderung nach Arbeitszeitverk&uuml;rzung muss mit der Forderung nach vollem Lohnausgleich verbunden werden. Kein abh&auml;ngig Besch&auml;ftigter bekommt heute den Gegenwert f&uuml;r die von ihm geschaffenen Werte bezahlt. Alle Lohnabh&auml;ngigen arbeiten einen Teil der Arbeitszeit unentgeltlich &#x96; f&uuml;r den Mehrwert, den Profit, der Kapitalisten. Arbeitszeit und Lohnniveau sind Bestandteil der Auseinandersetzung zwischen Kapital und Arbeit um den von Besch&auml;ftigten geschaffenen gesellschaftlichen Reichtum. Der Kampf um Arbeitszeitverk&uuml;rzung ohne Lohneinbu&szlig;en muss Bestandteil des Kampfes f&uuml;r eine Umverteilungspolitik von oben nach unten sein.<\/p>\n<p>  <span style=\"font-weight: bold;\">Kampf um jeden Arbeitsplatz und jeden Betrieb<\/span><\/p>\n<p>  Beim Sanit&auml;rtechnischen Betrieb Grohe in Lahr stehen 1.500 Angestellte vor dem Aus. Beim Bushersteller Neoplan in Stuttgart sind mehr als 400 Arbeitspl&auml;tze bedroht. Weitere Schreckensmeldungen werden im Wahlkampf folgen. Solidarit&auml;tsarbeit muss in diesen F&auml;llen f&uuml;r ganz oben an stehen. Aber welche politischen Antworten k&ouml;nnen gegeben werden?<br \/>  Das einzige, was Arbeitspl&auml;tze rettet, ist der entschlossene Kampf um alle Arbeitspl&auml;tze und alle Werke. Einen &#x92;sozialvertr&auml;glichen&#x91; Stellenabbau gibt es nicht. Besch&auml;ftigungsgesellschaften sind nur ein Tod auf Raten. Demokratisch organisierte Streiks und Betriebsbesetzungen sind die zentralen Kampfmittel. Damit kann &ouml;konomischer Druck erzeugt und der Abtransport von Maschinen verhindert werden. Um nicht isoliert zu werden, ist der Br&uuml;ckenschlag zu anderen Werken des gleichen Konzerns, der gleichen Branche und dar&uuml;ber hinaus n&ouml;tig.<br \/>  Bei den Unternehmensbilanzen wird gelogen, dass sich die Balken biegen. Durch Ausgr&uuml;ndungen und andere Tricks werden Besitzverh&auml;ltnisse vertuscht. Darum kommt der Forderung nach &Ouml;ffnung der Gesch&auml;ftsb&uuml;cher zentrale Bedeutung zu.<br \/>  Die Eigentumsfrage darf kein Tabu sein. Die Alternative zur Abrissbirne ist die &uuml;berf&uuml;hrung der von Schlie&szlig;ung bedrohten Betriebe in Gemeineigentum. Nicht die Aufsichtsratsmitglieder, sondern die Belegschaften haben die Betriebe aufgebaut. F&uuml;r die Infrastruktur &#x96; von der Schulbildung der ArbeiterInnen bis zum Bau der Transportwege &#x96; ist die Gesellschaft aufgekommen.<\/p>\n<p>  <span style=\"font-style: italic;\">Daf&uuml;r tritt die SAV ein:<\/span><br \/>  &#8211; &Ouml;ffentliche Investitionen und Neueinstellungen in den Bereichen Umwelt, Bildung und Soziales &#x96; Finanzierung mit den Milliardengewinnen der Banken und Konzerne und den Geldern, die sich in den Taschen der Reichen befinden<br \/>  &#8211; Verteilung der Arbeit auf alle<br \/>  &#8211; 35-Stunden-Woche bei vollem Lohn- und Personalausgleich als erster Schritt zur 30-Stunden-Woche<br \/>  &#8211; Gleicher Lohn f&uuml;r gleiche Arbeit von Frauen und M&auml;nnern &#x96; in Ost und West<br \/>  &#8211; F&uuml;r den Erhalt aller Arbeitspl&auml;tze und Betriebe. Schaffung von gleichwertigen Ersatzarbeitspl&auml;tzen (zum Beispiel bei der Schlie&szlig;ung von R&uuml;stungsbetrieben oder Atomkraftwerken)<br \/>  &#8211; F&uuml;r die &Ouml;ffnung der Gesch&auml;ftsb&uuml;cher<br \/>  &#x91;- Betriebe, die mit Entlassungen und Verlagerungen drohen, m&uuml;ssen in Gemeineigentum &uuml;berf&uuml;hrt werden &#x96; demokratische Kontrolle und Verwaltung durch die arbeitende Bev&ouml;lkerung<br \/>  &#8211; F&uuml;r k&auml;mpferische und demokratische Gewerkschaften, gegen Standortlogik und Co-Management<br \/>  <big><br \/>  <\/big><span style=\"font-weight: bold; color: rgb(204, 0, 0);\"><big><a name=\"Ran_an_die_Profite_der_Banken_und\"><\/a>Ran an die Profite der Banken und Konzerne!<\/big><br \/>  <br style=\"font-weight: bold; color: rgb(204, 0, 0);\"> <\/span><img style=\"width: 165px; height: 126px;\" alt=\"dbundwasg\" src=\"\/media\/2005\/wasg-db-neunzehn.jpg\" align=\"left\">Konzerne sollen zahlen. Diesen Ansatz unterst&uuml;tzt die SAV entschieden.<br \/>  W&auml;hrend die direkte Besteuerung sinkt, steigen die indirekten Steuern weiter an. Jetzt haben CDU und CSU erkl&auml;rt, zum einen die Mehrwertsteuer weiter raufzusetzen, zum anderen die &Ouml;kosteuer beizubehalten. Dabei steckt in jedem K&uuml;hlschrank f&uuml;r den Einkommensmillion&auml;r und den Arbeitslosengeld-II-Empf&auml;nger die gleiche Mehrwertsteuer.<br \/>  N&ouml;tig ist eine einfache Einkommenssteuer, die direkt an der Quelle erhoben wird, progressiv ansteigt und auch nicht bei 47 oder 53 Prozent haltmacht (h&ouml;here Einkommen sollen prozentual hoch, niedrige Einkommen niedrig besteuert werden).<br \/>  <br style=\"font-weight: bold;\"> <span style=\"font-weight: bold;\">Eigentumsfrage<\/span><\/p>\n<p>  Daimler-Chef J&uuml;rgen Schrempp &auml;u&szlig;erte 1996 gegen&uuml;ber dem Finanzministerium: Die unter Kohl abgeschaffte Verm&ouml;genssteuer hat Schr&ouml;der nicht wieder eingef&uuml;hrt. Der Spitzensteuersatz ist unter Rot-Gr&uuml;n von 53 auf 42 Prozent gesenkt worden. Das beschert dem Einkommensmillion&auml;r 8.800 Euro monatlich.  <\/p>\n<table style=\"width: 232px; height: 319px;\" align=\"right\" border=\"0\" cellpadding=\"5\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"background-color: rgb(204, 204, 204);\"><span style=\"font-weight: bold;\">Bereicherungen &#x96; die Armut schaffen<\/span><br \/>  <small><span style=\"font-style: italic;\">BRD, 1980 &#x96; 2000:<\/span><br \/>  <big>Nettogewinne: + 96,5 %<br \/>  Nettol&ouml;hne: &#8211; 0,4 %<\/big><\/p>\n<p>  1960 wurden die Lohneinkommen zu gut sechs Prozent durch direkte Steuern belastet. Heute sind es mehr als 20 Prozent.<br \/>  Bei der Unternehmensbesteuerung ist es umgekehrt. 1960 waren es noch 20 Prozent, heute sind es im Schnitt f&uuml;nf Prozent.<\/p>\n<p>  12.400 Einkommensmillion&auml;re erzielten laut letzter Erhebung 2001 im Schnitt 2,7 Millionen Euro Eink&uuml;nfte im Jahr (1995 waren es &#8222;nur&#8220; 7.182).<\/small>  <\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p> Die K&ouml;rperschaftssteuer wurde unter dem Beifall aller Bundestagsfraktionen von 40 auf 25 Prozent reduziert. Auf dem Jobgipfel verst&auml;ndigten sich Schr&ouml;der, Fischer, Merkel und Stoiber, sie auf 19 Prozent abzusenken. Heute setzen sich die Staatseinnahmen zu rund 75 Prozent aus &#x92;Massensteuern&#x91; und weniger als 15 Prozent aus Unternehmenssteuern zusammen.<\/p>\n<p>  <span style=\"font-weight: bold;\">Steuern rauf f&uuml;r Reiche, Steuern runter f&uuml;r Lohnabh&auml;ngige<\/span><\/p>\n<p>  Mit den Kandidatur der WASG auf den Listen der Linkspartei\/PDS wird dieser Politik der Kampf angesagt: Die Reichen und &#x92;Von mir kriegt ihr nichts mehr.&#x91; Gesagt, getan. Seit Jahren gelingt es Gro&szlig;konzernen wie DaimlerChrysler, Volkswagen, Siemens und anderen, sich mit Hilfe von Steuerberatern arm zu rechnen, oder den gr&ouml;&szlig;ten Teil der Steuern im Ausland zu zahlen und zwar dort, wo sich Finanz- und Steueroasen tummeln. Nat&uuml;rlich m&uuml;ssen diese Steuerschlupfl&ouml;cher gestopft werden.<br \/>  Aber was tun, wenn Schrempp, Pischetsrieder und andere mit Kapitalflucht, Investitionsboykott und Betriebsverlagerungen drohen? Dann reicht es nicht, die Steuerfrage aufzuwerfen, dann stellt sich die Eigentumsfrage.<br \/>  Wenn sich die Herren in den Konzernvorst&auml;nden einer h&ouml;heren Besteuerung verweigern, muss ihre Wirtschafts- und Finanzpolitik kontrolliert werden. Effektiv kontrollieren kann man aber nur das, was einem geh&ouml;rt. Soll die Bereicherung einiger weniger wirksam bek&auml;mpft, soll mit Heuern und Feuern Schluss gemacht werden und der gesellschaftliche Reichtum allen zu Gute kommen, dann m&uuml;ssen die Produktionsmittel in gesellschaftliches Eigentum &uuml;bergehen.<br \/>  Im WASG-Gr&uuml;ndungsprogramm wird diese Frage aufgeworfen: &#x92;Wo die Durchsetzung demokratisch festgestellter &ouml;ffentlicher Interessen es erfordert, sind strukturbestimmende Unternehmen so zu vergesellschaften, dass private Eigent&uuml;merinteressen diesen &ouml;ffentlichen Interessen nicht mehr im Wege stehen k&ouml;nnen.&#x91; Die SAV ist der Meinung, dass die Vergesellschaftung von Banken und Gro&szlig;konzernen eine brandaktuelle Forderung ist, soll das Profitstreben &uuml;berwunden und der Ausbau von Bildungs- und Gesundheitssystem sichergestellt werden.<\/p>\n<p>  <span style=\"font-weight: bold;\">Markt oder Plan?<\/span><\/p>\n<p>  Der Kapitalismus ist ein chaotisches, krisenhaftes System. Krisen lassen sich beseitigen. Voraussetzung ist aber, dass die Wirtschaft gesellschaftlich geplant wird. In einer Planwirtschaft w&uuml;rde es keinen Mangel bei gleichzeitiger Arbeitslosigkeit und schwacher Kapazit&auml;tsauslastung geben.<br \/>  Die Vergesellschaft von Banken und Konzernen und eine demokratische Planwirtschaft w&auml;ren Grundlagen f&uuml;r eine sozialistische Gesellschaft. Die M&ouml;glichkeiten existieren daf&uuml;r. Schon heute wird in Gro&szlig;betrieben &#x92;geplant&#x91; &#x96; aber ohne Einbeziehung der Belegschaft und in Konkurrenz, nicht in Kooperation zu anderen Unternehmen.<br \/>  Die Planwirtschaft im Ostblock und in der Sowjetunion musste scheitern, weil die Diktatur einer abgehobenen, privilegierten B&uuml;rokratie herrschte. Eine geplante Wirtschaft kann nur funktionieren, wenn es demokratische Strukturen gibt. Anders kann eine planm&auml;&szlig;ige Produktion nach den Bed&uuml;rfnissen von Mensch und Umwelt nicht funktionieren.<br \/>  Im Sozialismus w&uuml;rden die Betriebe von jederzeit abw&auml;hlbaren VertreterInnen kontrolliert und verwaltet werden. Talente und F&auml;higkeiten von Millionen k&ouml;nnten gef&ouml;rdert werden.<br \/>  Mit der heutigen Verschwendung w&auml;re Schluss. W&auml;hrend derzeit weltweit eine Billion Dollar pro Jahr in die R&uuml;stung gesteckt wird, w&uuml;rden Kriege der Vergangenenheit angeh&ouml;ren.<\/p>\n<p>  <span style=\"font-style: italic;\">Daf&uuml;r tritt die SAV ein:<\/span><br style=\"font-style: italic;\"> <span style=\"font-style: italic;\">&#x91;<\/span>&#8211; Abschaffung statt Erh&ouml;hung der Mehrwertsteuer<br \/>  &#8211; Einf&uuml;hrung eines einfachen Systems von direkten Steuern auf Einkommen, Gewinne und Verm&ouml;gen bei starker Progression f&uuml;r h&ouml;here Einkommen<br \/>  &#8211; Bei Steuer- und Kapitalflucht: &uuml;berf&uuml;hrung des Betriebes in &ouml;ffentliches Eigentum<br \/>  &#8211; &uuml;berf&uuml;hrung der Banken, Konzerne und Versicherungen in Gemeineigentum<br \/>  &#8211; Demokratische Kontrolle und Verwaltung durch die arbeitende Bev&ouml;lkerung<br \/>  &#8211; Statt &uuml;berbezahlter und korrupter Manager und B&uuml;rokraten: durchschnittlicher Facharbei-terlohn und jederzeitige W&auml;hl- und Abw&auml;hlbarkeit aller Personen in Leitungsfunktionen<br \/>  &#8211; Statt Produktion f&uuml;r den Profit &#x96; Planung der Produktion nach den Bed&uuml;rfnissen von Mensch und Natur<\/p>\n<p>  <span style=\"font-weight: bold;\"><big><span style=\"color: rgb(204, 0, 0);\"><a name=\"Das_Wahlprogramm_der_WASG_und_die_SAV\"><\/a>Das Wahlprogramm der WASG und die SAV<\/span><\/big><br \/>  <br style=\"font-weight: bold; font-style: italic;\"> <\/span><span style=\"font-style: italic;\">&#x92;Wir sind die einzige Partei, die beim Sozialabbau Widerstand leistet&#x91;<\/span>, erkl&auml;rte Oskar Lafontaine auf dem WASG-Sonderparteitag am 3. Juli in Kassel. Auch wenn bei Lafontaine, WASG-Mitglied und Spitzenkandidat, auf Grund seiner Politik als saarl&auml;ndischer Ministerpr&auml;sident und SPD-Bundesvorsitzender Vorsicht geboten ist, gab er damit die Stimmung der Delegierten wider.<br \/>  Im Gegensatz zu den etablierten Parteien tritt die WASG f&uuml;r Reformen im Interesse der Lohnabh&auml;ngigen und Erwerbslosen ein.<\/p>\n<p>  <span style=\"font-weight: bold;\">Reformforderungen<\/span><\/p>\n<p>  So fordert die WASG im Wahlkampf die Besteuerung von Reichtum zur Finanzierung dieser Reformen: &#x92;Erh&ouml;hung des Spitzensteuersatzes&#x91;, &#x92;Wiedereinf&uuml;hrung der Verm&ouml;genssteuer&#x91; und eine &#x92;Erh&ouml;hung der Erbschaftssteuer&#x91; Au&szlig;erdem wird die R&uuml;cknahme der &#x92;Steuerbefreiung bei Beteiligungsverk&auml;ufen&#x91; und eine &#x92;progressive Besteuerung aller Einkommensarten&#x91; eingeklagt. Das w&uuml;rde Milliarden in die Staatskassen bringen.<br \/>  SozialistInnen haben in den letzten Monaten die WASG tatkr&auml;ftig aufgebaut. Im Wahlkampf der Linkspartei werden SAV-Mitglieder sich mit aller Kraft daf&uuml;r einsetzen, dass die Forderungen nach einer Kehrtwende in der Umverteilungspolitik offensiv bekanntgemacht werden. Im Stra&szlig;enwahlkampf, vor den Betrieben, Arbeits&auml;mtern und Schulen muss die Botschaft ankommen: Es geht auch anders!<\/p>\n<p>  <span style=\"font-weight: bold;\">Reformierbarkeit des Systems?<\/span><br style=\"font-weight: bold;\"> <br \/>  Die konkreten Debatten im Wahlkampf und dar&uuml;ber hinaus werfen aber weitergehende programmatische Fragen auf. Diesen Fragen m&uuml;ssen sich alle WASG-Mitglieder und Unterst&uuml;tzerInnen des Linkspartei-Wahlkampfes stellen. Im Kapitalismus, einer Wirtschaft, die auf Konkurrenz und Profitgier basiert, gibt kein Unternehmer freiwillig einen Teil seiner Beute ab. Darum argumentiert die SAV nicht gegen die finanzpolitischen Forderungen der WASG, sondern gegen eine Beschr&auml;nkung darauf.<br \/>  Da die Herren in den Chefetagen bei jeder Steuererh&ouml;hung androhen werden, den Geldhahn abzudrehen oder Werke ins Ausland zu verlagern, sind SozialistInnen fest davon &uuml;berzeugt, dass die bestehenden Eigentums- und Machtverh&auml;ltnisse angetastet werden m&uuml;ssen. Aus diesem Grund d&uuml;rfen wir nicht nur auf W&auml;hlerstimmen aus sein, sondern m&uuml;ssen auf eine Massenmobilisierung von unten setzen, um Zugest&auml;ndnisse zu erk&auml;mpfen. Deshalb ist es auch notwendig, dass die WASG sich hier und jetzt in K&auml;mpfe einbringt und den Widerstand innerhalb und au&szlig;erhalb der Parlamente verbindet.<br \/>  Oskar Lafontaine, Klaus Ernst und andere verbreiten mit ihrer Konzentration auf steuerpolitische Ma&szlig;nahmen und einer nachfrageorientierten Politik Illusionen in den Kapitalismus.<\/p>\n<p>  <span style=\"font-weight: bold;\">Steigerung der Nachfrage?<\/span><br style=\"font-weight: bold;\"> <br \/>  Im Wahlmanifest tritt die WASG f&uuml;r eine &#x92;St&auml;rkung der Kaufkraft der Besch&auml;ftigten und ihrer Familien&#x91; ein. Auf dem Bundesparteitag im Mai wurde mit dem Gr&uuml;ndungsprogramm mehrheitlich beschlossen, dass durch eine Ankurbelung des Konsums die Wachstumsschw&auml;che behoben werden k&ouml;nnte.<br \/>  SozialistInnen unterst&uuml;tzen jede Ma&szlig;nahme zur St&auml;rkung der Kaufkraft der arbeitenden und erwerbslosen Bev&ouml;lkerung. Das hat f&uuml;r uns oberstes Gebot, weil wir f&uuml;r jede Verbesserung der Lebens- und Arbeitsverh&auml;ltnisse von Besch&auml;ftigten und sozial Benachteiligten eintreten. Wir halten es aber f&uuml;r grundfalsch, sich davon L&ouml;sungen f&uuml;r die kapitalistischen Probleme und Krisen zu erhoffen.<br \/>  Das Gr&uuml;ndungsprogramm der WASG fu&szlig;t auf den Ideen des Keynesianismus. Unserer Ansicht nach ignorieren die Keynesianer jedoch wesentliche Merkmale der kapitalistischen Wirtschaft, die von Karl Marx und Friedrich Engels richtig analysiert wurden. Die Aneignung unbezahlter Arbeit ist die Grundlage des Kapitalismus. ArbeiterInnen m&uuml;ssen immer mehr Werte produzieren als sie zur&uuml;ckbekommen. Nat&uuml;rlich k&ouml;nnte AEG mehr Geschirrsp&uuml;lger&auml;te verkaufen, wenn bei Aldi und Telekom die L&ouml;hne raufgesetzt w&uuml;rden. Aber dar&uuml;ber entscheiden die Chefetagen von Aldi und Telekom, und diese sehen durch jede Lohn- und Gehaltsaufbesserung ihren Profit geschm&auml;lert. Deshalb werden die Kapitalbesitzer mit allen Mitteln ihr Eigentum verteidigen.<br \/>  Privateigentum und Konkurrenz begr&uuml;nden Ausbeutung und Profitgier. Sie f&uuml;hren zudem in aller Regelm&auml;&szlig;igkeit zu Ungleichgewichten und Krisen, in denen der <span style=\"font-style: italic;\">&#x92;Widerspruch zwischen gesellschaftlicher Produktion und kapitalistischer Aneignung zum gewaltsamen Ausbruch&#x91;<\/span> kommt (Friedrich Engels).<\/p>\n<p>  <span style=\"font-weight: bold;\">Wahlkampf<\/span><br style=\"font-weight: bold;\"> <br \/>  Aus Sicht der SAV ist es jetzt das Gebot der Stunde, alle Kr&auml;fte in den Wahlkampf zu werfen, um ein bestm&ouml;gliches Stimmergebnis f&uuml;r die Linkspartei zu erreichen, die WASG weiter aufzubauen und dazu beizutragen, dass aus dem neuen Ansatz eine k&auml;mpferische politische Interessenvertretung f&uuml;r alle diejenigen wird, die bislang keine Vertretung hatten.<br \/>  Gerade, weil es aber auch darum gehen muss, was nach dem Wahltag passieren soll, wie der kommenden Angriffswelle von Merkel und Unternehmerseite begegnet werden kann, muss auch &uuml;ber die Frage nach einem Ausweg aus der kapitalistischen Sackgasse diskutiert werden. Dieser Wahlkampf wird viele politisieren und damit ein Forum bieten, Debatten &uuml;ber grundlegende Alternativen zu Armut, Arbeitslosigkeit und Profitsystem zu f&uuml;hren.<br \/>  <big><br \/>  <\/big><span style=\"font-weight: bold; color: rgb(204, 0, 0);\"><big><a name=\"F&uuml;r_eine_k&auml;mpferische_Arbeiterpartei\"><\/a>F&uuml;r eine k&auml;mpferische Arbeiterpartei<\/big><br \/>  <br style=\"font-weight: bold; color: rgb(204, 0, 0);\"> <\/span>Es ist notwendig, &uuml;ber einen Erfolg bei der Bundestagswahl hinaus zu denken. Ob Schwarz-Gelb oder Gro&szlig;e Koalition &#x96; mit einer CDU-gef&uuml;hrten Bundesregierung wollen die Unternehmer zum Angriff blasen. Dagegen muss erbitterte Gegenwehr geleistet werden.<br \/>  Beim Widerstand gegen die drohende Offensive von Regierung und Kapital kann eine Partei eine wichtige Rolle spielen. Hier ist die Kandidatur der &#x92;Wahlalternative &#x96; Arbeit &amp; soziale Gerechtigkeit&#x91; (WASG) auf den offenen Listen der in Linkspartei umbenannten PDS nur ein erster Schritt. AktivistInnen in Betrieben, Gewerkschaften und Protestbewegungen m&uuml;ssen sich selbst einschalten und daf&uuml;r sorgen, dass aus diesem Ansatz eine neue k&auml;mpferische Partei wird, die Besch&auml;ftigte, Erwerbslose, Jugendliche und RentnerInnen anspricht.<\/p>\n<p>  <span style=\"font-weight: bold;\">Widerstand inner- und au&szlig;erhalb des Bundestags<\/span><br style=\"font-weight: bold;\"> <br \/>  Eine solche Kraft ist etwas anderes als die Addition der WASG- und PDS-Mitglieder. Ihr kommt die Aufgabe zu, Betroffene des sozialen Kahlschlags zu organisieren und K&auml;mpfe zu vernetzen. Im Bundestag kann sie ein Sprachrohr f&uuml;r alle sein, die sich gegen Entlassungen, Arbeitszeitverl&auml;ngerung oder Studiengeb&uuml;hren zur Wehr setzen.<br \/>  Kapitaleigner und Verm&ouml;gende erhoffen sich in Angela Merkel eine deutsche Margaret Thatcher. Thatcher hatte nicht nur die Vision, in Gro&szlig;britannien eine Privatisierungsorgie zu starten und den Einfluss der Gewerkschaften zu zertr&uuml;mmern. Ihre Haltung war es auch, den Rechtsruck an der Spitze der Arbeiterbewegung und die politische Orientierungslosigkeit vieler Linker nach dem Zusammenbruch des Stalinismus auszunutzen. Jede Attacke auf gewerkschaftliche und demokratische Rechte begleitete sie mit dem TINA-Schlachtruf: &#x92;There Is No Alternative.&#x91;<br \/>  Hier ist eine neue politische Interessenvertretung gefordert. Ihr kommt die Aufgabe zu, den inhaltlichen Austausch von AktivistInnen in die Hand zu nehmen, Gegenargumente zu liefern und politische Alternativen auszuarbeiten.<\/p>\n<p>  <span style=\"font-weight: bold;\">Was kann nach einem Wahlerfolg erreicht werden?<\/span><\/p>\n<p>  W&auml;re die Linkspartei schon w&auml;hrend der Montagsdemonstrationen gegen Hartz IV in Fraktionsst&auml;rke im Bundestag vertreten gewesen, dann h&auml;tten ihre Bundestagsabgeordneten durch eine Teilnahme an den Demos eine ungleich gr&ouml;&szlig;ere Aufmerksamkeit f&uuml;r die Proteste bewirken k&ouml;nnen. Es w&auml;re m&ouml;glich gewesen, das Parlament als Plattform f&uuml;r die Anliegen der Bewegung zu nutzen. Wenn im Reichstagsgeb&auml;ude Reden &uuml;ber politische Beweggr&uuml;nde, Forderungen, Ziele und Demotermine gehalten worden w&auml;ren, dann w&auml;ren Millionen erreicht worden.<br \/>  Die PDS hatte in der letzten Legislaturperiode zwei Bundestagsabgeordnete und einen Apparat, der sich auf mehr als 60.000 Mitglieder st&uuml;tzt. Nat&uuml;rlich beteiligte sich die PDS an den Anti-Hartz-Protesten. Unglaubw&uuml;rdig war sie aber f&uuml;r viele, weil die Partei in Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und vielen Kommunen selbst am Sozialabbau mitwirkt. Im letzten Herbst zeigte sich zudem, dass die PDS ihre Ressourcen nicht nutzt, um Proteste zu st&auml;rken und zu vernetzen. Die PDS war kein Motor der Bewegung, ihr fehlten Perspektive und Programm zur Verhinderung der Hartz-Gesetze. Die Entt&auml;uschung mit der PDS war f&uuml;r viele WASG-Mitglieder ein Anlass, sich am Aufbau einer neuen Partei zu beteiligen.<br \/>  Gemeinsam mit Bundestagsabgeordneten h&auml;tte eine in Betrieben und sozialen Bewegungen verankerte neue, k&auml;mpferische Partei die verschiedenen Anti-Hartz-Aktivit&auml;ten letztes Jahr miteinander verbinden k&ouml;nnen und w&auml;re in der Lage gewesen, eine bundesweit bedeutsame Konferenz von AktivistInnen auf die Beine zu stellen. Dort h&auml;tten die n&auml;chsten Kampfschritte entwickelt, Einfluss auf die gewerkschaftlichen Strukturen genommen und der Bewegung eine politische Perspektive gegeben werden k&ouml;nnen. Vielleicht w&auml;re es dar&uuml;ber auch m&ouml;glich gewesen, den Druck auf Teile der PDS zu erh&ouml;hen.<br \/>  <br style=\"font-weight: bold;\"> <span style=\"font-weight: bold;\">Sind Ver&auml;nderungen m&ouml;glich?<\/span><\/p>\n<p>  In der Anti-Hartz-Bewegung wurde einmal mehr deutlich, dass Demonstrationen von Tausenden und Zehntausenden, die nicht koordiniert werden, ausgesessen werden k&ouml;nnen. Die Kr&auml;fteverh&auml;ltnisse verschieben sich dann, wenn mit Massenmobilisierungen und Streiks gewaltiger Druck erzeugt wird.<br \/>  Arbeitsniederlegungen h&auml;tten die Unternehmer da getroffen, wo es ihnen wirklich schmerzt: bei ihren Profiten. Wenn kein Auto mehr vom Band geht, wenn kein Bauarbeiter mehr auf ein Ger&uuml;st steigt, wenn kein Angestellter und kein Arbeiter f&uuml;r die Chefs mehr einen Finger krumm macht, dann k&ouml;nnen Verbesserungen durchgesetzt werden.<br \/>  Auf Grund ihrer Stellung in der Produktion und der F&auml;higkeit, ein kollektives Bewusstsein zu erlangen, ist die Arbeiterklasse die entscheidende Kraft in der Gesellschaft. Zur Arbeiterklasse geh&ouml;rt nicht nur der Kumpel in der Zeche, sondern jede und jeder, die oder der w&auml;hrend des Erwerbslebens gezwungen ist, die eigene Arbeitskraft als Ware zu verkaufen. Das sind mehr als 90 Prozent der Bev&ouml;lkerung.<br \/>  Darum muss eine neue Partei, die sich gegen das Establishment richtet, vor allem ArbeiterInnen, Angestellte, Arbeitslose und Auszubildende ansprechen und gewinnen. Darum muss der Ansatz zu einer neuen Partei, mit der WASG als heute entscheidendem Bestandteil, weiter aufgebaut werden &#x96; zu einer k&auml;mpferischen Arbeiterpartei.<br \/>  F&uuml;r erfolgreiche Streiks sind kampfbereite Belegschaften, k&auml;mpferische Vertrauensleute und oppositionelle Gewerkschaftsmitglieder n&ouml;tig, die gegen den Kurs der heutigen DGB-F&uuml;hrung Widerstand leisten. Eine Arbeiterpartei k&ouml;nnte den KollegInnen und AktivistInnen politischen R&uuml;ckhalt geben und diese programmatisch bewaffnen.<\/p>\n<p>  <span style=\"font-weight: bold;\">Systemfrage<\/span><\/p>\n<p>  Christian Wulff, CDU-Ministerpr&auml;sident in Niedersachsen, musste eingestehen, dass durch die Existenz der Linkspartei eine <span style=\"font-style: italic;\">&#x92;Radikalisierung der politischen Auseinandersetzung&#x91;<\/span> stattfindet. Der ehemalige Daimler-Chef Reuter erkl&auml;rte im K&ouml;lner Stadtanzeiger vom 29. April: <span style=\"font-style: italic;\">&#x92;Noch gr&ouml;&szlig;er als die schreckliche Sorge der Arbeitslosigkeit ist f&uuml;r mich die Sorge, dass die Akzeptanz unseres politischen Systems in der breiten Bev&ouml;lkerung immer mehr unter Druck kommt.&#x91;<\/span> Das Allensbach-Institut stellte fest, dass <span style=\"font-style: italic;\">&#x92;nur noch ein Viertel der Deutschen eine &acirc;&#x80;&#x98;gute Meinung&#x91; vom Kapitalismus&#x91;<\/span> hat.<br \/>  B&uuml;rgerliche Repr&auml;sentanten und Institutionen k&ouml;nnen den Stimmungswandel nicht leugnen. Viele wissen aber nur, wogegen sie sind. Eine neue Arbeiterpartei muss ein Forum f&uuml;r Debatten &uuml;ber grundlegende gesellschaftliche Alternativen bieten.<br \/>  Durch Massenmobilisierungen und Streiks k&ouml;nnen Verschlechterungen r&uuml;ckg&auml;ngig gemacht werden. Angesichts von &uuml;berkapazit&auml;ten, Pleiten, Handelskonflikten sowie &ouml;ffentlichen und privaten Schuldenbergen ist aus kapitalistischer Sicht der Spielraum f&uuml;r Zugest&auml;ndnisse jedoch begrenzt. Schneller als in der Vergangenheit tendieren K&auml;mpfe f&uuml;r Reformen oder nur zur Abwehr von Konterreformen dazu, in eine zugespitzte Konfrontation zu m&uuml;nden und die gesellschaftlichen Eigentums- und Machtverh&auml;ltnisse in Frage zu stellen.<br \/>  Die PDS tr&auml;gt den Sozialismus zwar im Namen, hat aber mit dem Kapitalismus Frieden geschlossen. Wenn eine neue Partei (die sich auf die WASG und Tausende von AktivistInnen st&uuml;tzen m&uuml;sste) eine Alternative zu den etablierten Parteien bleiben will, dann muss sie bereit sein, sich mit den Kapitalisten anzulegen. Ohne antikapitalistisches und letztendlich sozialistisches Grundverst&auml;ndnis l&auml;uft sie Gefahr, sich irgendwann auf Sachzwanglogik und Sozialabbau einzulassen.<br \/>  Die Unternehmer tun alles, um ihr System, die Diktatur der Banken und Konzerne, zu verteidigen. Sie st&uuml;tzen ihre Herrschaft auf Polizei, Armee und Gerichte. Im Kleinen zeigte sich das in einigen Arbeitsk&auml;mpfen, in denen Streikende kriminalisiert wurden, w&auml;hrend, wie beim Ostmetallerstreik 2003, Streikbrecher Polizeischutz genie&szlig;en.<br \/>  SozialistInnen in der WASG setzen sich daf&uuml;r ein, dass die Partei Raum bietet f&uuml;r Strategiediskusionen zur &uuml;berwindung des kapitalistischen Systems.<\/p>\n<p>  <span style=\"font-weight: bold;\">Perspektiven f&uuml;r WASG und Linkspartei<\/span><\/p>\n<p>  Die SAV tritt f&uuml;r die gr&ouml;&szlig;tm&ouml;gliche Einheit im Widerstand gegen die kapitalistische Misere ein.<br \/>  Die gemeinsame Kandidatur zur Bundestagswahl haben die Parteispitzen von WASG und PDS mit dem Anspruch verbunden, &#x92;ein neues linkes Projekt auf den Weg zu bringen&#x91;. Ziel ist eine Fusion beider Parteien.<br \/>  Von einem &#x92;neuen linken Projekt&#x91; kann nur dann die Rede sein, wenn Tausende oder gar Zehntausende im Wahlkampf der Linkspartei dazusto&szlig;en und sich viele k&auml;mpferische Vertrauensleute, Sch&uuml;ler- und Studierendenvertreter und AktivistInnen sozialer Bewegungen aktiv einbringen.<br \/>  Eine blo&szlig;e Fusion der WASG mit der PDS w&auml;re kein Fortschritt. Schlie&szlig;lich weicht die PDS &uuml;berall dort, wo sie Verantwortung &uuml;bernimmt, vor dem Druck des Kapitals zur&uuml;ck. Unter einzelnen Parteimitgliedern gibt es zwar Unmut, aber seit Jahren ist kein ernsthafter innerparteilicher Widerstand erkennbar. Folglich w&uuml;rde eine solche &#x92;B&uuml;ndelung&#x91; viele, die Opfer der PDS-Realpolitik sind, abschrecken.<br \/>  <span style=\"font-style: italic;\">&#x92;Das neue Programm der PDS nimmt wesentliche Elemente aus sozialdemokratischer Programmatik auf: Unter anderem das Bekenntnis zu Demokratie und Marktwirtschaft, zu freiem Unternehmertum und zu Gewinnen&#x91;<\/span> (Oskar Lafontaine im Interview in der S&uuml;ddeutschen Zeitung vom 16. Juni). Zum einen ist das ein Argument gegen ein Zusammenschluss der WASG mit der PDS. Zum anderen macht das deutlich, dass es falsch w&auml;re, Oskar Lafontaine einen politischen Freibrief auszustellen. Sein Ziel ist eine SPD vor der Agenda 2010 und des Schr&ouml;der-Kabinetts. Bei den Gedankenspielen von Lafontaine und Gysi, eine Tolerierung oder Koalition mit der SPD unter Umst&auml;nden f&uuml;r vorstellbar zu halten, m&uuml;ssen die Alarmglocken klingeln.<br \/>  Bis zum 18. September gilt es, auf ein bestm&ouml;gliches Ergebnis der Linkspartei hinzuarbeiten. Gleichzeitig muss die WASG weiter aufgebaut werden. Der geplante eigenst&auml;ndige Wahlkampf der WASG muss jetzt in die Tat umgesetzt werden. Die SAV pl&auml;diert f&uuml;r klare Schwerpunkte: R&uuml;cknahme der Agenda 2010; Arbeitszeitverk&uuml;rzung bei vollem Lohn- und Personalausgleich; drastische Besteuerung von Gewinnen und Verm&ouml;gen. &uuml;berall, wo Belegschaften gegen Entlassungen k&auml;mpfen, muss die WASG praktische Unterst&uuml;tzung leisten.<br \/>  Auf dem Sonderparteitag am 3. Juli fasste die Wahlalternative nach lebendiger Debatte folgenden Beschluss: <span style=\"font-style: italic;\">&#x92;An einer Regierung im Bund werden wir uns nur dann beteiligen, wenn dies zu einem grundlegenden Politikwechsel auf der Basis unseres Gr&uuml;ndungsprogramms f&uuml;hrt.&#x91;<\/span> Das muss im Wahlkampf klar gemacht werden.<br \/>  Die Chance der WASG muss genutzt werden: f&uuml;r den Aufbau einer k&auml;mpferischen Arbeiterpartei &#x96; mit sozialistischem Programm.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[78],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11337"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11337"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11337\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11337"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11337"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11337"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}