{"id":11282,"date":"2005-05-24T21:26:24","date_gmt":"2005-05-24T21:26:24","guid":{"rendered":".\/?p=11282"},"modified":"2005-05-24T21:26:24","modified_gmt":"2005-05-24T21:26:24","slug":"11282","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2005\/05\/11282\/","title":{"rendered":"Widerstand gegen Arbeitsplatzvernichter"},"content":{"rendered":"<p>Gemeinsam k&auml;mpfen, gemeinsam streiken &#x96; das kann die zahlreichen Auseinandersetzungen in den Betrieben zum Erfolg f&uuml;hren<!--more--><br \/>\n &nbsp;<br \/>\nArbeitsplatzabbau, Produktionsverlagerung und das Ausspielen von Belegschaften ist g&auml;ngige Praxis vieler Unternehmen. Doch dagegen gibt es Widerstand. <br \/>  Beispiel Berlin: Jeden Tag werden neue Meldungen &uuml;ber die Vernichtung von Arbeitspl&auml;tzen verk&uuml;ndet: 700 K&uuml;ndigungen beim Bosch-Siemens-Hausger&auml;te-Werk, 1.500 K&uuml;ndigungen bei der Charit&eacute;, 800 Stellen weniger bei der S-Bahn, 200 Arbeitspl&auml;tze weniger im Spandauer Siemens Optik-Werk, &uuml;ber 2.000 Arbeitspl&auml;tze weniger bei den Berliner Vekehrsbetrieben (BVG) &#x96; die Liste l&auml;sst sich fortsetzen. <br \/>  Doch den KollegInnen bei Bosch-Siemens-Hausger&auml;te reicht&#x92;s: sie haben begonnen sich gegen diese Politik zu wehren. Mit mittlerweile drei Streik- und Protesttagen bereiten sie sich auf einen unbefristeten Streik ab Juni zur Verteidigung ihrer Arbeitspl&auml;tze vor. Bei der BVG legten tausende KollegInnen am 24. Mai von vier bis elf Uhr die Busse, Bahnen und Trams gegen die Privatisierungspl&auml;ne lahm. <br \/>  Um auch die anderen von Kahlschlag bedrohten Betriebe einzubeziehen und die Gegenwehr zu steigern, tritt die SAV f&uuml;r einen eint&auml;gigen Streik- und Protesttag in Berlin ein: Er k&ouml;nnte den Besch&auml;ftigten in den verschiedenen Branchen aufzeigen, welche St&auml;rke sie gemeinsam in die Waagschale werfen k&ouml;nnen und wie gemeinsam &#x96; bei BVG, S-Bahn, Bosch-Siemens, Siemens und Co &#x96; den Unternehmern und ihrer Regierung eingeheizt werden kann. <br \/>  Auch andersorts beginnt der Widerstand gegen Lohnk&uuml;rzungen und Arbeitsplatzvernichtung. Der finnische Kone-Konzern will die Produktion von Rolltreppen am Standort Hattingen aufgeben und somit auf einen Schlag &uuml;ber 300 Arbeitspl&auml;tze vernichten. Auch hier haben die KollegInnen angefangen, sich zu wehren: &Uuml;ber 2.000 Menschen nahmen am 19. Mai an einer Protestkundgebung teil. <br \/>  Bei Alstom Power in Mannheim legten die Mitarbeiter f&uuml;nf Tage am St&uuml;ck die Arbeit nieder, um gegen den Abbau von 2.000 Arbeitspl&auml;tzen zu protestieren. <br \/>  Tausende s&auml;chsische LehrerInnen streikten am 18. gegen den Abbau von 8.000 Stellen. Am 24. Mai wurde der Streik ausgeweitet und auch Grundschulen in den Kampf einbezogen.<\/p>\n<p>  <span style=\"font-weight: bold;\">Was tun?<\/span><\/p>\n<p>  Arbeitspl&auml;tze sind nur durch entschlossene Gegenwehr zu retten. Zugest&auml;ndnisse wie l&auml;ngere Arbeitszeiten oder niedrigere L&ouml;hne verstehen die Bosse nur als Aufforderung, noch dreister zu werden. Streik ist die einzige Sprache, die sie verstehen. <br \/>  Entscheidend f&uuml;r den Erfolg wird aber sein, ob die Solidarit&auml;t anderer Belegschaften und der Bev&ouml;lkerung mobilisiert werden kann, um den Widerstand auszuweiten und einen gemeinsamen Kampf zu f&uuml;hren. Schluss damit, dass ein Betrieb nach dem anderen eingemacht wird. <br \/>  Auch f&uuml;r die neue Linkspartei, &#x84;Arbeit &amp; soziale Gerechtigkeit &#x96; die Wahlalternative&#x93; (WASG), sind diese K&auml;mpfe wichtig: Sie sollte sich solidarisch erkl&auml;ren und Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die K&auml;mpfe organisieren. Das w&auml;re auch der beste Beitrag zu einem erfolgreichen Wahlkampf und einer Partei, die von den KollegInnen zu Recht als ihre Partei angesehen werden kann. <\/p>\n<p>  <span style=\"font-style: italic;\">von Holger Dr&ouml;ge, Berlin<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gemeinsam k&auml;mpfen, gemeinsam streiken &#x96; das kann die zahlreichen Auseinandersetzungen in den Betrieben zum Erfolg f&uuml;hren<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[11],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11282"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11282"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11282\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11282"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11282"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11282"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}