{"id":11279,"date":"2005-05-24T21:20:00","date_gmt":"2005-05-24T21:20:00","guid":{"rendered":".\/?p=11279"},"modified":"2005-05-24T21:20:00","modified_gmt":"2005-05-24T21:20:00","slug":"11279","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2005\/05\/11279\/","title":{"rendered":"Schr&ouml;der scheitert an Hartz IV"},"content":{"rendered":"<p>Jetzt aktiv werden bei der WASG: K&auml;mpferische Arbeiterpartei aufbauen!<!--more--><br \/>\n &nbsp;<br \/>\nBei der Landtagswahl in NRW bekam Rot-Gr&uuml;n die Quittung f&uuml;r Hartz IV. Im letzten Herbst waren Zehntausende gegen Zwangsarbeit und Zwangsumz&uuml;ge auf die Stra&szlig;e gegangen. Seitdem hielten Wut und Hass gegen die Zerschlagung der sozialen Sicherungssysteme an. Und zwangen nun SPD und Gr&uuml;ne zu vorgezogenen Neuwahlen. <br \/>  Ob Schr&ouml;der oder Merkel, Fischer oder Westerwelle an den Fleischt&ouml;pfen der Regierungsmacht &#x96; das macht f&uuml;r Lohnabh&auml;ngige und Erwerbslose keinen gro&szlig;en Unterschied. Darum gilt es, die Wut in Widerstand zu wandeln &#x96; auch auf der politischen Ebene. Wir brauchen endlich eine Partei, die im Wahlkampf unsere Interessen vertritt und danach nicht darauf rumtrampelt. Mit der neuen Partei &#x84;Arbeit &#038; soziale Gerechtigkeit &#x96; Die Wahlalternative&#x93;, WASG, gibt es zum ersten Mal seit langer Zeit eine Kraft, die 365 Tage im Jahr den Protesten gegen Sozialk&uuml;rzungen einen Ausdruck geben kann. <\/p>\n<p>  <span style=\"font-weight: bold;\">Rot-Gr&uuml;n am Ende<\/span> <\/p>\n<p>  Die Wahl an Rhein und Ruhr kostete die SPD nach 39 Jahren nicht nur das Regierungsamt. Das Ergebnis war ein Debakel, das schlechteste Abschneiden seit 1954. Unter ArbeiterInnen und Gewerkschaftsmitgliedern verlor die Sozialdemokratie sogar neun Prozent gegen&uuml;ber der vorherigen Wahl. <br \/>  Warum wollen Schr&ouml;der und M&uuml;ntefering dann schon in diesem Herbst Bundestagswahlen? Ein Zeichen von St&auml;rke? Wohl kaum. <br \/>  Ist das &#x84;strukturelle Patt zwischen Bundestag und Bundesrat&#x93; (M&uuml;ntefering) der Grund? Daran w&uuml;rde sich im extrem unwahrscheinlichen Fall eines Wahlsiegs nicht &auml;ndern. <br \/>  Wenn ein Bundeskanzler seinem bevorstehenden politischen Ende durch Harakiri zuvorkommen will, dann aus einem einzigen Grund: weil er keine andere &#x84;Wahl&#x93; hat. <br \/>  Nachdem die letzte rot-gr&uuml;ne L&auml;nderregierung in die Opposition geschickt wurde, kann die Schr&ouml;der-Regierung keinen einzigen Tag weiter existieren. Aufgrund des Unmuts in der arbeitenden Bev&ouml;lkerung kann sich das Bundeskabinett bei keiner Abstimmung einer eigenen Mehrheit sicher sein. Mit den Neuwahlen will M&uuml;ntefering jede Kritik der Ottmar Schreiners in der SPD-Fraktion im Keim ersticken. <br \/>  <br style=\"font-weight: bold;\"> <span style=\"font-weight: bold;\">Unternehmer fordern Angriffe <\/span><\/p>\n<p>  Angesichts des m&ouml;rderischen Konkurrenzkampfes haben die Unternehmer in den letzten Monaten deutlich gemacht, dass sie kein &#x84;Durchwursteln&#x93; akzeptieren wollen. Die dramatische Haushaltskrise (bei einem Fehlbetrag von mindestens 15 Milliarden Euro) &#x84;zwingen&#x93; die willf&auml;hrigen Diener der Banken und Konzerne im Reichstag zu Mehrwertsteuererh&ouml;hungen, Ren&shy;tenk&uuml;rzungen und weiteren sozialen Grausamkeiten. Die Konjunktur bleibt am Boden wie ein Wetterfrosch vor nahendem Gewitter. Ein &ouml;konomischer Gewittersturm mit Fabrikschlie&szlig;ungen und Massenentlassungen ist aufgrund der gewaltigen kapitalistischen Krisentendenzen jederzeit m&ouml;glich. <br \/>  Mit den vorzeitigen Neuwahlen spekulieren Schr&ouml;der, M&uuml;ntefering und Co darauf, der neuen Partei WASG einen Strich durch die Rechnung zu machen. Mit der kurzen Vorbereitungszeit auf die Bundestagswahlen soll der weitere Aufbau durchkreuzt werden. <\/p>\n<p>  <span style=\"font-weight: bold;\">&#x84;Lagerwahlkampf&#x93;? <\/span><\/p>\n<p>  Geht es jetzt um eine &#x84;Richtungswahl&#x93; von CDU\/CSU\/FDP gegen&uuml;ber SPD und Gr&uuml;nen? Von wegen. Abgesehen von zwischenzeitlichem Wahlkampf-Ged&ouml;ns waren sich Schwarz-Gelb und Rot-Gr&uuml;n bei den Hartz-Gesetzen einig. Auch die j&uuml;ngsten Unternehmenssteuersenkungen wurden auf dem &#x84;Jobgipfel&#x93; einvernehmlich beschlossen. <br \/>  Nachdem die Regierung &#x84;zumindest einige der W&uuml;nsche, die von den Wirtschaftsverb&auml;nden und -instituten an sie herangetragen worden waren&#x93;, erf&uuml;llte (FAZ vom 23. Mai), baut das Kapital heute mehrheitlich auf die CDU. Nach einem CDU\/CSU\/FDP-Wahlsieg soll beim Sozialkahlschlag eine neue Runde eingel&auml;utet werden: (Teil-) Privatisierungen von Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung, Ausbau des Niedriglohnsektors, Aush&ouml;hlung des Fl&auml;chentarifs, Amputierung der Mitbestimmungsrechte&#8230; <br \/>  Damit werden sie sich verrechnen: Durch ein solches Vorgehen kann der Druck im Kessel so weit steigen, dass die DGB-Spitze schnell zu einer Mobilisierung gezwungen und die Frage einer Massenstreikbewegung in Deutschland auf die Tagesordnung gesetzt werden kann. <br \/>  <br style=\"font-weight: bold;\"> <span style=\"font-weight: bold;\">WASG-Wahlkampf vorbereiten <\/span><\/p>\n<p>  In NRW trat die WASG zum ersten Mal &uuml;berhaupt an. Auf Anhieb erreichte sie 2,2 Prozent. Das ist ein Achtungserfolg. Darauf l&auml;sst sich aufbauen. <br \/>  Mehr als zwei Drittel unterst&uuml;tzen M&uuml;nteferings &#x84;Kapitalismus-Kritik&#x93;. Gen&uuml;tzt hat das der SPD in NRW nichts. Der Kapitalismus sollte nicht populistisch kritisiert, sondern energisch bek&auml;mpft werden. <br \/>  Mit der WASG gibt es heute die Chance, eine Partei aufzubauen, die den Abwehrkampf von ArbeiterInnen und Erwerbslosen entschlossen unterst&uuml;tzt, Verbindungen zwischen den K&auml;mpfen herstellt und gegen die Folgen des kapitalistischen Wahnsinns agiert &#x96; egal, ob das System &#x84;Raubtierkapitalismus&#x93; oder &#x84;soziale Marktwirtschaft&#x93; geschimpft wird. Werde aktiv und setz&acute; dich mit uns in der WASG f&uuml;r eine solche Politik ein.<br \/>  <br style=\"font-style: italic;\"> <span style=\"font-style: italic;\">von Aron Amm, Berlin <\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jetzt aktiv werden bei der WASG: K&auml;mpferische Arbeiterpartei aufbauen!<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[78],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11279"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11279"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11279\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11279"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11279"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11279"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}