{"id":11229,"date":"2005-04-13T16:22:13","date_gmt":"2005-04-13T16:22:13","guid":{"rendered":".\/?p=11229"},"modified":"2005-04-13T16:22:13","modified_gmt":"2005-04-13T16:22:13","slug":"11229","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2005\/04\/11229\/","title":{"rendered":"Besch&auml;ftige legen Uni lahm"},"content":{"rendered":"<p>Bericht von den Warnstreiks in Stuttgart am 11. April 2005<!--more--><br \/>\n &nbsp;<br \/>\n11.4.05. Semesterbeginn. Doch an der Uni-Stuttgart ist f&uuml;r viele Studierenden der Zugang zu den H&ouml;rs&auml;&auml;len geschlossen. Der Hausmeister, selbst nicht mal Gewerkschaftsmitglied, schlie&szlig;t einfach die T&uuml;ren nicht auf. Er beteiligt sich damit am Warnstreik der L&auml;nderbesch&auml;ftigten. Vor einem der Hauptgeb&auml;ude versammeln sich ungef&auml;hr 50 Unibesch&auml;ftigte. Arbeiter, Verwaltungsangestellte, Wissenschaftler. <br \/>  Zu wenig meinen viele. Aber in der Diskussion wird schnell klar, dass die Kollegen nicht verantwortlich sind f&uuml;r die schlechte Beteiligung. Die BeamtInnen werden nicht aufgerufen. Die f&uuml;r sie per Gesetz verh&auml;ngte Arbeitszeitverl&auml;ngerung und die K&uuml;rzungen bei Urlaubs- und Weihnachtsgeld hat die Belegschaften gespalten. Es gibt Skepsis und mangelndes Vertrauen in ver.di, dass die Angriffe auf die L&auml;nderbesch&auml;ftigten wirklich abwehrt werden. Ein Kollege fragt, warum nicht in allen Landeseinrichtungen in Stuttgart heute gestreikt wird. Die ver.di-Sekret&auml;rin meint in anderen &Auml;mtern w&auml;ren noch weniger organisiert. Aber was ist mit dem statistischen Landesamt? Da soll es heute angeblich im Betrieb auch eine Aktion geben. Die Streikenden ist klar, dass man gemeinsam k&auml;mpfen muss. <br \/>  An der Uni hei&szlig;t das auch gemeinsam mit den Studierenden. Um einen verschlossenen H&ouml;rsaal haben sich 50 Studierende versammelt. Der Dozent erkl&auml;rt, dass die Veranstaltung ausf&auml;llt. Der Vorschlag den Studierenden selbst zu erkl&auml;ren, warum heute gestreikt wird, wird aufgegriffen. Die Studierenden reagieren mit Verst&auml;ndnis. Viele Vorlesungen und Seminare mussten ausfallen weil R&auml;ume verschlossen und Mikrophone ausgeschaltet wurden. Viele DozentInnen und ProfessorInnen zeigten sich solidarisch. Eine Franz&ouml;sichdozentin begann ihr Seminar mit der Erkl&auml;rung sie h&auml;tte gerne gestreikt aber sei aus R&uuml;cksicht auf die Erstsemester anwesend. Daf&uuml;r wolle sie jetzt aber erkl&auml;ren warum der Streik stattfinde und die Wiedereinf&uuml;hrung der 38,5 Stunde notwendig sei. Dabei stellte sich allerdings herraus, dass fast keiner der Anwesenden wu&szlig;te warum gestreikt wird. <br \/>  Leider hat es an diesem Morgen f&uuml;r die Erstsemester, die den ersten Uni-Tag hatten und die anderen Studierenden von ver.di kein Flugblatt gegeben. In Anbetracht von Studiengeb&uuml;hren und dem enormen Druck auf die Studenten ist eine gemeinsame Kampffront m&ouml;glich. <br \/>  Eines hat der Warnstreik an der Uni Stuttgart aber vor allem gezeigt. Mit 50 Streikenden kann man den Uni-Betrieb lahmlegen. Wenn es darauf ankommt, hat der Hausmeister mehr Macht als der Professor. L&auml;nderbesch&auml;ftigte an der Uni und sonstwo sollten sich nicht l&auml;nger einreden lassen, sie h&auml;tten keine Kampfkraft.<br \/>  Auch am Staatstheater Stuttgart streikten die Besch&auml;ftigten. Abends wurde zwar gespielt, jedoch nur ein St&uuml;ck mit weniger Aufwand. Nach den Warnstreiks muss jetzt die Urabstimmung kommen und bundesweit ein Streik bei den L&auml;ndern vorbereitet werden.<br \/>  <br style=\"font-style: italic;\"> <span style=\"font-style: italic;\">von Ursel Beck, Stuttgart<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bericht von den Warnstreiks in Stuttgart am 11. April 2005<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[17],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11229"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11229"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11229\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11229"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11229"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11229"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}