{"id":11221,"date":"2005-03-31T17:18:16","date_gmt":"2005-03-31T17:18:16","guid":{"rendered":".\/?p=11221"},"modified":"2005-03-31T17:18:16","modified_gmt":"2005-03-31T17:18:16","slug":"11221","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2005\/03\/11221\/","title":{"rendered":"Internationalismus gegen Imperialismus &#160;"},"content":{"rendered":"<p>Die Arbeit der Vierten Internationale w&#228;hrend des Zweiten Weltkriegs f&#252;r die deutsche Revolution&#160;<!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  W&#228;hrend des Zweiten Weltkrieges arbeiteten die kleinen trotzkistischen   Truppen unter den schwierigsten Bedingungen. Selbst in b&#252;rgerlichen   Demokratien wurden f&#252;hrende ihrer Mitglieder f&#252;r die Verbreitung ihrer   Ansichten (USA, Schweiz) oder f&#252;r die Unterst&#252;tzung streikender   ArbeiterInnen (Gro&#223;britannien) ins Gef&#228;ngnis geworfen. In Deutschland   und den besetzten Gebieten mussten sie nat&#252;rlich im Untergrund arbeiten,   waren von Verhaftung, Folter, Gef&#228;ngnis, Konzentrationslager und   Ermordung bedroht. Oft bek&#228;mpften nicht nur die Nazis sondern auch   andere Widerstandsgruppen sie. Stalinistische Organisationen   verleumdeten sie nicht nur als Nazis, sondern behandelten sie auch so,   wenn sie konnten. Pietro Tresso alias Blasco, Mitbegr&#252;nder der   Kommunistischen Partei Italiens und seit 1930 Trotzkist, wurde bei einem   Partisanenangriff auf das franz&#246;sische Gef&#228;ngnis von Puy 1943 befreit.   Die stalinistisch gef&#252;hrten Partisanen sonderten ihn und vier weitere   Trotzkisten von den &#252;brigen Befreiten ab, einer durfte nach Paris   abreisen, die vier anderen wurden nie mehr gesehen.<\/p>\n<p>Diesen   kleinen, von mehreren Seiten verfolgten Gruppen gab die &#220;berzeugung   Kraft, dass der Krieg wie schon der Erste Weltkrieg mit einer   revolution&#228;ren Welle enden werde. F&#252;r den Erfolg dieser Revolution ma&#223;en   sie Deutschland eine Schl&#252;sselstellung zu: Wegen der zahlenm&#228;&#223;igen   St&#228;rke der deutschen Arbeiterklasse, ihrer revolution&#228;ren Traditionen   (nach dem Ersten Weltkrieg) und der Tradition von   Arbeiter-Massenorganisationen. Gleichzeitig sahen sie aber mehr oder   weniger deutlich die Gefahren, die der Revolution drohten: Nach dem   Ersten Weltkrieg hatte die Sozialdemokratie international den   Kapitalismus gerettet. Jetzt standen gleich zwei internationale   Str&#246;mungen, Sozialdemokratie und Stalinismus, dazu bereit. Gleichzeitig   versuchten die westlichen Imperialisten und die Sowjetunion durch   Bombardierung der Arbeiterviertel und das Sch&#252;ren von antideutschem   Chauvinismus einer deutschen Revolution entgegenzuarbeiten. Deshalb   setzten es sich die Organisationen der trotzkistischen Vierten   Internationale sowohl in den von Deutschland besetzten Gebieten als auch   in Britannien und den USA (unabh&#228;ngig von einander, weil keine Kontakte   mehr zwischen ihnen m&#246;glich waren) zur Aufgabe, dieser Propaganda   entgegen zu wirken<\/p>\n<p><b>W&#228;hrend des Krieges <\/b><\/p>\n<p>Im   Archiv des Internationalen Sekretariats der Vierten Internationale in   Paris befindet sich ein Brief vom 24. Januar 1948 an die &quot;Falken&quot; in   K&#246;ln, in dem es unter anderem heisst: &quot;<i>In mehreren L&#228;ndern   &#8211; besonders in Frankreich, Belgien, Holland und D&#228;nemark &#8211; organisierten   wir aktive Propaganda unter den proletarischen Soldaten der Wehrmacht,   gaben verschiedene deutsche Schriften heraus, und bek&#228;mpften hartn&#228;ckig   den chauvinistischen &quot;Deutschenfresser&quot;-Fanatismus, w&#228;hrend wir uns   gleichzeitig in der ersten Reihe des antifaschistischen Kampfes gegen   den Nazi-Imperialismus befanden. Wir sind stolz, dass wir w&#228;hrend der   ganzen Zeit der deutschen Besatzung Europas die einzige   Arbeiterorganisation waren, die in der Propaganda und in der Tat f&#252;r   internationale Verbr&#252;derung gek&#228;mpft hat. W&#228;hrend der Prozesse, die die   Gestapo gegen unsere Genossen in Holland und Belgien unternommen hat,   betonten die Nazis immer, dass von allen K&#228;mpfen gegen das Dritte Reich   der unsrige, internationalistische, am gef&#228;hrlichsten sei.&quot;<\/i><\/p>\n<p>In   den Niederlanden machten die TrotzkistInnen an die deutschen Soldaten   gerichtete Propaganda. In den Haag klebten sie Gummipapier mit Parolen   an Kasernenmauern (die Parolen hatten sie mit Stempeln auf das Papier   gemacht). In Rotterdam wurden Flugbl&#228;tter auf deutsch verfasst und an   geeigneten Stellen platziert. Die niederl&#228;ndischen TrotzkistInnen waren   der Ansicht, dass sie, wenn sie zur Zwangsarbeit nach Deutschland   befohlen werden, hingehen und dort politische Arbeit versuchen sollen.   Auf diese Weise konnte ihre im Untergrund erscheinende Zeitung immer   wieder Stimmungsberichte aus Deutschland bringen. Nach einer Aussage   nach dem Krieg, gab es Kontakte zu illegalen Gruppen in Deutschland. Ein   Trotzkist aus Groningen nahm in Bremerhaven an einem kurzen Streik teil.<br \/>In   D&#228;nemark verbreiteten die TrotzkistInnen Flugbl&#228;tter mit dem Titel <i><span>&quot;Die   Wahrheit&quot;<\/span><\/i> unter den deutschen Soldaten.<\/p>\n<p>In   Frankreich organisierten die trotzkistische POI (Parti Ouvri&#232;r   Internationaliste) verschiedene Aktivit&#228;ten, um Besatzungssoldaten zu   erreichen. Sie gaben Flugbl&#228;tter heraus, die dann an Kasernenmauern oder   bei Kinos, die f&#252;r deutsche Soldaten reserviert waren, platziert wurden.   Der H&#246;hepunkt ihrer Arbeit war die Zeitung <i>&quot;Arbeiter und Soldat&quot;<\/i>.   Sie wurde herausgegeben von einem jungen deutschen trotzkistischen   Emigranten, Victor oder Paul Widelin oder Martin Monat. Er war Mitglied   im provisorischen Europ&#228;ischen Sekretariat der Vierten Internationale   geworden und ging deshalb 1943 von Belgien nach Paris, um an der Arbeit   des Sekretariats teilzunehmen. Im Juli, August und September 1943   erschien je eine Nummer. Franz&#246;sische TrotzkistInnen verbreiteten die   Zeitung, besonders erfolgreich in Brest, wo es gelang, etwa 15 deutsche   Soldaten f&#252;r den Trotzkismus zu gewinnen, die dann das Material weiter   verbreiteten. Sie beschafften auch Ausweise f&#252;r die Franzosen,   organisierten die Desertion von Soldaten und Waffen f&#252;r den Widerstand,   gaben eigenes Material heraus und organisierten gemeinsame Treffen.   Leider waren sie manchmal etwas unvorsichtig. Einmal sollen sie sogar   auf der Stra&#223;e die &quot;Internationale&quot; gesungen haben. Die Gruppe wurde von   der Gestapo unterwandert, am 6. Oktober schlug sie bei einem   Verbr&#252;derungstreffen zu. 17 deutsche Soldaten wurden noch am selben Tag   erschossen. 18 Franzosen wurden in der Bretagne verhaftet, einer wurde   ebenfalls erschossen, 11 von ihnen deportiert, mehrere &#252;berlebten nicht.   Auch in Paris gab es am selben Tag Verhaftungen, von denen die F&#252;hrung   der POI schwer getroffen wurde.<br \/><img align=\"left\" style=\"width: 100px; height: 190px\" alt=\"marcelhic\" src=\"\/media\/2005\/marcelhic.jpg\">Ihr   Generalsekret&#228;r Marcel Hic, der f&#252;r die POI die Verbr&#252;derungsarbeit   geleitet hatte, und die weiteren f&#252;hrenden Mitglieder Rousset,   Filliatre, Fourni&#233;, Baufr&#232;re wurden verhaftet, brutal gefoltert und ins   KZ Buchenwald gebracht. Laut einer unmittelbar nach dem Krieg   erschienenen Brosch&#252;re wurden insgesamt 65 Trotzkisten verhaftet, unter   ihnen 30 deutsche Soldaten und Marineangeh&#246;rige. Widelin konnte   entkommen und kehrte vor&#252;bergehend nach Belgien zur&#252;ck. Die Zeitung   konnte erst im April und Juni 1944 wieder erscheinen. Widelin fiel dann   durch Zufall im Sommer 1944 der Gestapo in die H&#228;nde und wurde so schwer   gefoltert, dass die Gestapo ihn f&#252;r tot hielt. Er wurde in ein   Krankenhaus gebracht, dort aber der Gestapo verraten, abgeholt und am   selben Tag ermordet. Marcel Hic &#252;berlebte ebenfalls nicht.<\/p>\n<p>Die   politische Linie von <i>&quot;Arbeiter und Soldat&quot;<\/i> war, dass   Deutschland zu Beginn des Krieges Erfolge hatte wegen seinem Vorsprung   bei der R&#252;stung. Das ist vorbei, die Niederlage ist unvermeidlich, die   Frage ist nur, ob sie durch einen milit&#228;rischen Sieg der   anglo-amerikanischen Imperialisten oder durch eine Arbeiterrevolution in   Deutschland herbeigef&#252;hrt wird. Nat&#252;rlich musste man auf eine Revolution   hinarbeiten, weil sie erstens den Krieg und das mit ihm verbundene   Leiden schneller beenden kann, und zweitens verhindern kann, dass die   Unterdr&#252;ckungs- und Ausbeutungspl&#228;ne der westlichen Imperialisten   durchgef&#252;hrt werden. Die Zeitung warnte vor einer Wiederholung der   SPD-Politik von 1918, die jetzt auch von den StalinistInnen vertreten   wurde, und berichtete von den Klassenk&#228;mpfen in den alliierten L&#228;ndern,   zum Beispiel in England.<\/p>\n<p>Die StalinistInnen gaben auch an die   deutschen Soldaten gerichtetes Material heraus. Aber f&#252;r sie waren es   Soldaten einer feindlichen Armee, die man demoralisieren wollte, nicht   potenzielle Verb&#252;ndete f&#252;r die Revolution, die man gewinnen wollte.   Deshalb war diese Arbeit f&#252;r die StalinistInnen kein Widerspruch zu   chauvinistischer Hetze, bis hin zu der Parole <i><span>&quot;<\/span>chacun   son boche&quot;<\/i>, also jeder soll einen Deutschen umbringen.<br \/>Die   TrotzkistInnen argumentierten, dass tote deutsche Soldaten zwar nicht   mehr f&#252;r Hitler k&#228;mpfen k&#246;nnen, aber auch nicht mehr gegen ihn.   Schimpfworte wie <i><span>&quot;boche&quot;<\/span><\/i> (franz&#246;sisch)   oder <i><span>&quot;Moffen&quot;<\/span><\/i> (niederl&#228;ndisch) lehnten sie   nat&#252;rlich ab.<br \/>Aber nicht nur durch ihre Arbeit unter den   Beatzungssoldaten versuchten die TrotzkistInnen, eine   internationalistische Linie durchzusetzen. In ihrem illegalen Material   in den besetzten Gebieten und ebenso in den USA und Gro&#223;britannien   forderten sie die ArbeiterInnen zum gemeinsamen Klassenkampf auf. Sie   protestierten gegen Kampfformen, die dem im Wege standen, zum Beispiel   Attentate auf einfache Wehrmachtsangeh&#246;rige. Ende 1943 beschloss das in   Paris im Untergrund t&#228;tige Provisorische Europ&#228;ische Sekretariat eine   Resolution, die gegen die Bombardierung der deutschen St&#228;dte und ihrer   Arbeiterviertel protestierte und die ArbeiterInnen zum gemeinsamen Kampf   aufrief (siehe Anhang).<br \/>Sie erinnerten an die revolution&#228;ren   Traditionen der deutschen Arbeiterklasse, von 1918ff, an die Gr&#252;nde,   warum Hitler an die Macht kommen konnte und protestierten gegen den   antideutschen Chauvinismus, wie er besonders von vielen B&#252;rgerlichen und   den Stalinisten verbreitet wurde, bis hin zu der Parole &quot;<i>nur ein   toter Deutscher ist ein guter Deutscher&quot;<\/i>.<\/p>\n<p><b>Nach   Kriegsende<\/b><\/p>\n<p>Nach Kriegsende ging diese Propagandaarbeit weiter   und wurde erg&#228;nzt mit Protesten gegen die Beschl&#252;sse der Potsdamer   Konferenz, die Unterdr&#252;ckung durch die Besatzungsm&#228;chte, die   wirtschaftliche Auspl&#252;nderung durch Reparationen. Verbunden wurde das   mit praktischer materieller Hilfe f&#252;r GenossInnen und InteressentInnen   in Deutschland.<\/p>\n<p>Dazu kam die Arbeit unter den deutschen   Kriegsgefangenen. Die britischen TrotzkistInnen gaben mit Hilfe junger   deutscher EmigrantInnen in London von 1946 bis 1948 zweimal monatlich   eine Zeitschrift f&#252;r die deutschen Kriegsgefangenen heraus, die auf viel   Zuspruch stie&#223; und sich auch (durch entlassene Kriegsgefangene etc.) in   Deutschland verbreitete. Die Zeitung hie&#223; &#252;brigens auch <i><span>&quot;<\/span>Solidarit&#228;t&quot;<\/i>,   so wie die heutige Zeitung der SAV.<br \/>Im Winter 1946\/47 gab es einen   Prozess gegen den britischen Trotzkisten William Clemison in Sheffield,   weil er die <i><span>&quot;Solidarit&#228;t&quot;<\/span><\/i>, die   Zeitung der &#246;sterreichischen Trotzkisten und weiteres deutschsprachiges   Material an Kriegsgefangene verteilt hatte. Vor Gericht verteidigte er   seine T&#228;tigkeit und prangerte an, dass unter einer sogenannten   sozialistischen Labour-Regierung Kirche und alte Nazi-Offiziere   Kriegsgefangene ihre Ideen unter Kriegsgefangenen verbreiten d&#252;rfen,   aber Arbeiterorganisationen nicht. Er forderte das Recht der   Kriegsgefangenen, an Veranstaltungen der Arbeiterbewegung teilzunehmen.   Auf den Vorhalt, dass er kein deutsch verstehe, also nicht wisse, was in   dem Material gestanden habe, erwiderte er, dass die Vierte   Internationale in allen L&#228;ndern f&#252;r die gleichen Ziele eintritt. Er   wurde zu einer Geldstrafe verurteilt, aber nicht nur in der britischen   trotzkistischen Presse und der Solidarit&#228;t wurde den Prozess berichtet,   sondern auch international.<br \/>Auch die belgischen Trotzkisten gaben   eine Zeitung f&#252;r die Kriegsgefangenen heraus und berichteten in ihrer   sonstigen Presse &#252;ber die Lage der Kriegsgefangenen und auch zum   Beispiel &#252;ber Streiks belgischer Bergarbeiter gegen die unmenschlichen   Arbeitsbedingungen von Zwangsarbeit leistenden Kriegsgefangenen.   Solidarit&#228;tsarbeit mit den Kriegsgefangenen gab es auch in Frankreich.<\/p>\n<p>Nat&#252;rlich   versuchte die Vierte Internationale auch, in Deutschland selber eine   Sektion aufzubauen, was durch die schwierigen materiellen   Lebensverh&#228;ltnisse und das Besatzungsregime sehr schwierig war. Dazu   kam, dass die wenigen &#252;berlebenden AktivistInnen zun&#228;chst einmal einen   sehr gro&#223;en theoretischen Diskussions- und Kl&#228;rungsbedarf hatten. Die   objektiven Bedingungen waren sehr gut, weil die Massen mit den   imperialistischen und stalinistischen Besatzungsm&#228;chten und den mit   ihnen zusammenarbeitenden Parteien sehr direkte Erfahrungen machte. Bei   jungen Menschen gab es einen riesigen Hunger nach Ideen, aber gro&#223;e   Hemmungen, sich zu organisieren. Als Folge erinnerte die T&#228;tigkeit der   Vierten Internationale zu Deutschland teilweise mehr an einen   revolution&#228;ren Buchversand als an eine revolution&#228;re Organisation. Dazu   kamen Spannungen zwischen deutschen GenossInnen und den verschiedenen   Emigrantengruppen. Das f&#252;hrte dazu, dass nach Kriegsende mehrere Jahre   vergingen, bis &#252;berhaupt eine trotzkistische Gruppe in Deutschland   gegr&#252;ndet wurde.<\/p>\n<p><i>von Wolfram Klein, Stuttgart<\/i><\/p>\n<p><b>Anhang:<\/b><br \/><b><br \/><\/b>Provisorisches   Europ&#228;isches Sekretariat der Vierten Internationale:<br \/><b>Hilfe   f&#252;r das deutsche Proletariat <\/b><br \/><i>(ver&#246;ffentlicht in:   Quatri&#232;me Internationale, nouvelle s&#233;rie, no 2, D&#233;cembre, 1943,   Nachdruck in: Les congr&#232;s de la IVe Internationale (manifestes, th&#232;ses,   r&#233;solutions). 2. L&#65533;Internationale dans la guerre. 1940-1946. Paris 1982,   S. 181f., eigene &#220;bersetzung) <\/i><\/p>\n<p>Die Bombardements der   deutschen St&#228;dte folgen in schnellerer Folge und mit wachsender   Intensit&#228;t aufeinander. Den ganzen Winter machen Tausende und   Abertausendes deutsche und ausl&#228;ndische Arbeiter die grausamen Folgen   des Luftkriegs der Imperialisten durch. Ganze St&#228;dte werden binnen ein   paar Stunden ausgel&#246;scht. Unz&#228;hlige Menschen sterben jeden Tag und jede   Nacht unter den qualmenden Ruinen, die diese modernen &quot;Ritter der L&#252;fte&quot;   und des Todes, die Piloten im Dienst des Imperialismus, wahllos und ohne   Erbarmen anh&#228;ufen. Quer durch Deutschland verbergen sich immer gr&#246;&#223;ere   Mengen der verwirrten Opfer, die ihren Herd, ihre M&#246;bel, ihre   notwendigsten Dinge verloren haben.<br \/>Mit der Verst&#228;rkung des   Luftbombardements von Deutschland, ebenso wie im Rest des besetzten   Europa, verfolgt der angels&#228;chsische Imperialismus einen vorgefertigten   Plan der systematischen Zerst&#246;rung der europ&#228;ischen Wirtschaft.   Gleichzeitig entfesselt er, der gegen den Hitler-&quot;Rassismus&quot; k&#228;mpft,   eine bestialische Propaganda gegen das deutsche Volk. Er versucht, die   wahren Gr&#252;nde des gegenw&#228;rtigen imperialistischen Konflikts, der aus   inneren Widerspr&#252;chen der kapitalistischen Regime kommt und aus   unvers&#246;hnlichen Gegens&#228;tzen, die die Imperialisten gegen einander   stellen, zu verstecken hinter dem Mythos vom &quot;ewigen deutschen&quot;   Aggressor, militaristischen Krieger und Eroberungsgierigen. Er vermengt   auch bewusst die arbeitenden Klassen Deutschlands mit der deutschen   imperialistischen Bourgeoisie und ihrem politischen Werkzeug, dem   gegenw&#228;rtigen Hitler-Regime. Aber die Hauptbesch&#228;ftigung des   angels&#228;chsischen Imperialismus im gegenw&#228;rtigen Stadium des Krieges ist   das Ersticken der europ&#228;ischen Revolution, die sich seit der   italienischen Krise vom Juli 1943 mit Riesenschritten n&#228;hert und deren   Hauptrahmen morgen gerade Deutschland sein wird. Der angels&#228;chsische   Imperialismus versucht durch seine Luftterror-Aktion gegen die deutsche   Bev&#246;lkerung und seine rassistische &quot;Antiboche&quot;-Propaganda das deutsche   Proletariat zu demoralisieren, den Glauben an den Internationalismus der   Arbeiterklasse zu brechen und das ausl&#228;ndische Proletariat gegen ihre   Br&#252;der Deutschlands in Stellung zu bringen, die revolution&#228;re Welle zu   zerbrechen, um sie schlie&#223;lich endg&#252;ltig zu erdrosseln.<br \/>Die   stalinistischen Parteien auf der anderen Seite, die den Kampf f&#252;r die   Verteidigung der UdSSR nach Art der sowjetischen B&#252;rokratie als Kampf   f&#252;r die Ausl&#246;schung des deutschen Volkes ohne Klassenunterschiede   interpretieren, marschieren in ihrer rassistischen antideutschen   Kampagne im gleichen Schritt mit dem angels&#228;chsischen Imperialismus.<br \/>Jetzt,   wo eine neue Terrorwelle auf die deutsche Bev&#246;lkerung einschl&#228;gt und wo   nach der j&#252;ngsten Konferenz in Teheran neue Drohungen des   angels&#228;chsischen Imperialismus mit der stalinistischen B&#252;rokratie als   Komplizen eine Verst&#228;rkung des Ausrottungskampfes gegen das gro&#223;e Volk   von Europa voraussehen lassen, das Opfer des eigenen und des   ausl&#228;ndischen Imperialismus ist, brandmarkt die Vierte Internationale   diese verbrecherische Politik und sympathisiert ganz mit den grausam   gepr&#252;ften deutschen arbeitenden Klassen. Sie appelliert an die   moralische und materielle Solidarit&#228;t der Proletarier aller L&#228;nder ihren   Klassenbr&#252;dern Deutschlands gegen&#252;ber. Sie l&#228;dt die Arbeiter   Deutschlands ein ihren Kampf f&#252;r den Sturz des Hitlerregimes zu   verst&#228;rken und erneut den Weg der deutschen, europ&#228;ischen und   Weltrevolution zu beschreiten. Sie erbittet von allen ihren Sektionen   nachdr&#252;cklich eine systematische Kampagne gegen die verheerende und   barbarische Aktion des angels&#228;chsischen Imperialismus, gegen seine   chauvinistische Propaganda, f&#252;r die Verbr&#252;derung in den besetzten   Gebieten mit den deutschen Arbeitern in Uniform, gegen die   imperialistischen Projekte eines neuen Versailler Friedens, f&#252;r die   Vereinigten Sozialistischen Staaten Europas und der Welt.&#160;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Arbeit der Vierten Internationale w&#228;hrend des Zweiten Weltkriegs f&#252;r<br \/>\n    die deutsche Revolution&#160;<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[90],"tags":[250],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11221"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11221"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11221\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11221"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11221"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11221"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}