{"id":11175,"date":"2005-02-17T12:43:18","date_gmt":"2005-02-17T12:43:18","guid":{"rendered":".\/?p=11175"},"modified":"2005-02-17T12:43:18","modified_gmt":"2005-02-17T12:43:18","slug":"11175","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2005\/02\/11175\/","title":{"rendered":"Erkl&auml;rung zu den ASG-Bundesvorstandsbeschl&uuml;ssen"},"content":{"rendered":"<p>von Marc Treude, Landesdelegierter der Regionalgruppe Aachen, Platz 18 der Landesreserveliste der ASG in NRW, Mitglied des Rates der Stadt Aachen<!--more--><br \/>\n &nbsp;<br \/>\nAuf der Landesdelegiertenkonferenz NRW wurde ich von der Mehrheit der Delegierten auf Platz 18 der Landesreserveliste zur Landtagswahl am 22. Mai<br \/>  gew&auml;hlt. Ich wurde als Sozialist und Mitglied der SAV, das f&uuml;r eine k&auml;mpferische Ausrichtung der ASG eintritt, gew&auml;hlt. Viele Delegierte gratulierten mir zu dieser Wahl, weil sie meinten,dass auch SAV Mitglieder vertreten sein sollten. Die Aufforderung des Bundesvorstandes der ASG, Funktions- und Mandatstr&auml;ger in der ASG sollten auf ihre Mitgliedschaft in der SAV verzichten, also dort austreten, kommt einer Entm&uuml;ndigung der Delegierten in NRW nahe. Andersherum bedeutet der Beschluss des Bundesvorstandes n&auml;mlich, dass Mitglieder der SAV in der ASG nicht in Funktionen oder Mandate gew&auml;hlt werden sollen.<\/p>\n<p>  Ich weise diese Forderung des Bundesvorstandes eindeutig zur&uuml;ck! Ich bin deshalb Mitglied der SAV, weil ich der Auffassung bin, dass eine sozialistische Organisation in Deutschland dringend notwendig ist. Eine Organisation, die versteht, dass es im Kapitalismus nur die Klasse der Unternehmer, Gro&szlig;aktion&auml;re und der Superreichen ist, die profitiert. Dem ganzen Rest der Bev&ouml;lkerung bleibt nichts anderes &uuml;brig, als ihre Arbeitskraft zu Markte zu tragen oder von den kargen sozialen Almosen zu leben. Und das liegt nicht etwa nur an einer ungerechten Verteilung des gesamten Volkseinkommens, sondern am System selbst: Im Kapitalismus gilt einzig und allein das Prinzip des maximalen Profites. Dies lehne ich ab. Sozialistische Politik hei&szlig;t konsequent an der Seite der Besch&auml;ftigten, Erwerbslosen, Jugendlichen und RentnerInnen zu stehen und K&auml;mpfe f&uuml;r Arbeit und soziale Sicherung zu unterst&uuml;tzen und zu initiieren. Deshalb wende ich mich auch gegen jegliche Form von Sozialabbau, Arbeitsplatzvernichtung und Privatisierungen und gegen Koalitionen mit oder Tolerierung von den Sozialabbau-Parteien. Beim Kampf f&uuml;r unsere Rechte d&uuml;rfen wir uns nicht auf die kapitalistischen Sachzwanglogik einlassen. Ansonsten landen wir da, wo SPD und PDS heute sind. Als gewerkschaftlicher Vertrauensmann wurde ich aus meinem Betrieb deshalb fristlos entlassen, weil ich mich gegen Massenentlassungen ausgesprochen habe. Als Sozialist trete ich ein f&uuml;r die Vergesellschaftung von Betrieben und Unternehmen, die mit Massenentlassungen drohen. <br \/>  Im Aachener Stadtrat bin ich von Anfang an auf Konfrontationskurs zur vermeintlich alternativlosen neoliberalen Politik gegangen. Mein erster Antrag war die Ablehnung von Hartz IV, von Ein-Euro-Jobs und Zwangsumz&uuml;gen. Dies hatte vor allem im Umfeld der Montagsdemonstration gro&szlig;en Zuspruch gefunden. <br \/>  Als Mitglied der SAV beteilige ich mich seit ihrem Bestehen an konkreten K&auml;mpfen der Arbeiterbewegung. Auf lokaler Ebene initiieren wir selbst Demonstrationen und Proteste gegen Sozialk&uuml;rzungen, Arbeitsplatzabbau und Betriebsschlie&szlig;ungen. In den Gewerkschaften treten wir ein f&uuml;r einen k&auml;mpferischen Kurs, immer im Interesse der KollegInnen. Bei all dieser Arbeit k&ouml;nnen wir uns auch auf die Erfahrungen der Schwesterorganisationen der SAV aus allen Kontinenten berufen. Denn die SAV ist Mitglied im Komitee f&uuml;r eine Arbeiterinternationale &#8211; KAI (engl. CWI). Das allein ist aber nicht der Grund f&uuml;r eine internationale Organisation. Das Kapital ist l&auml;ngst &uuml;ber alle Grenzen hinweg organisiert und vernetzt. Deshalb kann es auch nur international bek&auml;mpft werden. <\/p>\n<p>  Die Ziele der SAV stehen in keinem Gegensatz zu denen der ASG. Die Forderungen der ASG werden im Rahmen des Kapitalismus nicht dauerhaft durchzusetzen sein. Kapitalistische Krisen und die Macht der multinationalen Konzerne machen das unm&ouml;glich. Demokratie in der Wirtschaft geht nur bei &ouml;ffentlichem Eigentum. Diese Debatte muss in der ASG gef&uuml;hrt werden. <br \/>  Die SAV ist nach dem Rechtsruck von SPD, Gr&uuml;nen und PDS f&uuml;r den Neuaufbau einer Partei eingetreten, die sich kompromisslos f&uuml;r die Interessen der Besch&auml;ftigten, der Erwerbslosen, der sozial Benachteiligten einsetzt. Wir wollen einen Beitrag leisten, dass die ASG eine solche Partei wird. Es kann der ASG nur gut tun, wenn sie m&ouml;glichst viele SozialistInnen in ihren Reihen hat, die den Kampf f&uuml;r soziale Verbesserungen mit dem Kampf f&uuml;r die &Uuml;berwindung des Kapitalismus verbinden wollen. Solche Ideen m&uuml;ssen in der ASG diskutiert werden und auch deshalb muss sie einen demokratischen und pluralistischen Charakter haben. <br \/>  Ich fordere alle, die genauso denken auf, gemeinsam mit der SAV f&uuml;r einen solchen Kurs zu streiten. Baut mit uns einen starken und k&auml;mpferischen sozialistischen Fl&uuml;gel IN der ASG auf. Macht mit bei der SAV!!<br \/>  <br style=\"font-style: italic;\"> <span style=\"font-style: italic;\">Aachen, den 17. Februar 2005<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Marc Treude, Landesdelegierter der Regionalgruppe Aachen, Platz 18 der Landesreserveliste der ASG in NRW, Mitglied des Rates der Stadt Aachen<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[30],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11175"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11175"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11175\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11175"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11175"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11175"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}