{"id":11169,"date":"2005-02-15T13:42:11","date_gmt":"2005-02-15T13:42:11","guid":{"rendered":".\/?p=11169"},"modified":"2005-02-15T13:42:11","modified_gmt":"2005-02-15T13:42:11","slug":"11169","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2005\/02\/11169\/","title":{"rendered":"Bundesvorstand der ASG geht gegen SAV-Mitglieder vor"},"content":{"rendered":"<p>Stellungnahme der SAV-Bundesleitung vom 15. Februar 2005 <!--more--><br \/>\n &nbsp;<br \/>\n<span style=\"font-weight: bold;\">Bundesvorstand der ASG geht gegen SAV-Mitglieder vor <\/span><br style=\"font-weight: bold;\"> <span style=\"font-weight: bold;\">Schluss mit der Ausgrenzung von SozialistInnen! <\/span><br style=\"font-weight: bold;\"> <br \/> <span style=\"font-style: italic;\">Stellungnahme der SAV-Bundesleitung vom 15. Februar 2005 <\/span> <br style=\"font-style: italic;\"> <br \/> Der Bundesvorstand der ASG diskutiert, SAV-Mitglieder nicht in die neue Partei auf&shy;zunehmen und fordert Funktionstr&auml;ge&shy;rInnen und KandidatInnen auf, aus der SAV auszu&shy;treten. Dies kann nur als Versuch ge&shy;wertet werden linke KritikerInnen und so&shy;zialistische Positionen aus der ASG heraus zu dr&auml;ngen. Der Beschluss des Bundesvor&shy;stands re&shy;pr&auml;sentiert die Einf&uuml;hrung einer Zwei-Klassen-Mitgliedschaft in der ASG. Es handelt sich nicht ?nur? um eine Attacke gegen die SAV. Nach der SAV werden ande&shy;re linke KritikerInnen ins Visier der jet&shy;zigen Bundesvorstandsmehrheit geraten. Das Vorgehen gef&auml;hrdet deshalb die ge&shy;samte ASG als breites und pluralistisches Projekt zum Aufbau einer Alternative zum Einheitspartei&shy;enbrei der Sozialr&auml;uber, Job&shy;killer und Privatisierer. <br \/> Wir fordern alle Gliederungen, Funktions&shy;tr&auml;gerInnen und Mitglieder der neuen Partei auf gegen das Vorgehen und gegen die Beschl&uuml;sse des Bundesvorstands zu protes&shy;tieren und deren R&uuml;cknahme zu fordern. <\/p>\n<p> <span style=\"font-weight: bold;\">Worum geht es angeblich? <\/span><\/p>\n<p> Im Zusammenhang mit den Ausgrenzungs&shy;bestrebungen wurden in der Vergangenheit die abenteuerlichsten Vorw&uuml;rfe gegen die SAV kolportiert: die SAV unterwandere und do&shy;miniere ASG-Gruppen; die SAV un&shy;terst&uuml;tze die gewerkschaftsfeindliche AUB; die SAV sei eine Partei, die gegen die ASG bei Wahlen antreten wolle; die SAV halte ASG- und SAV-Zielsetzungen nicht trans&shy;parent auseinander. <\/p>\n<p> Dies sind aus unserer Sicht vorgeschobene Vorw&uuml;rfe, die davon ablenken sollen, dass es darum geht, linke KritikerInnen und so&shy;zialistische Positionen aus der ASG zu dr&auml;ngen. Trotzdem sehen wir uns ge&shy;zwungen diese kurz zu beantworten: <\/p>\n<p> Die SAV tritt seit Mitte der 90er Jahre f&uuml;r den Aufbau einer neuen, breiten Arbeiter&shy;partei ein. Darunter haben wir immer eine Partei verstanden, die konsequent gegen So&shy;zialabbau, Privatisierungen und Arbeitsplatz&shy;vernichtung k&auml;mpft und Ak&shy;tivistInnen aus verschiedenen Grup&shy;pierungen und politischen Traditionen, Ge&shy;werkschafterInnen und sich neu poli&shy;tisierende ArbeitnehmerInnen, Erwerbslose, Jugendliche und RentnerInnen zusammen bringt. Wir haben uns immer da&shy;f&uuml;r ausge&shy;sprochen, dass eine solche Partei ein so&shy;zialistisches Programm annehmen solle, dies aber nie zu einer Bedingung f&uuml;r unsere konstruktive und solidarische Mitarbeit ge&shy;macht. Dementsprechend haben wir von Be&shy;ginn an die Bildung der WASG und die Gr&uuml;ndung der Partei ASG unterst&uuml;tzt und die &ouml;rtlichen Gruppen mit aufgebaut. SAV-Mit&shy;glieder haben gemeinsam mit anderen ASG-KollegInnen Veranstaltungen durchgef&uuml;hrt, Flugbl&auml;tter verteilt, Mitglieder f&uuml;r die neue Partei geworben und wurden in viele Kreis&shy;vorst&auml;nde und vier Landesvorst&auml;nde gew&auml;hlt. Auf die Listenpl&auml;tze 14, 18 und 20 der ASG-Landesreserveliste f&uuml;r die Landtagswahlen in NRW wurden SAV-Mitglieder gew&auml;hlt. <br \/> Die Darstellung, es gebe einen Konflikt zwi&shy;scher &#8222;der&#8220; ASG und &#8222;der&#8220; SAV ist falsch. In den meisten Kreisverb&auml;nden gibt es keine Konflikte, die &uuml;ber das normale Ma&szlig; poli&shy;tischer Meinungsverschiedenheiten, mit denen solidarisch und konstruktiv umge&shy;gangen wird, hinausgehen. Konflikte werden nur in solchen F&auml;llen gr&ouml;&szlig;er, wo ASG-Mit&shy;glieder inhaltliche Auseinandersetzungen mit sozialistischen Po&shy;sitionen gar nicht erst f&uuml;hren wollen. Von einer Unterwanderung zu sprechen ist eben&shy;falls blanker Unsinn. SAV-Mitglieder agieren offen und ehrlich in der ASG und geben sich als solche zu er&shy;kennen. <\/p>\n<p> Die SAV hat aktiv den Streik der Opel-Kolle&shy;gInnen vom Oktober letzten Jahres un&shy;terst&uuml;tzt. Wie viele der aktiven KollegInnen hal&shy;ten wir das Vorgehen der IG Metall f&uuml;r Streikbruch und haben dieses &ouml;ffentlich kri&shy;tisiert. Einzelne aktive KollegInnen, davon zwei, die auch in die WASG eingetreten waren, sahen sich von der IGM nicht mehr vertreten und sind in die Arbeitsgemein&shy;schaft Unabh&auml;ngiger Betriebsangeh&ouml;riger eingetre&shy;ten. Diese ist eine ?gelbe? Gewerk&shy;schaft. Eine arbeitgeberfreundliche und ge&shy;werkschaftsfeindliche Organisation. Wir halten den Ein&shy;tritt der beiden Kollegen in die AUB f&uuml;r einen politischen Fehler und haben diese, statt sie zu verteufeln und aus&shy;zugrenzen, versucht davon zu &uuml;berzeugen, dass ihr Schritt falsch ist. Trotz ihres Fehlers bleiben diese Kollegen f&uuml;r uns Kollegen, die ohne die katastrophale Poli&shy;tik der IG Metall-F&uuml;hrung niemals in die AUB getrieben worden w&auml;ren. Im Bezug auf diese Kollegen ist aus unserer Sicht eine in&shy;haltliche Ausein&shy;andersetzung und nicht Aus&shy;grenzung ange&shy;sagt. F&uuml;hrt man diese, wird man feststellen, dass die Positionen der Kollegen wenig mit den AUB-Positionen zu tun haben. <\/p>\n<p> Ist die SAV eine Partei? Die SAV ist keine eingetragene Partei im Sinne des Parteienge&shy;setzes. Wir haben in den letzten Jahren &#8211; vor der Gr&uuml;ndung der Partei ASG &#8211; an verschie&shy;denen Wahlen teilgenommen. In den meis&shy;ten F&auml;llen hatten wir uns bem&uuml;ht linke B&uuml;ndnis&shy;listen zu bilden, in anderen F&auml;llen ist die SAV selbst&auml;ndig angetreten. Drei SAV-Mitglieder sind im letzten Jahr in Stadtparlamente gew&auml;hlt worden. In Rostock als Kandidatin der SAV\/Liste gegen Sozial&shy;kahlschlag und in Aachen und K&ouml;ln als Kan&shy;didaten von kommunalen Wahlb&uuml;ndnissen. Im Zusammenhang mit eigenst&auml;ndigen Kan&shy;didaturen haben wir die SAV in der &Ouml;ffent&shy;lichkeit als Partei dargestellt. Dies hat sich auch in verschiedenen Dokumenten, wie der Satzung der SAV niedergeschlagen. Gleich&shy;zeitig haben wir seit 1997 &ouml;ffentlich f&uuml;r die Bildung einer breiten Arbeiterpartei gewor&shy;ben, in der verschiedene Str&ouml;mungen und AktivistInnen zusammen kommen k&ouml;nnen. In der ASG sehen wir die Chance eine sol&shy;che Partei aufzubauen und haben dieses Pro&shy;jekt von Beginn an unterst&uuml;tzt und mitge&shy;tragen. Dementsprechend werden wir nicht in Konkurrenz zur ASG bei Wahlen antre&shy;ten, sondern zur Wahl der ASG aufrufen und aktiven Wahlkampf f&uuml;r die ASG be&shy;treiben, insofern diese klare Positionen gegen Sozialkahlschlag. Arbeitsplatzver&shy;nichtung und Privatisierungen bezieht. Auf&shy;grund dieser Haltung zu eigenst&auml;ndigen Kandidaturen wird die Darstellung der SAV als Partei f&uuml;r uns obsolet. Die zust&auml;ndigen Gremien der SAV werden dies in den n&auml;chs&shy;ten Wochen diskutieren und sicherlich die notwendigen Schritte beschlie&szlig;en. <\/p>\n<p> Jede Leserin und jeder Leser unserer Zeitung ?Solidarit&auml;t? wird sich selber davon &uuml;ber&shy;zeugen k&ouml;nnen, dass wir die Unter&shy;schiede zwischen SAV und ASG nicht unter den Teppich kehren, sondern offen und ehr&shy;lich ansprechen. Genau das hat ja den Zorn des ASG-Bundesvorstands auf uns gezogen. <\/p>\n<p> <span style=\"font-weight: bold;\">Worum geht es tats&auml;chlich? <\/span><\/p>\n<p> Der Kern der Auseinandersetzung um die SAV ist die Frage nach dem Charakter der ASG. Soll die ASG eine k&auml;mpferische und kritische Partei sein oder eine Neuauflage der Sozialdemokratie? Soll die ASG eine demo&shy;kratisch und weitgehend von unten nach oben aufgebaute Partei sein oder soll sie von oben nach unten aufgebaut sein? Soll es m&ouml;glich sein in der ASG f&uuml;r so&shy;zialistische Positionen einzutreten und f&uuml;r eine Weiterentwicklung des jetzigen Pro&shy;gramms zu argumentieren oder soll dieses keynesianistisch-marktwirt&shy;schaftliche Pro&shy;gramm in Stein gemei&szlig;elt werden? <br \/> In diesem Sinne bekennen wir uns schuldig! Ja, wir haben von Beginn an Kritik am Vorgehen der InitiatorInnen der WASG ge&shy;&auml;u&szlig;ert. Ja, wir waren nicht einverstanden mit dem ?Top-Down?-Aufbau der WASG. Ja, wir haben innerhalb der WASG f&uuml;r so&shy;zialistische Politik argumentiert und werden dies auch in der ASG tun. <\/p>\n<p> In einem Beitrag im Forum auf der WASG-Website schreibt ein der SAV-Mitglied&shy;schaft unverd&auml;chtiger Andreas Waibel folgenden Kommentar und trifft damit den Nagel auf den Kopf: ?Bei der SAV ist fraglich, ob sie eine Partei im Sinne der Satzung ist. Aber selbst wenn, dann greift die &Uuml;bergangsrege&shy;lung und ein Ausschlu&szlig;&shy;grund w&uuml;rde sich h&ouml;chstens ergeben, wenn die SAV in Konkur&shy;renz zur ASG sich an einer Wahl beteiligen w&uuml;rde. Wor&uuml;ber diskutieren wir hier also? Wenn trotzdem offenbar Mitglieder des Bundesvorstandes eine v&ouml;llig unn&ouml;tige und sch&auml;dliche Debatte anzetteln, dann geht es of&shy;fenbar um etwas anderes: N&auml;mlich um das Abschrecken und Vertreiben ganzer poli&shy;tischer Str&ouml;mungen. Der Erfolg ist bereits da. Wir haben in Frankfurt mehrere unserer ak&shy;tivsten Mitglieder verloren (die &uuml;brigens in keiner anderen Partei Mitglied waren) auf&shy;grund der Presseaussage von Klaus Ernst, wonach sich die ASG von der PDS darin un&shy;terscheide, dass sie &#8222;vom bestehenden kapi&shy;talistischen System ausgeht&#8220; (Frankfurter Rundschau). <br \/> Bisher haben wir immer geglaubt, dass ein Unterschied zur PDS ist, dass diese nur auf P&ouml;stchen in eben diesem kapitalistischen Sys&shy;tem scharf ist und daf&uuml;r bereit ist, wie in Ber&shy;lin die neoliberale Politik mitzutragen. Wenn die ASG jetzt auf einmal noch angepasster und zahnloser als die PDS ist, dann ist das f&uuml;r 90% unserer Basis nicht mehr die richtige Partei. Ich halte Klaus f&uuml;r nicht so dumm wie diese Aussage, sondern ich glaube, dass er damit bewu&szlig;t bestimmte Menschen ver&shy;treiben will. Aber warum nur? Es gibt keine b&ouml;se Unterwanderung, es gibt nur das erste Mal seit langer Zeit wieder ein Projekt in Deutschland, wo Menschen mit unterschiedli&shy;chen &Uuml;berzeugungen und unterschiedlicher Geschichte etwas gemeinsam machen. <br \/> Wenn nun diese Entscheidung gegen die SAV (die bei uns in Frankfurt gar keine Rolle spielt) durchkommt, dann werden wir weitere Mitglieder verlieren.? <\/p>\n<p> Deshalb geht es um mehr als den Verbleib der SAV-Mitglieder in der ASG. Es geht dar&shy;um, was f&uuml;r eine Partei aus der ASG wird. <\/p>\n<p> <span style=\"font-weight: bold;\">Demokratie? <\/span><\/p>\n<p> Es geht darum, ob die ASG demokratisch funktionieren wird. SAV-Mitglieder treten f&uuml;r eine demokratischere Satzung ein. Wir sind f&uuml;r das Recht auf jederzeitige Abw&auml;hlbarkeit aller gew&auml;hlten Funktion&auml;re. Wir sind f&uuml;r das Recht Plattformen und Arbeitsgemeinschaften in der ASG zu bilden, wie es in anderen Parteien wie PDS bzw. SPD sogar m&ouml;glich ist. Wir treten auch daf&uuml;r ein, dass niemand durch die poli&shy;tische T&auml;tig&shy;keit in der ASG seine pers&ouml;nli&shy;che soziale Frage l&ouml;st und argumentieren f&uuml;r die Be&shy;grenzung von Hauptamtlichen-Geh&auml;l&shy;tern und Abgeordnetenbez&uuml;gen auf einen durchschnitt&shy;lichen Facharbeiterlohn. <\/p>\n<p> Zweifel am Demokratieverst&auml;ndnis von Tei&shy;len des Bundesvorstands sind jedenfalls ange&shy;bracht. Auch das Vorgehen in der Frage der Aufnahme von Mitgliedern der SAV in die ASG zeigte das. Da wurde tats&auml;chlich die Aufnahme von &uuml;ber 2.000 KollegInnen verz&ouml;&shy;gert, damit der BuVo &uuml;ber die Haltung zu den SAV-Mitgliedern beraten konnte. Die &Uuml;ber&shy;gangsregeln zur Satzung sehen zwar vor, dass die Aufnahmen in die Partei bis zum ersten Parteitag vom Bundesvor&shy;stand vorgenommen werden. Die Satzung sieht aber auch vor, dass dies die Aufgabe der Kreisvorst&auml;nde ist. Man konnte die &Uuml;bergangsregeln nur als ein not&shy;wendiges formales Zigest&auml;ndnis an die Tatsa&shy;che ver&shy;stehen, dass die neue Partei erst einmal ja keine Kreisverb&auml;nde hat. In der Realit&auml;t bilden aber die Kreisverb&auml;nde des Vereins WASG jetzt schon die Kreisverb&auml;nde der Partei. Das ist auch gut so, denn sonst w&auml;re die Partei kaum handlungsf&auml;hig vor Ort. Warum dann also die Aufnahme von Mit&shy;gliedern in dieser Form zentralisieren? Si&shy;cher war den BuVo-Mitgliedern, die die Ausgrenzung der SAV betreiben, bewusst, dass kein Kreis&shy;vorstand in der gesamten Re&shy;publik gegen die Aufnahme der SAV-Mit&shy;glieder votieren w&uuml;rde, also mussten sie schon auf h&ouml;chster Ebene dar&uuml;ber befinden. <br \/> Vor der Beschlussfassung wurde kein offizi&shy;elles Gespr&auml;ch mit der SAV-Bundesleitung gef&uuml;hrt. Unser Vorschlag, eineN SAV-Vertre&shy;terIn zu dieser Sitzung zuzuladen (nach b&uuml;rgerlicher Rechtsauffassung ist ja das Recht auf Verteidigung etwas selbstver&shy;st&auml;ndliches&#8230;) wurde ignoriert. Stattdessen wurde das Internet-Forum zensiert und ASG-Mitglieder dort gesperrt, die f&uuml;r die SAV Partei ergriffen. <\/p>\n<p> Mit diesen Methoden wird man keine Men&shy;schen f&uuml;r die ASG begeistern k&ouml;nnen. Die Skepsis gegen&uuml;ber undemokratischen Struk&shy;turen in politischen Parteien, die vor allem als Karriereinstrumente und Selbstbe&shy;dienungsl&auml;den f&uuml;r BerufspolitikerInnen gesehen werden, ist in der Bev&ouml;lkerung zu&shy;recht gro&szlig;. Wenn es nicht gelingt zu verhindern, dass die ASG den Eindruck ver&shy;mittelt, keine wirklich andere Partei zu sein, werden ihre Aufbauch&shy;ancen verbaut. Eine historische Chance zum Aufbau einer Partei f&uuml;r ArbeitnehmerInnen, Erwerbslose, Jugendliche und RentnerInnen w&auml;re vertan. <\/p>\n<p> <span style=\"font-weight: bold;\">Das Gespenst des Sozialismus <\/span> <\/p>\n<p> Die Basis der ASG ist die Ablehnung von So&shy;zialk&uuml;rzungen, Arbeitsplatzvernichtung und Privatisierungen. Es besteht Einigkeit dar&shy;&uuml;ber, dass sinnvolle Arbeitspl&auml;tze ge&shy;schaffen werden m&uuml;ssen, ein &ouml;kologischer Umbau der Gesellschaft n&ouml;tig ist, das Bil&shy;dungs-, Gesund&shy;heits- und Sozialwesen aus&shy;gebaut werden m&uuml;ssen etc. Daf&uuml;r k&ouml;nnen alle, die heute in der ASG sind gemeinsam k&auml;mpfen. Vom IG Metall-Sekret&auml;r bis zum SAV-Mitglied, vom Globalisierungskritiker bis zur Hartz IV-Empf&auml;ngerin. Meinungs&shy;verschiedenheiten gibt es dar&uuml;ber, wie diese Ziele erreicht werden k&ouml;nnen. Soll sich die ASG auf die parlamentarische oder au&szlig;er&shy;parlamentarische Arbeit konzentrieren? K&ouml;nnen soziale Er&shy;rungenschaften im Rahmen einer kapitalis&shy;tischen Wirtschafts&shy;ordnung erk&auml;mpft und be&shy;wahrt werden? <br \/> Die Diskussion &uuml;ber das ?Wie? hat in der ASG gerade erst begonnen. Teile des Bundes&shy;vorstands scheinen dar&uuml;ber keine Diskussion zu wollen, sondern versuchen ihre Antwort der Partei aufzudr&auml;ngen. Denn nur so kann man verstehen, dass mit der SAV gerade die Kraft angegriffen wird, die offensiv f&uuml;r eine antikapitalistische Ausrich&shy;tung der ASG ein&shy;tritt und damit die key&shy;nesianistische Ideologie der Bundesvor&shy;standsmehrheit in Frage stellt. <br \/> Wir treten f&uuml;r eine Partei ein, die ihren Schwerpunkt auf die T&auml;tigkeit in den Wohngebieten, den Betrieben, Hochschulen, Schulen und auf der Stra&szlig;e legt und nicht vor allem auf Parlamentssitze schielt. Wir treten f&uuml;r eine Partei ein, die sich den kapi&shy;talistischen Sachzw&auml;ngen nicht beugt und die nicht davor zur&uuml;ckschreckt die Eigen&shy;tums- und Machtfrage in der Gesellschaft aufzu&shy;werfen. Wir treten f&uuml;r eine Partei ein, in der sozialistische Positionen frei ge&auml;u&szlig;ert und de&shy;battiert werden k&ouml;nnen. <\/p>\n<p> <span style=\"font-weight: bold;\">Wie weiter? <\/span><\/p>\n<p> Der Bundesvorstand versucht ein Exempel zu statuieren. Die Basis muss sich zu Wort melden! Fordert die R&uuml;cknahme der get&auml;tig&shy;ten Beschl&uuml;sse und ein Ende der Aus&shy;grenzungsversuche gegen SAV-Mitglieder und andere SozialistInnen. Bringt entspre&shy;chende Antr&auml;ge in ASG-Gruppen ein und richtet diese an den Bundesvorstand. Legt entsprechende Antr&auml;ge beim Bundespartei&shy;tag im Mai vor. Schaltet Euch in die Diskussionen &uuml;ber Programm und Satzung ein, die beim Bundesparteitag am 7. und 8. Mai beschlossen werden. <\/p>\n<p> Setzen wir uns gemeinsam f&uuml;r eine breite, pluralistische und demokratische ASG ein!<\/p>\n<p> Die Stellungnahme als <a href=\"\/media\/2005\/StellungnahmeZuBuVo-Beschl%FCssen_2005_02_15.pdf\">PDF-Datei zum Download (70k)<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stellungnahme der SAV-Bundesleitung vom 15. 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