{"id":11156,"date":"2005-02-04T11:00:20","date_gmt":"2005-02-04T11:00:20","guid":{"rendered":".\/?p=11156"},"modified":"2005-02-04T11:00:20","modified_gmt":"2005-02-04T11:00:20","slug":"11156","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2005\/02\/11156\/","title":{"rendered":"Bericht vom 4. Weltsozialforum"},"content":{"rendered":"<p>Das 4. Weltsozialforum &#8211; in diesem Jahr vom 26. bis zum 31. Januar &#8211; fand diesmal vor dem Hintergrund einer sich immer schneller versch&auml;rfenden Krise des kapitalistischen Systems weltweit statt.<!--more--><br \/>\n &nbsp;<br \/>\nUnter dem Eindruck der weiter andauernden blutigen Besetzung des Irak durch die US-Armee, der verheerenden Flutkatastrophe in Asien und der versch&auml;rften Ausbeutung der neokolonialen Welt haben 150.000 AktivistInnen aus allen Teilen der Erde, aber vor allem aus Lateinamerika, am Weltsozialforum teilgenommen, um in hunderten von Diskussionsforen, Workshops und anderen Aktivit&auml;ten &uuml;ber Alternativen zum derzeitigen Gesellschaftssystem zu diskutieren. <\/p>\n<p>  <span style=\"font-weight: bold;\">Bewegungen in Lateinamerika <\/span><\/p>\n<p>  Die Radikalisierung der Massen des ganzen lateinamerikanischen Kontinents war beim WSF massiv zu sp&uuml;ren. Gerade hier haben sich &uuml;ber die letzten Jahre hinweg Massenbewegungen von ArbeiterInnen, Jugendlichen und Bauern entwickelt, um sich gegen das Elend von Armut, Arbeitslosigkeit und kapitalistischer Ausbeutung zu wehren. In Bolivien, Ecuador, Argentinien gab es seit Beginn des neuen Jahrhunderts Massendemos, Streiks und Aufst&auml;nde. Selbst im vergleichsweise ruhigen Chile demonstrierten im Herbst 50.000 gegen den APEC-Wirtschaftsgipfel und den Besuch Bushs. In Venezuela hat die Masse der Bev&ouml;lkerung es wiederholt geschafft, den Versuchen des US-Imperialismus und seinen kolumbianischen Verb&uuml;ndeten den populistischen Pr&auml;sidenten Ch&aacute;vez zu st&uuml;rzen, zu widerstehen. Einige der rechten Regierungen konnten abgesetzt werden, zum Beispiel in Uruguay, wo die &#8222;linke&#8220; Frente Amplio zum ersten Mal die Regierung &uuml;bernahm. Auch beim Amtsantritt des ehemaligen Arbeiterf&uuml;hrer Luiz Inacio &#8222;Lula&#8220; da Silva in Brasilien hofften viele, ihre Interessen w&uuml;rden nun endlich vertreten und ihr Leben w&uuml;rde sich entscheidend verbessern. <\/p>\n<p>  <span style=\"font-weight: bold;\">Verrat der Lula &#8211; Regierung <\/span><\/p>\n<p>  Aber alle diese Regierungen haben sich entschieden, innerhalb des Rahmens der kapitalistischen Gesellschaft zu bleiben. Lula hat in seiner Amtszeit bereits bewiesen, dass dies in Konsequenz bedeutet, &#8222;Reformen&#8220; gegen die ArbeiterInnen und Armen durchzuf&uuml;hren. Er hat schon jetzt s&auml;mtliche Forderungen der kapitalistischen Institutionen wie IWF und Weltbank und des US-Imperialismus erf&uuml;llt und massive K&uuml;rzungen unter anderem bei Renten und Bildung durchgef&uuml;hrt. Weiter hat er Privatisierungsma&szlig;nahmen vorangetrieben. Das hat in November 2004 unter anderem Massendemos und einen landesweiten Streik der Bankbesch&auml;ftigten ausgel&ouml;st. Au&szlig;erdem wurde Lulas Partei PT ( &#8222;Partei der Arbeiter&#8220;) in den letzten Kommunalwahlen abgestraft, wo sie unter anderem ihre Hochburg Porto Alegre verloren hatte. <br \/>  Die Wut &uuml;ber die neoliberalen Reformen von Lula, der noch bei WSF vor zwei Jahren mit dem &uuml;berw&auml;ltigendem Jubel von den TeilnehmerInnen begr&uuml;&szlig;t und gefeiert worden war, kam immer wieder zum Ausdruck. Der ehemalige Enthusiasmus des vorherigen WSF ist einer sehr polarisierten Stimmung gewichen: Viele haben immer noch die Hoffnung, die PT k&ouml;nne sich wieder nach links wenden und unterst&uuml;tzen Lula weiterhin. Andere wiederum haben bereits komplett mit ihm gebrochen. <br \/>  Dies war auch den Veranstaltern des WSF klar gewesen und es wurde versucht, die Radikalisierung des WSF direkt am ersten Tag abzuschw&auml;chen. Schon bei der Auftaktdemo, wo der Einsatz von Lautsprechern untersagt worden war, stellte sich aber heraus, dass niemand verhindern konnte, dass sich die Wut und der Widerstandswille der TeilnehmerInnen Bahn brach. Unter den rund 150.000 DemonstrationsteilnehmerInnnen gab es sehr lebendige und laute Bl&ouml;cke, unter anderem von der P-SOL, deren Slogan war: &#8222;Lula, dein Platz ist in Davos&#8220; <\/p>\n<p>  <span style=\"font-weight: bold;\">Die P-SOL <\/span><\/p>\n<p>  Die P-SOL (Partei f&uuml;r Sozialismus und Freiheit) ist eine neue Partei mit sozialistischem Programm, die den Anspruch hat, eine wirkliche Alternative zur PT aufzubauen. Die Initiative daf&uuml;r war aus dem massiven Rechtsruck der PT und dem Ausschluss von PT-Parlamentariern entstanden. Diese neue Formation, in der unter anderem auch die brasilianische Schwesterorganisation des CWI, Socialismo Revolucionario (SR), eine gro&szlig;e Rolle spielt, hat w&auml;hrend des Forums ihren zweiten landesweiten Kongress mit 1800 TeilnehmerInnen durchgef&uuml;hrt. Mit der wachsenden Ablehnung der PT und Lulas kann sich die P-SOL zu einem gro&szlig;en Anziehungspunkt f&uuml;r ArbeiterInnen und Jugendliche entwickeln, wenn sie sich nicht nur als Wahlalternative pr&auml;sentiert, sondern auch aktiv K&auml;mpfe der arbeitenden und armen Bev&ouml;lkerung f&uuml;hrt. <br \/>  <br style=\"font-weight: bold;\"> <span style=\"font-weight: bold;\">Proteste gegen neoliberale Regierungspolitik <\/span><\/p>\n<p>  Direkt die erste Veranstaltung des WSF, einer Podiumsdiskussion verschiedener Nichtregierungsorganisationen zum Thema &#8222;Global Campaign against Poverty&#8220; wurde f&uuml;r Lula nicht gerade zum Erfolgserlebnis, trotz der Busladungen von Lula-Anh&auml;ngern in T-Shirts mit dem Aufdruck &#8222;100% Lula&#8220;, die in das Stadion Gigantinho gekarrt worden waren, um Stimmung zu machen. <br \/>  Denn vor dem Gigantinho, wo 10.000 Besucher Lulas Rede lauschten, machten sich 3000 DemostrantInnen ihrem &Auml;rger Luft. Besonders die letzte Bildungsreform, die unter anderem Studiengeb&uuml;hren beinhaltete, brachte viele Jugendliche auf die Stra&szlig;e. Im Stadium selbst riefen DemonstrantInnen Lula auf, das Geld f&uuml;r Bildung und nicht f&uuml;r neue Flugzeuge auszugeben (Lula flog nach dem Besuch beim WSF mit einem h&uuml;bschen neuen Regierungsflieger, der 57 Millionen Dollar gekostet hatte, weiter nach Davos zum Weltwirtschaftsgipfel), woraufhin Lula sie als privilegierte Elite bezeichnete, die dagegen sei, dass arme Menschen Universit&auml;ten besuchen! <br \/>  Statt Lulas Rede &uuml;ber seine Absichten, den Hunger in der Welt zu bek&auml;mpfen, wobei er den Hunger und das Elend im eigenen Land au&szlig;en vor lie&szlig;, stand dieser Protest auch in den Medien im Mittelpunkt. Unter anderem schrieb die englische Zeitung &#8222;The Independent&#8220; vor allem &uuml;ber die Demonstration und zitierte das P-SOL-Vorstandmitglied und CWI-Mitglied Andr&eacute; Ferrari mit dem Satz.&#8220;Nat&uuml;rlich k&ouml;nnen sich Menschen w&auml;hrend ihres Lebens ver&auml;ndern, aber stell Dir vor &#8211; ein Flugzeug wie dieses zu haben und von Porto Alegre nach Davos abzuheben!&#8220; <\/p>\n<p>  <span style=\"font-weight: bold;\">Ch&aacute;vez-Besuch <\/span><\/p>\n<p>  Auch beim Besuch des venezolanischen Pr&auml;sidenten Ch&aacute;vez beim WSF &#8211; der gr&ouml;&szlig;ten Veranstaltung des WSF &#8211; herrschte eine sehr radikalisierte Stimmung. So wurde zu Beispiel der F&uuml;hrer des Gewerkschaftsverbandes CUT von einem gro&szlig;en Teil des Publikums ausgebuht, da der CUT mit der Lula- Regierung zusammenarbeitet. &#8222;o paro as reformas o paramos o Brasil &#8211; Stopp die Reformen oder wir bringen Brasilien zum Stillstand!&#8220; und &#8222;Ch&aacute;vez ja, Lula nein!&#8220; waren die Sprechch&ouml;re, die die Stimmung des vor allem jungen Publikums deutlich machten und gro&szlig;er Teile der WSF-TeilnehmerInnen insgesamt wiederspiegelten. <br \/>  Das Potential des Widerstandes gegen Globalisierung und Kapitalismus, das in Brasilien und ganz Lateinamerika existiert, wurde deutlich wiedergespiegelt. Die Tatsache, dass 25.000 Menschen teilweise sieben Stunden Schlange standen beziehungsweise sa&szlig;en, um Ch&aacute;vez zu h&ouml;ren, den Pr&auml;sidenten des einzigen Landes, das sich seit Jahren erfolgreich dem Imperialismus widersetzt und ein st&uuml;ckweit die Forderungen der antikapitalstischen Bewegung umsetzen konnte, zeigt, wie viele Menschen einen Weg und Antworten suchen, wie wir mit diesem ausbeuterischen System schluss machen und ein anderes System aufbauen k&ouml;nnen. Mit &#8222;Nieder mit dem Imperialismus, es lebe der Sozialismus!&#8220; und frenetischen Beifall wurde Ch&aacute;vez empfangen. <br \/>  Ch&aacute;vez hatte vor kurzem einen gro&szlig;es Papierunternehmen &#8211; Venepal &#8211; nationalisiert und eine Beschleunigung der Landreform in Aussicht gestellt und wird in ganz Lateinamerika als Personifizierung f&uuml;r den Widerstand gegen Imperialismus und .f&uuml;r die venezolanische Revolution gesehen. <br \/>  Ch&aacute;vez ist ohne Zweifel eine charismatische Figur. Er genie&szlig;t Massenunterst&uuml;tzung in gro&szlig;en Teilen der venezolanischen Arbeiterklasse und unter den Armen in den St&auml;dten und auf dem Land. Die Zuh&ouml;rerInnen reagierten begeistert auf seine Aussage: &#x84;Ich bin hier nicht als der Pr&auml;sident von Venezuela. Ich f&uuml;hle mich nicht als Pr&auml;sident. Ich bin nur aus besonderen Umst&auml;nden heraus Pr&auml;sident geworden. Ich bin Hugo Ch&aacute;vez und ich bin ein Aktivist und ein Revolution&auml;r. Denn der einzige Weg die Hegemonie des Kapitalismus und der Oligarchen zu brechen, ist die Revolution.&#x93; Ch&aacute;vez versteht es die Sprache der Arbeiterklasse zu sprechen und scheut nicht davor zur&uuml;ck den US-Imperialismus anzugreifen. <br \/>  Doch er verk&ouml;rpert auch die typischen Eigenschaften eines populistischen Politikers, der sich gut an die Stimmung seines Publikums anpassen kann und eine Mischung verschiedener Ideologien pr&auml;sentiert, um allen Teilen der Bev&ouml;lkerung etwas anzubieten. <br \/>  W&auml;hrend er im ersten Teil seiner Rede einen starken Bezug zu den anti-imperialistischen Bewegungen auf dem lateinamerikanischen Kontinent vom 16. Jahrhundert bis heute nahm, stellte er diesen Kampf nicht als einen Klassenkampf dar und bezog sich positiv auf die Bewegung blockfreier Staaten der 60er und 70er Jahre als ein Modell f&uuml;r das heutige Lateinamerika. <br \/>  Der zweite Teil seiner Rede beinhaltete m&ouml;glicherweise die radikalsten &Auml;u&szlig;erungen, die er bisher gemacht hat. Allerdings scheinen die radikalen &Auml;u&szlig;erungen auch dazu gedient haben, weniger radikale Positionen zu verdecken. <br \/>  Seine Bemerkungen zum Zusammenbruch des Stalinismus wiederspiegelten die grunds&auml;tzliche Haltung, die MarxistInnen eingenommen haben. Ch&aacute;vez sagte, dass der Putschversuch gegen ihn Trotzkis Satz, dass &#x84;jede Revolution den Peitschenhieb der Konterrevolution&#x93; brauche, best&auml;tige. Dies beantwortet aber nicht die Fragen, die sich der venezolanischen Revolution stellen. Die Versuche Ch&aacute;vez zu st&uuml;rzen sind durch Massenmobilisierungen zur&uuml;ckgeschlagen worden. Wenn die Revolution jedoch nicht weiter voran getrieben wird und der Kapitalismus durch revolution&auml;r-sozialistische Ma&szlig;nahmen gest&uuml;rzt wird, wird die Konterrevolution fr&uuml;her oder sp&auml;ter zu weiteren Schl&auml;gen ausholen und erfolgreich sein k&ouml;nnen. <br \/>  Ch&aacute;vez sagte ebenfalls: &#x84;Es gibt nur zwei Alternativen: Kapitalismus oder Sozialismus. Kapitalismus kann nur durch wirklichen Sozialismus transformiert werden &#x96; durch eine gerechte und gleiche Gesellschaft. Aber das kann nur durch Demokratie erreicht werden. Wir m&uuml;ssen jedoch klar machen, was wir unter Demokratie verstehen und dass wir nicht die Art von Demokratie meinen, die Bush praktiziert.&#x93; <br \/>  Neben solchen radikalen &Auml;u&szlig;erungen stehen dann jedoch seine positiven Kommentare &uuml;ber sein Verh&auml;ltnis zur chinesischen Regierung, Gaddaffi und Putin. Und schlie&szlig;lich versuchte er Lula zu verteidigen. Er sagte: &#x84;Es gibt Leute in meinem Land, gute Leute, die sagen, dass ich nicht radikal genug bin. Aber diese Genossen m&uuml;ssen verstehen, dass wir es mit einem Prozess zu tun haben, der seinen eigenen Rhythmus hat und durch Phasen sich entwickelt. Vergesst nicht, dass wir es mit einem Weltsystem aufnehmen und das ist eine gro&szlig;e Aufgabe. Ich wei&szlig;, dass ich nun Gefahr laufe ausgebuht zu werden, aber Lula ist ein guter Mann und ein Freund von uns.&#x93; Und f&uuml;r diese Aussage wurde Ch&aacute;vez ausgebuht, was allerdings im Applaus f&uuml;r zum Ende seiner Rede unterging. <br \/>  Diese Rede von Hugo Ch&aacute;vez war radialer als andere, aber trotzdem gab sie keine klare revolution&auml;r-sozialistische Erkl&auml;rung, wie Kapitalismus und Imperialismus in Venezuela und ganz Lateinamerika geschlagen werden k&ouml;nnen. <\/p>\n<p>  <span style=\"font-weight: bold;\">Das &#8222;Komitee f&uuml;r eine Arbeiterinternationale&#8220; beim WSF <\/span><\/p>\n<p>  Solche Ideen zu verbreiten, Perspektiven aufzuzeigen, wie eine sozialistische Gesellschaft erk&auml;mpft werden kann, war das Ziel des CWI (&#8222;Komitee f&uuml;r eine Arbeiterinternationale&#8220;, die internationale Dachorganisation, der die SAV angeschlossen ist). Rund 70 Mitglieder und SymphatisantInnen von Socialismo Revolucionario, aber auch Vertreter von Sektionen aus England, Irland, Belgien, Frankreich, den USA und Deutschland nahmen am WSF teil, um dort in die Debatten der Bewegung beizutragen und m&ouml;glichst viele Leute f&uuml;r sozialistische Ideen zu gewinnen. <br \/>  Mit geballter Energie, enormem Enthusiasmus und Durchhalteverm&ouml;gen verteilten wir 30.000 Flugbl&auml;tter in drei Sprachen, verkauften 1491 zweisprachige Zeitungen und lernten 173 InteressentInnen fur unsere Organisation aus ganz Lateinamerika kennen. 80 beziehungsweise 60 Menschen kamen zu Veranstaltungen von CWI \/SR um zu diskutieren, wie Imperialismus und Krieg zu stoppen sind und wie eine sozialistische Gesellschaft aufgebaut werden kann. Die SprecherInnen gaben lebendige Berichte &uuml;ber die Arbeit der einzelnen Sektionen des CWI . Ein Beispiel daf&uuml;r ist eine Kampagne zur Verteidigung der Kaiow&aacute;-Indianer in Cerro Marangatu, die von R&auml;umung ihrer Behausungen und Vertreibung von ihrem Land bedroht sind. Vor seiner Reise zum WSF hatte der Parlamentsabgeordnete der irischen Sektion des CWI, Joe Higgins diese Menschen besucht und durch eine Kampagne vor Ort und internationale Solidarit&auml;t bereits enormen Druck auf die Lula-Regierung ausge&uuml;bt, das Anrecht der Kaiow&aacute; auf das Land anzuerkennen. <br \/>  <br style=\"font-weight: bold;\"> <span style=\"font-weight: bold;\">Eine sozialistische Welt ist m&ouml;glich! <\/span><\/p>\n<p>  Insgesamt war der Besuch des diesj&auml;hrigen WSF eine einzigartige Erfahrung, um einen Eindruck vom enorm hohen politischen Bewusstsein der lateinamerikanischen AktivistInnen zu bekommen. Um aber auch wirklich etwas zu erreichen, muss auch das Programm der globalisierungskritischen Bewegung &uuml;ber die vage Forderung nach einer anderen Welt und den utopischen Vorstellungen eines Kapitalismus mit &#8222;menschlichem Antlitz&#8220; hinausgehen. Das letzterer utopisch ist, hat die Masse der brasilianischen Bev&ouml;lkerung mit der Politik der Lula-Regierung bereits schmerzlich erfahren m&uuml;ssen. Die Zeit ist &uuml;berreif, um dem Kampf f&uuml;r eine sozialistische Welt aufzunehmen, in der wirklich menschenw&uuml;rdiges Leben m&ouml;glich ist. <\/p>\n<p>  <span style=\"font-style: italic;\">von Conny Dahmen und Kevin Simpson, Porto Alegre <\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das 4. Weltsozialforum &#8211; in diesem Jahr vom 26. bis zum 31. 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