{"id":11150,"date":"2005-02-01T15:22:19","date_gmt":"2005-02-01T15:22:19","guid":{"rendered":".\/?p=11150"},"modified":"2005-02-01T15:22:19","modified_gmt":"2005-02-01T15:22:19","slug":"11150","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2005\/02\/11150\/","title":{"rendered":"SAV erk&auml;mpft &#x84;Sozialticket light&#8220; in Rostock"},"content":{"rendered":"<p>Am vergangenen Mittwoch beschlo&szlig; das Rostocker Stadtparlament (B&uuml;rgerschaft), dass es ab Februar verbilligte Fahrkarten f&uuml;r Hartz IV Emp&auml;nger geben soll. Das ist nicht auf die Gro&szlig;z&uuml;gigkeit der etablierten Parteien zur&uuml;ckzuf&uuml;hren.<!--more--><br \/>\n &nbsp;<br \/>\nAls Ende November immer deutlicher wurde, dass die Montagdemos Hartz IV nicht werden stoppen k&ouml;nnen, gab es auch in Rostock eine Diskussion dar&uuml;ber wie man weiterk&auml;mpfen soll. Die SAV trat daf&uuml;r ein, dass man den Kampf gegen das gesamte Gesetz nicht aus den Augen verlieren d&uuml;rfe, dass man bei Einf&uuml;hrung von Hartz IV, der Bewegung aber ein neues Ziel geben m&uuml;sse. <\/p>\n<p>  <span style=\"font-weight: bold;\">Sofortprogramm gegen Hartz IV <\/span><br style=\"font-weight: bold;\"> <br \/>  Deshalb formulierten wir ein Sofortprogramm gegen die schlimmsten Folgen von Hartz IV (siehe Seite der <a href=\"https:\/\/www.archiv.sozialismus.info\/Rostock\">SAV-Rostock)<\/a>. F&uuml;r dieses Sofortprogramm sammelten wir &uuml;ber zwei Monate Unterschriften bei etwa 30 Infost&auml;nden in den Stadtteilen und bei den Montagdemos. Das Sofortprogramm brachten wir auch als Antrag in die B&uuml;rgerschaft ein. Zu den Sitzungen des Parlaments organisierten wir Aktionen und mobilisierten zusammen mit anderen Organisationen zu den Sitzungen. Selten waren die f&uuml;r gew&ouml;hnlich sehr langweiligen Sitzungen so gut besucht! Die Zuschauer machten mit Zwischenrufen ihre Meinung deutlich und setzten auch so die &#x84;Volksvertreter&#x93; unter Druck. <\/p>\n<p>  <span style=\"font-weight: bold;\">Erste Erfolge <\/span><\/p>\n<p>  Unsere Antr&auml;ge fanden erwartungsm&auml;&szlig; keine Mehrheit. Die Etablierten sahen sich aber unter Zugzwang. Ein erster Erfolg war, dass im Dezember von den b&uuml;rgerlichen Parteien mehrheitlich beschlossen wurde, dass es keine Zwangsumz&uuml;ge im Rahmen von Hartz IV geben soll und 1-Euro-Jobs (die wir nachwievor ablehnen) nur im Einvernehmen vergeben werden d&uuml;rfen. <\/p>\n<p>  <span style=\"font-weight: bold;\">&#x84;Sozialticket light&#x93; <\/span><\/p>\n<p>  Der Beschlu&szlig; vom Mittwoch bedeutet nun, dass 300-400.000 Euro zus&auml;tzlich an Zusch&uuml;ssen f&uuml;r Hartz IV Betroffene erk&auml;mpft werden konnte! Ab dem 14. Februar wird ein Berechtigungsausweis eingef&uuml;hrt, mit dem &uuml;ber 15 000 RostockerInnen Anspruch auf etwa ein Drittel verbilligte Fahrkarten (leider nur Tageskarten) haben werden. Dies entspricht bei weitem nicht unserer Forderung (Halbierung des Fahrpreises auch f&uuml;r Monatskarten). Ohne unseren Antrag, w&auml;ren die b&uuml;rgerlichen Parteien aber niemals auf den Gedanken gekommen, ihrerseits einen abgemilderten &Auml;nderungsantrag einzubringen. Vor diesem Hintergrund ist dies f&uuml;r die Betroffenen und die soziale Bewegung ein wichtiger Erfolg. <\/p>\n<p>  <span style=\"font-weight: bold;\">Bundesweite Bedeutung <\/span><\/p>\n<p>  Gerade vor dem Hintergund des Niedergangs der Montagdemos kommt diesem Erfolg in Rostock auch eine bundesweite Bedeutung zu. Viele Menschen sind nach der Einf&uuml;hrung von Hartz IV frustriert und sehen zur Zeit keinen Sinn auf die Stra&szlig;e zu gehen. Der Kampf gegen die Auswirkungen von Hartz IV und f&uuml;r konkrete Verbesserungen im Sinne der Betroffenen kann der Bewegung eine neue Perspektive geben. Wenn in immer mehr Kommunen, sich &auml;hnlich erfolgreiche Proteste entwickeln wie in Rostock, stellt dies wiederum eine Ermutigung f&uuml;r andere dar. So k&ouml;nnte auch wieder ein Ansatz f&uuml;r eine bundesweite Bewegung gegen Hartz IV und anderen Sozialkahlsclhlag gefunden werden. Denn nachwievor stimmt&acute;s einfach: Hartz IV mu&szlig; weg! <\/p>\n<p>  <span style=\"font-style: italic;\">von Torsten Sting, Rostock<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am vergangenen Mittwoch beschlo&szlig; das Rostocker Stadtparlament (B&uuml;rgerschaft), dass es ab Februar verbilligte Fahrkarten f&uuml;r Hartz IV Emp&auml;nger geben soll. 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