{"id":11145,"date":"2005-01-30T13:16:16","date_gmt":"2005-01-30T13:16:16","guid":{"rendered":".\/?p=11145"},"modified":"2005-01-30T13:16:16","modified_gmt":"2005-01-30T13:16:16","slug":"11145","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2005\/01\/11145\/","title":{"rendered":"Gewerkschaftslinke muss handlungsf&auml;hig werden"},"content":{"rendered":"<p>Rekordbeteiligung beim Jahrestreffen der DGB-Linken zeigt Bed&uuml;rfnis nach k&auml;mpferischer Opposition<!--more--><br \/>\n &nbsp;<br \/>\nDie Jahreskonferenz der Initiative zur Vernetzung der Gewerkschaftslinken (IVG) fand am 14.\/15.Januar in Stuttgart statt. Sie war mit mehr als 300 TeilnehmerInnen die bislang gr&ouml;&szlig;te ihrer Art. Diese Tatsache verdeutlicht, dass viele kritische Aktivistinnen und Aktivisten die richtige Schlussfolgerung gezogen haben: dass der Aufbau einer k&auml;mpferischen Opposition in den DGB-Gewerkschaften &uuml;berf&auml;llig ist.<br \/>  &#x84;Die Leute haben den Kanal voll&#x93;, beschrieb Tom Adler, Betriebsrat im DaimlerChrysler-Werk Untert&uuml;rkheim, die Stimmung in den Betrieben. Es sei eine &#x84;dramatische Situation, dass es inklusive der Gewerkschaften keine Kraft mehr gibt, die die breite Unzufriedenheit aufgreift, artikuliert und etwas daraus macht&#x93;, f&uuml;hrte er aus.<br \/>  <br style=\"font-weight: bold;\"> <span style=\"font-weight: bold;\">Diskutieren reicht nicht<\/span><\/p>\n<p>  Folgerichtig wollte ein Gro&szlig;teil der Anwesenden sich nicht mehr damit begn&uuml;gen, die Lage zu analysieren und Erfahrungen auszutauschen. Die Gewerkschaftsf&uuml;hrung komme ihren grundlegenden Verpflichtungen nicht nach, hie&szlig; es. K&auml;mpfende Belegschaften, wie die Bochumer Opelwerker, w&uuml;rden im Regen stehen gelassen. Aber auch die Gewerkschaftslinke selbst hat sich bei den Auseinandersetzungen der letzten Monate nicht mit Ruhm bekleckert. Zwar sind einzelne AktivistInnen beispielsweise zum Opel-Aktionstag am 19. Oktober nach Bochum gekommen, als organisierte Struktur war die IVG jedoch nicht pr&auml;sent. Notwendig in solchen F&auml;llen ist, dass die Linke als organisierte Kraft Stellung bezieht, den Widerstand k&auml;mpfender Belegschaften bekannt macht und mit allen Mitteln unterst&uuml;tzt. Konkret kann das hei&szlig;en: Aktionskonferenzen mit Vertrauensleuten und Betriebsr&auml;ten der jeweiligen Branche und dar&uuml;ber hinaus zu organisieren, Geld f&uuml;r die streikenden KollegInnen zu sammeln und Solidarit&auml;tsaktionen bis hin zu Arbeitniederlegungen in anderen Betrieben auf die Beine zu stellen.<\/p>\n<p>  <span style=\"font-weight: bold;\">Handlungsf&auml;higkeit<\/span><\/p>\n<p>  Wenn die IVG den Anpassungskurs der Gewerkschaften tats&auml;chlich umkehren will, muss sie zu einer kampagnef&auml;higen und entschlossen auftretenden Kraft werden. Es ist notwendig, &uuml;ber den Kreis der seit Jahren aktiven linken KollegInnen hinauszugehen und bislang nicht weitergehend organisierte GewerkschafterInnen anzusprechen. Daf&uuml;r braucht die IVG eine Plattform mit eindeutigen Positionen, Flugbl&auml;tter und Stellungnahmen zu aktuellen Auseinandersetzungen und eine handlungsf&auml;hige Struktur. Trotz des Widerstands einiger hauptamtlicher Funktion&auml;re ist die Konferenz einen kleinen Schritt in diese Richtung gegangen. Es wurde beschlossen, noch im Sommer eine weitere Konferenz in der baden-w&uuml;rttembergischen Landeshauptstadt zu organisieren, auf der &uuml;ber eine programmatische Plattform, die Frage der Struktur und der St&auml;rkung der &ouml;rtlichen Gruppen diskutiert und entschieden werden soll. Zentral ist dabei, dass sich die Gewerkschaftslinke nicht den &#x84;Sachzw&auml;ngen&#x93; der kapitalistischen &Ouml;konomie unterwirft. In diese Richtung weist auch eine Formulierung aus der vorl&auml;ufigen Abschlusserkl&auml;rung der Konferenz, die die Aufgabe benennt, &#x84;eine politische Alternative zur Unterwerfung und Anpassung an dieses System, eine Alternative zum Kapitalismus, seiner Ausbeutung und seiner Krisen zu entwickeln&#x93;.<br \/>  <br style=\"font-style: italic;\"> <span style=\"font-style: italic;\">von Daniel Behruzi, Berlin&nbsp; &#8211; Mitglied im Berliner Sprecherrat des Netzwerks f&uuml;r eine k&auml;mpferische und demokratische ver.di<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rekordbeteiligung beim Jahrestreffen der DGB-Linken zeigt Bed&uuml;rfnis nach k&auml;mpferischer Opposition<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[11],"tags":[168],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11145"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11145"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11145\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11145"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11145"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11145"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}