{"id":11123,"date":"2004-12-30T09:43:59","date_gmt":"2004-12-30T08:43:59","guid":{"rendered":"http:\/\/.\/?p=11123"},"modified":"2012-06-24T16:23:13","modified_gmt":"2012-06-24T14:23:13","slug":"11123","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2004\/12\/11123\/","title":{"rendered":"Irakische Scheinwahlen f&ouml;rdern Instabilit&auml;t und bewaffnete Konflikte"},"content":{"rendered":"<p>Seit Beginn der Besetzung des Irak unter F&uuml;hrung des US-Imperialismus kamen 98.000 IrakerInnen ums Leben.<!--more--><br \/>\n &nbsp;<br \/>\nZu diesem Schluss kam das medizinische Fachmagazin The Lancet in Britannien. Die Studie war noch vor der Zerst&ouml;rung von Falludscha vorgenommen worden. Das Risiko eines gewaltsamen Todes soll seit der US-Invasion im Fr&uuml;hjahr 2003 um das 58-fache angestiegen sein. Mit jedem neuen Angriff seitens der Besatzungstruppen, mit jeder weiteren Truppenverst&auml;rkung nimmt der Widerstand innerhalb der irakischen Bev&ouml;lkerung weiter zu. Vor diesem Hintergrund sind die angeblich &#x93;freien und demokratischen Wahlen&#x94; am 30. Januar ein schlechter Witz. <\/p>\n<p>  In einer seiner ersten Amtshandlungen nach seinem Wahlsieg pr&auml;sentierte US-Pr&auml;sident George W. Bush die Hardlinerin Condoleezza Rice als neue Au&szlig;enministerin: <i>&#x93;In Dr. Rice wird die Welt die St&auml;rke und Anst&auml;ndigkeit unseres Landes sehen.&#x94;<\/i> Was Bush unter &#x93;St&auml;rke&#x94; und &#x93;Anst&auml;ndigkeit&#x94; versteht, zeigte sich direkt im Anschluss daran in der Offensive auf Falludscha. Nach der v&ouml;lligen Verw&uuml;stung dieser 300.000 EinwohnerInnen z&auml;hlenden Stadt verk&uuml;ndete Bush am 1. Dezember die Erh&ouml;hung der US-Truppenst&auml;rke um 12.000 GIs auf 150.000 Soldaten. Das erinnert einmal mehr an den Vietnam-Krieg, in dem der US-Imperialismus seine Truppen auch immer wieder aufs Neue aufstocken musste, und damit nur die Probleme vertiefte, die er eigentlich l&ouml;sen wollte. Mit dieser gigantischen Anzahl von Besatzungskr&auml;ften will das Wei&szlig;e Haus die Durchf&uuml;hrung der Wahlen im Irak am 30. Januar absichern. <\/p>\n<p>  <span style=\"font-weight: bold;\">Pl&auml;ne der neuen Bush-Regierung <\/span><\/p>\n<p>  Nach der Pr&auml;sidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten verfolgen Bush und Co keinen neuen Kurs, erwarten sich jedoch von einer Intensivierung ihrer Politik schnellere Erfolge. Falludscha wurde zum Symbol daf&uuml;r: Mit aller Macht sollte jeglicher Widerstand gebrochen werden. Der Preis daf&uuml;r war die Verw&uuml;stung einer Gro&szlig;stadt. Eine 200.000 Menschen starke Fl&uuml;chtlingswelle wurde in Kauf genommen, Kriegsgefangene kaltbl&uuml;tig erschossen. Selbst in der konservativen New York Times wird das, was in Falludscha stattgefunden hat, als <i>&#x93;Zerst&ouml;rung einer ganzen Stadt&#x94;<\/i> bezeichnet. <br \/>  W&auml;hrend Regionen des Irak in Schutt und Asche gelegt werden, halten die Falken in Washington gleichzeitig an dem Wahltermin am 30. Januar fest. Ihnen ist es gleich, dass weite Teile des Landes gar nicht teilnehmen k&ouml;nnen und die meisten Sunniten (immerhin ein Drittel der Gesamtbev&ouml;lkerung) die Wahlen boykottieren wollen. Die neue irakische Regierung wird eine Scheinregierung sein. Mit dieser Regierung, mit dem Schein staatlicher Strukturen, mit der Wiederer&ouml;ffnung mancher Amtsgeb&auml;ude, Schulen oder Gerichtss&auml;le zieht das Bush-Regiment Potemkinsche D&ouml;rfer hoch. Hauptsache, die Kontrolle &uuml;ber die &Ouml;lvorkommen ist gesichert&#8230; <\/p>\n<p>  <span style=\"font-weight: bold;\">Falludscha &#x96; ein Pyrrussieg <\/span><\/p>\n<p>  Die Zerst&ouml;rung Falludschas sollte eine Demonstration der St&auml;rke sein. Von Falludscha sollte die Botschaft an alle irakischen &#x93;Terroristen&#x94; ausgehen, dass ihr Widerstand chancenlos bleiben wird. Doch schon unmittelbar nach der Einnahme der Stadt zeigte sich das Scheitern der US-Pl&auml;ne. <br \/>  Schon vor Falludscha waren 24 St&auml;dte und Ortschaften von Aufst&auml;ndischen kontrolliert. Im September wurden 39 Autobomben gez&uuml;ndet, im August waren es 24. Die US-Truppen mussten zugeben, dass die Zahl der Aufst&auml;ndischen deutlich gr&ouml;&szlig;er ist als bislang behauptet. L&auml;ngst ist ihre These nicht mehr aufrechtzuerhalten, dass so gut wie alle Taten auf al-Sarkawi zur&uuml;ckgef&uuml;hrt werden k&ouml;nnten. L&auml;ngst sprechen sie von 20.000 statt 2-3.000 Widerstandsk&auml;mpfern. <br \/>  Trotz der Eroberung Falludschas durch die Besatzungstruppen gingen die Gefechte im S&uuml;den der Stadt &uuml;ber l&auml;ngere Zeit weiter. Seitdem nahmen die Anschl&auml;ge auf irakische Sicherheitskr&auml;fte, die auf Grund ihrer Kollaboration mit dem US-Regime besonders verhasst sind, weiter zu. <br \/>  Falludscha bewies vor allem eines: Dank ihrer milit&auml;rischen &Uuml;berlegenheit sind die US-Truppen nat&uuml;rlich in der Lage, taktische Erfolge zu erzielen, doch ein strategischer Sieg r&uuml;ckt gleichzeitig in immer weitere Ferne. In dem Ma&szlig;, in dem die Angriffe der Besatzungskr&auml;fte zunehmen, steigt die Zahl der Anschl&auml;ge. In dem Ma&szlig;, in dem die Truppenst&auml;rken f&uuml;r die Armeen der USA und Britanniens sowie der irakischen Streitkr&auml;fte erh&ouml;ht werden, w&auml;chst die Unterst&uuml;tzung f&uuml;r den Widerstand. <br \/>  Kurz nach Falludscha wurde Mossul, mit 1,2 Millionen Menschen die drittgr&ouml;&szlig;te Stadt des Irak, zum neuen Zentrum der Auseinandersetzungen. Hier ist der R&uuml;ckhalt f&uuml;r die Aufst&auml;ndischen innerhalb der Bev&ouml;lkerung noch gr&ouml;&szlig;er als das in Falludscha der Fall war. Dies erkl&auml;rt auch, warum die Besatzungstruppen bislang nur wenige der Aufst&auml;ndischen fassen oder t&ouml;ten konnten. Am Dienstag, den 21. Dezember kamen mindestens 19 US-Soldaten bei einem Anschlag auf einen Milit&auml;rst&uuml;tzpunkt n&ouml;rdlich von Mossul ums Leben. Das war der bislang folgenschwerste Anschlag auf die Besatzungstruppen &uuml;berhaupt. Die US-Offensive auf Falludscha und Mossul war ein Schock f&uuml;r gro&szlig;e Schichten der verarmten Massen im Irak. <br \/>  &Auml;hnlich wie die Tet-Offensive 1968 im Irak, wenn auch nicht im gleichen Ausma&szlig;, untergr&auml;bt diese Politik das Ansehen der US-Administration. Damals kam es auf dieser Basis zu einem neuen Aufschwung der Proteste gegen US-Pr&auml;sident Johnson und den Vietnam-Krieg in den USA. Auf Grund verschiedener Faktoren sind neue Massenproteste kurzfristig nicht zu erwarten. Trotzdem ist eine St&auml;rkung der Antikriegsbewegung gerade in den USA und in Britannien in n&auml;chster Zeit m&ouml;glich. Von gro&szlig;er Bedeutung ist auch der wachsende Unmut innerhalb der Besatzungsarmeen selber. So wurden im Norden Bagdads unl&auml;ngst 17 US-Reserveristen verhaftet, weil sie einen Befehl verweigerten. <\/p>\n<p>  <span style=\"font-weight: bold;\">Scheinwahlen <\/span><\/p>\n<p>  Neben vielen kleineren Gruppen treten drei gro&szlig;e Bl&ouml;cke zu den Wahlen am 30. Januar an. Die besten Karten hat die Liste &#x93;Vereinigte irakische Koalition&#x94;, auf derdie f&uuml;hrenden schiitischen Parteien, darunter der &#x93;Hohe Rat f&uuml;r die islamische Revolution im Irak&#x94; (Sciri) vertreten sind und die von Gro&szlig;ajatollah al Sistani unterst&uuml;tzt wird. Da al Sistani von der Mehrheit der Schiiten derzeit als geistliches Oberhaupt anerkannt wird und die Schiiten zwei Drittel der Bev&ouml;lkerung ausmachen, ist ein Wahlsieg dieser Liste wahrscheinlich. <br \/>  In getrennten Parteien, aber in einem gemeinsamen Wahlb&uuml;ndnis gehen Ministerpr&auml;sident Allawi und Staatspr&auml;sident al Jawar in die Wahl. Die US-Regierung und die Besatzungstruppen werden alles daran setzen, dass ihre willf&auml;hrigen Lakaien im Irak gut abschneiden. Unterst&uuml;tzung kommt m&ouml;glicherweise auch von der Kommunistischen Partei, die allerdings mit dem Kommunismus nichts au&szlig;er den Namen gemein hat. <br \/>  Der dritte Block besteht aus den beiden gro&szlig;en b&uuml;rgerlichen Parteien der KurdInnen, PUK und KDP. Die kurdische Bev&ouml;lkerung macht ein F&uuml;nftel der irakischen Gesamtbev&ouml;lkerung aus. <br \/>  Die Arbeiterklasse und die verarmten Bauernmassen haben am 30. Januar keine Wahl. Keine dieser Listen wird ihre Interessen vertreten. <br \/>  Da die Sunniten die Wahlen fast vollst&auml;ndig boykottieren werden, droht mit der Bildung einer &uuml;berwiegend schiitischen Regierung nach dem 30. Januar eine Vertiefung der ethnischen Spaltung zwischen der schiitischen Bev&ouml;lkerungsmehrheit und der sunnitischen Minderheit. Damit k&ouml;nnten die Herrschenden in den USA und im Irak das Gegenteil von dem erreichen, was sie sich mit den Wahlen versprechen. Nicht unerheblich ist allerdings auch, dass der neben al Sistani einflussreichste Geistliche unter den Schiiten, al Sadr, die Wahlen nicht unterst&uuml;tzen will. Damit h&auml;lt er sich eine Hintert&uuml;r offen und spekuliert darauf, zu einem sp&auml;teren Zeitpunkt al Sistani seine Basis weiter streitig machen zu k&ouml;nnen. <br \/>  Der neuen Regierung bl&uuml;ht das gleiche Schicksal wie der Karsai-Administration in Afghanistan, die als Marionettenregierung des US-Imperialismus im eigenen Land v&ouml;llig isoliert ist und au&szlig;erhalb von Kabul fast keine Basis hat (im &Uuml;brigen wurde laut UN in diesem Jahr so viel Schafmohn wie nie zuvor geerntet, 87 Prozent des weltweit gehandelten Opiums stammen heute aus Afghanistan). <\/p>\n<p>  <span style=\"font-weight: bold;\">B&uuml;rgerkrieg? <\/span><\/p>\n<p>  Der Disput zwischen dem deutschen und dem US-amerikanischen Imperialismus setzt sich im Fall vom Irak auch heute noch fort, zumeist unterschwellig. Einige Kreise der deutschen herrschenden Klasse spekulieren weiter auf eine Niederlage der USA im Irak und damit auf eine Schw&auml;chung des imperialistischen Kontrahenten. <i>&#x93;BND warnt vor Zerfall des Irak&#x94;<\/i> lautete die Schlagzeile der Financial Times Deutschland auf der Titelseite vom 8. Oktober. <i>&#x93;Der Irak ist ein Fl&auml;chenstaat mit unterschiedlichen Volks- und Religionsgruppen.&#x94;<\/i> Sein Zusammenhalt sei wegen der realen milit&auml;rischen Lage <i>&#x93;schwer zu sichern&#x94;<\/i>, wird der Chef des deutschen Geheimdienstes, August Hanning, zitiert. Die Rede ist davon, dass eine Dreiteilung &#x96; schiitischer S&uuml;den, sunnitisches Zentrum und kurdischer Norden &#x96; droht. <br \/>  Schon heute charakterisieren einige Korrespondenten b&uuml;rgerlicher Medien den Irak als ein B&uuml;rgerkriegsgebiet. Das ist sicherlich eine &Uuml;bertreibung. Es gilt jedoch, dass eine irakische Regierung, an der die Sunniten nicht beteiligt sein sollten, verbunden mit der Politik, die von den f&uuml;hrenden Kr&auml;ften der verschiedenen ethnischen Gruppen heute verfolgt wird, Rezepte f&uuml;r einen k&uuml;nftigen B&uuml;rgerkrieg darstellen. <br \/>  Bislang richteten sich die meisten Anschl&auml;ge gegen die Besatzungsarmeen und die irakischen Sicherheitskr&auml;fte. In j&uuml;ngster Zeit nahmen aber auch vom Hass auf andere religi&ouml;se und ethnische Gruppen motivierte Handlungen zu. So wurden bei einem Selbstmordanschlag auf eine Moschee in Bagdad 27 Menschen get&ouml;tet. Au&szlig;erdem gibt es Berichte, wonach Schiiten damit anfangen, ihre eigenen Milizen zu bilden und Sunniten Rache zu schw&ouml;ren. <br \/>  Zu einem B&uuml;rgerkrieg muss es jedoch nicht zwangl&auml;ufig kommen. Ethnische Konflikte k&ouml;nnen &uuml;berwunden werden, sollten multiethnische Milizen gebildet zu werden, um sich effektiv zu sch&uuml;tzen und Widerstand gegen die imperialistische Besatzung zu organisieren. Dabei sind Anschl&auml;ge, die den Tod von ZivilistInnen mutwillig in Kauf nehmen, kontraproduktiv. Stattdessen gilt es, den Kampf gegen Besatzung und Unterdr&uuml;ckung mit dem Kampf f&uuml;r eine demokratische Kontrolle und Verwaltung der &Ouml;lindustrie und aller anderen Bereiche in Wirtschaft und Gesellschaft zu verbinden. Um das verwirklichen zu k&ouml;nnen, muss ein sozialistischer Irak als Teil einer sozialistischen F&ouml;deration des Nahen Ostens erk&auml;mpft werden. <\/p>\n<p>  <span style=\"font-style: italic;\">von Aron Amm, Berlin <\/span><\/p>\n<p>  <span style=\"font-weight: bold;\">Systematische Folter <\/span><br style=\"font-weight: bold;\"> <br \/>  Ein Gefangener rei&szlig;t sich in seinem Schmerz bis zur Bewusstlosigkeit die eigenen Haare aus. <br \/>  Ein anderer wird in eine israelische Fahne eingewickelt und mit ohrenbet&auml;ubender Musik beschallt. <br \/>  Dem n&auml;chsten werden brennende Zigaretten ins Ohr gedr&uuml;ckt. <br \/>  Einzelf&auml;lle? Blo&szlig;e Behauptungen irakischer Widerstandsk&auml;mpfer? Nein, Beispiele einer Serie von Verbrechen, die FBI-Agenten notiert haben. Die Memoranden dieser Misshandlungen im Irak und auf Guantanamo wurden jetzt &ouml;ffentlich gemacht. <br \/>  Einige Vorf&auml;lle datieren aus der Zeit nach dem Folterskandal von Abu Ghraib. Das hei&szlig;t: Die These von wenigen Einzelt&auml;tern ist falsch. Unter US-Pr&auml;sident Bush und seinem Verteidigungsminister Dr. Seltsam alias Donald Rumsfeld haben US-Soldaten Gefangene systematisch und anhaltend gefoltert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit Beginn der Besetzung des Irak unter F&uuml;hrung des US-Imperialismus kamen 98.000 IrakerInnen ums Leben.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[63],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11123"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11123"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11123\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11123"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11123"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11123"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}