{"id":11112,"date":"2004-12-20T09:48:17","date_gmt":"2004-12-20T09:48:17","guid":{"rendered":".\/?p=11112"},"modified":"2004-12-20T09:48:17","modified_gmt":"2004-12-20T09:48:17","slug":"11112","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2004\/12\/11112\/","title":{"rendered":"Keine Zwangsumz&uuml;ge, kein Zwang zu Ein-Euro-Jobs"},"content":{"rendered":"<p>SAV erk&auml;mpft Verbesserungen f&uuml;r ALG II-Empf&auml;ngerInnen in Rostock<!--more--><br \/>\n &nbsp;<br \/>\nDie SAV hat zusammen mit dem B&uuml;ndnis gegen Sozialkahlschlag die Montagsdemonstrationen in Rostock angesto&szlig;en und auch nachdem die PDS und der DGB ihre Beteiligung aufgegeben haben, die Proteste weiter unterst&uuml;tzt. Nachdem bundesweit die Proteste gegen Hartz IV zur&uuml;ckgegangen waren, haben wir &uuml;ber unsere B&uuml;rgerschaftsabgeordnete Christine Lehnert ein Sofortprogramm gegen Hartz IV eingebracht: Statt 1-Euro-Jobs, vollwertige Arbeitspl&auml;tze &#8211; Keine Zwangsumz&uuml;ge, volle &Uuml;bernahme der Nebenkosten &#8211; Sozialticket f&uuml;r den &Ouml;ffentlichen Nahverkehr. <\/p>\n<p>  Das wurde in der Rostocker B&uuml;rgerschaft von allen Fraktionen abgelehnt. Aber die SAV hat zusammen mit dem B&uuml;ndnis gegen Sozialkahlschlag zahlreiche Proteste organisiert: Unterschriftensammlungen, Montagsdemonstrationen und Besuche der B&uuml;rgerschaftssitzungen, um den etablierten Politikern lautstark kundzutun, dass ihre Politik abgelehnt wird. Die Besuche der B&uuml;rgerschaftssitzungen mit Dutzenden von Leuten sind etwas, dass in der Geschichte Rostocks vorher nicht gegeben hatte. Die B&uuml;rgerschaftspr&auml;sidentin forderte daher unsere Abgeordnete Christine Lehnert auf, &#x84;ihre Leute zu m&auml;&szlig;igen&#x93;. <\/p>\n<p>  Das und zahlreiche weitere Aktivit&auml;ten haben gen&uuml;gend Druck aufgebaut, um zu erreichen, dass die B&uuml;rgerschaft beschlie&szlig;en musste, dass in Rostock keinerlei Zwangsumz&uuml;ge von ALG II-Empf&auml;ngerInnen geben soll. Weiterhin wurde beschlossen, dass Ein-Euro-Jobs nur angetreten werden m&uuml;ssen, wenn der\/die Betroffene zustimmt (sie sollen nur &#8222;im Benehmen&#8220; mit dem Arbeitslosen vergeben werden).<\/p>\n<p>  Nun haben SPD und PDS im Zuge des Oberb&uuml;rgermeister-Wahlkampfs ihr &#x84;soziales Gewissen&#x93; entdeckt und beantragen, dass ab dem 1. Februar alle ALG II-Empf&auml;ngerInnen den &Ouml;ffentlichen Nahverkehr zum erm&auml;&szlig;igten Tarif nutzen k&ouml;nnen. Dies bedeutet zum Beispiel, dass sie ein Drittel weniger f&uuml;r Einzelfahrscheine und Tageskarten zahlen m&uuml;ssen. Noch kurz zu vor, hatten sowohl SPD als PDS den weitergehenden Antrag der SAV zu noch st&auml;rkeren Preissenkungen abgelehnt. Konfrontiert mit den Protesten waren sie aber zu diesem Zugest&auml;ndnis gezwungen. <br \/>  Wird diesem Vorschlag im Januar in der B&uuml;rgerschaft gefolgt, wonach es aussieht, bedeutet dies, dass die Fahrten von ALG II-Empf&auml;ngerInnen mit 370.000 Euro pro Jahr bezuschusst werden. 370.000 Euro, die ALG II-Empf&auml;ngerInnen weniger als bisher bezahlen m&uuml;ssen. <\/p>\n<p>  Die SAV ist mit dem Erreichten aber nicht zufrieden, sondern wird ihren Kampf f&uuml;r weitere Verbesserungen und die Abschaffung von Hartz IV fortsetzen. Auch wenn diese Ma&szlig;nahmen in der B&uuml;rgerschaft beschlossen wurden, haben wir kein Vertrauen in die b&uuml;rgerliche Politik, das diese Beschl&uuml;sse auch im Interesse der Arbeitslosen umgesetzt werden. <\/p>\n<p>  Es hat sich gezeigt, dass nur die Mobilisierung von Arbeitslosen, Besch&auml;ftigten und Jugendlichen und die konsequente Ablehnung von Hartz IV dazu f&uuml;hren, dass &uuml;berhaupt Verbesserungen erzielt werden. Die PDS Rostock, die f&uuml;r die Umsetzung von Hartz IV gestimmt hat und nur kleinere Anpassungen wollte, hat gezeigt, dass sie unf&auml;hig ist Verbesserungen zu erreichen, sondern im Gegenteil konsequenter Bestandteil des etablierten politischen Systems ist. <\/p>\n<p>  Weitere Informationen zu den Kampagnen der SAV Rostock gibt&#x91;s unter Telefon 0381-4996590 oder <a href=\"mailto:rostock@sav-online.de\">rostock@sav-online.de<\/a><br \/>  <br style=\"font-style: italic;\"> <span style=\"font-style: italic;\">von Holger Dr&ouml;ge<\/span><\/p>\n<p>  <span style=\"font-style: italic;\">Presseerkl&auml;rung SAV\/Liste gegen Sozialkahlschlag Rostock <\/span><br \/>  <span style=\"font-weight: bold;\">B&uuml;rgerschaft thematisiert endlich Hartz IV <\/span><\/p>\n<p>  Auf der letzten B&uuml;rgerschaftsitzung wurde endlich dem wichtigen Thema HARTZ IV Augenmerk geschenkt. Nachdem die Abgeordnete der SAV\/Liste gegen Sozialkahlschlag Christine Lehnert einen Antrag stellte, der Sofortma&szlig;nahmen f&uuml;r die von Hartz IV Betroffenen vorschlug, sah sich auch die Mehrheit der B&uuml;rgerschaft gezwungen zu diesem zentralen Thema Stellung zu beziehen. <\/p>\n<p>  Der Antrag von Frau Lehnert sah unter anderem vor, dass eventuelle Zwangsumz&uuml;ge ausgeschlossen werden, kein ALG-2-Empf&auml;nger zu 1,- Euro-Jobs-gezwungen wird und die Stadt ein &ouml;ffentliches Investitionsprogramm startet, welches vern&uuml;nftige Arbeitspl&auml;tze schafft. Leider konnten nicht alle dieser zentralen Sofortma&szlig;nahmen durchgesetzt werden. Die Mehrheit von SPD, FDP, CDU und B&acute;90 beschloss letztlich eine abgespeckte Version, die besagt, dass es keine Zwangsumz&uuml;ge geben soll und 1,-Euro-Jobs nur &#x84;im Benehmen&#x93; mit den ALG-2-Empf&auml;ngern vergeben werden sollen. <\/p>\n<p>  Christine Lehnert dazu: &#8222;Dieser Beschluss ist ein erster kleiner Erfolg f&uuml;r all jene, die sich in den vergangenen Wochen bei Aktionen beteiligt und sich in den Unterschriftenlisten der SAV f&uuml;r ein Sofortprogramm gegen Hartz IV eingetragen haben. Im neuen Jahr werden wir mit verst&auml;rkten Kr&auml;ften f&uuml;r die volle Umsetzung der Sofortma&szlig;nahmen k&auml;mpfen.&#8220; <\/p>\n<p>  <span style=\"font-style: italic;\">Presseerkl&auml;rung SAV\/Liste gegen Sozialkahlschlag Rostock <\/span><br \/>  <span style=\"font-weight: bold;\">Sozialticket: Ein erster Schritt, aber weiterk&auml;mpfen im neuen Jahr <\/span><br style=\"font-weight: bold;\"> <br \/>  In den vergangenen Tagen war der Presse zu entnehmen, dass SPD und PDS f&uuml;r die n&auml;chste B&uuml;rgerschaftsitzung am 26.1.05 einen Antrag f&uuml;r ein erm&auml;&szlig;igtes Bahnticket f&uuml;r ALG 2-Empf&auml;nger einrichten wollen. <\/p>\n<p>  Hierzu stelle ich fest: <\/p>\n<p>  &#x84;Bereits zur B&uuml;rgerschaftssitzung am 1.12.2004 habe ich einen Antrag eingebracht, der vorsieht, in Rostock ein Sozialticket f&uuml;r ALG-2-Betroffene und andere Bed&uuml;rftige einzurichten. Eine radikale Erm&auml;&szlig;igung von 50% ist angesichts der Umsetzung von Hartz IV zum Jahresbeginn n&ouml;tig, um auch weiterhin den ALG-2-Betroffenen die Teilhabe am &ouml;ffentlichen Leben und Verkehr zu erm&ouml;glichen. <\/p>\n<p>  Leider hat die Mehrheit der B&uuml;rgerschaft inklusive der Stimmen der SPD diesen Antrag vom Dezember auf den 26.1.2005 vertagt. <\/p>\n<p>  Wenn nun sowohl PDS und SPD einen &Auml;nderungsantrag einbringen und sich damit diesem wichtigen Thema zuwenden, dann kann ich dies nur begr&uuml;&szlig;en. Ich lehne allerdings jegliche &#8222;kosmetische Ver&auml;nderungen&#8220; ab. Es reicht beileibe nicht, wenn den ALG-&#8222;-Empf&auml;ngern zuk&uuml;nftig eine geringf&uuml;gige Erm&auml;&szlig;igung zugute kommt. Mit 331,- Euro ist dies nicht zu finanzieren &#8211; vor allem, wenn dann im Februar schon wieder die Preise steigen. Auch letzteres &#8211; die neuerliche Preiserh&ouml;hung &#8211; ist m&ouml;glich geworden, weil alle Parteien meinen Antrag ablehnten, der Fahrpreiserh&ouml;hungen f&uuml;r 2005 ausschlie&szlig;en wollte. Alle die wollen, dass ein Sozialticket eingerichtet wird, dass den Namen auch verdient, sollten sich im neuen Jahr verst&auml;rkt an Prostesten beteiligen und sich f&uuml;r ihre Interessen einsetzen.&#8220;<\/p>\n<p>  <span style=\"font-style: italic;\">Christine Lehnert, B&uuml;rgerschaftsabgeordnete der SAV in Rostock<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>SAV erk&auml;mpft Verbesserungen f&uuml;r ALG II-Empf&auml;ngerInnen in Rostock<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[104],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11112"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11112"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11112\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11112"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11112"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11112"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}