{"id":11107,"date":"2004-12-13T15:59:12","date_gmt":"2004-12-13T15:59:12","guid":{"rendered":".\/?p=11107"},"modified":"2004-12-13T15:59:12","modified_gmt":"2004-12-13T15:59:12","slug":"11107","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2004\/12\/11107\/","title":{"rendered":"&#x84;Ohne Arbeitskampf geht es nicht&#x93;"},"content":{"rendered":"<p>Ein Gespr&auml;ch mit zwei Kollegen der &#x84;streikenden Opelaner&#x93;.<!--more--><br \/>\n &nbsp;<br \/>\nAm 10. Dezember sprachen J&uuml;rgen Rosenthal und J&uuml;rgen Kreutz auf einer Veranstaltung der Wahlalternative Berlin-Pankow zum Streik der Opel-Besch&auml;ftigten im Oktober 2004. Wenige Tage zuvor hatten Gesch&auml;ftsleitung und Betriebsrat ihre &Uuml;bereinkunft zum Arbeitsplatzabbau bei der Adam Opel AG ver&ouml;ffentlicht. Sascha Stanicic sprach f&uuml;r www.archiv.sozialismus.info mit den beiden langj&auml;hrigen Opel-Arbeitern &uuml;ber das Verhandlungsergebnis, die Rolle der Betriebsrates und ihre unerwartete Probleme eine Betriebsgruppe der WASG zu bilden. Beide Kollegen sind Mitglieder der IG metall und haben eine wichtige Rolle beim siebent&auml;gigen Ausstand der Belegschaft im Oktober gespielt. <\/p>\n<p>  <span style=\"font-style: italic;\">Frage: In den letzten Tagen ist die Vereinbarung zwischen Gesch&auml;ftsleitung und Betriebsrat bekannt geworden, die unter anderem die Einrichtung von Besch&auml;ftisgungsgesellschaften vorsieht. IG Metall-Funktion&auml;re gewinnen dieser Vereinbarung viel Positives ab und haben sie als &#x84;cleveren Deal&#x93; bezeichnet. Wie seht Ihr das? <\/span><br style=\"font-style: italic;\"> <br \/>  J&uuml;rgen Rosentahl: F&uuml;r mich ist das kein cleverer Deal von der IG Metall und dem Betriebsrat. Wir standen im Oktober eine Woche vorm Tor, weil wir betriebsbedingte K&uuml;ndigungen verhindern wollten. In den sieben Wochen seitdem haben Betriebsrat und IG Metall nichts unternommen. Jetzt geben sie dem Kind nur einen anderen Namen &#x96; Auffanggesellschaft. Eine Auffanggesellschaft bedeutet K&uuml;ndigung auf Raten. Diese soll ab Januar 2005 ein Jahr in Bochum existieren. Wir bekommen dann noch 85 Prozent von unserem jetzigen Lohn. Nach einem Jahr kommt dann die Arbeitslosigkeit, denn es kann sich niemand vorstellen, dass 3.600 Besch&auml;ftigte eine Qualifizierung erhalten mit der sie auf dem Arbeitsmarkt, gerade in Bochum und Umgebung, eine Stelle finden k&ouml;nnten. <\/p>\n<p>  J&uuml;rgen Kreutz:Die Darstellung des Verhandlungsergebnisses ist au&szlig;erdem eine L&uuml;ge, denn betriebsbedingte K&uuml;ndigungen sind nicht ausgeschlossen. Wenn keine 3.600 Kollegen gefunden werden, die freiwillig in die Auffanggesellschaft wechseln, wird mit Beteiligung des Betriebsrates eine Vermittlungsstelle einberufen, die entscheiden soll, wer seinen Arbeitsplatz bei Opel verliert, in die Auffanggesellschaft wechseln muss und damit auch keinen Anspruch mehr auf eine Abfindung hat. <\/p>\n<p>  <span style=\"font-style: italic;\">F: Wie w&auml;re Eurer Meinung nach die jetzt eingetretene Situation zu vermeiden gewesen? <\/span><\/p>\n<p>  JR: Wir h&auml;tten unseren Widerstand im Oktober nicht vom Betriebsrat untergraben lassen d&uuml;rfen. Wir haben den Fehler gemacht den Arbeitskampf aufzugeben und den Ball an den Betriebsrat zur&uuml;ck zu geben. Leider hat die Mehrheit der Belegschaft geglaubt der Betriebsrat w&uuml;rde in R&uuml;sselsheim vern&uuml;nftig verhandeln und f&uuml;r uns etwas raus holen. Das war aber nicht der Fall. Der Betriebsrat hat die sieben Wochen seit Ende des Ausstandes nur benutzt, um die Belegschaft weiter unter Druck zu setzen, zu spalten und in Angst zu versetzen. Wir h&auml;tten im Oktober den Streik gar nicht erst beenden sollen und sp&auml;testens am Donnerstag als die Auffanggesellschaft angek&uuml;ndigt wurde, h&auml;tte die Belegschaft wieder auf die Stra&szlig;e gehen m&uuml;ssen. <\/p>\n<p>  JK: Der Betriebsrat hat in den letzten Wochen mehrmals erkl&auml;rt, dass die sogenannte Informationsveranstaltung vom Oktober nur unterbrochen wurde und das jederzeit die M&ouml;glichkeit bestehe die Kampfhandlungen, wenn man sie denn so nennen will, wieder aufzunehmen. Davon hat er geh&ouml;rigen Abstand genommen, ist quasi eingebrochen und bezeichnet die jetzt gefundene L&ouml;sung inklusive der Auffanggesellschaft und Abfindungen als gutes Verhandlungsergebnis. <\/p>\n<p>  <span style=\"font-style: italic;\">F: Nun ist die sogenannte Informationsveranstaltung im Oktober, also der Streik, auch nicht auf Initiative des Betriebsrates oder der IG Metall zustande gekommen. Wieso ist es am Donnerstag nicht zu &auml;hnlichen spontanen Aktionen gekommen? <\/span><\/p>\n<p>  JR: Wie schon gesagt hat der Betriebsrat gemeinsam mit der Gesch&auml;ftsleitung sieben Wochen lang daran gearbeitet die Belegschaft zu spalten. Er hat die Unentschlossenen, die auch im Oktober daf&uuml;r verantwortlich waren, dass die Arbeit wieder aufgenommen wurde, in Angst und Schrecken und in Ungewissheit versetzt. Man sollte auch den Zeitpunkt kurz vor Weihnachten nicht vergessen, die Angst jetzt arbeitslos zu werden. Das wurde vom Betriebsrat, der die Funktion eines Co-Managers spielt, genutzt. Er hat alles daran gesetzt zu verhindern, dass es wieder zum Arbeitskampf kommt. <\/p>\n<p>  JK: Ich denke, dass die Belegschaft Angst bekommen hat, weil ein n&auml;chster Arbeitskampf h&auml;rter geworden w&auml;re und mit gr&ouml;&szlig;erer Konsequenz h&auml;tte gef&uuml;hrt werden m&uuml;ssen. Das haben sich viele Kollegen leider nicht zugetraut. Aber ich meine: genau das ist notwendig um die Arbeitspl&auml;tze zu sichern und auch l&auml;ngerfristig die Zukunft unserer Familien, Kinder und auch Enkel in Bochum abzusichern. Wir h&auml;tten durch Kampfma&szlig;nahmen sicherlich bessere Ergebnisse erzielen k&ouml;nnen, als die, die uns jetzt pr&auml;sentiert werden. <\/p>\n<p>  <span style=\"font-style: italic;\">F: Nun werden ja nicht nur die Kolleginnen und Kollegen betroffen sein, die in die Auffanggesellschaft wechseln sollen, sondern alle anderen werden mit Lohnk&uuml;rzungen und anderen Einschnitten konfrontiert. Hat die IG Metall oder der Betriebsrat dazu Position bezogen, Euch darauf vorbereite?. Und denkt Ihr, dass diese Angriffe zu einer gemeinsamen Gegenwehr f&uuml;hren k&ouml;nnen? <\/span><\/p>\n<p>  JR: IGM und Betriebsrat haben uns sieben Wochen lang &uuml;berhaupt nicht informiert. Der Betriebsrat hat es geschafft die Kollegen, die die Belegschaft immer wieder darauf hingewiesen haben, was auf sie zukommen wird, in ein schlechtes Bild zu r&uuml;cken. Wir haben gesagt, dass betriebsbedingte K&uuml;ndigungen nicht ausgeschlossen werden und es zu Lohnk&uuml;rzungen kommen wird. Wir haben versucht die Kollegen zu informieren und ihnen die Wahrheit gesagt. Der Betriebsrat hat es aber geschafft nun Vorw&uuml;rfe gegen uns zu streuen, obwohl wir nur die Wahrheit gesagt haben. Wir werden jetzt als Verr&auml;ter hingestellt. Die letzten sieben Wochen wurden dazu genutzt sich auf die Kollegen einzuschie&szlig;en, die den Streik organisiert und gef&uuml;hrt haben und die aus Sicht des Betriebsrats die M&ouml;glichkeit h&auml;tten einen neuen Streik anzusto&szlig;en. Ich selber mache jetzt die Erfahrung, dass Kollegen, mit denen ich 15 Jahre zusammen arbeite, nicht mir mir reden. Die Taktik des Betriebsrats hatte leider einen gewissen Erfolg. Das ist eigentlich absurd, denn wir haben die Kollegen darauf hingewiesen, was auf sie zukommt. Wir wussten, dass einige die Wahrheit nicht vertragen konnten und hatten gehofft, dass sie, wenn die Wahrheit auf dem Tisch ist, wieder vors Tor ziehen. Das war jetzt leider nicht so. Ich wei&szlig; nicht, was noch passieren muss, damit die Kollegen endlich wach werden. Vielleicht braucht es auch noch etwas Zeit und Weihnachten muss erst einmal verstreichen. Es wird sicher nicht ausreichend Freiwillige f&uuml;r die Auffanggesellschaft geben. Wenn jetzt schon die Namen genannt w&uuml;rden, w&auml;re die Situation sicher anders. Die Listen existieren ja, aber uns werden die bitteren Pillen St&uuml;ck f&uuml;r St&uuml;ck verabreicht. Ich hoffe, dass die Kollegen sich &uuml;ber die Feiertage &uuml;berlegen, welche Situation jetzt entsteht und wenn dann die Namenslisten f&uuml;r die Auffanggesellschaft bekannt werden, wach werden und dann einen Arbeitskampf aufnehmen. Denn ohne geht es nicht. <\/p>\n<p>  JK: Ich denke, dass es ein zu starkes Obrigkeitsdenken unter den Kollegen gibt, wovon auch der Betriebsrat profitiert. Dadurch ist auch das unr&uuml;hmliche Ende des Streiks zu erkl&auml;ren, weil zu viele Kollegen dem Betriebsrat Glauben geschenkt haben, er setze sich f&uuml;r ihre Interessen ein. Und zu viele Kollegen k&ouml;nnen und wollen sich nicht vorstellen, dass genau diese Betriebsr&auml;te es mit der Wahrheit nicht immer so genau nehmen. <\/p>\n<p>  <span style=\"font-style: italic;\">F: Welche Vorw&uuml;rfe werden gegen Euch gestreut. Welche Gefahr soll von Euch ausgehen? <\/span><\/p>\n<p>  JR: Die Gefahr aus Sicht des Betriebsrates besteht darin, dass wir Informationen haben, die wir bekannt machen, bevor er es macht. Die Gefahr besteht aus Sicht des Betriebsrates nicht nur darin, dass wir im Oktober vorm Tor standen, sondern uns auch organisiert haben. Dazu kam, dass wir mit dem ehemaligen Betriebsratsvorsitzenden Peter Jaszyk versucht haben, das auch &uuml;ber die Wahlalternative auf eine politische Ebene zu tragen. Das missf&auml;llt dem Betriebsrat auch. Jaszyk hat eine gro&szlig;e Autorit&auml;t in Bochum und auch da hatte der Betriebsrat Angst vor der Wirkung. So gab es auch Vorw&uuml;rfe gegen Jaszyk, er verbreite L&uuml;gen. Wenn der Betriebsrat konsequent unsere Interessen vertreten w&uuml;rde, w&uuml;rde die Belegschaft wie ein Mann hinter ihm stehen und ihm auch gegen den Druck der Gesch&auml;ftsleitung den R&uuml;cken st&auml;rken. Da das aber nicht der Fall ist und sollte der Betriebsrat im Januar so weiter machen, sollten wir die Initiative f&uuml;r Neuwahlen zum Betriebsrat ergreifen. Wir sollten uns nicht weiter verraten und verkaufen lassen. <\/p>\n<p>  JK: Uns kann man lediglich vorwerfen unverbl&uuml;mt die Wahrheit zu verbreiten und viele Kollegen wollen die Augen vor der Wahrheit verschlie&szlig;en. Man konnte diese Entwicklung voraussehen. Dazu bedarf es keiner hellseherischen F&auml;higkeiten. <\/p>\n<p>  <span style=\"font-style: italic;\">F: Eure Darstellung erinnert an einen Zwei-Fronten-Krieg &#x96; gegen die Gesch&auml;ftsleitung und den Betriebsrat. Wie f&uuml;hrt Ihr diese Auseinandersetzung, welche Schritte ergreift ihr um kritische Kollegen zu organisieren? <\/span><\/p>\n<p>  JR: Es gibt mehrere Gruppierungen, die nebeneinander gearbeitet haben und versucht haben den Betriebsrat unter Druck zu setzen. Diese drei Gruppierungen &#x96; Konkret-Gruppe, GOG (Gegenwehr ohne Grenzen) und die streikenden Opelaner (so haben wir uns genannt, die wir noch keine Betriebsgruppe sind) &#8211; m&uuml;ssen zusammen kommen. Der Betriebsrat muss merken, dass wir gemeinsam arbeiten. Dazu geh&ouml;ren auch Mitglieder des Betriebsrates, die dort in der Minderheit sind. Wir m&uuml;ssen auch das handeln des Betriebsrates w&auml;hrend und nach dem Ausstand dokumentieren und ver&ouml;ffentlichen und erkl&auml;ren, warum eine Neuwahl n&ouml;tig ist. Das wichtigste ist die drei Gruppen an einen Tisch zu bringen und an einem Strang zu ziehen. <\/p>\n<p>  JK: M&uuml;ssen damit fortfahren die Kollegen mit der Wahrheit zu konfrontieren. Die Kollegen m&uuml;ssen eigentlich zugeben, dass wir schon vor Wochen vorausgesagt haben, was jetzt eingetreten ist. Wir sind keine Propheten, aber wir haben die Zeichen richtig erkannt. Jeder muss begreifen, dass man jetzt nach acht Wochen Verhandlungen vor vollendete Tatsache gestellt wird ohne dass f&uuml;r die Belegschaft etwas dabei herausgekommen w&auml;re. <br \/>  <br style=\"font-style: italic;\"> <span style=\"font-style: italic;\">F: Nicht nur Opel Bochum ist von Arbeitsplatzvernichtung und Lohnk&uuml;rzungen betroffen. Seht ihr die M&ouml;glichkeit K&auml;mpfe zu verbinden? <\/span><\/p>\n<p>  JR: Ich habe schon zwei Veranstaltungen in anderen St&auml;dten mitgemacht und Kollegen aus anderen Betrieben gesagt, dass man zusammen stehen muss. Wir kn&uuml;pfen Kontakte und pr&uuml;fen die M&ouml;glichkeit Treffen von k&auml;mpferischen Kollegen durchzuf&uuml;hren und zu erreichen, dass wir zusammen stehen. Wir sind ja nicht die einzigen, die ausgebeutet und verarscht werden. Die k&auml;mpferischen Kollegen m&uuml;ssen wir an einen Tisch bringen. Damit die Gewerkschaftsspitzen auch sehen, dass sich die k&auml;mpferischen Kollegen vereinigen. Dann haben wir eine Chance auch gro&szlig;e Arbeitsk&auml;mpfe zu erreichen. Denn wir m&uuml;ssen gemeinsam k&auml;mpfen. Alleine hat man verloren. Wir h&auml;tten auch im Oktober den Kampf nicht alleine &uuml;berstehen k&ouml;nnen. Unsere Zielsetzung war ja auch nicht nur Opel Bochum zu retten, sondern alle 12.000 Arbneitspl&auml;tze bei GM in Europa. Und wir haben f&uuml;r alle Millionen Besch&auml;ftigte &uuml;berhaupt gek&auml;mpft, damit alle merken, dass es sich lohnt, sich zu wehren. <\/p>\n<p>  JK: Wir m&uuml;ssen mit vereinten Kr&auml;ften den Gro&szlig;angriff der Arbeitgeber auf die lohnabh&auml;ngig Besch&auml;ftigten in Deutschland bek&auml;mpfen. Wir brauchen eine starke Vernetzung der Belegschaften und m&uuml;ssen unseren Organisationsgrad erh&ouml;hen. Wir m&uuml;ssen das Bewusstsein st&auml;rken, dass man f&uuml;r den Erhalt seines Arbeitsplatzes k&auml;mpfen muss. <\/p>\n<p>  <span style=\"font-style: italic;\">F: Ihr seid in die Wahlalternative Arbeit und soziale Gerechtigkeit eingetreten und auch schon wieder ausgetreten. Welche Hoffnung habt Ihr mit WASG verbunden? <\/span><\/p>\n<p>  JR: Die Politik ist mitverantworlich, dass wir in diese Krise f&uuml;r die Arbeitnehmer (f&uuml;r die Arbeitgeber ist es ja keine Krise) geraten sind. Wir hatten die Hoffnung &uuml;ber die WASG den Arbeitskampf &uuml;ber die Grenzen Bochums hinaus und in die Politik hinein zu tragen. Wir wollten eine Plattform finden, wo wir mit anderen gemeinsam agieren k&ouml;nnen, um vielleicht auf lange Sicht auch Kollegen in Parlamente zu w&auml;hlen, die dort f&uuml;r unsere Interessen eintreten. <\/p>\n<p>  JK: Unsere Hoffnung ist, dass sich die Wahlalternative als eine politische Kraft entwickelt, von der jeder Arbeitnehmer, der von Arbeitsplatzverlust betroffen ist, aufgefangen wird und Hilfe durch die Partei in Anspruch nehmen kann. Der genau wei&szlig;, dass er da eine starke Vertretung im R&uuml;cken hat auf die er z&auml;hlen kann. <\/p>\n<p>  <span style=\"font-style: italic;\">F: Ihr seid jetzt wieder ausgetreten, weil es Konflikte mit dem Landesvorstand in NRW gab. Was ist geschehen? <\/span><\/p>\n<p>  JK: Wir wollten eine Betriebsgruppe gr&uuml;nden, aber der Landesvorstand hat mit einer fadenscheinigen Begr&uuml;ndung die schnelle Gr&uuml;ndung verhindert. Das w&auml;re f&uuml;r uns wichtig gewesen, um an der Wahl eines Sprechers der Bochumer WASG teilzunehmen. Diese schnelle Gr&uuml;ndung ist uns untersagt worden. Da haben wir gesagt, dass wir keinen Zwei-Fronten-Krieg f&uuml;hren k&ouml;nnen und uns nicht gleichzeitig mit der Opel-Gesch&auml;ftsleitung und dem Landesvorstand der WASG auseinandersetzen k&ouml;nnen. Wir haben dann die Konsequenz gezogen uns auf eine Sache zu konzentrieren. Das hei&szlig;t aber nicht, dass wir f&uuml;r alle Zeiten aus der WASG drau&szlig;en sind. <\/p>\n<p>  JR: Ich habe versucht die Betriebsgruppe mit aufzubauen und den Austritt abzuwenden, schlie&szlig;lich bin ich mit gro&szlig;em Eifer an Sache rangegangen und mir war klar, dass es da Reibungen geben wird. Aber die Kollegen wollten ein Zeichen setzen und Landesvorstand mit dem Austritt unter Druck setzen. Das h&auml;tten wir aber auch anders machen k&ouml;nnen. Ich werde auf jeden Fall wieder in die WASG eintreten und werde versuchen die anderen Kollegen auch davon zu &uuml;berzeugen. Wir m&uuml;ssen langfristig denken. Ich hoffe, dass wir uns in der Wahlalternative wieder finden werden um den Kampf auch au&szlig;erhalb von Opel aufzunehmen. <\/p>\n<p>  <span style=\"font-style: italic;\">F: Ihr habt auf Veranstaltungen der WASG in K&ouml;ln und Berlin gesprochen. Wie war dort die Resonanz? <\/span><\/p>\n<p>  JR: Wir haben eine sehr gro&szlig;e Unterst&uuml;tzung erfahren und ich werde auch deswegen wieder eintreten. Nach dem Austritt hatte ich schon aus ganz Deutschland Emails und Anrufe erhalten von WASG-Kollegen, die mir gesagt haben, wir sollten weiter machen. Das hat mich schon best&auml;rkt und das Treffen in Berlin hat mich noch mehr best&auml;rkt. Jetzt wo ich die Kollegen der Wahlalternative auch pers&ouml;nlich kennen gelernt habe, ist es eine Selbstverst&auml;ndlichkeit wieder einzutreten. Ich will dazu beitragen die WASG da hin zu kriegen, wo sie hingeh&ouml;rt. Dass sie eine Arbeitnehmerpartei wird, wo Arbeitnehmer zusammen stehen. Schade, wenn man dabei auch gegen Leute in der Wahlalternative k&auml;mpfen muss, die scheinbar nur Posten haben wollen und vielleicht jetzt schon &uuml;ber Koalitionen mit anderen Parteien nachdenken. Die WASG muss aber eine Arbeitnehmerpartei werden, die die Interessen der Arbeitnehmer vertritt. Das muss die Grundvoraussetzung sein. <\/p>\n<p>  JK: Ich habe am 7.12. bei einer Veranstaltung der Wahlalternative in K&ouml;ln &uuml;ber unseren Kampf berichtet. Dort gab es viel Unterst&uuml;tzung f&uuml;r uns und auch Kritik am Landesvorstand. Die meisten Teilnehmer waren solidarisch mit uns und haben viel Verst&auml;ndnis f&uuml;r unsere Lage ge&auml;u&szlig;ert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Gespr&auml;ch mit zwei Kollegen der &#x84;streikenden Opelaner&#x93;.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[17],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11107"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11107"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11107\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11107"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11107"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11107"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}