{"id":11100,"date":"2004-11-29T09:56:32","date_gmt":"2004-11-29T09:56:32","guid":{"rendered":".\/?p=11100"},"modified":"2004-11-29T09:56:32","modified_gmt":"2004-11-29T09:56:32","slug":"11100","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2004\/11\/11100\/","title":{"rendered":"&#x84;Die Polarisierung w&auml;chst&#x93; in den Niederlanden"},"content":{"rendered":"<p>Solidarit&auml;t sprach mit dem niederl&auml;ndischen Sozialisten Ron Blom. Er ist Mitglied der Leitung von Offensief, der Schwesterorganisation der SAV in den Niederlanden, und Vertrauensmann f&uuml;r die ABVA-KABO, einer Gewerkschaft des &ouml;ffentlichen Dienstes.<!--more--><br \/>\n &nbsp;<br \/>\nMassendemonstrationen und Streiks gegen Sozialabbau und Arbeitszeitverl&auml;ngerung ersch&uuml;tterten die Niederlande im Oktober. Seit der Ermordung des kontroversen Filmregisseurs Theo van Gogh am 2. November stehen Anschl&auml;ge auf Moscheen und muslimische Schulen und die Gefahr eines wachsenden Rassismus im Mittelpunkt der gesellschaftlichen Debatte. <br \/>  <br style=\"font-weight: bold;\"> <span style=\"font-weight: bold;\">Welche Wirkung hatte der Mord an Theo van Gogh in den Niederlanden?<\/span><\/p>\n<p>  Die meisten Menschen waren geschockt. Viele betrachten den Mord als einen Angriff gegen die Meinungsfreiheit, obwohl van Gogh eine kontroverse Figur war. Jetzt breitet sich Angst aus, dass die Spannungen zwischen der niederl&auml;ndischen Bev&ouml;lkerung und muslimischen ImmigrantInnen wachsen.<br \/>  Dabei w&auml;re es vereinfacht zu sagen, dass die extreme Rechte jetzt den Ton setzt. Bei der vom Amsterdamer B&uuml;rgermeister ausgerufenen Gedenkveranstaltung waren zum Beispiel kaum Rechtsextreme, obwohl viele MarokkanerInnen sich nicht trauten daran teilzunehmen. Eine rechtsextreme Demo wenige Tage sp&auml;ter war kein Erfolg. Aber die Polarisierung in der Gesellschaft w&auml;chst.<\/p>\n<p>  <span style=\"font-weight: bold;\">In den Wochen vor dem Mord wuchs vor allem die Klassenpolarisierung. Welche R&uuml;ckwirkung haben die Ereignisse um van Goghs Tod auf die Klassenk&auml;mpfe?<\/span><\/p>\n<p>  Der Mord wurde begangen, als die K&auml;mpfe ihren H&ouml;hepunkt schon &uuml;berschritten hatten. In diesem Sinne wirkte der Mord und die gesellschaftliche Debatte um ihn nicht als eine Barriere f&uuml;r die Bewegung. Aber jetzt m&uuml;ssen die Gewerkschaftsmitglieder in einer Urabstimmung &uuml;ber das Verhandlungsergebnis abstimmen. Das Abstimmungsverhalten kann nat&uuml;rlich beeinflusst werden. Ein Problem ist auch, dass weder die Gewerkschaftsf&uuml;hrungen noch die gewerkschaftliche Basiskampagne &#x84;Genug ist Genug&#x93; etwas zu den Ereignissen gesagt haben und keine Vorschl&auml;ge gemacht haben, wie der Gefahr der Spaltung und des wachsenden Rassismus begegnet werden kann.<\/p>\n<p>  <span style=\"font-weight: bold;\">Wie h&auml;tten sie reagieren sollen?<\/p>\n<p>  <\/span>Vor allem muss betont werden, dass die Regierung f&uuml;r die Lage verantwortlich ist. Sowohl durch ihre zum Beispiel gegen Fl&uuml;chtlinge gerichtete Politik und durch den Rassismus, der durch viele der etablierten Parteien gesch&uuml;rt wird, als auch durch die von ihr zu verantwortende soziale Polarisierung und Verunsicherung. Probleme wie die Wohnungsnot und Massenarbeitslosigkeit k&ouml;nnen von rassistischen Gruppen genutzt werden. Um das zu verhindern w&auml;re es n&ouml;tig gewesen, den gemeinsamen Kampf von Niederl&auml;nderInnen und ImmigrantInnen zur Verbesserung der Lebenssituation in den Mittelpunkt zu stellen und gleichzeitig gegen die Rechtsextremen zu mobilisieren.<br \/>  <br style=\"font-style: italic;\"> <span style=\"font-style: italic;\">Das Interview f&uuml;hrte Sascha Stanicic<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Solidarit&auml;t sprach mit dem niederl&auml;ndischen Sozialisten Ron Blom. 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