{"id":11046,"date":"2004-10-18T16:43:10","date_gmt":"2004-10-18T14:43:10","guid":{"rendered":"http:\/\/.\/?p=11046"},"modified":"2012-08-21T14:16:52","modified_gmt":"2012-08-21T12:16:52","slug":"11046","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2004\/10\/11046\/","title":{"rendered":"Solidarit?tserkl?rung der SAV an die KollegInnen von Opel Bochum"},"content":{"rendered":"<p><strong>Gemeinsamer Kampf um jeden Arbeitsplatz und jedes Werk!<\/strong><br \/> &#8211; F?r eine Ausweitung der Arbeitsniederlegungen<br \/> &#8211; F?r Streik- und Aktionskomitees<!--more--><br \/> \u00a0<br \/> <span style=\"font-weight: bold;\">Liebe KollegInnen,<\/span><br style=\"font-weight: bold;\" \/> <br \/> <span style=\"font-style: italic;\">?Endlich wehrt sich jemand und streikt!?<\/span>, mit diesem Gef\u00fchl schauen zur Zeit Millionen in Deutschland auf Euch in Bochum. Die spontanen Streiks, die Kontrolle der Werkstore ? das ist die richtige Antwort auf die Provokationen der Arbeitgeber. Sie war nur m\u00f6glich, weil Ihr nicht auf Betriebsratsmehrheit und IG Metall gewartet habt. Eure Eigeninitiative ist das wichtigste, was jetzt zu verteidigen ist. N\u00f6tig sind Streik- und Aktionskomitees, um die Kontrolle \u00fcber alle Entscheidungen jetzt nicht aus der Hand zu geben. Eure Dynamik kann in andere Betriebe getragen werden, um den Kampf auszuweiten.<br \/> Wir solidarisieren uns mit Eurem Kampf und werden alles tun, um ihn international bekannt zu machen und auszudehnen.<\/p>\n<p><span style=\"font-style: italic;\">Denn: Mit einem gemeinsamen Kampf\u00a0 kann diese Auseinandersetzung gewonnen werden: <\/span><\/p>\n<p>Keinerlei Schlie\u00dfungen von Werken, Kampf um jeden Arbeitsplatz: Streik bis die GM-Pl\u00e4ne vom Tisch sind. Besetzt die Tore und kontrolliert, dass keinerlei Komponenten verschickt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Kein Abbruch des Streiks, bevor nicht in einer Vollversammlung aller KollegInnen genau \u00fcber m\u00f6gliche Ergebnisse beraten wurde und mehrheitlich zugestimmt wird. Die Gesch\u00e4ftsleitung wird mehr als faule Tricks versuchen, um Euren Streik zu beenden. Die IG-Metall-Spitze und die Gesamtbetriebsratsmehrheit drohen dabei nachzugeben.<\/p>\n<p>Euer Widerstand muss in Euren H\u00e4nden bleiben! Opel-Gesamtbetriebsratschef Franz spricht schon davon, dass man ohne Arbeitsplatzverluste nicht davon komme. Er gibt die Schlacht schon verloren! Auf die Betriebsratsmehrheit und die Gewerkschaftsspitzen ist kein Verlass. N\u00f6tig sind regelm\u00e4\u00dfige Versammlungen aller KollegInnen, Wahl von Streik- und Aktionskomitees auf allen Ebenen (gruppen-, abteilungs- und werksweit sowie werks\u00fcbergreifend), um den Widerstand von unten zu leiten und zu kontrollieren und um m\u00f6glichst viel KollegInnen in den Kampf aktiv einzubeziehen.<\/p>\n<p>Aktive Fortsetzung des Streiks: Alle KollegInnen m\u00fcssen zu den Toren kommen, um gemeinsam zu verhindern, dass irgendetwas verschickt oder verladen wird. Mit allen KollegInnen gemeinsam k\u00f6nnen Aktionen auf die Beine gestellt werden, die den Druck weiter steigern.<\/p>\n<p>Ruft auf zu stadtweiten Streik- und Aktionstagen: Der ganzen Region ist klar, was es bedeuten w\u00fcrde, wenn Euer Kampf verloren werden w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Von den Streikkomitees aus kann direkt Kontakt mit anderen Werken aufgenommen werden. Auch hier gilt: kein Verlass auf IG Metall und Betriebsratsmehrheit. Schickt Delegationen der Streik- und Aktionskomitees oder der Versammlungen der KollegInnen in die anderen Opel- und GM-Werke und sorgt selbst f\u00fcr eine Vernetzung.<\/p>\n<p>N\u00e4chster Schritt der Vernetzung des Widerstands kann eine europaweite Konferenz von Delegierten der Besch\u00e4ftigten aus allen Werken sein. Diese Konferenz kann ein Aktionsprogramm aufstellen, f\u00fcr das gemeinsam gek\u00e4mpft wird.<\/p>\n<p>Macht mit den kritischen und k\u00e4mpferischen GewerkschaftskollegInnen Dampf in der Gewerkschaft: Gemeinsam kann so viel Druck gemacht werden, dass auch Peters und Huber gezwungen werden, den Kampf zu unterst\u00fctzten, zum Beispiel mit einem Aufruf zu einem eint\u00e4gigen Streik in allen Autowerken Europas als Warnung an die Unternehmer und ein klares Zeichen, dass die AutomobilarbeiterInnen gegen alle Versuchen der Spaltung und der ?teile und herrsche?-Taktik der Konzerne Widerstand leisten.<\/p>\n<p>In allen Werken, die von Entlassungen bedroht sind, sind Betriebsbesetzungen n\u00f6tig: es muss verhindert werden, dass solche Pl\u00e4ne realisiert werden.<\/p>\n<p>Statt Co-Management und Verzicht: Internationale gemeinsame Gegenwehr, f\u00fcr k\u00e4mpferische und demokratische Gewerkschaften.<\/p>\n<p><span style=\"font-style: italic;\">Wir, die Sozialistische Alternative ? SAV, sind Teil des Komitees f\u00fcr eine Arbeiterinternationale (englisch: CWI). Gemeinsam mit unseren Schwesterparteien setzen wir uns international daf\u00fcr ein, Euren Kampf noch weiter bekannt zu machen und einen Erfahrungsausstausch von KollegInnen bei GM zu erm\u00f6glichen. Am internationalen Aktionstag, dem 19. Oktober, unterst\u00fctzt unsere schwedische Schwesterpartei, RS, die KollegInnen in Trollh\u00e4ttan, unsere britische Schwesterpartei, die Socialist Party, die ArbeiterInnen bei Vauxhall und unsere Belgische Partei, LSP, die Besch\u00e4ftigten in Antwerpen. Auch in den USA setzt sich die Socialist Alternative, die US-Sektion des\u00a0 Komitees f\u00fcr eine Arbeiterinternationale,\u00a0 gegen die Pl\u00e4ne von GM ein. Unser Ziel ist ist die weltweite Abschaffung des kapitalistischen Profitsystems und der Aufbau einer F\u00f6deration sozialistischer Demokratien.<br \/> <\/span><a href=\"\/media\/2004\/Opel-2004_10_19_Bochum.pdf\"><br style=\"font-weight: bold;\" \/> <span style=\"font-weight: bold;\">Die Solidarit\u00e4tserkl\u00e4rung als pdf-Version<\/span><\/a><span style=\"font-style: italic;\"><br \/> <\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gemeinsamer Kampf um jeden Arbeitsplatz und jedes Werk!<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[10,16,17],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11046"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11046"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11046\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11046"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11046"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11046"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}