{"id":11043,"date":"2004-10-18T09:03:37","date_gmt":"2004-10-18T09:03:37","guid":{"rendered":".\/?p=11043"},"modified":"2004-10-18T09:03:37","modified_gmt":"2004-10-18T09:03:37","slug":"11043","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2004\/10\/11043\/","title":{"rendered":"Bundesagentur f&uuml;r Arbeit wird rabiat"},"content":{"rendered":"<p> Das die Umsetzung von Hartz IV nicht so einfach von statten geht, wie gedacht, steht mittlerweile fest. Mit rabiaten Methoden machen Sozial&auml;mter und Arbeitsagenturen jetzt Druck.<!--more--><br \/>\n &nbsp;<br \/>\nBisher sind bundesweit weniger als 50% der Antr&auml;ge auf ALG-II bei den &Auml;mtern eingegangen, langsan bricht Panik aus. So setzen die &Auml;mter mittlerweile auf unrechtm&auml;&szlig;ige Mittel, um an die Antr&auml;ge zu kommen. <br \/>  Die Arbeitsagentur S&Uuml;D in Berlin zum Beispiel verschickte Einladungen zur Abgabe der Antr&auml;ge unter Berufung auf das III. Sozialgesetzbuch, d.h. wer nicht abgibt, bekommt eine Sperre von mindestens 2 Wochen. Diese Vorgehensweise wird aber nicht nur in Berlin angewendet, solche F&auml;lle sind mittlerweile im aus dem gesamten Bundesgebiet bekannt geworden. <br \/>  Inzwischen bezeichnet die BA f&uuml;r Arbeit diese Vorgehensweise selbst als ungesetzlich. So Ilona Mirtschin, Sprecherin der BA in N&uuml;rnberg: &#x93;Paragraph 309 des III. Sozialgesetzbuches d&uuml;rfe nur auf f&uuml;nf F&auml;lle angewendet werden: zum Zwecke der Berufsberatung, Vermittlung in Ausbildung oder Arbeit, Vorbereitung aktiver Arbeitsf&ouml;rderleistungen, Vorbereitung von Entscheidungen im Leistungsverfahren und der Pr&uuml;fung des Vorliegens der Vorraussetzungen f&uuml;r den Leistungsanspruch.&#x94; Soll man also den Antrag nach Aufforderung der BA abgeben, so ist das nicht legal. <br \/>  Mit dieser Methode will die Agentur f&uuml;r Arbeit den Druck auf die Betroffenen erh&ouml;hen und einsch&uuml;chtern. Die von den Agenturen, oft sehr kurzfristig, vergebenen Termine f&uuml;hren oftmals dazu, dass Betroffene die Antr&auml;ge &uuml;berhastet abgeben und auf Beratung verzichten. Sp&auml;tere K&uuml;rzungen oder gar Streichungen sind nicht ausgeschlossen, da viele Betroffene in der Hast nicht genau wissen, was sie eintragen sollen und es so vermehrt zu Fehlern kommen kann. <\/p>\n<p>  <b>Repression gegen aktive Erwerbslose<\/b> <\/p>\n<p>  In Oberhausen trieb es die &ouml;rtliche Arbeitsagentur auf die, bisherige, Spitze. Dort verteilten zwei Erwerbslose einen Aufruf zur &ouml;rtlichen Montagsdemo und wurden dabei vom Beh&ouml;rdengrundst&uuml;ck verwiesen. Eine Woche sp&auml;ter erhielten die zwei Betroffenen ein Schreiben, in dem ihnen mitgeteilt wurde, dass beiden ein einj&auml;hriges Hausverbot f&uuml;r s&auml;mtliche Grundst&uuml;cke der BA auferlegt worden sei. <br \/>  <span style=\"\">Das Ziel dieser Aktion seitens der BA ist eindeutig: Einsch&uuml;chterung und Bestrafung von Aktivisten, die sich gegen das Unrecht zur Wehr setzen. Der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der BA Obersdorf sieht in dem Hausverbot sogar noch positive Aspekte. So meinte Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Schwering<\/span>: &#x93;Telefonisch w&uuml;rden Termine vereinbart, zu denen die &#x93;St&ouml;renfriede&#x94; die Agentur betreten d&uuml;rften. Im Gegensatz zu der Warterei , der unsere anderen Kunden ausgesetzt sind, ist das eine Deluxe-Dienstleistung&#x94;. <br \/>  <br style=\"font-style: italic;\"> <span style=\"font-style: italic;\">von Christian Reichow, Berlin<\/p>\n<p>  <\/span> Quelle: junge Welt vom 12. und 14. Oktober 2004<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p> Das die Umsetzung von Hartz IV nicht so einfach von statten geht, wie gedacht, steht mittlerweile fest. 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