{"id":10928,"date":"2004-07-14T10:29:55","date_gmt":"2004-07-14T10:29:55","guid":{"rendered":".\/?p=10928"},"modified":"2004-07-14T10:29:55","modified_gmt":"2004-07-14T10:29:55","slug":"10928","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2004\/07\/10928\/","title":{"rendered":"Jugendstreik in Kassel"},"content":{"rendered":"<p>Am 6. Juli fand in Kassel ein Jugendprotesttag statt. Zum ersten Mal demonstrierten Sch?lerInnen und Azubis gemeinsam w?hrend der Arbeitszeit gegen Sozialabbau.<!--more--><br \/>\n &nbsp;<br \/>\nDas Jugendaktionskomitee gegen Sozialabbau (JGS) rief gemeinsam mit der DGB-Jugend zum Jugendprotesttag auf. Im Mittelpunkt der Proteste stand die Ausbildungskrise (500.000 arbeitslose Jugendliche in Deutschland, davon 3.000 in Kassel), die hessische Schulreform, durch die 14 Kasseler Schulen von Schlie&szlig;ung bedroht sind, und die Umverteilung auf Landes- und Bundesebene von unten nach oben. <br \/> JGS, welches auf Initiative von SAV und widerstand international! gegr&uuml;ndet wurde, hatte wesentlichen Einfluss darauf, dass sich auch Sch&uuml;lerInnen an den Protesten beteiligten. Nachdem letztes Jahr in Kassel bereits 10.000 Sch&uuml;lerInnen gegen den Irakkrieg streikten, rief JGS am 17. Oktober zu einem Jugendstreik auf, an dem sich zum ersten Mal auch Berufssch&uuml;lerInnen beteiligten. Auch im Vorfeld des 6. Juli baute JGS wieder Streikstrukturen an vielen Kasseler Schulen auf. <br \/> Nachdem sich die Jugendlichen am Bahnhofsvorplatz sammelten, gab es eine Auftaktkundgebung. Anschlie&szlig;end wurde von der IG-BAU-Jugend vor dem IHK-Geb&auml;ude symbolisch der soziale Baum gef&auml;llt. Der laute Demonstrationszug marschierte nun in Richtung vhu (Verband Hessischer Unternehmer), wo eine erneute kreative Aktion stattfand. <br \/> Vor der Parteizentrale der SPD stellte JGS einen riesigen Styropork&auml;se ab. In diesem steckte ein Schild mit der Aufschrift ?<i>Euer K&auml;se stinkt uns!?<\/i> und er wurde von den DemonstrantInnen mit Begriffen wie ?<i>Agenda 2010<\/i>?, ?<i>Kapitalismus?<\/i>, &#8222;<i>SPDGR&Uuml;NEPDSCDUCSUFDP<\/i>&#8220; und ?<i>Arbeitslosigkeit<\/i>? beschrieben. <br \/> Abschlie&szlig;end fand eine Protestaktion vor der CDU-Zentrale statt. <br \/> Die Stimmung war w&auml;hrend der gesamten Demo sehr k&auml;mpferisch. Sprechch&ouml;re verdeutlichten immer wieder, dass es nun an der Zeit ist, dass auch die Besch&auml;ftigten die Arbeit niederlegen. Zwei Redner von JGS forderten als n&auml;chsten Schritt im Widerstand gegen Sozialabbau und Arbeitszeitverl&auml;ngerung einen eint&auml;gigen Generalstreik. <br \/> &Uuml;ber die Teilnehmerzahl gibt es verschiedene Aussagen. W&auml;hrend die Medien behaupten, 500 Jugendliche h&auml;tten sich an den Protesten beteiligt, liegen die Sch&auml;tzungen von Beteiligten bei ann&auml;hernd 2.000. <br \/> Unabh&auml;ngig von der Gr&ouml;&szlig;e der Demonstration stellt der Jugendprotesttag eine neue Qualit&auml;t im Widerstand gegen Sozialkahlschlag dar. Zum ersten Mal wurde durch den Streik der Auszubildenden w&auml;hrend der Arbeitszeit auch &ouml;konomischer Druck auf die Unternehmer und ihre Parteien ausge&uuml;bt. <br \/> Nun muss der DGB auch die restlichen Besch&auml;ftigten aller Branchen zu Streiks mobilisieren.<\/p>\n<p> <span style=\"font-style: italic;\">von S&ouml;nke Jan Schr&ouml;der, Kassel<\/span> <\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 6. Juli fand in Kassel ein Jugendprotesttag statt. 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