{"id":10919,"date":"2004-07-13T22:24:54","date_gmt":"2004-07-13T22:24:54","guid":{"rendered":"http:\/\/.\/?p=10919"},"modified":"2012-06-24T15:47:12","modified_gmt":"2012-06-24T13:47:12","slug":"10919","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2004\/07\/10919\/","title":{"rendered":"Drastische K&uuml;rzungen bei Frauen"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-style: italic;\">Die menschenverachtende Politik des Hamburger Senats geht weiter <\/span><br \/> Die ?Beh\u00f6rde f\u00fcr Soziales und Familie? hat drastische K\u00fcrzungen bei den Hamburger Frauenh\u00e4usern angek\u00fcndigt. Die Mitarbeiterinnen des Vereins, Frauen helfen Frauen e.V., Tr\u00e4ger des Ersten Hamburger Frauenhauses, berichten, dass f\u00fcr 2005 die Mittelvergabe um 935.000 Euro gek\u00fcrzt wird. Dies beinhaltet den Abbau aller Psychologinnenstellen, eine K\u00fcrzung von 100.000 Euro im Sachmittelbereich und gipfelt in der Schlie\u00dfung des 1. Frauenhauses. <br \/> <span style=\"font-style: italic;\">von Andy Falk und Astrid, Hamburg <\/span><!--more--><br \/> \u00a0<br \/> Doch Zahlen alleine dr\u00fccken nicht die Tragik aus, die hinter diesen K\u00fcrzungen steht. Das Frauenhaus ist ein Ort des Schutzes vor seelischer, k\u00f6rperlicher Gewalt und Bedrohung. Der Wegfall der 44 Pl\u00e4tze im Ersten Hamburger Frauenhaus bedeutet, dass etwa 460 Frauen und Kinder auf andere Frauenh\u00e4user und St\u00e4dte ausweichen m\u00fcssen, die ebenfalls an ihre Kapazit\u00e4tsgrenze gelangt sind. F\u00fcr die im Ausnahmezustand lebenden, teils traumatisierten Frauen und Kinder ist dies kaum leistbar. <br \/> Auch wird die Verweildauer auf drei Monate beschr\u00e4nkt werden. Die Frauenhausmitarbeiterinnen stellen klar, dass sich diese nur an den Bed\u00fcrfnissen der Frauen orientieren darf. Weiterhin f\u00fchrt die Beh\u00f6rde eine statistische Erhebung in Form einer ?Pseudonymisierungsliste? ein, um zum Beispiel ?Frauenhaus-Hopping? zu unterbinden. Datenschutzrelevante Bedenken hat die Beh\u00f6rde dabei nicht. Auch wird die ohnehin einfache Ausstattung der Einrichtungen auf ein untragbares Minimum reduziert. <br \/> Die Schikanen beinhalten auch, dass Frauen ohne Aufenthaltsstatus oder mit Duldung die Aufnahme ins Frauenhaus verweigert wird, ?da dies nicht im Asylbewerberleistungsgesetz vorgesehen ist?. Sie werden auf Fl\u00fcchtlingsunterk\u00fcnfte verwiesen, deren Adresse frei zug\u00e4nglich ist und keinen Schutzraum bieten; billigend in Kauf nehmend, dass \u00dcbergriffe auf Frauen fortsetzbar sind. <br \/> Die SAV unterst\u00fctzt die Forderungen des Vereins Frauen helfen Frauen e.V. nach sofortiger R\u00fccknahme aller Ma\u00dfnahmen und K\u00fcrzungen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><span style=\"font-style: italic;\">Die menschenverachtende Politik des<br \/>\nHamburger Senats geht weiter<br \/>\n<\/span><br \/>\nDie ?Beh&ouml;rde f&uuml;r Soziales<br \/>\nund Familie? hat drastische K&uuml;rzungen bei den Hamburger<br \/>\nFrauenh&auml;usern angek&uuml;ndigt. Die Mitarbeiterinnen des<br \/>\nVereins, Frauen helfen Frauen e.V., Tr&auml;ger des Ersten Hamburger<br \/>\nFrauenhauses, berichten, dass f&uuml;r 2005 die Mittelvergabe um<br \/>\n935.000 Euro gek&uuml;rzt wird. 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