{"id":10910,"date":"2004-06-18T14:46:15","date_gmt":"2004-06-18T12:46:15","guid":{"rendered":"http:\/\/.\/?p=10910"},"modified":"2012-06-24T15:39:43","modified_gmt":"2012-06-24T13:39:43","slug":"10910","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2004\/06\/10910\/","title":{"rendered":"Wie weiter f&uuml;r die Wahlalternative?"},"content":{"rendered":"<p>Flugblatt der SAV zum Kongress der Wahlalternative am 20. Juni 2004 in Berlin<!--more--><br \/>\n &nbsp;<br \/>\nDie Gr&uuml;ndung von Wahlalternative und Initiative Arbeit und soziale Gerechtigkeit waren lange &uuml;berf&auml;llige und wichtige Schritte. SPD, Gr&uuml;ne und PDS-F&uuml;hrung haben sich der Durchsetzung einer neuen Qualit&auml;t von Sozial- und Lohnk&uuml;rzungen verpflichtet, sprich: sie setzen die kapitalistische Profitlogik konsequent in ihrer Regierungspolitik auf Kommunal-, Landes- und Bundesebene um. Eine neue Partei, die Lohnabh&auml;ngige, Erwerbslose, RentnerInnen und Jugendliche organisiert und vertritt ist dringend n&ouml;tig.<br \/>  Die beiden Initiativen Wahlalternative und Arbeit und Soziale Gerechtigkeit haben eine riesige Resonanz erfahren. Zehntausende haben die Hoffnung gesch&ouml;pft, dass ein Neuaufbau einer Partei f&uuml;r ArbeitnehmerInnen m&ouml;glich ist. In diesem Prozess ist die Einbeziehung aller Aktiven und Interessierten und ein transparenter und demokratischer Verlauf von entscheidender Bedeutung. <br \/>  Vorbereitung, Durchf&uuml;hrung und Charakter der Konferenz sind leider nicht dazu geeignet einen demokratischen Meinungsbildungsprozess der in den &uuml;ber 50 Regionalgruppen von Wahlalternative und ASG Aktiven zu f&ouml;rdern. Es stellen sich viele Fragen: warum beteiligt sich die ASG nicht an der Konferenz und warum werden die Gr&uuml;nde f&uuml;r die Nichtbeteiligung nicht transparent gemacht? Warum wird vor der Konferenz im kleinen Kreis entschieden, dass am 3. Juli ein gemeinsamer Verein namens Wahlalternative Arbeit und soziale Gerechtigkeit gebildet wird? Warum findet die Pressekonferenz der Konferenz vor Ende der Konferenz statt? Hat die Konferenz &uuml;berhaupt etwas zu sagen? <br \/>  In einem ersten Diskussionspapier der Wahlalternative wurde das Projekt als ein &#x84;Top-Down-Projekt in seiner ersten Phase&#x93; bezeichnet. Das hat die SAV von Beginn an kritisiert und sich f&uuml;r einen offenen, transparenten und demokratischen Gr&uuml;ndungsprozess eingesetzt. <br \/>  Die Konferenz zeigt leider, dass es eine Top-Down-Herangehensweise der InitiatorInnen gibt. Dies wird nicht helfen, Menschen f&uuml;r das Projekt zu begeistern. Nach den Erfahrungen b&uuml;rokratischer Parteien (SPD, PDS) und eines stalinistischen Staates (DDR) gibt es zurecht ein gro&szlig;es Bed&uuml;rfnis nach demokratischen und transparenten Strukturen. Der Gr&uuml;ndungsprozess muss alle Aktiven einbeziehen. Es muss eine breite Debatte m&ouml;glich sein, ohne dass von einem kleinen Kreis Vorentscheidungen getroffen werden. <br \/>  Die Konferenz h&auml;tte jedoch dazu genutzt werden sollen, eine Entscheidung zu treffen: die Entscheidung, mit dem Ziel zusammen zu arbeiten, eine neue Partei zu gr&uuml;nden, die die Interessen von abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten, Erwerbslosen, RentnerInnen und Jugendlichen konsequent verteidigt. Diese Frage offen zu lassen, l&auml;dt Kr&auml;fte aus SPD und PDS ein, die eine neue Partei verhindern wollen und das Projekt nur als eine Art Pressure Group betrachten, auf die Bremse zu treten. <br \/>  Wir schlagen vor, eine Kommission aus VertreterInnen der regionalen Gruppen und der verschiedenen an dem Projekt sich beteiligenden politischen Organisationen zu bilden, die einen Satzungsentwurf erarbeiten sollen. Dieser sollte Grunds&auml;tze beinhalten, wie die jederzeitige W&auml;hl- und Abw&auml;hlbarkeit von Funktionstr&auml;gerInnen auf allen Ebenen und eine Begrenzung der Bez&uuml;ge aller zuk&uuml;nftigen hauptamtlichen MitarbeiterInnen und Abgeordneter auf einen durchschnittlichen Facharbeiterlohn, um eine soziale Kluft zwischen F&uuml;hrung und Basis zu verhindern. Eine Satzung sollte einen f&ouml;deralen Charakter tragen und politischen Organisationen und Gruppen die M&ouml;glichkeit geben unter Bewahrung ihrer Identit&auml;t, Strukturen und Publikationen an der neuen Partei teilzunehmen. Es sollte das Recht geben Plattformen, Str&ouml;mungen und Fraktionen zu bilden. Ebenso sollte eine weitgehende Autonomie von lokalen Gruppen festgeschrieben werden, damit diese die M&ouml;glichkeit haben selbst&auml;ndig politische Ideen und Inhalte zu entwickeln und &ouml;ffentlich zu vertreten. Ein striktes Konsensprinzip sollte abgelehnt werden, da es einer schnellen Entscheidungsfindung und Weiterentwicklung der Organisation widerspricht. Eine solidarische und konstruktive politische Kultur kann und muss auch bei einem Prinzip von Mehrheitsentscheidungen existieren. <\/p>\n<p>  <span style=\"font-weight: bold;\">Welche Alternativen? <\/span><\/p>\n<p>  Das von Sabine L&ouml;sing und Axel Troost vorgelegte Papier &#x84;Alternativen f&uuml;r eine solidarische Zukunft&#x93; beinhaltet viele wichtige und richtige Forderungen. Es wird jedoch kein Weg aufgezeigt diese Forderungen durchzusetzen. Die Frage nach Durchsetzungsm&ouml;glichkeiten von Investitionsprogrammen, Arbeitszeitverk&uuml;rzung und sozialer Mindestsicherung steht in einem direkten Zusammenhang mit den Ursachen der gegenw&auml;rtigen Situation. Eine treffende Analyse dieser Ursachen wird in dem Papier leider auch nicht vorgenommen. L&ouml;sing und Troost gehen davon aus, dass ihre Vorschl&auml;ge auch &#x84;wirtschaftspolitisch besser&#x93; sind, also zu mehr Wachstum f&uuml;hren. Sie erwecken den Eindruck, dass die von ihnen vorgeschlagene Politik im Interesse aller Teile der Gesellschaft ist &#x96; Arbeitgeber wie Arbeitnehmer und Erwerbslose. Darin enthalten liegt der Gedanke haupts&auml;chlich &uuml;ber die neue parlamentarische Mehrheiten gesellschaftliche Ver&auml;nderungen zu erzielen, wenn dieser auch nicht direkt ausgesprochen wird. <br \/>  Doch die Ursachen f&uuml;r die permanenten Angriffe auf Sozialleistungen und L&ouml;hne liegen in der Profitkrise der kapitalistischen Gesellschaft. Die Klasse der Unternehmer und Gro&szlig;aktion&auml;re will auf Kosten der ArbeitnehmerInnen und Erwerbslosen ihre sinkenden Profitraten sanieren. Daraus ergibt sich, dass jede Verbesserung f&uuml;r die Masse der Bev&ouml;lkerung durch die Profite der Banken und Konzerne finanziert werden m&uuml;sste und dementsprechend nur gegen diese durchgesetzt werden kann. Dazu ist heute die Mobilisierung von breiten Massen in Protesten, Demonstrationen und Streiks n&ouml;tig. Der Aufbau einer neuen linken Partei muss deshalb aufs engste verbunden werden mit der Organisierung von Widerstand. Ihre Arbeit muss zu 99 Prozent aus Kampf bestehen. Das bedeutet, dass auch die Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit sich ab sofort in die gesellschaftlichen und betrieblichen K&auml;mpfe einbringen sollte. Wir schlagen vor, dass die WASG unmittelbar Kampagnen gegen die Verl&auml;ngerung der Arbeitszeit und die Demontage des Gesundheitswesens organisiert. Au&szlig;erdem sollte Solidarit&auml;t mit betrieblichen K&auml;mpfen, wie bei Siemens, Otis Stadthagen oder Bombardier Ammendorf organisiert werden. Es muss gelten: ran an die KollegInnen in den Betrieben, rein in die Stadtteile, ran an die Studierenden und Sch&uuml;lerInnen in Schulen und Hochschulen. <br \/>  Wie k&ouml;nnen solche Kampagnen vor Ort aussehen? Die SAV f&uuml;hrt in Berlin zum Beispiel Kampagnen gegen die Schlie&szlig;ung eines Krankenhauses und gegen die Privatisierung von &ouml;ffentlichen Wohnungen. Wir haben begonnen Anwohnerversammlungen zu organisieren, unterst&uuml;tzen GewerkschafterInnen bei ihren Aktionen, planen eine Stadtteildemonstration gegen die drohende Krankenhausschlie&szlig;ung, machen die Themen durch Hausbesuche, Stra&szlig;enaktionen und Plakate bekannt. In St&auml;dten, wo betriebliche Auseinandersetzungen stattfinden sollte die WASG Solidarit&auml;tskomitees aufbauen und dabei helfen die betrieblichen K&auml;mpfe mit anderen Auseinandersetzungen zu verbinden. Auch bundesweite Solidarit&auml;t k&ouml;nnte die WASG organisieren. <br \/>  Sollen solche K&auml;mpfe erfolgreich sein, m&uuml;ssen Forderungen aufgestellt werden, die keine R&uuml;cksicht auf die kapitalistische Profitlogik nehmen. <br \/>  Zwei Beispiele: Die Besch&auml;ftigten des Waggonbauers Bombardier in Halle (Saale) k&auml;mpfen gegen die Schlie&szlig;ung ihrer Fabrik. Die Arbeitspl&auml;tze werden nur durch einen entschlossenen Kampf und den Einsatz der gewerkschaftlichen Kampfkraft &uuml;ber Bombardier hinaus zu verteidigen sein. Dauerhaft ist dieser Betrieb wahrscheinlich aber nur zu retten, wenn die Eigent&uuml;mer enteignet werden und der Betrieb in &ouml;ffentlicher Hand fortgef&uuml;hrt wird. Gleichzeitig w&auml;re es n&ouml;tig einen Produktionsplan f&uuml;r das Verkehrswesen aufzustellen, der auf &ouml;ffentlichen Investitionen beruht und den Einsatz der Ressourcen gem&auml;&szlig; den Bed&uuml;rfnissen der Menschen und des Umweltschutzes jenseits der Profite der Mineral&ouml;l- und Autokonzerne vorsieht. Im Rahmen des Kapitalismus: nicht machbar. <br \/>  Zweites Beispiel: Berlin ist pleite. Die Banken verdienen sich dumm und d&auml;mlich an den Zinszahlungen des Landes. Der Senat garantiert die Gewinne f&uuml;r die Investoren bestimmter Fonds bei der Bankgesellschaft, die Zeche zahlt die Allgemeinheit durch Sozialk&uuml;rzungen und Lohnraub im &ouml;ffentlichen Dienst. Ein Ausweg aus dieser Situation ist nur denkbar, wenn die Macht der Banken gebrochen wird. Die Zinszahlungen m&uuml;ssten eingestellt werden, die Banken in &ouml;ffentliches Eigentum &uuml;berf&uuml;hrt werden. <br \/>  Konsequent zu k&auml;mpfen bedeutet auch die Haltung der Gewerkschaftsf&uuml;hrung zu kritisieren und f&uuml;r einen Kurswechsel in den Gewerkschaften einzutreten. Es muss Schluss sein mit der R&uuml;cksichtnahme auf die SPD, wirkliche Kampfma&szlig;nahmen inklusive Streiks m&uuml;ssen organisiert werden. Als erstes sollte der Kampf gegen die Arbeitszeitverl&auml;ngerung organisiert werden. Die vielen Gewerkschaftsfunktion&auml;rInnen, die bei der WASG sind, sollten sich innerhalb der Gewerkschaften daf&uuml;r einsetzen. Das muss beinhalten Druck auf die Gewerkschaftsspitzen auszu&uuml;ben, aber auch unabh&auml;ngige Aktionen auf betrieblicher und &ouml;rtlicher Ebene durchzuf&uuml;hren, wie die Arbeitsniederlegungen gegen die Agenda 2010 im letzten Jahr in Schweinfurt und Kassel. <\/p>\n<p>  <span style=\"font-weight: bold;\">Sozial, links oder sozialistisch? <\/span><br style=\"font-weight: bold;\"> <br \/>  Vor allem Vertreter der ASG betonen, dass keine &#x84;linke Partei&#x93; gebildet werden soll. Es gehe darum das Sozialstaatsprinzip zu verteidigen. In einem Interview mit der jungen Welt vom 12. Juni 2004 grenzt sich der ASG-Vertreter Gerd Lobodda scharf von sozialistischen Ideen ab und sagt: &#x84;Wir wollen nicht den Eindruck erwecken, als st&uuml;nden wir auch f&uuml;r linkssektiererische Kreise offen&#x93; (wen auch immer er damit meint). <br \/>  Doch wenn wir dauerhaft sichere, menschenw&uuml;rdige Arbeit zu angemessenen L&ouml;hnen f&uuml;r alle erk&auml;mpfen wollen; wenn wir eine saubere Umwelt und eine friedliche Welt erreichen wollen; wenn wir den Kampf f&uuml;r den Erhalt von Fabriken erreichen wollen, die geschlossen werden sollen und wenn wir eine demokratische Kontrolle &uuml;ber die Wirtschaft erreichen wollen, wie L&ouml;sing und Troost schreiben, dann werden wir in Konflikte mit den Kapitalbesitzern geraten, die im Rahmen der kapitalistischen Staats- und Wirtschaftsordnung nicht dauerhaft f&uuml;r die ArbeitnehmerInnen zu l&ouml;sen sind. <br \/>  Ein Blick nach Venezuela reicht, um das zu erkennen. Dort setzen die in- und ausl&auml;ndischen Kapitalgruppen alles daran die Reformregierung von Hugo Ch&aacute;vez zu st&uuml;rzen, obwohl diese bisher nur minimale Reformen durchgesetzt hat. <br \/>  Deshalb treten wir daf&uuml;r ein den Kampf f&uuml;r die Durchsetzung der von Sabine L&ouml;sing und Axel Troost aufgeworfenen Forderungen mit der Perspektive auf eine grundlegende Ver&auml;nderung der gesellschaftlichen Verh&auml;ltnisse zu f&uuml;hren. Denn diese Forderungen k&ouml;nnen nur dauerhaft erreicht werden, wenn nicht mehr Markt- und Profitgesetze Wirtschaft und Politik bestimmen, sondern die Bed&uuml;rfnisse von Mensch und Natur. <br \/>  Dazu ist die &Uuml;berf&uuml;hrung der gro&szlig;en Banken und Konzerne in &ouml;ffentliches Eigentum unter demokratischer Kontrolle und Verwaltung der arbeitenden Bev&ouml;lkerung und die demokratische Planung der Wirtschaft eine Voraussetzung. Deshalb schl&auml;gt die SAV vor, dass eine neue Partei f&uuml;r die Einf&uuml;hrung einer sozialistischen Demokratie eintritt und ihren Einsatz f&uuml;r die Erk&auml;mpfung von Reformen damit verbindet, zu erkl&auml;ren, dass es notwendig ist den Kapitalismus abzuschaffen. <br \/>  Es ist falsch zu behaupten, die Frage welche Politik und Interessen die neue Partei hier und heute vertritt sei von der Frage des programmatischen Charakters und Selbstverst&auml;ndnisses zu trennen. Letztlich stellt sich die Frage, ob man die kapitalistischen Macht- und Eigentumsverh&auml;ltnisse, also den kapitalistischen Staat mit all seinen Institutionen und Gesetzen, die Marktwirtschaft und das Privateigentum an Banken und Konzernen, als Rahmen der eigenen Politik betrachtet oder ob man bereit ist, &uuml;ber diesen Rahmen hinaus zu gehen. <br \/>  Sabine L&ouml;sing und Axel Troost verharren eindeutig in diesem Rahmen. Sie pl&auml;dieren f&uuml;r die Reform imperialistischer Institutionen und Abkommen (wie IWF, WTO, GATS), die einzig und allein gegen die Masse der Weltbev&ouml;lkerung eingesetzt werden. Sie stellen keine der Institutionen des Kapitalismus in Frage. <br \/>  Auch eine Reihe anderer Formulierungen in dem Diskussionspapier sollten kritisch diskutiert werden. So wird nicht explizit voller Lohn- und Personalausgleich bei Arbeitszeitverk&uuml;rzung gefordert. So wird von &#x84;&uuml;berh&ouml;hten Profiten&#x93; im Gesundheitswesen gesprochen, aber nicht erkl&auml;rt, wie zu bemessen ist, ab wann Profite &uuml;berh&ouml;ht sind. So wird sich zwar gegen den Ausbau des &Uuml;berwachungsstaates ausgesprochen, aber keine Vorschl&auml;ge zu Ver&auml;nderungen bzw. demokratischer Kontrolle staatlicher Institutionen gemacht. So wird vorgeschlagen, die Vereinten Nationen mit mehr milit&auml;rischen Rechten auszustatten und R&uuml;stungsexporte nur in Staaten abgelehnt, die Menschenrechte verletzen und Waffen gegen die eigene Bev&ouml;lkerung einsetzen (was bitte ist mit den USA?). <br \/>  Eine programmatische Ausrichtung, wie in dem Diskussionspapier vorgenommen erh&ouml;ht die Gefahr, dass die neue Partei &#x96; einmal stark im Parlament vertreten &#x96; den Anpassungsprozess von SPD, Gr&uuml;nen und PDS nachzeichnen wird.<\/p>\n<p>  <span style=\"font-weight: bold;\">Sozialistische Politik <\/span><br \/>  Dass eine sozialistische Politik nicht abschreckt und damit auch Wahlerfolge m&ouml;glich sind, hat die Sozialistische Alternative (SAV) \/ Liste gegen Sozialkahlschlag bei den Kommunalwahlen am 13. Juni in Rostock unter Beweis gestellt. Mit ca. 15 aktiven Wahlk&auml;mpferInnen und ein extrem bescheidenes Wahlkampfbudget konnten 4.225 Stimmen (ca. 2.000 W&auml;hlerInnen, 2,5 Prozent) und ein Sitz in der Rostocker B&uuml;rgerschaft gewonnen werden. <br \/>  Entscheidend f&uuml;r den Wahlerfolg war der durch die SAV vor Ort betriebene Aufbau des B&uuml;ndnisses gegen Sozialkahlschlag (das zum Beispiel im Februar eine Demonstration mit 2.000 TeilnehmerInnen gegen Sozialkahlschlag durchgef&uuml;hrt hat), der Einsatz f&uuml;r den Erhalt der Verbraucherzentrale, vielf&auml;ltige Solidarit&auml;tsaktionen mit k&auml;mpfende Belegschaften und die Organisierung von Protestaktionen gegen die Erh&ouml;hung der Bez&uuml;ge f&uuml;r die Fraktionen in der B&uuml;rgerschaft. Wenn wir mit unseren begrenzten Kr&auml;ften und Mitteln und ohne ein starkes bundesweites Profil einen solchen Erfolg erreichen k&ouml;nnen, was w&auml;re dann erst f&uuml;r eine Partei mit zehntausenden Mitgliedern m&ouml;glich?! <\/p>\n<p>  <span style=\"font-weight: bold;\">Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen <\/span><br \/>  Auch wenn der Schwerpunkt der WASG und der neuen Partei in der au&szlig;erparlamentarischen Aktivit&auml;t liegen muss, sind Wahlen gute Gelegenheiten um Alternativen zu der herrschenden Politik zu verbreiten und Parlamentspositionen f&uuml;r die Unterst&uuml;tzung von au&szlig;erparlamentarischen K&auml;mpfen zu nutzen. Die Landtagswahlen im Mai spielen eine gro&szlig;e bundespolitische Rolle. Hier wird das Schicksal der Schr&ouml;der-Regierung wahrscheinlich besiegelt. Wir schlagen vor, dass schnellstm&ouml;glich ein NRW-weiter Kongress der WASG einberufen wird, der entscheiden sollte, bei den Landtagswahlen anzutreten. Ein erster Erfolg bei diesen Wahlen w&auml;re die beste Voraussetzung f&uuml;r den Einzug in den Bundestag 2006.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Flugblatt der SAV zum Kongress der Wahlalternative am 20. 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