{"id":10887,"date":"2004-05-24T12:20:38","date_gmt":"2004-05-24T10:20:38","guid":{"rendered":"http:\/\/.\/?p=10887"},"modified":"2012-06-24T15:32:41","modified_gmt":"2012-06-24T13:32:41","slug":"10887","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2004\/05\/10887\/","title":{"rendered":"Europawahlen 2004"},"content":{"rendered":"<p>Erkl?rung der SAV-Bundesleitung<!--more--><br \/>\n &nbsp;<br \/>\nAm 13. Juni wird das Parlament gew&auml;hlt, das mehr als alle anderen nichts ist als eine Schwatzbude ? das Europ&auml;ische Parlament. &Uuml;berbezahlte Berufseurop&auml;erInnen bereiten sich dort in aller Ruhe auf ihren Ruhestand vor. Entscheidungen werden kaum getroffen ? und wenn in der Regel im Interesse der europ&auml;ischen Kapitalistenklassen. Viele ArbeiterInnen, Erwerbslose und Jugendliche fragen sich zurecht, welchen Sinn diese Wahl macht. G&auml;be es eine starke sozialistische Arbeiterpartei k&ouml;nnte man zumindest ein politisches Zeichen setzen und k&ouml;nnte ParlamentarierInnen w&auml;hlen, die ihre Positionen zur Unterst&uuml;tzung von gewerkschaftlichem Widerstand und sozialen K&auml;mpfen nutzen. Doch zur Wahl stehen die Sozialabbauer aus den Bundes- und Landesregierungen, Rechtsextremisten und kleine, unbedeutende Gruppierungen. Man kann es niemandem verdenken, wenn er oder sie nicht an der Europawahl teilnimmt oder ung&uuml;ltig w&auml;hlt. Die SAV sagt: keine Stimme den Rechten und den Regierungsparteien SPD, Gr&uuml;ne, CDU\/CSU, FDP und PDS. Der Sozialabbau und die gewerkschaftsfeindliche Politik des ?rot-roten? Senates in Berlin sollte nicht durch eine Stimmabgabe f&uuml;r das vermeintlich kleinere &Uuml;bel PDS akzeptiert werden. Auch die Linken KanidatInnen auf der PDS-Liste, Sarah Wagenknecht und Tobias Pfl&uuml;ger, sind dazu kein ausreichende Gegenargument. Sie versuchen durch ihre Kandidaturen der PDS eine W&auml;hlbarkeit zu geben, die sie durch ihre Regierungsbeteiligungen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin lange verloren hat. <\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\" style=\"margin-bottom: 0cm;\">\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\" style=\"margin-bottom: 0cm;\"> Leider wurde die bundesweite Initiative f&uuml;r eine neue Partei, die Wahlalternative Arbeit und soziale Gerechtigkeit, zu sp&auml;t gegr&uuml;ndet, um bei diesen Wahlen antreten zu k&ouml;nnen. <\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\" style=\"margin-bottom: 0cm;\">Manche werden der Meinung sein, dass man an den Wahlen teilnehmen muss, um die Rechtsextremisten zu schw&auml;chen. Das ist eine nachvollziehbare &Uuml;berlegung. Es ist verst&auml;ndlich, wenn aus dieser Erw&auml;gung heraus ArbeiterInnen und Jugendliche f&uuml;r eine der kleinen linken Kandidaturen stimmen. Jedoch scheint keine der antretenden rechtsextremen Parteien eine Chance auf einen Einzug in das EU-Parlament zu haben. Die linken Kandidaturen sind aber v&ouml;llig bedeutungslos, haben keine Verankerung in der Arbeiterklasse und weder Aussicht auf einen Wahlerfolg noch darauf starke sozialistische Arbeiterorganisationen aufzubauen. Aus unserer Sicht bietet keine der antretenden linken Listen ein Programm und eine Perspektive f&uuml;r den Widerstand der Arbeiterklasse und der Jugend gegen die kapitalistische Sozialkahlschlagspolitik und f&uuml;r den Aufbau einer neuen Arbeiterpartei mit sozialistischem Programm. Gerade die DKP wird aufgrund ihrer Unterst&uuml;tzung der stalinistisch-diktatorischen DDR niemals eine breitere Unterst&uuml;tzung f&uuml;r sozialistische Politik mobilisieren k&ouml;nnen. Ein Wahlaufruf f&uuml;r eine dieser Listen kommt f&uuml;r die SAV daher nicht in Frage. Wir rufen dazu auf, sich aktiv in den Widerstand im Betrieb, in den Gewerkschaften und auf der Stra&szlig;e einzubringen und diesen europaweit gemeinsam mit den Besch&auml;ftigten, Erwerbslosen und Jugendlichen der anderen L&auml;nder zu f&uuml;hren. Wir rufen dazu auf den Diskussionsprozess &uuml;ber die Bildung einer neuen Linkspartei voran zu treiben und treten darin daf&uuml;r ein, eine neue k&auml;mpferische und demokratische Arbeiterpartei mit sozialistischem Programm aufzubauen. Wir rufen jeden und jede dazu auf, in der SAV f&uuml;r eine sozialistische Zukunft aktiv zu werden. <\/p>\n<p> <br style=\"font-style: italic;\"> <span style=\"font-style: italic;\">SAV-Bundesleitung, im Mai 2004<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erkl?rung der SAV-Bundesleitung<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[79],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10887"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10887"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10887\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10887"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10887"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10887"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}