{"id":10819,"date":"2004-03-20T12:57:06","date_gmt":"2004-03-20T12:57:06","guid":{"rendered":".\/?p=10819"},"modified":"2004-03-20T12:57:06","modified_gmt":"2004-03-20T12:57:06","slug":"10819","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2004\/03\/10819\/","title":{"rendered":"Zur aktuellen Lage in &Ouml;sterreich"},"content":{"rendered":"<p>Der soziale Kahlschlag geht weiter &#x96; Regierung ohne echte Opposition &#x96; weitere Klassenk&auml;mpfe stehen auf der Tagesordnung<\/p>\n<p>  Stellungnahme der SLP, M&auml;rz 2004<!--more--><br \/>\n &nbsp;<br \/>\nNach dem turbulenten 2003 mit Streiks, scheinen sich Anfang 2004 die Konflikte eher auf die Wahlebene verlagert zu haben. Tats&auml;chlich ist die Regierung aber geschw&auml;cht und der Unmut in der ArbeiterInnenklasse gro&szlig;. Das Vertrauen in die Regierung, aber auch die Parlamentsparteien an sich, ist auf einem Tiefpunkt. Laut einer Profil-Umfrage vom Februar, bei der der Saldo aus Vertrauen-kein Vertrauen errechnet wurde, lag Sch&uuml;ssel bei -5 % (in Worten: Minus F&uuml;nf). Der Sozialabbau sowie die offensichtliche Freunderlwirtschaft der Regierung (die nach exzessivem Umf&auml;rben in der Aff&auml;re Grasser einen neuen H&ouml;hepunkt erreichte) machen die Regierung extrem unbeliebt. Ein n&auml;chstes Debakel, v.a. f&uuml;r die &Ouml;VP, k&ouml;nnte bei den Pr&auml;sidentschafts- und EU-Wahlen folgen. Die Regierung, aber auch die gesamte Situation ist alles andere als stabil, die Gesellschaft befindet sich im Umbruch. Dar&uuml;ber hinaus bietet die wirtschaftliche und damit soziale Entwicklung Sprengstoff f&uuml;r weitere Klassenk&auml;mpfe. Die Entt&auml;uschung &uuml;ber die sich permanent verschlechternde soziale Lage der Mehrheit der Bev&ouml;lkerung und v.a. die wachsende Unsicherheit der Zukunft, bei der sich viele Fragen, was mit ihnen geschehen wird, wenn sie alt und\/oder krank werden, sind die Basis f&uuml;r k&uuml;nftige Proteste. Innerhalb der Gewerkschaft w&auml;chst die Unzufriedenheit mit der Gewerkschaftsf&uuml;hrung und die Suche nach politischen Alternativen. <\/p>\n<p>  <span style=\"font-weight: bold;\">Wirtschaftliche Entwicklung <\/span><\/p>\n<p>  Von Seiten der Wirtschaft sowie der Politik wird f&uuml;r die n&auml;chsten Monate ein Aufschwung prognostiziert. Wie dynamisch dieser allerdings ist und inwiefern er die sozialen Probleme mildern wird, ist &auml;u&szlig;erst fraglich. &#8222;Mit der schwachen Entwicklung gegen Jahresende d&uuml;rfte &Ouml;sterreich 2003 das schw&auml;chste reale Wirtschaftswachstum seit zehn Jahren eingefahren haben&#8230;Damit erlebt &Ouml;sterreich derzeit die schw&auml;chste Erholung nach einer Rezession seit den 70er Jahren.&#8220; (online standard 17.3.04) <br \/>  Nicht vergessen werden darf au&szlig;erdem, dass die letzten Prognosen stets nach unten korrigiert werden mussten (IHS Prognose f&uuml;r 2003: 2.5%; real 0.9%). Dar&uuml;ber hinaus sind die Vorraussetzungen, die die Basis der optimistischen Prognosen bilden, weitreichend. Die WIFO-Prognose geht von +2,3% j&auml;hrlich bis 2008 aus &#x96; allerdings unter den Vorrausetzungen, dass a) der Euro gegen&uuml;ber dem Dollar abwertet, b) der &Ouml;lpreis stabil bleibt und c) die USA k&uuml;nftig weniger Schulden macht. Das alle drei Bedingungen eintreten ist eher unwahrscheinlich. Aber selbst wenn die EZB den Euro abwertet um die europ&auml;ische Exportwirtschaft zu st&auml;rken so wird das die wirtschaftlichen und sozialen Probleme in Europa keineswegs l&ouml;sen. <br \/>  Aufgrund der starken Exportabh&auml;ngigkeit der &ouml;sterreichischen Wirtschaft ist der starke Euro direkt (f&uuml;r den Handel mit nicht EU Staaten, 1999: EU + Beitrittsl&auml;nder 22,4 % des Au&szlig;enhandels, 2002: 23,9 %) und indirekt (die Deutsche Wirtschaft, mit rund 1\/3 der Exporte &Ouml;sterreichs wichtigster Handelspartner leidet unter dem starken Euro) ein Konjunkturproblem. <br \/>  Fraglich ist, wie stark die Osterweiterung sich auf die Konjunktur auswirken wird, da stimulierenden Effekte in vielen Bereichen schon vorweggenommen wurde. Ben&uuml;tzt wird sie v.a. um Druck auf die ArbeiterInnenklasse in &Ouml;sterreich auszu&uuml;ben, die Lohnkosten zu senken bzw. f&uuml;r Steuererleichterungen f&uuml;r Unternehmen (wie j&uuml;ngst durch die Absenkung der K&ouml;rperschaftssteuer) die mit Sozialabbau gegenfinanziert werden &#x84;m&uuml;ssen&#x93;. <br \/>  Noch nicht absehbar sind die l&auml;ngerfristigen Folgen des Anschlages von Madrid auf die Wirtschaft &#x96; ein neuerlicher Einbruch, z.B. im Flug- und Tourismusbereich sowie Turbulenzen an den B&ouml;rsen, die den fragilen Aufschwung gef&auml;hrden w&uuml;rden &#x96; sind aber nicht auszuschlie&szlig;en. <br \/>  Selbst wenn es zu einem Wachstum beim BIP kommt, so ist nicht zu erwarten, dass sich das positiv bei Besch&auml;ftigung oder Lebensstandard der breiten Massen wiederspiegeln wird. Die Hoffnung auf eine positive Entwicklung der Inlandsnachfrage ist eher unrealistisch. Von der Steuerreform werden Wachstumsimpulse von 0,3-0.5 % erwartet, wobei eine Zunahme der Kaufkraft unterer Einkommensschichten nicht zu erwarten ist, da z.B. alleine die steigenden Energiesteuern die Ersparnis durch die Steuerreform auffressen bzw. durch die Nicht-Anhebung der Negativsteuer das verf&uuml;gbare Einkommen dieser Schichten real sogar sinken wird. <br \/>  Nach einer aktuellen EU-Umfragen (in &Ouml;sterreich bei 1500 Haushalten) geht die Mehrheit der KonsumentInnen davon aus, dass ihre finanzielle Situation in zw&ouml;lf Monaten schlechter sein werde als derzeit. (Standard 12.2.04) <\/p>\n<p>  <span style=\"font-weight: bold;\">Sozialer Raubbau geht weiter <\/span><\/p>\n<p>  Angesichts der prek&auml;ren wirtschaftlichen Lage &#8211; wachsende Konkurrenz, schrumpfende M&auml;rkte &#8211; kann Wirtschaftsaufschwung nur auf Kosten der Besch&auml;ftigten gehen, da die Profite v.a. durch Kosteneinsparungen beim Personal erzielt werden. Das bedeutet entweder Personalabbau bzw. Abbau von Arbeitsstunden durch Teilzeit- und Kurzarbeit oder K&uuml;rzungen bei L&ouml;hnen\/Geh&auml;ltern durch direkte K&uuml;rzung bzw. Abbau von Zuschl&auml;gen und betrieblichen Sonderzahlungen. <br \/>  Wenn der Standard titelt &#x84;Aufschwung kommt, Jobsorgen bleiben&#x94; (19.2.04) so fasst das die Substanz des kommenden &#x84;Aufschwunges&#x93; gut zusammen: Arbeitslosigkeit und Verschlechterungen bei existierenden Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnissen sowie weiterer Sozialabbau werden auch k&uuml;nftig zentrale Themen sein. <br \/>  Nach einer WIFO-Studie liegt die Arbeitslosenquote f&uuml;r 03 bei rund 9,5 % &#8211; die Regierung sch&ouml;nt, indem sie TeilnehmerInnen an Schulungen, Arbeitslose im Krankenstand und Pensionsvorschussbezieher nicht rechnet. Mit 302.319 beim Arbeitsmarktservice (AMS) vorgemerkten Personen gab es im Februar 04 um 7.515 Menschen oder 2,5 Prozent mehr Arbeitslose als ein Jahr zuvor. Nicht enthalten sind in den Arbeitslosenzahlen jene 41.932 Personen die sich in Schulungsma&szlig;nahmen befinden. Z&auml;hlt man diese dazu, waren im Februar 04 344.251 Menschen ohne Job <br \/>  Die von der Regierung gefeierte &#x84;Rekord-Besch&auml;ftigung&#x93; entpuppt sich bei n&auml;herem Hinsehen als Kartenspielertrick: Die gestiegene Besch&auml;ftigung ist auf den Anstieg der Kindergeldbezieherinnen, die als besch&auml;ftigt gelten, sowie auf die Zunahme von Teilzeitjobs, bei gleichzeitigem Abbau von Vollzeitjobs zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. <br \/>  2003 wurden rund 60.000 Vollzeit- durch Teilzeitarbeitspl&auml;tze ersetzt. Eine Entwicklung, die v.a. Frauen in eine Armuts- und damit Abh&auml;ngigkeitsfalle zwingt. <br \/>  Auch die bunte und &#x84;jugendliche&#x93; Kampagne der Bundeswirtschaftskammer kann nicht dar&uuml;ber hinwegt&auml;uschen, dass die Situation f&uuml;r Jugendliche sich zunehmend verschlechtert. Ende Februar kamen offiziell 4.396 Lehrstellen Suchende auf nur 2.342 offene Stellen, dazu kamen mehr als 8.000 Jugendliche, die sich in Lehrg&auml;ngen oder kurzfristigen Schulungen befanden. Seit 2000 ist die Jugendarbeitslosigkeit um 55% angestiegen. <br \/>  Jede k&uuml;nftige Regierung die sich an der Logik des Kapitalismus orientiert wird vor einem Dilemma stehen: die Defizite bei den Sozialausgaben wachsen, weil es mehr Arbeitslose und &Auml;ltere und damit mehr Ausgaben gibt, aber gleichzeitig aufgrund der Arbeitslosigkeit weniger BeitragszahlerInnen. Zus&auml;tzlich verlangt die heimische Wirtschaft sowie internationale Unternehmen um sich anzusiedeln\/zu bleiben Steuererleichterungen oder direkte Subventionen. &#x84;L&ouml;sen&#x93; werden k&uuml;nftige Regierungen diese Dilemma durch weiteren Sozialabbau. <br \/>  Geplant sind bereits die Abschaffung der Notstandshilfe, was nur eine Vorbereitung des &#x84;Aussteuerns&#x93; ist &#x96; also das Arbeitslose nach einer gewissen Zeit der Arbeitslosigkeit keine Unterst&uuml;tzung mehr erhalten. Die Kosten f&uuml;r Arbeitslose werden damit auf die Familie bzw. Hilfsorganisationen abgew&auml;lzt. <br \/>  Die &#x84;Harmonisierung&#x93; der Pensionen ist &#x96; obwohl die SP&Ouml; versucht, sie als Verbesserung darzustellen &#x96; ein weiterer Angriff auf die Besch&auml;ftigten. Selbst wenn gr&ouml;&szlig;ere &#x84;Gerechtigkeit&#x93; hergestellt wird, so wird doch eine Angleichung nach unten stattfinden und damit eine Gleichheit in Armut erzeugt. Der &Ouml;GB ist Teil der Diskussion und akzeptiert, dass lediglich entlang von Generationsfragen diskutiert wird, und das &#x84;gespart&#x93; werden muss. Die Frage einer Umverteilung von arm zu reich wird nicht angesprochen. <br \/>  Geplant sind weitere K&uuml;rzungen im Bildungs- und v.a. Gesundheitsbereich. Nach Sch&uuml;ssels Motto &#x84;Wer kostet soll zahlen&#x93; werden bei den PensionistInnen die Krankenversicherungsbeitr&auml;ge insgesamt von 3,75 auf 4,75 % erh&ouml;ht. Die WK&Ouml; hat ein Konzept vorgelegt in dem sie durch Selbstbehalte 2 Mrd. oder fast ein Zehntel der Kosten im Gesundheitssystem senken will. <br \/>  Im Bildungsbereich sind nach den Studiengeb&uuml;hren die Einf&uuml;hrung von Zugangsbeschr&auml;nkungen zu erwarten. Noch heuer wird eine Klage der EU-Kommission entschieden, bei der es um die Gleichbehandlung von in- und ausl&auml;ndischen Studierenden geht. Mit dem Argument &#x84;sonst werden wir von StudentInnen aus ganz Europa &uuml;berschwemmt&#x93; wird die Regierung mit der Einf&uuml;hrung von Zugangsbeschr&auml;nkungen entgegenwirken. <br \/>  Den steigenden Ausgaben von ArbeitnehmerInnen f&uuml;r Gesundheit, Bildung, Pensionsvorsorge, Steuern&amp;Abgaben stehen aber keine steigenden Einkommen gegen&uuml;ber. Im Gegensatz zu den vom &Ouml;GB vollmundig angek&uuml;ndigten guten KV-Abschl&uuml;ssen, vielen diese 2003 mager aus. Der Unmut &uuml;ber die Regierung aber auch die Gewerkschaftsf&uuml;hrung w&auml;chst. <br \/>  Ein wesentliches Ziel der Angriffe, u.a. der Ver&auml;nderung der Arbeitsverh&auml;ltnisse, ist die Zur&uuml;ckdr&auml;ngung des Gewerkschaftseinflusses. Auch wenn die &Ouml;GB-F&uuml;hrung ihrerseits &#x96; ergebnislos &#8211; auf die Sozialpartnerschaft hofft, steht sie doch auch unter wachsendem Druck der Besch&auml;ftigten. Je weniger Einfluss und Rechte sie hat, je individualisierter die Besch&auml;ftigten sind, umso leichter k&ouml;nnen k&uuml;nftige Angriffe von Regierung und Unternehmen durchgesetzt werden. <\/p>\n<p>  <span style=\"font-weight: bold;\">Die Regierung nach den Landtagswahlen <\/span><\/p>\n<p>  Die Landtagswahlen in K&auml;rnten und Salzburg waren ein deutlicher Ausdruck f&uuml;r die Anti-Regierungs-Stimmung. Bei den Wahlen am 7. M&auml;rz erhielt Schwarzblau die Rechnung f&uuml;r ihre Politik: gemeinsam verloren sie in K&auml;rnten 32.000, in Salzburg 19.000 W&auml;hlerInnen. <br \/>  Die gro&szlig;e Verliererin ist die &Ouml;VP. Ein Minus von 9,1 % in K&auml;rnten (und Platz 4 hinter den Gr&uuml;nen in Klagenfurt) und der Verlust des Landeshauptmannes in Salzburg zeigen die Unzufriedenheit &uuml;ber den Sozialabbau deutlich. Viele W&auml;hlerInnen der letzten Jahre f&uuml;hlen sich von der Politik der &Ouml;VP betrogen &#x96; der Sozialabbau von SP&Ouml;VP der 90er ging mit verst&auml;rktem Tempo weiter, die parteipolitische Umf&auml;rberei erreichte neuen H&ouml;hepunkte. Die Arroganz mit der von Sch&uuml;ssel &amp; Co die Sorgen und Einw&auml;nde der Gewerkschaft, aber auch &#x84;normaler B&uuml;rgerInnen&#x93; weggewischt wurde, und die Grasser-Aff&auml;re, in der Sch&uuml;ssel die zumindest schiefe Optik und &#x84;seinen&#x93; Finanzminister deckte, taten ein &uuml;briges. <br \/>  Die Versuche Sch&uuml;ssel, die Ursachen auf Landesebene oder gar bei den SpitzenkandidatInnen zu suchen geht an der Realit&auml;t vorbei. Egal wie wahrscheinlich es ist, das Sch&uuml;ssel nach Br&uuml;ssel geht, allein die Tatsache, dass er die Option nicht sofort scharf dementiert, zeigt, dass er selbst nicht mehr viel Vertrauen in die Haltbarkeit seiner Regierung hat. Das K&ouml;pferollen, das den Verlusten folgt, ist reine Kosmetik, die Ursachen werden nicht angesprochen, am neoliberalen Kurs wird, und kann sich auch nichts &auml;ndern. <br \/>  Selbst der &#x84;strahlende Sieger&#x93; J&ouml;rg Haider b&uuml;&szlig;te &#8211; in absoluten Zahlen gerechnet &#8211; Stimmen ein. Auch in K&auml;rnten wanderten rund 34.000 W&auml;hlerInnen von 1999 (= 27% ihrer W&auml;hlerschaft) von den Freiheitlichen zu anderen Parteien oder zu den Nichtw&auml;hlerIn. Der FP&Ouml; gelang es v.a., die eigenen Verluste durch den Zulauf aus einer zerbr&ouml;selten &Ouml;VP zu kompensieren. <br \/>  Durch Wahlerfolg und das Arbeits&uuml;bereinkommen mit der SP&Ouml; ist die FP&Ouml; gest&auml;rkt worden. Ob der Erfolg Haiders l&auml;ngerfristig ein Erfolg f&uuml;r die FP&Ouml; sein wird, wird sich noch zeigen. Insgesamt stehen die + 0,4% in K&auml;rnten einer Reihe von Niederlagen der FP&Ouml;, mehrheitlich im zweistelligen Bereich, gegen&uuml;ber. Obwohl mitverantwortlich f&uuml;r die Politik der Bundesregierung schaffte es Haider aber doch, sich als &#x84;Opposition&#x93; zu pr&auml;sentieren. Die Diskussion &uuml;ber den Parteivorsitz und den Kurs der FP&Ouml; sind bereits voll entbrannt. Ganz nach dem Motto &#x84;am K&auml;rntner Wesen soll die FP&Ouml; genesen&#x93; wird der Druck in Richtung mehr rechtsextremer Populismus und damit mehr Druck auf die Regierungsfraktion der FP&Ouml; einerseits und die &Ouml;VP andererseits Sprengkraft f&uuml;r FP&Ouml; und Regierung bringen. <br \/>  Die Idee vom &#8222;Drachent&ouml;ter&#8220; Sch&uuml;ssel, also dass durch die Regierungsbeteiligung die FP&Ouml; gez&auml;hmt worden w&auml;re, musste sp&auml;testens am 7. M&auml;rz zu Grabe getragen werden. Die SLP hat immer betont, dass das Potential f&uuml;r rechtsextreme Formationen nicht kleiner wird, sondern angesichts des Fehlens einer linken Alternative existiert und vor dem Hintergrund wachsender sozialer Probleme auch gr&ouml;&szlig;er werden kann. Ob sich dieses letztlich in der FP&Ouml;, einer FP&Ouml;-K&auml;rnten nach dem Modell der CSU, einer neuen rechtsextremen Formation rund um Haider oder auch ohne ihn, ausdr&uuml;ckt ist zweitrangig. Es ist zu erwarten, dass rassistische und ausl&auml;nderInnenfeindliche Propaganda wieder zunehmen wird. Insbesondere &Auml;ngste vor Arbeitslosigkeit im Zuge der EU-Osterweiterung k&ouml;nnen von der FP&Ouml;, aber auch anderen Parteien, zum Stimmenfang mit rechten Phrasen beantwortet werden. Inwieweit sie damit erfolgreich sind, wird v.a. von der Entwicklung von Klassenk&auml;mpfen und damit dem Entstehen von Alternativen &#x96; politischer und organisatorischer &#x96; sein. Ein Erstarken der ArbeiterInnenbewegung f&uuml;llt das Vakuum, das es zur Zeit auf der politischen Ebene gibt und das v.a. von rechtsextremen und populistischen Kr&auml;fte gef&uuml;llt wird. <br \/>  Ein Grund f&uuml;r Haiders Widerwahl war auch der Wunsch nach Stabilit&auml;t und die Tatsache, dass die SP&Ouml; keine Alternative zu schwarz-blau darstellt. Das v&ouml;llige Versagen der SP&Ouml; gegen die Bundesregierung zu mobilisieren, bzw. Haider aggressiv als Landeshauptmann in Frage zu stellen, erlaubten diesem einen einmaligen Spagat, wo er sich als Vertreter des &#x84;kleinen Mannes, der kleinen Frau&#x93; pr&auml;sentieren konnte. Die Schw&auml;che der SP&Ouml; wurde in der Person von Ambrozy &uuml;berdeutlich. Das ein unbeliebter und erfolgloser Politiker wie Ambrozy der Spitzenkandidat der SP&Ouml; war, zeigt die schrumpfende Personalreserve der SP&Ouml;. Einerseits verlassen v.a. in K&auml;rnten KarrieristInnen die SP&Ouml; direkt zur FP&Ouml;, andererseits fehlt aufgrund der Verb&uuml;rgerlichung der SP&Ouml; und ihrer Schw&auml;che der Zufluss neuer KandidatInnen. <br \/>  Auch wenn manche hoffen werden, dass der Wahlsieg der SP&Ouml; in Salzburg einen Linksruck bedeutet, so werden diese Hoffnungen doch rasch entt&auml;uscht werden. Die SP&Ouml;-Kandidatin Burgstaller versuchte alles, um sich im Wahlkampf nach links abzugrenzen und setze in erster Linie auf eine &#x84;nettes&#x93; Image (&#x84;Eine von uns&#x93; &#x96; aber wer ist &#x84;uns&#x93;? ArbeitnehmerInnen, Bauern, UnternehmerInnen&#8230;). Auch sie wurde eher als Garantin f&uuml;r Stabilit&auml;t gesehen, da sie von vornherein auf eine Koalition mit &Ouml;VP orientierte. Die &Ouml;VP hingegen lies die Koalitionsfrage offen und ging mit einer Doppel-Kandidaten-L&ouml;sung ins Rennen. <br \/>  Von Seiten der Wirtschaft gibt es wieder st&auml;rkere Signale in Richtung SP&Ouml;, f&uuml;r sie ist es wichtig, eine Regierung zu haben, die den neoliberalen Umbau in ihrem Interesse durchf&uuml;hrt, ohne zu hohe Kosten. Die &Ouml;VP konnte die Gewerkschaften 2003 nicht ruhigstellen, die Streiks verursachten f&uuml;r die Wirtschaft unangenehme Kosten. Ein Umschwenken und damit Druck f&uuml;r eine SP&Ouml;-&Ouml;VP-Koalition ist daher nicht auszuschliesen. <br \/>  Durch das Arbeits&uuml;bereinkommen zwischen SP&Ouml; und FP&Ouml; in K&auml;rnten ist die SP&Ouml; in Aufruhr geraten. W&auml;hlerInnen und Mitglieder sind entt&auml;uscht und f&uuml;hlen sich verraten. F&uuml;r Viele war nach dem massiven Sozialabbau durch die SP&Ouml; nur mehr die Ablehnung der FP&Ouml; durch die SP&Ouml; als Grund f&uuml;r die Unterst&uuml;tzung der SP&Ouml; &uuml;ber geblieben. Dem jetzigen Tabubruch sind allerdings in den letzten Jahren eine Reihe von Ann&auml;herungsschritten vorausgegangen &#x96; restriktive Ausl&auml;nderInnenpolitik und damit Erf&uuml;llung von FP&Ouml;-Forderungen, Zusammenarbeit auf lokaler Ebene und 2003 das Spargelessen von Gusenbauer und Haider. Beim Arbeits&uuml;bereinkommen handelt es sich auch nicht &#x96; wie versucht wird zu behaupten &#x96; um eine &#x84;autonome Entscheidung&#x93; der SP&Ouml;-K&auml;rnten, sondern es findet im Wissen und zumindest mit Billigung der Bundes-SP&Ouml; statt. Die Verwechselbarkeit der Parteien nimmt mit diesem Schritt zu, ein Teil der entt&auml;uschten W&auml;hlerInnen, Mitglieder und AktivistInnen von SP&Ouml; und nahestehender Organisationen (FSG, SJ etc.) wird sich von der SP&Ouml; abwenden. Die SP&Ouml; ist trotz Stimmen- und Landeshauptfrau-Zuwachs nicht wirklich gest&auml;rkt aus den Wahlen herausgegangen. Die Bundespartei ist im Gegenteil geschw&auml;cht und Gussenbauer selbst wird zunehmend in Frage gestellt. <br \/>  In den letzten Jahren mehren sich die &#x84;Erdrutschsiege&#x93;. Wenn Meinungsforscher Ogris meint das &#x84;Stammw&auml;hler(Innen) eine Minderheit werden&#x93;, dann zeigt das weniger eine &#x84;Mobilit&auml;t&#x93; der W&auml;hlerInnen als eine Verwechselbarkeit der Parteien und das Fehlen einer Alternative. Das wichtigste Motiv f&uuml;r die Wahl einer Partei ist die Ablehnung einer anderen Partei. Rund ein Viertel Nichtsw&auml;hlerInnen sind auch Ausdruck f&uuml;r eine Suche nach Alternativen. Die Wahlbeteiligung ist zwar in etwa gleich geblieben (leichter R&uuml;ckgang in K&auml;rnten, leichter Anstieg in Salzburg) &#x96; aber angesichts der &#x84;Schicksalswahl&#x93; die proklamiert wurden &#x96; ist das wenig. <br \/>  <br style=\"font-weight: bold;\"> <span style=\"font-weight: bold;\">Stimmung in der ArbeiterInnenklasse und kommende Klassenk&auml;mpfe <\/span><\/p>\n<p>  Vor wenigen Monaten schrieben die Medien noch von einem angeblich schwarzen &Ouml;sterreich. Heute ist es klar, dass Sch&uuml;ssel schon in paar Wochen politisch erledigt sein k&ouml;nnte &#x96; vor allem wenn es eine echte Opposition zur schwarz-blauen Regierung und ihrer Politik g&auml;be. <br \/>  Das sich die Regierung trotzdem solange halten kann, liegt am Fehlen einer Alternative. Die Erinnerungen an den Sozialabbau unter SP&Ouml;-gef&uuml;hrter Regierung in den 80er und 90er Jahren ist noch frisch, und auch ihre heutige Politik unterscheidet sich nicht wesentlich von jener von schwarz-blau (was z.B. in der Wiener Privatisierungspolitik im Sozialbereich deutlich wird). Die SP&Ouml; wird von ArbeitnehmerInnen immer weniger als B&uuml;ndnispartnerin f&uuml;r Widerstand gesehen. <br \/>  Die Gr&uuml;nen, die als linke Hoffnung gesehen wurden, haben in den letzten Jahren eine rasche Rechtsentwicklung durchgemacht, &uuml;ber die auch einzelne Linke nicht hinwegt&auml;uschen k&ouml;nnen und die ihren sichtbaren Ausfluss in der Regierungsbeteiligung in O&Ouml; gefunden hat. Das die Gr&uuml;nen auch nicht mehr als &#x84;links&#x93; gesehen werden, zeigt sich u.a. daran, dass sie in Salzburg den gr&ouml;&szlig;ten Teil von ehemaligen LiF-W&auml;hlerInnen erhalten haben. <br \/>  Weder f&uuml;r SP&Ouml; noch f&uuml;r Gr&uuml;ne gibt es Begeisterung, sie werden bestenfalls als kleineres &Uuml;bel gew&auml;hlt. Die Hauptmotivation, f&uuml;r eine Partei zu stimmen ist nicht ihr jeweiliges Programm, sondern die Ablehnung anderer Parteien und die Hoffnung, diese zu verhindern. Die W&auml;hlerInnen stehen den Wahlversprechen eher mit Zynismus als Erwartung gegen&uuml;ber. Die Entt&auml;uschung &uuml;ber alle etablierten Parteien und das Establishement an sich birgt auch die Gefahr einer Stimmung, gegen Politik an sich. Wenn Menschen auf der Wahlebene keine Alternative mehr sehen und sich auch keine M&ouml;glichkeit in organisierter Form zum Widerstand findet, weil z.B. von den Gewerkschaften nichts angeboten wird, kann das zu einem R&uuml;ckzug ins Privatleben und Zynismus f&uuml;hren. Zur Zeit ist die &#x84;Politikverdrossenheit&#x93; aber eher eine Ablehnung der existierenden Parteien, als eine fehlende Bereitschaft, selbst etwas zu tun. <br \/>  Ausdruck fand die Wut 2003 in den Streiks. Nach Jahrzehnten des streikm&auml;ssigen D&ouml;rnr&ouml;schenschlafes beteiligte sich rund 1\/3 der ArbeitnehmerInnen an Streiks. Auch wenn diese sehr &#x84;von oben herab&#x93; organisiert waren und die Streikenden von der Gewerkschaftsf&uuml;hrung passiv gehalten wurden, und auch wenn die Streiks &#x96; mit Ausnahme des AUA-Streiks &#x96; nicht wirklich erfolgreich waren, so wurde damit doch endg&uuml;tig ein Damm gebrochen. Viele ArbeiterInnen sprechen heute von sich aus an, dass es notwendig w&auml;re &#x84;zu streiken&#x93;. Die wichtigste Erfahrung der ArbeiterInnenklasse aus 2003 ist, dass es m&ouml;glich ist, zu k&auml;mpfen. Viele haben das erste Mal in ihrem Leben die potentielle St&auml;rke der ArbeiterInnenklasse erlebt und entwickeln ein Klassenbewusstsein. <br \/>  In den n&auml;chsten Monaten wird es eine Reihe von Themen geben, um die sich Protest bis hin zu Streiks entwickeln k&ouml;nnen, teilweise auch gegen den Willen der Gewerkschaftsf&uuml;hrung. Die Entwicklungen innerhalb des &Ouml;GB sind durchaus widerspr&uuml;chlich und spiegeln den unterschiedlichen Druck, unter dem die Gewerkschaftsf&uuml;hrung steht, wieder. <br \/>  Gerade unter den EisenbahnerInnen ist die Entt&auml;uschung &uuml;ber den Streikabbruch gro&szlig;. Verzetnisch ist alles andere als beliebt und auch an GDE-Vorsitzendem Haberzettel gibt es scharfe Kritik von der Basis. Die KollegInnen sind aber durchwegs stolz auf den Streik, w&auml;ren bereit gewesen, l&auml;nger zu streiken und es gibt auch eine gro&szlig;e Bereitschaft, noch einmal zu streiken, um die &auml;rgsten Angriffe abzuwehren. Der Druck aus der Gewerkschaftsbasis hat dazu gef&uuml;hrt, dass die GDE laut dar&uuml;ber nachdenkt, das Verhandlungsergebnis mit dem &Ouml;BB-Management einer Urabstimmung zu unterziehen. Gewerkschaftliche Kampfma&szlig;nahmen &#x96; Dienststellenversammlungen, aber auch ein neuerlicher Streik &#x96; rund um den 1.5. sind nicht auszuschliessen. <br \/>  Die Gewerkschaftsf&uuml;hrung reagiert auf die unterschiedlichen Drucke &#x96; aus der ArbeiterInnenklasse und von Unternehmens\/Regierungsseite. Die Folge ist ein Zick-Zack-Kurs und der st&auml;ndige Versuch, die eigenen Basis ruhig zu halten. Nach den Streiks hat die &Ouml;GB-F&uuml;hrung auch wieder einen Schritt zur&uuml;ck gemacht. Sie sitzt wieder am &#x84;Runden Tisch&#x93; und verhandelt &uuml;ber die &#x84;Pensionsharmonisierung&#x93;, die &Ouml;GJ erkl&auml;rt sogar ihre Bereitschaft, gemeinsam mit VP-Wurstemmel-Preis-Expertin Fuhrmann f&uuml;r &#x84;gerechte Pensionen&#x93; einzutreten. In Bezug auf die Zumutbarkeitsbestimmungen f&uuml;r Arbeitslose kam es sogar zur Vorlage eines gemeinsamen Papiers mit der Wirtschaftskammer, das extreme Verschlechterungen f&uuml;r die Arbeitslosen bedeutet. Bei den Privatisierung im Sozialbereich der Gemeinde Wien gab es nicht einmal verbalen Widerstand von der GdG. F&uuml;r die Besch&auml;ftigten in diesem Bereich wird es aber aller Vorraussicht nach massive Ver&auml;nderungen und Verschlechterungen geben. Es gibt hier eine zunehmende Vernetzung der Betroffenen und Proteste in den n&auml;chsten Monaten sind durchaus m&ouml;glich. <br \/>  Die Niederlagen 2003 &#x96; die Pensionsreform wurde verabschiedet, die Voest privatisiert, die &Ouml;BB umstrukturiert &#x96; sind eine bittere Erfahrung f&uuml;r die &ouml;sterreichische ArbeiterInnenklasse. Sie bedeuten aber nicht das Ende von Klassenk&auml;mpfen. Die Angriffe auf den Lebensstandard der Klasse werden weitergehen, und Streiks dagegen sind Notwehrhandlungen, die zunehmen werden. Dies kann sich im Bereich der &Ouml;BB, im Sozial- und Gesundheitsbereich, aber auch bei kleineren Unternehmen, die massiv Personal abbauen bzw. ganz Zusperren (bei der Insolvenzstatistik ist &Ouml;sterreich europaweit auf Platz 2) entwickeln. Will der &Ouml;GB hier Antworten anbieten, muss er K&auml;mpfe organisieren und f&uuml;r eine &Uuml;bernahme dieser Unternehmen durch die &ouml;ffentliche Hand eintreten. <br \/>  Wenn die &Ouml;GB-F&uuml;hrung proklamiert: &#x93;Sozialpartnerschaft t&auml;glich neu erk&auml;mpfen&#x94;, dann zeigt dass, das sie die Ver&auml;nderungen im wirtschaftlichen und politischen Rahmen nicht erkennt und meint, weitermachen zu k&ouml;nnen wie bisher. Die Basis hat l&auml;ngst erkannt, dass das nicht funktioniert. Die Erfahrungen mit der bremsenden Rolle der &Ouml;GB-F&uuml;hrung haben Unmut aber auch Diskussionen innerhalb der Gewerkschaften gef&uuml;hrt. <br \/>  Am deutlichsten zeigt sich der Unmut unter FSG-Mitgliedern. Einerseits, weil diese die gr&ouml;&szlig;te Fraktion ist, aber auch deshalb, weil hier die Entt&auml;uschung &uuml;ber das Versagen der &#x84;eigenen&#x93; F&uuml;hrung am gr&ouml;&szlig;ten ist. Im Gegensatz zur SP&Ouml;, die verb&uuml;rgerlicht ist, ist die FSG eine ArbeiterInnenorganisation, in der sich Druck und Stimmung der Klasse widerspiegeln. <br \/>  In der FSG gibt es viele KollegInnen, die f&uuml;r die &#x84;alten&#x93;, &#x84;traditionellen&#x93; Ziele der Sozialdemokratie stehen. Sie sind hin- und hergerissen zwischen der neoliberalen K&uuml;rzungs-Logik die entsteht, wenn der Kapitalismus an sich akzeptiert wird und dem Wunsch, die KollegInnen und ihren Lebensstandard zu verteidigen. Es ist notwendig, hier eine Alternative zur Logik des Kapitalismus aufzuzeigen und Forderungen nach Arbeitszeitverk&uuml;rzung, Mindestlohn, gegen Privatisierung und f&uuml;r Umverteilung von oben nach unten zu entwickeln. Die SP&Ouml; ist f&uuml;r diese KollegInnen keine B&uuml;ndnispartnerin, da sie selbst Tr&auml;gerin neoliberaler Politik ist &#x96; ein Bruch der FSG mit der SP&Ouml; ist daher notwendig. <br \/>  Auch die anderen &#x84;linken&#x93; Fraktionen, wie GLB oder UG, waren im letzten Jahr nicht in der Lage, Programm und Perspektiven f&uuml;r die Streiks und gegen die Regierung anzubieten. Sie setzten keine eigenst&auml;ndigen Mobilisierungen, versuchten nicht, die Bewegung weiterzubringen, sondern intervenierten bestenfalls in vom &Ouml;GB organisierten Aktionen. Die Fraktionen insgesamt verlieren zunehmend an Attraktivit&auml;t f&uuml;r GewerkschaftsaktivistInnen. Viele sehen diese als Erf&uuml;llungsgehilfen von Parteien und deren Politik. <br \/>  Im Herbst 2003 ist aus dem Diskussionsprozess rund um die Bilanz der Streiks gegen den Pensionsraub auf Initiative der SLP die &#x84;Plattform f&uuml;r k&auml;mpferische und demokratische Gewerkschaften&#x93; entstanden. Fraktions- und gewerkschafts&uuml;bergreifend arbeiten KollegInnen an der Vernetzung gewerkschaftlichen Widerstandes. Das Interesse und die Unterst&uuml;tzung von Betriebsr&auml;tInnen, PersonalvertreterInnen und auch Teilen der unteren Funktion&auml;rsebene des &Ouml;GB zeigt den Unmut &uuml;ber die sozialpartnerschaftliche Orientierung der &Ouml;GB-Spitze, die zum Ausverkauf der Interessen der Besch&auml;ftigten f&uuml;hrt. Die Plattform ist auch ein Attraktionspool von KollegInnen, die von der Arbeit der etablierten Fraktionen entt&auml;uscht sind. <br \/>  In Deutschland findet zur Zeit ein Diskussionsprozess rund um u.a. Attac, GewerkschafterInnen etc. statt, der erste Schritte f&uuml;r die Formierung einer neuen linken Partei setzen. Die Entwicklung steckt erst in den Anf&auml;ngen, wird aber zu beobachten sein. Auch in &Ouml;sterreich fehlt es an einer ArbeiterInnenpartei. Entstehen wird diese in den kommenden Klassenk&auml;mpfen, die Vernetzungsarbeit der Plattform kann dazu konkrete Ansatzpunkte liefern. <\/p>\n<p>  In den kommenden K&auml;mpfen und Auseinandersetzungen wird sich immer h&auml;ufiger die Frage nach Alternativen stellen. Nach organisatorischen zu den etablierten Parteien und zur Gewerkschaftsb&uuml;rokratie, aber auch nach inhaltlichen Alternativen zur Logik des Kapitalismus. Die SLP versucht auf beides Antworten zu geben. Der Kapitalismus birgt in sich Krisen, Ausbeutung und Sozialabbau &#x96; der Kampf gegen diese &Uuml;bel ist f&uuml;r uns untrennbar mit dem Kampf f&uuml;r eine sozialistische Gesellschaft verbunden. Die SLP ist ma&szlig;geblich am Aufbau der Plattform f&uuml;r k&auml;mpferische und demokratische Gewerkschaften beteiligt, deren Ziel es ist, den &Ouml;GB zu dem zu machen, was notwendig ist: eine schlagkr&auml;ftige Organisation der ArbeiterInnenklasse. Und die SLP baut, als Teil des Komitees f&uuml;r eine ArbeiterInneninternationale, eine sozialistische Organisation auf, deren Ziel es ist, den Kampf gegen Sozialabbau, Krieg und Rassismus zu unterst&uuml;tzen, zu initiieren und mit sozialistischen Inhalten zu verbinden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der soziale Kahlschlag geht weiter &#x96; Regierung ohne echte Opposition &#x96; weitere Klassenk&auml;mpfe stehen auf der Tagesordnung<\/p>\n<p> Stellungnahme der SLP, M&auml;rz 2004<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[46],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10819"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10819"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10819\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10819"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10819"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10819"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}