{"id":10806,"date":"2004-03-12T09:49:18","date_gmt":"2004-03-12T09:49:18","guid":{"rendered":".\/?p=10806"},"modified":"2004-03-12T09:49:18","modified_gmt":"2004-03-12T09:49:18","slug":"10806","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2004\/03\/10806\/","title":{"rendered":"Keine Zeit zum Feiern &#x96; Zeit zum K&auml;mpfen"},"content":{"rendered":"<p>Der internationale Frauentag am 8. M&auml;rz ist ein weiterer Anlass, Schr&ouml;ders Agenda 2010 ins Visier zu nehmen<!--more--><br \/>\n &nbsp;<br \/>\nDer 8. M&auml;rz hat eine lange Geschichte als Kampftag der Arbeiterinnen. Seit am 8. M&auml;rz 1857 Arbeiterinnen in New York das erste Mal f&uuml;r ihre Rechte auf die Stra&szlig;e gingen, wurde einiges erreicht. Von echter Gleichberechtigung sind wir aber noch weit entfernt. Frauen verdienen zum Beispiel immer noch erheblich weniger als M&auml;nner. Jede dritte Frau wird in ihrem Leben vergewaltigt, geschlagen oder anderweitig misshandelt. <br \/>  Frauen stehen weltweit am unteren Ende der sozialen Leiter. Sie sind damit nicht nur als Frauen, sondern auch als Arbeiterinnen und arme B&auml;uerinnen von Ausbeutung und Unterdr&uuml;ckung betroffen. Der aktuellste Angriff auf Frauen ist der Sozialkahlschlag. <br \/>  Die Agenda 2010 ist der h&auml;rteste Angriff auf die Rechte von ArbeitnehmerInnen in der Geschichte der Bundesrepublik. Einige Beispiele zeigen, dass Frauen davon besonders betroffen sind.<br \/>  &#8211; In Westdeutschland arbeiten 40 Prozent der erwerbst&auml;tigen Frauen Teilzeit. Damit sind sie die Hauptzielgruppe der neuen Mini-Job-Regelung. Bei diesen Jobs werden nur geringf&uuml;gige Rentenanspr&uuml;che und gar keine Anspr&uuml;che auf Leistungen aus der Arbeitslosen- und Pflegeversicherung erworben. <br \/>  &#8211; Die &#x84;Gesundheitsreform&#x93; f&uuml;hrt h&ouml;here Zuzahlungen f&uuml;r Medikamente und die Zehn-Euro-Praxisgeb&uuml;hr ein. Frauen sind besonders betroffen, weil sie im Schnitt 19 Prozent weniger verdienen als M&auml;nner. <br \/>  &#8211; Aufgrund der Privatisierung der Rente bekommt eine Frau wegen der h&ouml;heren Lebenserwartung bei gleichen Betr&auml;gen 13 Prozent weniger Rente als ein Mann. <br \/>  &#8211; die Einf&uuml;hrung von Fallpauschalen in den Krankenh&auml;usern verlagert die Pflege st&auml;rker in die Familien. Diese Arbeit f&auml;llt durch die gesellschaftliche Rollenverteilung auf Frauen zur&uuml;ck. <br \/>  &#8211; Frauen sind noch h&auml;ufiger arbeitslos als M&auml;nner. Das neue &#x84;Arbeitslosengeld II&#x93; kennt keinerlei Lohnbezug mehr. Haushaltsgeld und Unterhaltspflichten werden ausnahmslos angerechnet. Dadurch werden 40 Prozent der zuletzt etwa 1,8 Millionen Empf&auml;ngerInnen von Arbeitslosenhilfe keinerlei Unterst&uuml;tzung mehr erhalten. Viele Frauen verlieren ihre &#x96; ohnehin geringen &#x96; selbst&auml;ndigen Anspr&uuml;che und werden wieder mehr von ihren Partnern und Familien abh&auml;ngig. &nbsp;<br \/>  Agenda 2010 stoppen, Gleichberechtigung erk&auml;mpfen!<br \/>  Wirkliche Gleichberechtigung ist nur m&ouml;glich, wenn Frauen von der Last der Reproduktionsarbeit befreit werden und die Gesellschaft diese Aufgaben so weit wie&nbsp;&nbsp; m&ouml;glich &uuml;bernimmt. Dazu ist zun&auml;chst ein fl&auml;chendeckendes Angebot an staatlich finanzierten Betreuungseinrichtungen f&uuml;r Kinder, Alte und Kranke notwendig. Dar&uuml;ber hinaus k&auml;mpfen SozialistInnen f&uuml;r&nbsp; Ma&szlig;nahmen, wie die Einrichtung von preiswerten, wohnungs- und arbeitsplatznahen Kantinen und &ouml;ffentlichen W&auml;scherein, um Frauen von diesen Arbeiten zu befreien. Frauen brauchen existenzsichernde Einkommen, um nicht l&auml;nger von M&auml;nnern abh&auml;ngig zu sein. Die Politik der Bundesregierung geht in die entgegengesetzte Richtung. Sie muss im Interesse von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern gestoppt werden.<\/p>\n<p>  <span style=\"font-style: italic;\">von Ianka Pigors, Bremen<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der internationale Frauentag am 8. 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