{"id":10776,"date":"2004-02-12T14:02:22","date_gmt":"2004-02-12T14:02:22","guid":{"rendered":".\/?p=10776"},"modified":"2004-02-12T14:02:22","modified_gmt":"2004-02-12T14:02:22","slug":"10776","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2004\/02\/10776\/","title":{"rendered":"Metalltarifrunde: Nein zu diesem Ausverkauf!"},"content":{"rendered":"<p>eine erste Bewertung des Tarifergebniss in der Metall- und Elektroindustrie<!--more--><br \/>\n &nbsp;<br \/>\nHeute wurde in Baden-W?rttemberg eine Einigung ?ber die Tarifrunde zwischen IG Metall und Arbeitgebern erzielt. <br \/> Der Abschluss in der Metall- und Elektroindustrie in Baden-W?rttemberg st?rkt nach Ansicht des DGB das Prinzip der Tarifautonomie. ?Die Tarifpartner sind ganz alleine in der Lage, vern?nftige Abschl?sse zu t?tigen. Sie brauchen niemanden, der ihnen hilft oder dreinredet?, sagte das f?r Tarifpolitik zust?ndige DGB-Vorstandsmitglied Heinz Putzhammer zu dem Verhandlungsergebnis von heute. Stimmt, ganz alleine hat es die IG Metall-F?hrung geschafft, einen faulen Kompromiss zu schlie?en und dabei die Kolleginnen und Kollegen verkauft. <\/p>\n<p> <span style=\"font-weight: bold;\">Kampfbereitschaft nicht genutzt <\/span><\/p>\n<p> Schon mit der 4-Prozent-Forderung hatte die IG Metall-F?hrung auf die Bremse getreten und wollte einer Auseinandersetzung mit den Arbeitgebern aus dem Weg gehen. Doch die Arbeitgeber haben das und den Verrat der Besch?ftigten in Ostdeutschland letzten Sommer als Ermutigung gesehen und einen draufgelegt: Aufweichung des Fl?chentarifs und Arbeitszeitverl?ngerung. <br \/> Die Kampfbereitschaft der mehr als 430.000 Kolleginnen und Kollegen, die sich an den Warnstreiks beteiligt haben, wurde nicht genutzt. Massenhaft waren die Kolleginnen und Kollegen auf die Stra?e gegangen, um sich gegen unbezahlte Mehrarbeit zu wehren. Ohne die Aktionen der Kolleginnen und Kollegen h?tte es wohl noch schlechter ausgesehen. Relativ wenige, aber massive Warnstreiks haben bereits erreicht, die Arbeitgeber davon abzubringen, auf ihren weitergehenden Forderungen zu bestehen. Mit einem Streik h?tten die Angriffe vollends zur?ckgeschlagen werden k?nnen und eine richtige Erh?hung der L?hne und Geh?lter durchgesetzt werden k?nnen. <br \/> Die IG Metall-F?hrung will den Abschluss als Erfolg verkaufen, den schlie?lich sei die unbezahlte Einf?hrung der 40-Stunden-Woche abgewehrt worden, doch letztlich erreichen die Unternehmer ihre Ziele ?ber die Hintert?r. Mit der Vereinbarung zu Besch?ftigungssicherung wird die Frage der Arbeitszeit auf die betriebliche Ebenen verlagert und weiteren K?rzungen T?r und Tor ge?ffnet. <br \/> Den Lohnabschluss bezeichnete Zwiebelhofer ? Verhandlungsf?hrer von S?dwestmetall ? als eine &#8222;gewisse Last&#8220;, der aber die gewonnenen betrieblichen Spielr?ume gegengerechnet werden m?ssten. ?Die Tarifparteien wachen ?ber betriebliche Abweichungen von Tarifnormen?, sagte Zwiebelhofer. Die Gewerkschaft habe sich aber verpflichtet zuzustimmen, wenn dadurch in einem Betrieb die Besch?ftigung nachhaltig gesichert oder verbessert werden k?nne. ?Anders ausgedr?ckt, jetzt l?uft mehr in den Betrieben. Die IG Metall bleibt im Boot, hat sich aber verpflichtet, mit uns in die gleiche Richtung zu rudern.? Damit ist ein wichtiger Schritt f?r das Ziel der Arbeitgeber, mehr in den Betrieben und weniger ?ber den Fl?chentarifvertrag zu regeln, erreicht worden. Kein Wunder also, dass Gesamtmetall den Abschluss gleich zum Pilotabschluss erkl?rt hat. <br \/> F?r uns gibt es nur eins: Der Abschluss muss abgelehnt werden. <\/p>\n<p> <span style=\"font-weight: bold;\">Die Einigung im Genauen: <\/span> <\/p>\n<p> Eine Laufzeit des Tarifvertrags \tvon 26 Monaten bis zum 28. Februar 2006<\/p>\n<p> Keine Erh?hung f?r \tJanuar und Februar 2004<\/p>\n<p> Eine Erh?hung der \tTabellenwerte f?r L?hne und Geh?lter um 1,5 Prozent \tim M?rz 2004 und 2,0 Prozent im M?rz 2005<\/p>\n<p> F?r ERA (Angleichung der \tArbeiter- und Angestelltenbezahlung bei gleicher T?tigkeit) \twerden 0,7 Prozent verwendet.<\/p>\n<p> Vereinbarung zur \tBesch?ftigungssicherung: Ausweitung der 18er Regelung (18 \tProzent einer Belegschaft d?rfen 40 Stunden pro Woche arbeiten) \tin Betrieben, bei denen mehr als 50 Prozent der \tBesch?ftigten in den oberen Gehaltsgruppen (K6, K7, T6, T7, M4, \tM5 bzw. ab EG 14 im neuen ERA) sind. Unternehmensleitung und \tBetriebsrat k?nnen sich darauf verst?ndigen, die Quote von \tbisher 18 Prozent auf bis zu 50 Prozent der Besch?ftigten \tauszudehnen. Die Tarifvertragsparteien k?nnen vereinbaren, die \tQuote f?r einen Betrieb oder Betriebsteile weiter zu erh?hen, \tsofern das Innovation erm?glicht oder Fachkr?ftemangel \therrscht. \t<br \/> ?berdies erhalten Betriebe \tdie M?glichkeit, f?r einzelne ArbeitnehmerInnen, \tArbeitnehmergruppen oder Betriebsteile die Arbeitszeit auf 40 \tStunden pro Woche zu verl?ngern, ohne dass Mehrarbeitszuschl?ge \tgezahlt werden m?ssen.<\/p>\n<p> Verhandlungen ?ber \tArbeitszeitkonten sollen z?gig abgeschlossen werden. \tZielsetzung dabei: Abschaffung aller Mehrarbeitszuschl?ge.<\/p>\n<p> Der Wortlaut des Verhandlungsergebnis gibt es hier zum <a  href=\"\/media\/m\/2004\/ergebnisbw.pdf\">Download als pdf-Datei (35 kb)<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>eine erste Bewertung des Tarifergebniss in der Metall- und Elektroindustrie<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[17],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10776"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10776"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10776\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10776"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10776"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10776"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}