{"id":10732,"date":"2003-12-16T09:39:55","date_gmt":"2003-12-16T09:39:55","guid":{"rendered":".\/?p=10732"},"modified":"2003-12-16T09:39:55","modified_gmt":"2003-12-16T09:39:55","slug":"10732","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2003\/12\/10732\/","title":{"rendered":"Unis im Streik &#x96; Ist ein Erfolg m&ouml;glich?"},"content":{"rendered":"<p>Eine Protestwelle gegen Bildungsabbau rollt durchs Land<!--more--><br \/>\n &nbsp;<br \/>\n&#x84;Klaus, komm raus&#x93; schrien Studierende vor dem Roten Rathaus in Berlin dem Regierendem B&uuml;rgermeister zu. &#x84;Koch ins Haushaltsloch&#x93; war auf Transparenten bei Uniprotesten in Hessen zu lesen. Von Nord nach S&uuml;d, von Ost nach West rollt eine Streik- und Protestwelle von w&uuml;tenden Studierenden durch die Republik.<br \/>  Jeden Tag verl&auml;ngert sich die Liste der streikenden Universit&auml;ten. &Uuml;berall platzen Vollversammlungen aus allen N&auml;hten. Insgesamt waren hunderttausende Studierende in den letzten Wochen im Streik.<br \/>  Die Wut ist gro&szlig;. &Uuml;berall wird &uuml;ber harte Einschnitte an den Hochschulen diskutiert, &uuml;berall werden Langzeitstudierende als Verursacher f&uuml;r die leeren Kassen beschimpft. Vielen ist klar: wenn jetzt nicht dagegen gehalten wird, dann werden zuk&uuml;nftig nur noch diejenigen mit ausreichend Geld sich ein Studium leisten k&ouml;nnen.<br \/>  Als der Berliner B&uuml;rgermeister Wowereit zu den Studierendenprotesten erkl&auml;rte, er w&uuml;rde sich nicht umstimmen lassen und bliebe &#x84;hart&#x93;, schallte es aus den besetzten Unis zur&uuml;ck: &#x84;Wir sind h&auml;rter&#x93;. <br \/>  <br style=\"font-weight: bold;\"> <span style=\"font-weight: bold;\"> Gemeinsamer Kampf<\/span><\/p>\n<p>  Doch alleine werden Studierende die Angriffe nicht zur&uuml;ckschlagen k&ouml;nnen. Landauf, landab wurde in den Universit&auml;ten bei den Vollversammlungen Bezug auf den Protest gegen Sozialkahlschlag am 1. November genommen. In Braunschweig demonstrierten k&uuml;rzlich 5.000 Studierende zusammen mit VW-Besch&auml;ftigten. In Kassel, K&ouml;ln und Berlin brachten SAV-Mitglieder erfolgreich Resolutionen in die Vollversammlungen f&uuml;r einen eint&auml;gigen, bundesweiten Generalstreik von Besch&auml;ftigten und Studierenden ein.<\/p>\n<p>  <span style=\"font-weight: bold;\"> Wie weiter?<\/span><\/p>\n<p>  Vollversammlungen m&uuml;ssen Anfang des neuen Jahres diskutieren, ob und wie weiter gestreikt wird. &Uuml;berall sollten B&uuml;ndnisse von Studierenden, Sch&uuml;lerInnen, Auszubildenden, Besch&auml;ftigten und Erwerbslosen aufgebaut werden. werden auch im neuen Jahr weiter stattfinden. Studierende sollten die Proteste von Besch&auml;ftigten f&uuml;r den Erhalt der Tarifautonomie unterst&uuml;tzen und mit Delegationen daran teilnehmen. Vor Ort gilt es nun, auf einen gemeinsamen Streiktag aller von Sozialkahlschlag Betroffenen hinzuarbeiten.<br \/>  Nach dem dezentralen Aktionstagen in Frankfurt, Leipzig und Berlin am 13. Dezember steht jetzt aber auch an, bundesweit zusammenkommen. Eine bundesweite Gro&szlig;demonstration Anfang des neuen Jahres k&ouml;nnte der n&auml;chste Schritt sein. Doch diese darf nicht nur von Studierenden organisiert sein. Gemeinsam sollten Studierende dazu aufrufen, im neuen Jahr an einem Werktag zu demonstrieren und die Gewerkschaften auffordern, dies mitzutragen und Besch&auml;ftigte an diesem Tag auch in den Streik zu holen. Damit kann die Bewegung gegen Sozialkahlschlag weiter aufgebaut werden. Dabei muss der Vorschlag f&uuml;r einen gemeinsamen bundesweiten Streiktag aller vom Sozialkahlschlag Betroffenen &#x96; ein eint&auml;giger Generalstreik &#x96; in die Debatte gebracht werden. Ein Aufruf f&uuml;r solch eine Demonstration kann bei der &#x84;Zukunftskonferenz&#x93; am 17. und 18. Januar hineingetragen werden. Dort trifft sich die Bewegung gegen Sozialkahlschlag. SAV-Mitglieder haben angesto&szlig;en, im Rahmen dieser Konferenz ein Jugendplenum zu organisieren. Dort k&ouml;nnen Studierende, Sch&uuml;lerInnen, Auszubildenden, junge Erwerbslose und Besch&auml;ftigte die n&auml;chsten Schritte gegen Zukunftsklau diskutieren.<\/p>\n<p>  <span style=\"font-style: italic;\">von Doreen Ullrich, Berlin<\/span> <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Protestwelle gegen Bildungsabbau rollt durchs Land<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[50],"tags":[156],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10732"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10732"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10732\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10732"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10732"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10732"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}