{"id":10626,"date":"2003-10-11T13:16:03","date_gmt":"2003-10-11T13:16:03","guid":{"rendered":".\/?p=10626"},"modified":"2003-10-11T13:16:03","modified_gmt":"2003-10-11T13:16:03","slug":"10626","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2003\/10\/10626\/","title":{"rendered":"Widerstand gegen Koch und Schr&ouml;der"},"content":{"rendered":"<p>Ausgehend vom Aufruf der GEW Hessen f&uuml;r Arbeitsniederlegungen muss der 18. November zu einem hessen- und bundesweiten Streiktag gemacht werden<\/p>\n<p>  von Immo Schott, Kassel<!--more--><br \/>\n &nbsp;<br \/>\n&Auml;hnlich wie auf Bundesebene sind die Kassen der L&auml;nder leer. Doch nicht etwa, weil ArbeiterInnen, BeamtInnen und Angestellte zu wenig arbeiten oder weil StudentInnen zu &#x84;faul&#x93; sind. Die Krise verschuldet haben die Banken und Gro&szlig;konzerne und deren marodes System. Steuern sind schon lange ein Fremdwort f&uuml;r sie und durch massiven Arbeitsplatzabbau fallen Einnahmen aus. Die Krise des Kapitalismus soll nun auf unserem R&uuml;cken ausgetragen werden.<br \/>  Wie gro&szlig; die Wut zum Beispiel in Hessen ist, dr&uuml;ckt sich in einem Aufruf der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Hessen aus, in dem sie alle Polizeibesch&auml;ftigten dazu auffordert, sich mit Protestbriefen an Roland Koch zu wenden. &#x84;Bei mindestens 5.000 [&#8230;] eingegangenen Briefkopien sieht sich die GdP veranlasst, zu einem Generalstreik aufzurufen, an dem sich mit Sicherheit die Beamtinnen und Beamten beteiligen werden&#x93; (3. September 03).<br \/>  Auch der Landesvorstand der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Hessen beschloss eine &#x84;Mobilisierung f&uuml;r eine eint&auml;gige Arbeitsniederlegung am 18. November 2003&#x93; (Aufruf vom 12. September 03). <\/p>\n<p>  Widerstand gegen Koch und Schr&ouml;der!<\/p>\n<p>  Der positive Effekt an der Widerstandsbereitschaft wird durch das einseitige Verhalten der Gewerkschaftsf&uuml;hrungen getr&uuml;bt. <br \/>  Die Steilvorlage f&uuml;r Roland Kochs Vorgehen kommt eindeutig aus Berlin. Mit der Agenda 2010, Hartz, R&uuml;rup und so weiter wurde der Grundstein f&uuml;r versch&auml;rften Sozialabbau von der SPD-Gr&uuml;nen-Regierung gelegt. Wenn der Angeber Roland Koch noch einen drauf setzen will, dann wird das trotzdem von Berlin angeheizt. <br \/>  Doch anstatt diesen wichtigen Punkt zu betonen, versuchen auch die hessischen Gewerkschaftsspitzen Rot-Gr&uuml;n den R&uuml;cken frei zu halten. Fast alle Publikationen und Aufrufe zum Widerstand richten sich ausschlie&szlig;lich gegen die Angriffe der Regierung Roland Koch. <br \/>  Damit sollen Illusionen in die SPD als soziale Alternative gesch&uuml;rt werden. Die Angriffe der Bundesebene werden noch um Angriffe auf der Landesebene &#x84;erg&auml;nzt&#x93;. Und dann soll es nicht mehr, sondern weniger Widerstand geben!?<\/p>\n<p>  Alle gemeinsam am 18. 11.<\/p>\n<p>  In der jetzigen Situation m&uuml;ssen Besch&auml;ftigte des &ouml;ffentlichen Dienstes, Erwerbslose und Besch&auml;ftigte in der Privatwirtschaft zusammenstehen, denn alle sind vom Sozialkahlschlag betroffen.<br \/>  Die SAV setzt sich daf&uuml;r ein, am 17. Oktober gegen die K&uuml;rzungspl&auml;ne in den Warnstreik zu treten. Wir verbreiten dazu Antr&auml;ge in den Gewerkschaften und Betrieben. Die SAV beteiligt&nbsp; sich an der Initiative von widerstand international! und DGB-Jugend f&uuml;r einen Jugendstreik in Kassel an diesem Tag.<br \/>  Die bundesweite Demonstration am 1. November, die unter anderem von ver.di Berlin, Hamburg und Baden-W&uuml;rttemberg unterst&uuml;tzt wird, kann dann der n&auml;chste Schritt sein, um am 18. November mit Streikma&szlig;nahmen ernst zu machen. <br \/>  Der Aufruf der GEW f&uuml;r Arbeitsniederlegungen muss aufgegriffen werden: f&uuml;r einen Vollstreik im &ouml;ffentlichen Dienst in Hessen unter Einbeziehung der BeamtInnen. Da die Angriffe nur T&uuml;r&ouml;ffner sein sollen f&uuml;r &auml;hnliche Schweinereien in der Privatwirtschaft, muss dies ausgedehnt werden zu einem Aufruf f&uuml;r einen eint&auml;gigen Generalstreik in Hessen am 18. November. <br \/>  Nicht nur in Hessen gibt es diese Angriffe, in allen Bundesl&auml;ndern werden die &Auml;nderungen der Schr&ouml;der-Regierung im Besoldungsrecht genutzt und bei den BeamtInnen gek&uuml;rzt &#x96; als Auftakt f&uuml;r allgemeine Angriffe im &ouml;ffentlichen Dienst.&nbsp; Der bundesweite Sozialkahlschlag trifft sowieso alle. Deshalb geht es in allen ver.di-Gliederungen bundesweit darum, diesen Widerstand aus Hessen aufzunehmen und f&uuml;r die Ausweitung der K&auml;mpfe bundesweit im &ouml;ffentlichen Dienst und dar&uuml;berhinaus einzutreten: f&uuml;r einen eint&auml;gigen Generalstreik in Deutschland.<br \/>  In einem Generalstreik k&auml;me die Wut der Betroffenen &uuml;ber die K&uuml;rzungen am Besten zum Ausdruck und es w&uuml;rde sehr schnell klar, wer die Macht in der Gesellschaft inne hat. Wenn ArbeiterInnen, Angestellte, BeamtInnen, aber auch Jugendliche, StudentInnen, RentnerInnen und sozial Schw&auml;chere sich gemeinsam wehren, dann steht das Land still. <br \/>  Das ist noch keine Garantie daf&uuml;r, dass alle Pl&auml;ne vom Tisch sind und vor allem f&uuml;r die Zukunft noch keine Verhinderung der n&auml;chsten Angriffe. Aber es w&uuml;rde sicherstellen, dass die Kampfkraft der Besch&auml;ftigten entwickelt und die Ausgangslage zur Verteidigung der Interessen von Besch&auml;ftigten, Erwerbslosen, Jugendlichen und RentnerInnen radikal besser w&uuml;rde.<\/p>\n<p>  Organisieren<\/p>\n<p>  Am 8. Oktober findet eine landesweite Vertrauensleute- und Personalr&auml;tekonferenz der GEW Hessen statt. Dort muss die Umsetzung des Streiks am 18. November diskutiert und ein Appell an ver.di Hessen und bundesweit gerichtet werden, die Streikma&szlig;nahmen gemeinsam auszudehnen. &Ouml;rtlich, regional und landesweit m&uuml;ssen gewerkschafts&uuml;bergreifende Konferenzen organisiert werden, die den landesweiten Streik am 18. November und die landesweite Gro&szlig;demonstration in Wiesbaden, zu der bisher ver.di und GEW aufrufen, auf die Beine zustellen. In Betrieben, Verwaltungen, Schulen und Hochschulen m&uuml;ssen Aktionskomitees aufgebaut werden, die Proteste und Streiks durchf&uuml;hren k&ouml;nnen und aus deren Vernetzung die Bewegung weitere Kraft sch&ouml;pfen kann. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ausgehend vom Aufruf der GEW Hessen f&uuml;r Arbeitsniederlegungen muss der 18. 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