{"id":10536,"date":"2003-06-29T15:29:44","date_gmt":"2003-06-29T15:29:44","guid":{"rendered":".\/?p=10536"},"modified":"2003-06-29T15:29:44","modified_gmt":"2003-06-29T15:29:44","slug":"10536","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2003\/06\/10536\/","title":{"rendered":"Solidarit&auml;t mit den Streikenden in der Metall- und Elektroindustrie"},"content":{"rendered":"<p>Solidarit&auml;tserkl&auml;rung der SAV vom 20. Juni 2003<!--more--><br \/>\n &nbsp;<br \/>\nLiebe Kolleginnen und Kollegen,<\/p>\n<p>  wir erkl&auml;ren uns solidarisch mit Eurem Streik und w&uuml;nschen Euch vollen Erfolg beim Kampf um die sofortige Einf&uuml;hrung der 35-Stunden-Woche.<br \/>  In den letzten Wochen gab es von Arbeitgebern und Medien eine massive Kampagne gegen die Gewerkschaften. Mit der geforderten Arbeitszeitverk&uuml;rzung werde der ostdeutschen Wirtschaft massiver Schaden zugef&uuml;gt und bei der ohnehin schlechten Arbeitsmarktlage in den neuen Bundesl&auml;ndern weitere Arbeitspl&auml;tze gef&auml;hrdet. Sparen, den G&uuml;rtel enger schnallen sei das Gebot der Stunde, wird behauptet. Dieses M&auml;rchen verbunden mit der Aussicht auf &#x84;bl&uuml;hende Landschaften&#x93; oder auch &#x84;Aufbau Ost&#x93; wird uns nun seit Jahren von Unternehmervertretern und deren Sprachrohren in Politik und Medien versucht weiszumachen.<\/p>\n<p>  Doch die Realit&auml;t zeigt ein anderes Bild. W&auml;hrend die Gewinne der Unternehmen weiter steigen, werden massiv Arbeitspl&auml;tze und soziale Errungenschaften abgebaut. Die Umverteilung von unten nach oben wird in immer rasanterem Tempo vorangetrieben. Um diese Entwicklung zu verschleiern und m&ouml;glichen Widerstand zu verhindern, h&ouml;rt man von den Unternehmern st&auml;ndig das gleiche Lied von der Alternativlosigkeit zum Lohnverzicht und zum Sparen.<\/p>\n<p>  Wie die Vergangenheit &uuml;berdeutlich bewiesen hat, werden dadurch weder mehr Arbeitspl&auml;tze noch andere Verbesserungen, wie z.B. Arbeitszeitverk&uuml;rzung erreicht. Diese m&uuml;ssen gegen den Widerstand der Unternehmen erk&auml;mpft werden.<\/p>\n<p>  13 Jahre nach der Wende ist die Zeit l&auml;ngst &uuml;berreif f&uuml;r die Angleichung der Arbeitszeit in Ost und West. F&uuml;r die einen immer mehr Arbeitsstress, f&uuml;r die anderen die Arbeitslosigkeit. Und das bei immer weiter steigender Produktivit&auml;t, gerade im Osten. Deshalb unterst&uuml;tzen wir Eure Forderung nach der sofortigen Einf&uuml;hrung der 35-Stunden-Woche nach dem Motto &#x84;Arbeit fairteilen&#x93;. Dies w&auml;re wirklich eine M&ouml;glichkeit, Arbeitspl&auml;tze zu sichern.<\/p>\n<p>  Eine derartige Forderung w&auml;re entgegen den Behauptungen aus Wirtschaft und Politik auch ohne weiteres bezahlbar, denn Geld ist genug da. DaimlerChrysler z.B. wies f&uuml;r das Gesch&auml;ftsjahr 2002 einen Gewinn von 6,9 Milliarden Euro aus und zahlte gleichzeitig seit 1995 keinerlei Steuern mehr. <\/p>\n<p>  Um dieser frechen Raubritterpolitik entgegenzutreten und die 35-Stunden-Woche durchzusetzen, muss die gesamte gewerkschaftliche Kampfkraft aller Besch&auml;ftigten im Osten eingesetzt werden. Dabei ist die Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen im Westen von gro&szlig;er Bedeutung. Oft genug versucht man gerade sie gegen die Arbeitnehmer im Osten mit den Drohungen auszuspielen: &#x84;Wenn Ihr aufmuckt, gehen wir in den billigeren Osten!&#x93; Doch dem kann man durch gemeinsame Aktionen effektiv entgegenwirken. Streiks im Osten unterst&uuml;tzt durch Solistreiks im Westen. Ein solches Handeln w&auml;re auch ein gutes Beispiel f&uuml;r einen gemeinsamen Kampf aller Betroffenen gegen den massiven Sozialkahlschlag der &#x84;Agenda 2010&#x93;.<\/p>\n<p>  Die Sozialistische Alternative (SAV) will Euch in Eurem Kampf ermutigen und nach Kr&auml;ften unterst&uuml;tzen.<\/p>\n<p>  Mit solidarischen Gr&uuml;&szlig;en<br \/>  SAV <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Solidarit&auml;tserkl&auml;rung der SAV vom 20. Juni 2003<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[11],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10536"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10536"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10536\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10536"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10536"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10536"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}