{"id":10502,"date":"2003-05-22T16:12:59","date_gmt":"2003-05-22T16:12:59","guid":{"rendered":".\/?p=10502"},"modified":"2003-05-22T16:12:59","modified_gmt":"2003-05-22T16:12:59","slug":"10502","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2003\/05\/10502\/","title":{"rendered":"Blockade der Gewerkschaftsf&uuml;hrung &uuml;berwinden!"},"content":{"rendered":"<p>Gewerkschaften vor der Wahl: entweder mit der SPD untergehen oder eine m&auml;chtige Bewegung gegen die Regierung anf&uuml;hren<\/p>\n<p>  von Ursel Beck, Stuttgart<!--more--><br \/>\n &nbsp;<br \/>\nWenn es nach Sommer, Zwickel und Bsirske geht, ist die Entscheidung schon gefallen. Sie haben die Riester-Pl&auml;ne akzeptiert und die Hartz-Pl&auml;ne nicht nur widerstandslos hingenommen, sondern sogar mit umgesetzt.<br \/>  Anstatt Leiharbeit und Niedrigl&ouml;hne zu bek&auml;mpfen, haben sie mit Leihfirmen Tarifvertr&auml;ge mit Hungerl&ouml;hnen ausgehandelt. Sie sind nicht grunds&auml;tzlich gegen die Agenda 2010. Sie wollen ihr nur ein paar Giftz&auml;hne ziehen. Aber selbst daf&uuml;r gibt es keine Kampfstrategie. Denn schlie&szlig;lich hat Schr&ouml;der erkl&auml;rt, dass es nichts zu verhandeln gibt und die Sache auch gegen die Gewerkschaften durchgezogen wird.  DGB-Vorsitzender Sommer versprach der SPD-Bundestagsfraktion laut Frankfurter Allgemeiner Sonntagszeitung vom 13. April, &#x84;dass der Gewerkschaftsbund zwar f&uuml;rs Schaufenster Kritik an der Reformpolitik Schr&ouml;ders &uuml;ben, es aber letztend-lich nicht zu einem &#x82;hei&szlig;en Fr&uuml;hling&#x91; kommen lassen wird.&#x93;  Zwickel erkl&auml;rte, dass keine politischen Streiks organisiert w&uuml;rden. Damit sagt er, dass die Gewerkschaften die Agenda 2010, Hartz und R&uuml;rup nicht verhindern werden. Denn eins ist klar: mit Demonstrationen sind diese Angriffe nicht abzuwehren.<br \/>   Aber selbst Demos dienen der Gewerkschaftsspitze nicht zur Mobilisierung, sondern der Demobilisierung, wie die bundesweite ver.di-Demo am 17. Mai zeigte. Der Grund daf&uuml;r ist, dass jede Mobilisierung die Gefahr einer Radikalisierung und Dynamik in sich birgt und weitergehende Kampfschritte eingefordert werden. Und das will die Gewerkschaftsspitze vermeiden. <br \/>  Auf Dauer kann die Blockadehaltung der Gewerkschaftsb&uuml;rokratie aber nicht funktionieren. Unter der Oberfl&auml;che hat sich in den Betrieben eine explosive Stimmung aufgebaut. Die Besch&auml;ftigten haben die Schnauze voll. Die tagt&auml;glichen neuen Ank&uuml;ndigungen von Arbeitsplatzvernichtung, Steuererh&ouml;hungen drohen das Fass zum &Uuml;berlaufen zu bringen. <br \/>  Generalstreiks in Frankreich und eine Massenbewegung mit politischen Streiks in &Ouml;sterreich machen politische Streiks zur Selbstverst&auml;ndlichkeit. Die Stimmung, dass wir uns auch hierzulande endlich richtig zur Wehr setzen m&uuml;ssen, wird sich fr&uuml;her oder sp&auml;ter Bahn brechen. <br \/>  Bereits am 29. April legten in Schweinfurter Metallbetrieben 4.000 KollegInnen aus mehreren Betrieben f&uuml;r mehrere Stunden die Arbeit gegen Schr&ouml;ders Agenda 2010 nieder und marschierten gemeinsam durch die Innenstadt. Auf einem Transparent wurde Generalstreik gefordert. Wenn die Gewerkschaftsf&uuml;hrung keine Bewegung aufbaut und nicht ernsthaft k&auml;mpft, kann sich der Unmut durch &#x84;wilde Streiks&#x93; Bahn brechen. &Auml;hnlich wie bei den Septemberstreiks 1969 k&ouml;nnte ein Streik in einem Betrieb eine ganze Streikwelle in Gang setzen. <br \/>  Die AktivistInnen in den Betrieben und die Gewerkschaftslinke m&uuml;ssen alles tun, um die Blockade der Gewerkschaftsspitzen aufzubrechen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gewerkschaften vor der Wahl: entweder mit der SPD untergehen oder eine m&auml;chtige Bewegung gegen die Regierung anf&uuml;hren<\/p>\n<p> von Ursel Beck, Stuttgart<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[11],"tags":[150],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10502"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10502"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10502\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10502"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10502"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10502"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}