{"id":10398,"date":"2003-03-10T12:33:48","date_gmt":"2003-03-10T12:33:48","guid":{"rendered":".\/?p=10398"},"modified":"2003-03-10T12:33:48","modified_gmt":"2003-03-10T12:33:48","slug":"10398","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2003\/03\/10398\/","title":{"rendered":"Mit Streiks Irak-Krieg stoppen"},"content":{"rendered":"<p>Stellungnahme des Netzwerks f&uuml;r eine k&auml;mpferische und demokratische ver.di<\/p>\n<p>  10. M&auml;rz 2003<!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\"  style=\"margin-bottom: 0cm; page-break-after: avoid;\">\n<p>  Mehr als 30 Millionen Menschen sind weltweit am 15. Februar gegen den Krieg auf die Stra&szlig;e gegangen. Damit hat die Antikriegsbewegung gezeigt, welche Kraft national und international gegen die Kriegstreiber aufgebaut werden kann. <br \/>  Diese weltweiten Demonstrationen gingen nicht spurlos an den Herrschenden und Politikern in den USA und den anderen Staaten vorbei.  Aber die Bewegung darf sich nicht darauf verlassen, dass Demos ausreichen, den Krieg zu stoppen. Jetzt kommt es darauf an, dass die Gewerkschaften ihre Kampfkraft einsetzen und national, europa- und weltweit zu Streiks aufrufen. <br \/>  Es sind nicht Bush, Rumsfeld, Powell, Blair oder Struck, die Raketen bauen oder Waffen auf Schiffe oder Eisenbahnwaggons hieven.  Es sind die Arbeiter in den Fabriken und in Transportbetrieben, die diese Arbeit leisten. Streiks gegen den Krieg w&uuml;rden die Herrschenden da treffen, wo es ihnen wirklich weh tut: beim Profit. Durch Nichtverladen von Kriegsger&auml;t, durch das Lahmlegen von Flugh&auml;fen, durch ein Embargo gegen  US-St&uuml;tzpunkte k&ouml;nnte die Durchf&uuml;hrung eines Krieges regelrecht sabotiert werden. Deshalb m&uuml;ssen weltweit Streiks in den R&uuml;stungs- und Transportbetrieben organisiert werden. Deshalb muss am Tag X in allen Betrieben der Welt die Arbeit niedergelegt werden. Streiks kombiniert mit weiteren Massendemos und Blockaden vor Kasernen w&uuml;rde Soldaten  ermutigen bzw. unter Druck setzen Befehle f&uuml;r Kriegseins&auml;tze zu verweigern. <br \/>  Nach dem 11. September wurde aufgrund eines Aufrufs des DGB in allen Betrieben die Arbeit f&uuml;r 5 Minuten unterbrochen, um den Opfern des Anschlags zu gedenken. Um neue und noch gr&ouml;&szlig;ere Opfer durch einen Krieg zu verlieren, muss erst recht die Arbeit niedergelegt werden &#8211;  nicht nur f&uuml;r 5 Minuten. <br \/>  Es geht darum einen Krieg zu verhindern, der voraussichtlich mindestens 100.000 Todesopfer, Hunderttausende Kriegsverletzte, Millionen von Fl&uuml;chtlingen, ungeheuere Zerst&ouml;rung, Umweltvergiftung und unsagbares menschliches Leid kosten wird. Die Kriegskosten werden auf 100 bis 200 Milliarden Dollar veranschlagt. Diese Kosten werden auf die arbeitende Bev&ouml;lkerung in den USA und in Europa abgew&auml;lzt werden. Wir werden sie finanzieren m&uuml;ssen mit Steuererh&ouml;hungen und Sozialabbau.  Auf der anderen Seite stehen die Kriegsgewinnler schon fest: R&uuml;stungs- und &Ouml;lkonzerne und ihre gekauften Politiker. <br \/>  Die Bundesregierung will einen Krieg gegen den Irak nicht wie Bush auf Teufel komm raus, sondern &#x84;nur als letztes Mittel&#x93;. Aber auch als &#x84;letztes Mittel&#x93;, ob mit oder ohne UNO-Mandat muss dieser Krieg verhindert werden. Hinter der Haltung der Schr&ouml;der-Regierung stecken andere &ouml;konomische und strategische Interessen der deutschen Konzerne und nicht zuletzt die Angst vor der Antikriegsbewegung. Aber da die Herrschenden in der BRD &ouml;konomisch von den USA abh&auml;ngig sind, unterst&uuml;tzen sie den Krieg gegen den Irak gleichzeitig durch &Uuml;berflugrechte, AWACS-Aufkl&auml;rer, Bewachung von US-Kasernen durch Bundeswehr. ABC-Sp&uuml;rpanzer stehen in Kuwait, deutsche Marinekontigente am Horn von Afrika. Bundeswehrtruppen entlasten US- und britische Truppen in Afghanistan oder auf dem Balkan. <br \/>  W&auml;hrend angeblich kein Geld da ist, um das gegenw&auml;rtige Niveau an Sozialleistungen, Gesundheitsversorgung und Renten zu finanzieren, werden Milliarden f&uuml;r Aufr&uuml;stung verpulvert. F&uuml;r den vermeintlichen &#x84;Krieg gegen den Terror&#x93; hat die Schr&ouml;der-Regierung die Tabak- und Versicherungssteuer erh&ouml;ht. <br \/>  Die Gewerkschaften m&uuml;ssen ihre gesamte nationale und internationale Kampfkraft einsetzen, um den Irak-Krieg zu verhindern. In vielen L&auml;ndern werden bereits Streiks vorbereitet. Aufgrund eines Vorsto&szlig;es der italienischen COBAS-Gewerkschaften diskutieren alle italienischen gro&szlig;en Gewerkschaften &uuml;ber einen Generalstreik am Tag X und &uuml;ber einen europaweiten Streik gegen Krieg. Eine Konferenz von 5.000 Metallarbeitern in Bologna hat ebenfalls einen Appell f&uuml;r einen europaweiten Generalstreik gegen Krieg beschlossen. Die Vorsitzenden der f&uuml;nf gr&ouml;&szlig;ten Gewerkschaften in Gro&szlig;britannien haben Blair angek&uuml;ndigt, dass es am Tag X zu massiven Arbeitsniederlegungen kommen wird. In Schottland haben sich Lokf&uuml;hrer mit R&uuml;ckendeckung ihrer Gewerkschaft geweigert Kriegsger&auml;t zu transportieren. In Italien weigern sich Hafenarbeiter Kriegsg&uuml;ter zu verladen.  Es ist deshalb an der Zeit, dass auch in Deutschland die Frage von Streiks gegen den Krieg auf die Tagesordnung gesetzt wird. <\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\"  style=\"margin-bottom: 0cm; font-weight: bold;\">Deshalb fordern wir vom DGB und den Einzelgewerkschaften:<\/p>\n<p>  &#8211; Dass sie sich eindeutig gegen den Irak-Krieg aussprechen &#x96; mit oder ohne UNO-Mandat <br \/>  &#8211; Dass sie folgende Forderungen der Friedensbewegung ausdr&uuml;cklich unterst&uuml;tzen:<br \/> &#8211; Sperrung  des deutschen Luftraums f&uuml;r Kriegseins&auml;tze<br \/> &#8211; R&uuml;ckzug  aller deutschen Truppen aus Kuwait und anderswo<br \/> &#8211; Aufhebung  des von der UNO verh&auml;ngten Embargos gegen den Irak<br \/> &#8211; Sturz  der Diktatur im Irak durch die dortige Bev&ouml;lkerung durch  solidarische Unterst&uuml;tzung der internationalen  Gewerkschaftsbewegung<br \/> &#8211; Stop  von R&uuml;stungsexporten<br \/> &#8211; Umstellung  von R&uuml;stungsproduktion auf alternative Produktion<br \/> &#8211; Arbeit,  Bildung und soziale Absicherung statt Aufr&uuml;stung und Krieg   &#8211; Dass sie Betriebs- und Personalr&auml;te, Vertrauensk&ouml;rper und Betriebsgruppen auffordern innerbetrieblich und innergewerkschaftlich die Frage des Irak-Krieges und des Widerstands dagegen zu diskutieren und gegebenenfalls in den Betrieben und Lehrwerkst&auml;tten Antikriegskomitees aufgebaut werden, in denen sich Antikriegsaktivisten zusammenschlie&szlig;en und als Verbindungsglied zur Antikriegsbewegung fungieren.<br \/>  &#8211;  dass sie am Tag X bundesweit zu eint&auml;gigen Arbeitsniederlegungen aufrufen und zu den bereits &ouml;rtlich geplanten Demos und Kundgebungen der Antikriegsbewegung mobilisieren.<br \/>  &#8211; Dass sie die Mitgliedschaft zu den von der Antikriegsbewegung geplanten Gro&szlig;demonstrationen am Samstag nach Tag X und den Blockaden vor US-Milit&auml;rbasen  mobilisieren. <br \/>  &#8211; Dass sie Bundeswehrsoldaten und Soldaten anderer hier stationierten Truppen (z.B. US oder britische Truppen) aufrufen kollektiv Befehle f&uuml;r diesen Krieg zu verweigern. Das gilt auch f&uuml;r die Bewachung von US-Kasernen durch Bundeswehrsoldaten. <br \/>  &#8211; Dass ver.di und TRANSNET ihre Mitglieder dazu aufruft, Waffentransporte zu bestreiken <br \/>  &#8211; Dass sie vom Europ&auml;ischen Gewerkschaftsbund (EGB) und dem Internationalen Bund Freier Gewerkschaften (ICFTU) fordern, dass europa- und weltweite Generalstreiks organisiert werden. <br \/>  &#8211; Dass ver.di den ITF (Internationaler Verband der Transportarbeiter) auffordert Streiks gegen Kriegslogistik international zu koordinieren<\/p>\n<p>  <b>Kontakt zum Netzwerk:<br \/> <\/b> Angela M&uuml;nch, angelamuench@gmx.de oder (0221) 69 09 723<br \/>  Alois Skrbina, aloisskrina@aol.com oder (0201) 27 99 210<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stellungnahme des Netzwerks f&uuml;r eine k&auml;mpferische und demokratische ver.di<\/p>\n<p> 10. 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